Berber



Der Berber http://www.cosgan.de/images/smilie/liebe/h055.gif

Der Berber kommt ursprünglich aus Nordafrika, also aus Marokko, Algerien und Tunesien. Wie der Araber hat auch er viele der heutigen Pferderassen erblich sehr beeinflusst. Der Berber gehört einer äußerst alten Rasse an, über deren genauen Ursprung jedoch nur wenig bekannt ist. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem postulierten primitiven Pferdetyp 3. Man ist sich noch nicht darüber einig, ob der Berber oder der Araber die ältere Pferderasse ist. Es gilt als wahrscheinlich, dass in den Adern des Berbers Araberblut fließt, doch die Merkmale des Berbers deuten darauf hin, dass seine eigene Erbmasse die Oberhand haben. Er wurde in den letzten Jahren häufig gekreuzt und besteht in Form von leicht unterschiedlichen Typen in ganz Nordafrika.
Berber sind wie Araber typische Wüstenpferde mit feiner Haut und großer Ausdauer. Die beiden Rassen sollten aber nicht verwechselt werden. Der Berber zeichnet sich durch einige charakterische Merkmale aus, wie dem konvexen Profil bzw. Ramskopf, die sich in vielen vom Berber beeinflussten iberischen Pferden wiederfindet. Er hat einen recht schmalen Kopf, der von der Stirn bis zu den feinen Nüstern kegelförmig zuläuft. Seine Ohren sind wie beim Araber gebogen und seine ausdrucksvollen Augen sehen orientalisch aus. Der Hals ist gewöhnlich muskulös und verläuft vom ausgeprägten Widerrist in einem leichten Bogen zum Genick. Die Schultern sind eher flach und steil, was angesichts seiner Schnelligkeit und Wendigkeit merkwürdig erscheint. Die Brust ist tief, kann jedoch recht schmal sein. Der Berber hat normalerweise einen schlanken Körper mit einer guten Gurtentiefe und einer abfallenden Hinterhand mit einem tief angesetzten Schweif. Seine Beine sind schlank, jedoch äußerst zäh und kräftig. Trotz ihres schmalen Aussehens sind seine Hufe sehr hart, sodass er so gut wie nie lahm geht. Er neigt zwar hinten zu Kuhhessigkeit und vorn zu einer zehenengen Beinstellung, doch wirkt sich dies anscheinend nicht auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Beine aus.
Er ist recht klein und erreicht gewöhnlich ein Stockmaß von 1,42 bis 1,52 m. Hinsichtlich der Fellfarbe überwiegt zwar der Schimmel, doch mag dies auf den arabischen Einfluss zurückführen. Der Berber kann auch als Brauner oder Fuchs auftreten und hatte vermutlich meist eine dunkle Fellfarbe. Er ist ein unglaublich robustes kleines Pferd und besitzt nicht nur große Ausdauer und eine gute Konstitution, sondern ist auch extremen Klimabedingungen gegenüber unempfindlich. Ihm fehlt die natürliche Eleganz des Arabers, und seine Bewegungen sind nicht so frei, doch ist er auf kurzen Strecken genauso schnell, wenn nicht sogar noch schneller. Berber sind in Nordafrika immer noch stark vertreten, insbesondere in Tunesien, Marokko und Algerien, und tragen oftmals mit Halbedelsteinen verziertes Sattel- und Zaumzeug, um den Wohlstand der Besitzer zu demonstrieren. Der Berber hat die spanischen Pferde maßgeblich beeinflusst und gilt sogar als deren direkter Vorfahre. Er gelangte während der maurischen Kriege nach Spanien, wo er mit andalusischen und spanischen Pferden in Berührung kam, die wiederum auf viele andere Pferderassen in Europa und Amerika Einfluss nahmen. Die wichtigste Rolle hat der Berber jedoch bei der Entwicklung des Englischen Vollbluts gespielt. Einer der drei Stammväter des Vollbluts war ein Berber namens Godolphin Arabian. Godolphin Arabian hat eine faszinierende Geschichte: Er war ein 1,52 m großer Brauner mit einem wunderschönen Kopf, jedoch einem unnatürlich hohen Mähnenkamm und zog einen Wagen in Paris, als ein Mann namens Coke auf ihn aufmerksam wurde. Coke kaufte das Pferd, brachte es nach England und übergab es einem Mr. Williams, der es zum Grafen von Godolphin brachte. 1731 wurde es als Probierhengst für eine Stute namens Roxana eingesetzt, die mit dem Hengst namens Hobgoblin gepaart werden sollte. Als die Zeit reif war, wollte Hobgoblin nichts mit Roxana zu tun haben, und daher wurde es stattdessen Godolphin Arabian gestattet, sie zu decken. Das daraus resultierende Fohlen Lath wurde eins der berühmtesten Rennpferde seiner Zeit, das nur noch von Flying Childers übertroffen wurde und eine der erfolgreichsten Renndynastien begründete. Die Geschicht des Berbers in Europa beginnt jedoch schon lange vor Godolphin Arabian. Es ist bekannt, dass Berber bereits zu Zeiten von König Richard 2. (1377-1399) nach England importiert wurden, um in den königlichen Gestüten und bei Rennen eingesetzt zu werden.
Wie dem Vollblut wird auch dem Berber ein maßgeblicher Einfluss auf die Entwicklung des französischen Camargue-Pferdes zugeschrieben, dem er verblüffend ähnlich sieht, und auch an der Entstehung des irischen Connemara-Ponys und verschiedener französischen Rassen, wie dem Limousin, soll er beteiligt gewesen sein.

Frage: Wie findet ihr Berber???
stimmt!!! hab nur n bisschen den text verändert!!! hab die quellenangabe vergessen *ups* Egal!! kommt sie halt nachträglich: Buch "Pferde&Ponys"
also wenn ich es richtig verstanden habe, kann man hier selbstgeschossene bilder reinstellen und ich fange mal mit den berbern an, weil ich da eben welche habe!^^

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