*für Rechtschreibfehler keine Haftung - des liegt an der komischen,gewohnheitsbedingten Tastatur*
Geschichte
Schon in vorchristlicher Zeit gab es in dieser Gegend verschiedene Kaltblutrassen. Nach der römischen Okkupation wurde erst wieder während der Zeit der Kreuzzüge orientalisches Blut eingekreuzt, hauptsächlich von den fortschrittlichen Züchtern Eustache, Comte de Boulogne, und Robert, Comte de Artois.
Im 14. Jahrhundert war der Boulonnais das Schlachtroß schlechthin. Der zunehmende Einsatz von schweren Plattenpanzerungen machte die Einkreuzung der großen Hengste aus dem Norden erforderlich sowie der zu jener Zeit schweren Pferde aus Mecklenburg (heute nicht mehr zu unterscheiden vom Hannoveraner), um den Pferden mehr Größe und Gewicht zu geben. Während der spanischen Okkupation in Flandern im 16. Jahrhundert gab es großzügige Einkreuzungen der überragenden spanischen Blutlinien, die wiederum Berberblut führten. Im 17. Jahrhundert wurde die Rasse als Boulonnais bekannt, und zwei verschiedene Schläge traten auf. Der kleinere Typ war zwischen 155cm und 160cm groß und wurde "Fischhändler" genannt. Der Fischhändler brachte den Fisch schnellstens von Boulogne nach Paris. Dank seines flotten, energieschen Trabs war er dazu bestens geeignet. Die beiden Weltkriege hatten verheerende Auswirkungen für den Boulonnais, denn die Gegend von Boulogne wurde zweimal innerhalb von 25 Jahren verwüstet. Der Stutenbestand war in alle Winde zerstreut, und die Rasse war beinahe am Ende. Heute sind die Pferde ein Opfer des Fortschritts: Fisch wird mit dem LKW oder der Bahn transportiert, und es scheint zweifelhaft, ob der schnelle "Fischhändler" überhaupt noch existiert, während der größere Schlag überwiegend als Fleischlieferant dient.
Merkmale
Man erkennt den Boulonnais an seinem schönen, ausdrucksvollen Kopf, der oft mehr arabische Merkmale aufweist als der des Percheron, einer ähnlichen Rasse, die ebenfalls orientalisches Blut führt. Die eleganten, fließenden Linien sind ungewöhnlich für ein Kaltblutpferd. VOm Boulonnais wird auch gesagt, er sähe aus "wie polierter Marmor". Die Rasse hat kaum oder gar keinen Behang und ist nicht so mächtig wie der Percheron. Die Gliedmaßen sind kräftig und gut bemuskelt, die Gelenke sind gut entwickelt, das RÖhrbein ist kurz. Der Hals ist sogar bei Stuten schön gewölbt und länger als bei den anderen Kaltblutrassen. Der Widerrist ist stärker ausgeprägt und die Schultern schräger. Daher zeigt der Boulonnais eine für ein Pferd dieser Größe (über 170cm beim großen Typ) außergewöhnliche Aktion. DIe Gänge sind flott und energisch bei geradem Antritt und Raumgriff. Die Rasse ist bekannt für ihre Ausdauer. Ein Boulonnais kann längere Zeit ein mittleres Tempo gehen. Entsprechend seiner orientalischen Abstammung ist der extrem buschige Schweif hoch in der Kruppe angesetzt. Früher einmal waren Schimmel am häufigsten vertreten, aber in den letzten Jahren haben sich die Züchter wieder auf die alten Farben wie Fuchs und Brauner besonnen.
Die einzigartige Qualität des Boulonnais, einer Rasse, die sich von den anderen Kaltblutrassen Europas trotz einiger gemeinsamer Wurzeln unterscheidet, ist sicherlich zurückzuführen auf die ungewöhnliche Abstammung. Mehr zu erfahren, wäre sicherlich interesant, denn hier liegt eine Kombination des "kalten Bluts" der europäischen Kaltblüter mit dem "heißen Blut" der vererbungsstarken, orientalischen Pferde, ob Araber oder Berber, und dem Blut der Spanischen Pferde vor, die über 300 Jahre lang dominierend waren in Europa. Diese drei Blutströme sind im modernen Boulonnais vereint, was dem kleinen, flott trabenden "Fischhändler" noch mehr anzusehen gewesen war. Wäre dieser Typ heute noch vertreten, wäre er die ideale Ausgangsbasis für die Kreuzung mit VOllblütern oder Anglo-Arabern, um ein Warmblut-Sportpferd zu züchten.
Geschichte
Schon in vorchristlicher Zeit gab es in dieser Gegend verschiedene Kaltblutrassen. Nach der römischen Okkupation wurde erst wieder während der Zeit der Kreuzzüge orientalisches Blut eingekreuzt, hauptsächlich von den fortschrittlichen Züchtern Eustache, Comte de Boulogne, und Robert, Comte de Artois.
Im 14. Jahrhundert war der Boulonnais das Schlachtroß schlechthin. Der zunehmende Einsatz von schweren Plattenpanzerungen machte die Einkreuzung der großen Hengste aus dem Norden erforderlich sowie der zu jener Zeit schweren Pferde aus Mecklenburg (heute nicht mehr zu unterscheiden vom Hannoveraner), um den Pferden mehr Größe und Gewicht zu geben. Während der spanischen Okkupation in Flandern im 16. Jahrhundert gab es großzügige Einkreuzungen der überragenden spanischen Blutlinien, die wiederum Berberblut führten. Im 17. Jahrhundert wurde die Rasse als Boulonnais bekannt, und zwei verschiedene Schläge traten auf. Der kleinere Typ war zwischen 155cm und 160cm groß und wurde "Fischhändler" genannt. Der Fischhändler brachte den Fisch schnellstens von Boulogne nach Paris. Dank seines flotten, energieschen Trabs war er dazu bestens geeignet. Die beiden Weltkriege hatten verheerende Auswirkungen für den Boulonnais, denn die Gegend von Boulogne wurde zweimal innerhalb von 25 Jahren verwüstet. Der Stutenbestand war in alle Winde zerstreut, und die Rasse war beinahe am Ende. Heute sind die Pferde ein Opfer des Fortschritts: Fisch wird mit dem LKW oder der Bahn transportiert, und es scheint zweifelhaft, ob der schnelle "Fischhändler" überhaupt noch existiert, während der größere Schlag überwiegend als Fleischlieferant dient.
Merkmale
Man erkennt den Boulonnais an seinem schönen, ausdrucksvollen Kopf, der oft mehr arabische Merkmale aufweist als der des Percheron, einer ähnlichen Rasse, die ebenfalls orientalisches Blut führt. Die eleganten, fließenden Linien sind ungewöhnlich für ein Kaltblutpferd. VOm Boulonnais wird auch gesagt, er sähe aus "wie polierter Marmor". Die Rasse hat kaum oder gar keinen Behang und ist nicht so mächtig wie der Percheron. Die Gliedmaßen sind kräftig und gut bemuskelt, die Gelenke sind gut entwickelt, das RÖhrbein ist kurz. Der Hals ist sogar bei Stuten schön gewölbt und länger als bei den anderen Kaltblutrassen. Der Widerrist ist stärker ausgeprägt und die Schultern schräger. Daher zeigt der Boulonnais eine für ein Pferd dieser Größe (über 170cm beim großen Typ) außergewöhnliche Aktion. DIe Gänge sind flott und energisch bei geradem Antritt und Raumgriff. Die Rasse ist bekannt für ihre Ausdauer. Ein Boulonnais kann längere Zeit ein mittleres Tempo gehen. Entsprechend seiner orientalischen Abstammung ist der extrem buschige Schweif hoch in der Kruppe angesetzt. Früher einmal waren Schimmel am häufigsten vertreten, aber in den letzten Jahren haben sich die Züchter wieder auf die alten Farben wie Fuchs und Brauner besonnen.
Die einzigartige Qualität des Boulonnais, einer Rasse, die sich von den anderen Kaltblutrassen Europas trotz einiger gemeinsamer Wurzeln unterscheidet, ist sicherlich zurückzuführen auf die ungewöhnliche Abstammung. Mehr zu erfahren, wäre sicherlich interesant, denn hier liegt eine Kombination des "kalten Bluts" der europäischen Kaltblüter mit dem "heißen Blut" der vererbungsstarken, orientalischen Pferde, ob Araber oder Berber, und dem Blut der Spanischen Pferde vor, die über 300 Jahre lang dominierend waren in Europa. Diese drei Blutströme sind im modernen Boulonnais vereint, was dem kleinen, flott trabenden "Fischhändler" noch mehr anzusehen gewesen war. Wäre dieser Typ heute noch vertreten, wäre er die ideale Ausgangsbasis für die Kreuzung mit VOllblütern oder Anglo-Arabern, um ein Warmblut-Sportpferd zu züchten.
