Curly Horse



Geschichte:
Anhand von Jahrbüchern der Indianer Nordamerikas gilt es als erwiesen, daß es damals schon erbitterte Kämpfe zwischen den einzelnen Indianerstämmen um die gelockten Pferde gegeben hat.
Es ranken sich viele Geschichten und Sagen um diese sehr, sehr seltene und außergewöhnliche Pferderasse.
Sie lebten wild im Herdenverband, wie die Mustangherden.
Die erste Zucht wurde allerdings erst im Jahr 1898 durch den Rancher Peter Damele gegründet.
Viele der heutigen Curly Horses stammen aus der Damele Zucht aus Nevada.
Leider wurde damals nicht der Versuch unternommen, ein reinrassiges Curly Horse weiterzuzüchten.

Faszinierend ist, dass in immer mehr Rassen lockige Pferde auftauchen.

Es gibt z.B. ein lockiges Pony in Krefeld, eine Tennessee- Walking- Horse Stute, mehrere reinblütige Araber und in Canada lebt eine Curly Stute deren Eltern beide reine Appaloosa Horses mit lockigem Deck- und Langhaar sind.

Rasseportrait:
Der korrekte Name dieser Rasse lautet American Bashkir Curly Horse.
In Deutschland sind sie allerdings nur unter dem Namen Curly Horses bekannt.

Exterieur:
Im amerikanischen Rassestandard wird ausschließlich Wert auf die Locken gelegt, wodurch man diese Rasse keinem Pferdetypus zuordnen kann.
Es gibt Pferde in allen Typen, vom Ponytyp über das zierliche, elegante Reitpferd, den Quarterhorsetyp bis hin zum Kaltbluttyp.

Ihre Größe variiert deshalb von 1,30m bis 1,70m.

Die Farbenvielfalt ist unerschöpflich.
Die Palette reicht bei den Einfarbigen von Rappen über Falben und Dun bis hin zu Mausgrau und Schimmel.
Curly Horses in den ursprünglichen Farben der Wildpferde weisen sogar Zebrastreifen an den Vorderfußwurzelgelenken auf.
Die Bunten sind nicht ganz so häufig, kommen aber auch vor, von Appaloosa über Schecke bis hin zum Tigerschecken.

Eignung:
Sie sind Allrounder, heute ein Trailturnier, morgen ein Springen übermorgen ein Wanderritt. Einige Curly Horses besitzen den Cow sense, wodurch sie sich als Cutting Pferd eignen. Einige haben eine hohe Knieaktion, andere beherrschen den starken Trab. Es gibt auch gaited Curly Horses, die von Natur aus Pass beherrschen und den Tennesee Walk.
Ein im Quarterhorsetyp stehendes Pferd eignet sich auch für gehobene Ansprüche im Turniersport der sogenannten Westerndisziplinen.

Interieur / Charakter
Sie sind sehr:
- vielseitig
- robust
- charakterfest
- zuverlässig
- natürlich
- unerschrocken
- lernwillig
- menschenbezogen
- kinderfreundlich
- ausgeglichen
- freundlich
- ausdauernd

Besonderheiten:
- lösen keine allergischen Reaktionen bei Pferdeallergikern aus
-das Deckhaar und die Mähne sind viel weicher als bei anderen Pferden
-überall gelocktes Fell im Winter (von großen Wellen bis minni Löckchen)
- im Sommer kann das Deckhaar von glatt über wellig bis lockig sein
- Mähne und Schweif sind gelockt
- einige Curly Horses werfen im Sommer das Langhaar teilweise oder komplett ab, um das verfilzen der dünnen Mähnen- und Schweifhaare zu verhindern
- Locken in den Ohren und an den Köten
- nach oben gebogene Wimpern
- Die Curly Horses riechen nach reiner Wolle, wodurch sie vom Geruch anderer Pferde sehr stark abweichen
- das Fell ist sehr talghaltig. Auch das sauberste Curly Horse verursacht beim Streicheln Talgablagerungen an den Händen
- nach einem Regenguß trocknet ein Curly Horse viel schneller, als ein anderes Pferd
- Curly Horses kommen in allen Farben vor, teilweise haben sie sogar Zebrastreifen an den Vorderfußwurzelgelenken
- sie besitzen steinharte, unempfindliche Hufe und benötigen nur selten einen Beschlag
- es gibt auch glatthaarige Curly Horses. Diese werden dann straight Curly genannt. Zu dieser Kategorie gehören alle Curly Horses, die sowohl im Sommer, als auch im Winter glattes Deckhaar haben. Sie können allerdings auch z.B. lockige Mähne oder welligen Schweif aufweisen.

Das absolut Einmalige: Der Allrounder für jedermann, auch für Pferdeallergiker

-rausgenommen-
wow! super beschreibung!!! Daumen hoch mit so vielen infos...

ne frage: ist die rasse insgesamt für allergiker oder nur das eine dafür geeignet???

und wieso hat das auf dem ersten bild so n "faltiges" fell???

LG Wink
Alle Curly Horses sind für Allergiker geeignet Wink
Das Fell ist nicht faltig. Das sind eben die Locken dieser besonderen Rasse, darum schauts für dich vllt so aus ;-)
Schöne Beschreibung Daumen hoch Aber nicht alle Curlys haben gelocktes Fell. Das ein oder andere hat glattes Fell. Sind aber ebenfalls für Allergiker geeignet Augenzwinkern
aber ich verstehe nicht ganz, warum die für allergiker geeignet sind! sind doch auch pferde wie alle anderen auch!... Kopf kratz

LG Wink
Hmm schon. Aber die ham ja auch als einzige Rasse Locken...vielleicht ist irgnedwas an ihrem Fell anderst? Kopf kratz
Ich glaube das hat was mit den Hautschuppen der Pferde zu tun...die Hautschuppen der Curly Horses sind dem Allergiker zuträglich!

Aber soweit ich weiß, ist im Winter das Fell bei allen gelockt...im Frühjahr verlieren sie das dichte Fell und man kann es regelrecht mit den Fingern rauszupfen! Im Sommer hingegen kann es sogar glatt bis leicht lockig (speziell bei Fohlen) sein.

Außerdem:

Das Fell der Curlies ist sehr talkhaltig. Der Talk hat eine etwas klebrige, wasserabstoßenden Beschaffenheit und lagert sich sofort auf den Händen ab, wenn man die Curlies streichelt. Durch ihr dichtes, sehr talkhaltiges Fell sind die Curlies optimal vor kaltem Wetter geschützt. Interessant ist auch, dass ihr Fell nicht nach „Pferd“ riecht, sondern der Geruch eher an Schafe erinnert. (Quelle: http://www.curly-horse-association.org/ )
Ja genau, Tinkerle. Daumen hoch
Eine Studie des Aachener Klinikums ergab: die allergieauslösenden Proteine in den Hautzellen der Curlys unterscheiden sich in Menge und Muster von denen anderer Rassen.
Glatthaarige Curly Horses
Es klingt widersprüchlich, aber dennoch gibt es Curly Horses ohne Locken. Das rezessive Glatthaar-Gen kann auch bei reinblütigen Curlys in Erscheinung treten.
Diese sind die ganze Zeit glatthaarig, nicht lockig.(Hab letztens eine Doku im Fernseh über die gesehen, daherweiß ich das Augenzwinkern )
Lang- und Deckhaar:
Hypoallergen. Fohlenfell und Winterfell besonders lockig. Im Sommer leicht wellig bis glatt, Mähne und Schweif oft sehr spärlich.

Also sind manche immer gelockt und manche nicht immer. Liegt also nicht an der Jahreszeit.Augenzwinkern

Glatthaariges Fohlen

Quelle

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