Westfale



Als die Römer ihr Wissen über die Germanen-Pferde niederschrieben,waren diese Tiere etwa 1,2 m groß,hatten lange Mähnen und Schweife,einen meist dunkle Fellfarbe, waren zäh und ausdauernd und liefen mit kurzen,schnellen Tritten.
In den Moor und Waldgebieten Westfalens hatten sich zudem die letzten Reste der Wildpferde-Herden zurückgezogen.
Als sie sich mit entlaufenen Bauern und Kriegspferden kreuzten,entstand eine bunte Mischung, die zu den Grundstöcken westfälischer "Wildgestüte" wurde.
In diesen Zuchtstädten lebten die Stuten das ganze Jahr über draußen.
Der Mensch traf die Zuchtauswahl,indem er die Hengste zur Herde ließ.
Das älteste dieser Gestüte war das Senner-Gestüt.
Einer Sage nach soll es mit dem im Jahre 9 n. Chr. von den Römern in der Schlacht am Teutoburger Wald erbeuteten Pferden aufgebaut worden sein.
Die erste schriftliche Nachricht stammt allerdings erst von 1160.
1720 umfasste dieses Gestüt 110 Stuten und 8 Hengste.
Die Kronen-Senner, benannt nach ihrem Brandzeichen, waren als Reitpferde überaus beliebt.
Durch Einkreuzung von Vollblut aber verschwand der Senner allmählich.
Die letzte Eintragung ins Gestütbuch erfolgte 1933.
Als 1826 das "Königlich-Preußische Rheinisch-Westfälische Landgestüt" gegründet wurde,gab es außerdem das Münstländer Kleinpferd,die "Dickköpfe" aus dem Wildgestüt des Emscherbruches und die Wildpferde des Merfelder Bruchs bei Dülmen.
Die nächsten 25 Jahre lang herrschte in Westfalen ein ziemliches Zucht-Durcheinander.
Während der eine Züchter auf Oldenburger Basis ein schweres Warmblutpferd züchtete,bevorzugte der andere ostfriesische Hengste oder Vollblüter.
Um1900 existierten ganze 14 Hengsthalter-Genossenschaften.
Mit dem 1904 gegründeten Westfälischen Pferdestammbuch wurde erstmals eine einheitliche Zuchtrichtung geschaffen.
Zuchtziel war zum einen ein kräftiges,gut gebautes,gängiges Reit-Wagen und Arbeitspferd, zum anderen ein kräftiges,breites,gut gebautes und gängiges Arbeitspferd.
Zur Blutauffrischung zugelassen waren beim Warmblut Englisches Vollblut, Hannoverander,Oldenburger und ihnnen nahe verwandte Rassen sowie beim Kaltblut Ardenner,Belgier und verwandte Rassen.
Da den Oldenburgern die westfälische Umweltbedingungen übehaupt nicht zusagten,wurden ab 1909 vermehrt Anglo-Normannen eingeführt.
Ab 1920 vermehrt nahm der Hannoveraner einen solchen großen Einfluss,dass er äußerlich nicht zu unterscheiden ist.
Der Westfälische ist ein elegantes Reitpferd,mit dem Dressur und Springreiter in aller Welt bei internationalen Meisterschaften antreten.
So ist z.B. auch "Rembrandt-Borbet", mit dem Nicole Uphoff-Becker zur besten deutschen Dressuerreiterin aller Zeiten avancierte,ein Westfalen-Wallach.

Herkunft:Wesrfalen
Farben:alle Grundfarben
Exterieur:162 bis 172 cm groß,großrahmiges Pferd,gut bemuskelter Rücken,schön angesetzter,getragener Schweif,lange,schräge Schulter,kräftige Beine mit klaren,trockenen Gelenken und markierten Sehnen,aufgesetzter,langer Hals
@ VEMAG Verlags-und Medien Aktiengesellschaft,Köln


BILD WURDE QUERVERLINKT
ausserdem isst Google keine korrekte Quellenangabe


Bildernachweis:http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...3D%26safe%3Doff
määääääääh...

Auf Westfale antworten !