Przewalski - Pferd



Im Jahre 1878 entdeckte der russische Oberst Przewalski bei einer Expedition in die Mongolei eine Herde wilder Pferde.
Die Tiere waren von ziemlich einheitlichem Aussehen, rotbraun bis fahlbraun, ziemlich unauffällig, mit Stehmähne und nicht sehr groß.
Ihr Stockmaß war um 140 cm.
Untersuchungen des Knochenbaus, der Fellstruktur und des Verhaltens der Pferde ergaben, daß es sich hier um Vertreter der Urpferderasse handeln musste.
Nach ihrem Entdecker nannte man sie später > Przewalski - Pferde < .

Viele tausend Jahre lang hatte das asiatische Urpferd in der Steppe zwischen Russland und China überlebt.
Aber dann ergriffen die Menschen Besitz von seinem Lebensraum.
Haustierhaltung raubte den Wildpferden den Weideplatz, und die vielen militärischen Übungen in ihrem Gebiet vertrieben die Tiere.
1968 wurden die letzten in Freiheit gesehen.
Trotzdem blieben die Przewalski - Pferde erhalten, denn die Wissenschaft interessierte sich für sie.
Schon kurz nach ihrer Entdeckung hatten Forscher Fohlen aus den Herden fangen lassen.
Sie wollten die Wildpferde in Zoos und Freigehegen heimisch machen, um sie dort besser beobachten zu können.
Zunächst fanden sich die in Freiheit geborenen Pferde nur schwer mit dem eingeschränkten Lebensraum ab, aber bei ihrer Nachzucht wurde die Zoohaltung einfacher.
Beschützt von engagierten Zoodirektoren überstanden die Przewalski - Pferde das bewegte, letzte Jahrhundert.
Besonders der zweite Weltkrieg brachte die Rasse in gefahr, auch im Zoo auszusterben.
Doch seit 1959 bemüht man sich in in aller Welt, den Bestand an Przewalski wieder zu erhöhen.

Keine Inzucht!
Das liest sich leichter, als es ist, denn die Zucht des Przewalski - Pferdes gestaltet sich sehr viel komplizierter als die anderen Rassen.
Sämtliche Urpferde in der Obhut der Menschen gehen nämlich auf nur 13 Ahnen zurück.
Wenn man Inzucht vermeiden will, verlangt das besonders sorgfältige Zuchtwahl.
Mitunter werden ein Hengst oder eine Stute über ganze Erdteile transpotiert, um in anderen Herden Blutauffrischung zu leisten.
-Ein gewaltiger Aufwand für die Menschen und großer Stress für die betroffenen Pferde!
Inzwischen gibt es aber wieder über 1000 Przewalski - Pferde in mehr als 100 Zuchtgruppen.

Reservate
Nach 1990 haben die veränderten politischen in der Welt dem Urpferd ganz neue Möglichkeiten eröffnet.
Der Staat Mongolei will es nun in seinem alten Lebensraum wieder neu ansiedeln und Reservate schaffen, in denen das Przewalski - Pferd in Freiheit leben kann.
Natürlich geht die Umsiedlung vom Zoo zur freien Wildbahn nicht von einem Tag auf den anderen.
Die Pferde brauchen Zeit, um sich an die neue Selbstständigkeit zu gewöhnen.
Seit 1992 gibt es Reservate für Przewalski - Pferde in der Nähe der Wüste Gobi und bei Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei.
Aber hier, in der Nähe menschlicher Ansiedlungen, tauchen schon wieder Probleme auf.
Bauern und Hirten befürchten, die Pferde könnten sich über ihre Weiden, Nutzflächen und Äcker hermachen.
Außerdem besteht die Gefahr der Vermischung von Wild und Hauspferden, und das wäre auf die Dauer das Ende der so mühsam erhaltenen Ur - Pferde.
So kann es dem Przewalski passieren, daß seine Freiheit trotz vieler guter Vorsätze weiterhin durch Zäune begrenzt ist.
Aber die dünn besidelte Mongolei kann ihm immerhin große Reservate bieten.
Das Gebiet bei Ulan Bator umfaßt allein 40 Hektar!
(Aus dem Kosmos Buch der Pferde und Ponys/Christine Gohl.Stuttgart:Franckh.Kosmos,1995 ISBN 3-440-06634-7)
Danke,aber diese Infos habe ich aus einem Buch.(Aus dem Kosmos Buch der Pferde und Ponys/Christine Gohl.Stuttgart:Franckh.Kosmos,1995 ISBN 3-440-06634-7)
Habs nur vom Buch hierher übertragen Augenzwinkern

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