Ataxien



Hey! Wink
Kennt sich hier jemand mit der spinalen Ataxie aus?
Als ich gestern mein Hotti gestriegelt hab, ist eine junge Dame vorbeigelaufen, hat angehalten und ihm über die Nüstern gestrichen...im ersten Augenblick hab ich sicherlich recht dumm geschaut, drum hat sie auch gleich erklärt, dass es meinen Pferden wohl recht gut geht, wenn sie unser Grundstück so anschaut...
sie habe zu Hause eine 2jährige Stute stehen, die an der spinalen Ataxie erkrankt sei und nun nicht weiß, wie es weiter gehen soll. Sie sucht möglichst einen Unterstand für die Gute, aber leider kann ich bei einer Stute nicht weiterhelfen...
Dennoch würde es mich interessieren, ob ihr selbst schon Erfahrung mit dieser Pferdekrankheit gemacht habt?
Von der Krankheit hab ich ja noch nie gehört! Bin aber auch ganz froh Augenzwinkern

Das spricht Wikipedia:
Hier liegt eine Schädigung des Rückenmarks und damit eine Schädigung der empfindlichen Nervenbahnen vor. Diese kann zum Beispiel durch Verletzungen hervorgerufen werden, bei denen Blutergüsse auf den Wirbelkanal drücken. Auch feine Risse in der Knochensubstanz können später zu arthritischen Veränderungen der Wirbel führen, die diese anschwellen und so das Rückenmark verletzen lässt. Als sehr häufiges Problem werden Subluxationen an Gelenken im Bereich der Halswirbelsäule beobachtet (Wobbler-Syndrom).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ataxie_%28Pferd%29#Spinale_Ataxie
Ja ich hab auch schon ein paar Dinge darüber gelesen...so rosig hört sich das nicht an unglücklich Und vor allem, weil ihre Stute ja erst 2jährig ist...Denke nicht, dass man sie dann so einfach problemlos einreiten kann?
auf keinen fall!das rückenmark is doch das herzstück der lebewesen gerade für pferde,da sitz der reiter ja drauf...viele schm erzen gehen ja von rücken aus....weenn das was nicht stimmt.muss man reisig aufpassen
Das heißt, das junge Ding wird ihr Leben lang auf der Weide verbringen? Den Sattel nie gewohnt sein? geschockt Kann man denn gegen die Krankheit nichts machen? OP?
ka ahnung das weiß ich nciht.aber kann mir da snicht so gut vorstellen weil wenn der mensch schon am rücken operiert ird(bandscheibenvorfall)is das auch ein enorme srisiko ..kann mir das nciht vorstellen,aber will dich nciht schocken...ich überlege nur weil rückernmark..weiß nciht wie gesagt halt ein heißes milieu is.... unglücklich
Ich habe mal ein ganz tolles Pferd gekannt, das bin ich probegeritten und hab es auch schon fast gekauft. Aber bei der Ankaufsuntersuchung hat er beim Longieren gelahmt. Je länger desto mehr. Die Tierärztin hat dann gesagt, dass das ein Hinweis auf eine Ataxie ist. Auch weil er seinen Schweif so extreeeem schief gehalten hat. Das war mir dann zu riskant und deshalb habe ich ihn dann nicht gekauft. Ich sehe ihn manchmal noch auf Turnieren und habe gehört, dass der Renker ihn mal behandelt hat(wurde kurzfristig besser), aber er bekommt immer sehr schlechte Wertnoten. Kopf kratz
Hmmm das finde ich nicht schön, dass die Besitzerin ihn dann immer noch auf Turnieren laufen lässt! unglücklich
Ja, aber was will man machen. unglücklich Ich weiß ja auch nicht wies ihm jetzt wirklich geht und ob sich die Diagnose bestätigt hat.
das wär so als wenn du mit nem bandscheibenvorfall zum lesitungsport gehen müsstest..sau dämlich!warscheinlich ist das der besitzer/in erst nach dem kaufaufgefallen
Ich habe mal mit meiner Reitlehrerin über das Thema gesprochen und sie meinte, dass eine Bekannte von ihr, ihr Pferd das auch eine spinale Ataxie hatte, es mit Akkupunktur behandeln lassen hat. Hat wohl auch erst einmal Besserung gezeigt, war aber nicht auf Dauer hilfreich. Außerdem meinte sie, ist wohl die Heilungschance bei Pferden, die es sehr jung bekommen haben (Fohlenataxie) sehr gering. Aber sicher ist sie sich auch nicht.

Gruß Schneeweißchen
Zitat:
Wie einige wissen,mache ich zurzeit ein Praktikum beim Tierarzt. Heute haben wir einen Hengst (2,5 jahre alt) angeguckt, der seid geraumer Zeit schwankt beim gehen.Verdacht auf Ataxie. Der Tierarzt hat dem Pferd vor einigen Wochen Spritzen und Medizin gegeben, und es hat nichts geholfen.Vor zwei Wochen haben der Besitzer und der TA (Tierarzt) beschlossen ihn zwei Wochen unter den normalen umständen, nur mit Rücksicht, stehen zu lassen. Heute war dann keine Besserung zu sehen, dennoch ist es auch nicht schlechter geworden.
Nun kann sich die Besitzerin entscheiden, ob sie ihr Pferd
- einschläfern
oder
- schlachten
oder
- weiter behandeln
will.

ich denke ihr Pferd wird zum Schlachter kommen, was ziemlich schade ist.
Ataxie wurde "ausgelöst" dadurch, das er sich mit den anderen Jungpferden gekloppt hat (was nun einmal normal ist).Dabei hat er sich warscheinlich (man weiß es nicht) überschlagen und sich verletzt, vermut auf Ataxie.

Was mich ganz Privat interessiert, stimmt es (so habe ich es im Internet gefunden) das Artaxie nicht Heilbar und tödlich ist?
Ich bezweifle es, denn es scheint ja nach Monaten, mit und ohne behandlung,nicht schlechter geworden.

Pferde sind Fluchttiere, ganz klar, aber hat ein Artaxie krankes Pferd, garkeine Lebenserwartungen mehr?
Ich kann mir schon vorstellen, dass es dem Pferd schmerzt.
Aber dieser Hengst sah nich, bis auf das taumeln, schmerz erfüllt aus. Man sah, das es ihn etwas belastete, das er nich grade gehen konnte, aber das er deshalb sterben solle? Es gibt doch viele Menschen, die nach einem schweren Unfall nie wieder ihrem Hobby, ihrem eigtl Leben nachgehen können, aber dennoch LEBEN möchten.Ein Pferd und Mensch, das ist kein guter vergleich, aber, ist es nicht besser zu Leben mit einem kleinen Schmerz, als zu sterben?

Denn wenn es eine möglichkeit gibt, dann möchte ich dieses Pferd kaufen, und alles daran setzen es gesund zu pflegen, meistens kann man selber mehr machen, als ein tierarzt, ein TA hat zwar ahnung und spritzen mit medikamenten, die dann aber auch nicht helfen. Und wenn man dann an die immer wieder geschehenen wunder denkt?


Könnt ihr mir weiterhelfen?

(sorry Tinkerle für das eröffnen eines neuen Threads!!)
Macht nichts, hab dich ja auf diesen schon bestehenden Thread hingewiesen Augenzwinkern

Hab mich mittlerweile durch TÄ etwas schlau gemacht...(Ataxie heißt auf deutsch: Unordnung!) Da fällt mir grad aber ein...es gibt ja verschiedene Formen der Ataxie (werd mein Thema "spinale Ataxie" gleich in "Ataxien" umwandeln - dann können wir über alle möglichen Formen hier reden!). Man unterteilt sie in zerebelläre/zerebrale Ataxien und rezessiv vererbliche Ataxien/nichtvererbliche Ataxien!

Grundsätzlich kann es sein, dass das Pferd einen gewissen Zeitraum NICHT reitbar ist, in besonders schlimmen Fällen kann das Tier sogar KOMPLETT unreitbar sein. Eine vollständige Heilung ist allerdings eher unwahrscheinlich... (Behandlungsdauer bis ca 18 Monaten).

Ataxie-Pferde behandelt man im Normalfall mit abschwellenden, entzündungshemmenden Medikamenten, gegen den mechanischen Druck auf den Wirbelkanal. Liegt die Ursache in einer Veränderung der Knochenstruktur, ist eine OP notwendig, da auch die Wirbelgelenke immobilisiert werden müssen. Auch sollte man parallel dazu ein Bewegungstraining machen, für die Muskulatur (man kann auch muskelaufbauende Präparate zugeben). Auch Akkupunktur ist eine Möglichkeit!
Danke Tinkerle, endlich mal eine Antwort ^^

nur so richtig schlau bin ich jetzt nicht.
der TA hatte das pferd zwar einige zeit mit spritzen behandelt, wurde aber nicht besser, ohne spritzen auch nicht.
da diese ataxie nicht von geburt an da war, müsste man doch eigtl was dagegen tun können, oder?
denn alles was man "gemacht" hat müsste man doch rückgängig machen....wenn man es dann wollte.....
es gibt doch immer einen weg hin und zurück führt...oder sehe ich da mal wieder etwas falsch?
Zitat:
Original von Misu
Verdacht auf Ataxie.


Mittels der Myelographie müsste bzw sollte man die spinale Ataxie erkennen können! Hat man das bei dem Jungpferd denn gemacht?

Und "rückgängig machen" kann man das nicht. Man kann vorbeugen und behandeln - was aber nicht immer zum Erfolg führen muss (Behandlungsmöglichkeiten hab ich ja im letzten Thread schon erklärt).
Von Geburt an sind Ataxien "selten". Es sei denn, beide Elternteile haben das Gen in sich - hat es nur einer von Beiden, wird es nicht weiter gegeben (so ist es jedenfalls beim Menschen!). Kann allerdings auch vorkommen, dass die Ur-Ur-Ur-Generation an Ataxie erkrankt ist, und diese dann beim Neugeborenen auftritt (Friedreichsche Ataxie)!

In den meisten Fällen erkrankt das Pferd durch Verletzungen, Vergiftungen, u.a. Parasitenbefall, Fütterungsfehler etc.

Und mal nebenbei, ein Krankheitsbericht eines TA von einem Ataxie-Pferd:
http://www.veti-berichte.de/02Pferd/pferd4.htm

Ja, und das mit dem Reiten ist so eine Sache...da die spinale Ataxie eine Schädigung der Nerven im Bereich der Wirbelsäule 'gen HH ist, können die Pferde plötzlich in sich zusammen sacken.

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