Lena und die Pferde



nur ein bisl geduld, da kommt schon noch wieder eine antwort!
....sie lag immer noch am Boden, murmelt wirr und unverständlich vor sich, von Ferne hörte ich das Lalülala des Krankenwagens, ich kniete mich zu Steffi, hielt ihre Hand und betete inständig es würde alles wieder gut werden, auch leander stand immer noch so da und rührte sich nicht, er starrte die ganze Zeit Steffi an, moment dachte ich hatte jemand einen Tierarzt verständig, ich versuchte mit meinem Handy Dr. Bschorres zu erreichen, aber..........................................
....es war die ganze zeit besetzt! Was sollte ich tun? der Krankenwagen war nun sehr nah und ich bemerkte, wie leander nervös wurde. Er trippelte von einem Bein aufs anderer und seine ohrern gingen die ganze zeit hin und her!
Es vergingen kaum zwei minuten, da kahmen die retter angerannt, mit einer trage und mussten nun an leander vorbei. Der scheute und wollte fliehen. das bild war grauenvoll, er hatte solche schmerzen, konnte kaum laufen, doch er wollte nur weg.
Mir stiegen die Tränen in die Augen! Leander verschwand im wald und ich hoffte inständig, dass wir ihn lebend wiederfinden würde.
Die Ärtze waren bei Steffi angekommen und versorgten sie.
"Komm mit"sagte einer der Ärzte zu mir, "wir nehmen dich mit"
Doch ich konnte nicht mitfahren. Mein Pferd stand noch oben am Berg und ich konnte doch nicht ohne vini fahren und sie hier zurücklassen! und was passierte dann mit leander?
"Ich muss zu meinem Pferd" stammelte ich und rannte los...
ich versuch mal, weiterzumachen...
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cih rannte zu Vini, und ich fiel ihm um den hals. ich versuchte, Vinis zügel loszumachen, aber es gelang mir nicht. mir zitterten die Hände. nach einer weile gelang es mir, und ich stieg auf. ich überlegte, was ich machen sollte: Leander suchen oder zurückreiten?? ich entschied mich, dass ich Leander suchen wollte. ich sagte zu dem jogger: ich gehe jetzt Leander suchen!!. der jogger satmmelte: wer ist leander??? ich hörte das aber nicht mehr, ich war schon weggallopiert. ich ritt in den Wald, und dabei rief ich: "Leander, wo bist du???" plötzlich wurde Vini unruhig. und da sah ich Leander.......
Erlag da auf dem boden, ich dachte er sei schwer verletzt, doch er hob seinen Kopf und schnaubte nur verlegen, ich wollte ihn einfangen, doch er lief einfach wieder weg von mir, also blieb mir wieder die auswahl, gehe ich hinterher oder gehe ich wieder nach hause?...
ich dachte kurz nach. dann hatte ich eine Entscheidung getroffen: ich wollte ihn unbedingt einfangen. ich kramte in meinen Taschen, und förderte leckerlies zutage. ich lockte ihn damit an. er schaute zu mir, und Spitzte die ohren...
Als ich ihm in die Augen blickte, erschrak ich. Sie waren nicht nur vollkommen verstört, sondern furchtbar matt. Sie wirkten fast wie tot. Wieder versuchte Leander vor mir zu fliehen, doch dieses Mal reichte seine Kraft nicht mehr aus. Der stetige Blutverlust hatte ihn nun so sehr geschwächt, dass er sich, statt erneut das Weite zu suchen, stöhnend niederlegte. Entsetzt sah ich hilflos zu, wie dieses riesige Tier sich auf die Seite legte. Plötzlich klingelte mein Handy und mir fiel wieder ein, dass ich einen Tierarzt rufen musste. Ich drückte entschlossen den Anrufer weg und wählte erneut die Nummer des Veterinärs. Dieses Mal war nicht besetzt. Es klingelte nur zweimal und dann meldetete sich die freundliche Stimme der Sprechstundenhilfe. Ich war damals wahrscheinlich zu verwirrt und geschockt, jedenfalls dauerte es mehrere Minuten, bis sie mich verstanden hatte und der Doktor endlich auf dem weg zu uns war.
Es hatte dann noch eine viertel Stunde gedauert bis endlich Hilfe kam. Leander ging es zusehens schlechter und ich konnte einfach nichts tun. Zwar hatte ich versucht einen Druckverband anzulegen, aber aufgrund der großflächigen Verletzungen war das zwecklos.
Leander war damals nur mit großer Mühe gerettet worden, genauso wie Steffi. Sie hatte schwere innere Verletzungen und war für ein halbes JAhr aufgrund einer Rückenmarkschwellung an den Rollstuhl gefesselt. Trotz dieser Verletzungen liebte sie Leander noch immer, doch Steffis Onkel hatte das Tier nie wieder ansehen können ohne einen abgruntiefen Hass gegen es zu verspüren. deshalb hatte er Leander schließlich verkauft.
Steffi hatte deshalb einige Wochen nicht mehr mit ihm gesprochen, doch letztendlich hatte sie sich wohl damit abgefunden. Dachte ich zumindest. Aber offenbar hatte ich mich getäuscht, denn anscheinend hing sie noch immer an diesem Pferd. Was war nur passiert? Wofür brauchte sie Geld? Und vorallem was hatte Leander damit zu tun? Diese und ähnliche Fagen spukten mir durch den Kopf, als ich schließlich den Hof verließ. Sollte ich Steffi vielleicht doch darauf ansprechen?
In dieser Nacht konnte ich nicht mehr ruhig schlafen.
Immer wieder sah ich die Bilder vor mir ...
Leanders Augen,seine Verzweifelten Versuche ...es war einfach grauenhaft!
Als um 5 Uhr der Wecker klingelte war ich froh das die Nacht rum war und ich mich endlich wieder auf etwas anderes konzentrieren konnte.
Heute sollte der Hufschmied kommen um an den Fohlen die ersten Korrekturen vorzunehmen...das wird bestimmt wieder lustig...im nu war meine schlechte Nacht wie weggeblasen,frisch gestärkt ging ich Richtung Stall wo mich heute eine Nachricht aus den Socken hauen lassen sollte...
Heute denke ich das es wohl das beste war,aber damals...neee ich schüttelte mein Kopf so wütend war ich wieder an die Erinnerung daran...
ja finde ich auch
ja finde ich auch
voll super weiter soooo
@ really: hab hier grad entdeckt, dass du 3-fach gepostet hast!!! unterlass das bitte!!!
ist nämlich unerwünscht, denn wenn dies jeder machen würde, wäre das forum n unübersichtliches chaos!!!

LG Wink
Hey ihr ( :

Ich lese eure Geschichte schon ziemlich lange und find sie subba! xD Klar, manches ist unlogisch, aber sie zieht einen richtig rein. Ich versuchs mal und schreibe weiter *nochmal tief durchatmen*

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Als ich auf dem Hof ankam entdeckte ich zuerst niemanden, was eigentlich eher ungewöhnlich war, denn an so einem schönen Tag fand man dort immer jemanden, der sein Pferd trainiert. Ich begrüßte meine Pferde mit einer Möhre und stellte sie auf eine freie Weide, denn irgendwie hatte ich heute keine Lust zu reiten. Die 3 (?) tobten sich aus und rannten vergnügt herrum. Ich sah ihnen etwa eine halbe Stunde zu und ging dann zum Hof zurück. Jetzt entdeckte ich auch Anke und ich rannte sofort zu ihr. "Anke, sollen heute nicht die Fohlen zum Schmied?"
"Ja, aber wir haben noch Zeit. Warum bringst du nicht schon mal die Jährlinge zum Anbinder und wir putzen sie richtig raus?"
"Geil! Ich such nur grad Halfter, dann geh ich sie holen." Ich war total aufgeregt, warum wusste ich nicht. Als ich mit den 5 Fohlenhaltern loszog um die Kleinen zu holen, knallte ich plötzlich voll auf den Boden. Benommen schaute ich nochmal zurück und sah einen kleinen Hund, der mir in den Weg gesprungen war. Ich rappelte mich auf und ging auf Hund zu. Er war ja auch klein, kein Wunder, dass ich über ihn gefallen war. Der kleine Hund sah aus wie ein Chihuaha. Ich taufte ihn in Gedanken Poppi und ging weiter ohne weiter auf den Hund zu achten.
Als ich bei den Fohlen war, kamen sie auch gleich an den Zaun und untersuchten meine Taschen nach Leckerlies. Ich gab ihnen die letzten die ich finden konnte und halfterte alle auf. Sie ließen das anstandslos mit sich machen und ich nahm nur das Leittier von ihnen am Strick, der Rest folgte anstandslos. Wow, dachte ich und band sie am Anbinder fest.
Als Anke kam, hatte ich schon einem besonders schönem Stütchen die Hufe ausgekratzt. Die Stute war ein wenig kleiner als die anderen und zudem sehr zierlich. Sie hatte Kakaofarbenes Deckhaar und ich Langhaar war tiefschwarz, leuchtete aber in der Sonne rötlich. Ich nannte sie Playmate. Anke lachte mir zu und wir tauschten den neusten Klatsch und tratsch aus, während wir die Pferde putzten.
Nach fast 2 Stunden glänzten alle Jährlinge und meine Hände waren fast schwarz vor Dreck. Ich ging mir die Hände waschen und als ich wiederkam war der Schmied bereits eingetroffen. Er versuchte die Hufe von Playmate auszuschneiden, aber die Stute stieg verzweifelt und schlug nach ihm aus. Ich rannte zu ihr und beruhigte sie. Die Kleine wurde langsam ruhiger und blieb beim letzten Huf sogar ganz ruhig. Ich war sehr stolz auf mich. Auch Anke lobte mich. Die anderen Fohlen waren ruhig und machten keinen Terror. Während Anke die älteren Fohlen holen ging, führte ich Playmate in die Halle und ließ sie laufen. Playmate schoss sofort los und ihre Hufe scheinen den Boden kaum zu berühren. Sie hatte wunderschöne Bewegungen. Ich btrachtete sie noch einmal und mir fielen ihre langen Beine auf, die genau wie die Mähne Pechschwarz waren und rötlich glänzten. Es war ein richtig toller Gegensatz zu dem Kakaofell. Playmate rannte und rannte. Mir wurde von zusehen schwindelig und ich setzte mich auf den Hallenboden. Irgendwann kam Playmate zu mir und schnupperte an meinem Nacken. Ich lachte und drehte mich um. Dann sah ich, dass wir beobachtet wurden. Ich bekam einen riesigen Schreck..

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loL ich hoffe mal euch hat das Gefallen : ) wäre toll, wenn ihr weiterschreibt.
Ich drehte mich um und hinter mir stand ein großer, schlanker Mann!
Er klatschte in die Hände und sagte zu mir, dass ic ein sehr gutes Händchen für Pferde hätte!
Nachher habe ich erfahren das dieser Mann ein hervoragender Trainer und Bereiter ist!Anne erzählte mir das er sich mit ihr über mich unterhalten hätte und sehr begeistert von mir war!
Am nächsen Tag besuchte er uns auf unserem Hof und bat mir an das er mr hefen möchte und mir zeigen möchte wie mann junge Pferde richtig ausbildet!
Wir trafen uns ag für Tag und ich lernte wirklich viel von ihm, sodass Anne mir anbot ihr bei der ausbildung ihrer Fohlen zu helffen!
Doch das ist gar nicht so einfach!.....................
.. Meine Eltern waren zurzeit ziemlich schlecht gelaunt und es gab immer wieder Krach, wieso ich denn ständig bei den Pferden sei. Schule gäbe es ja auch noch. Ich dachte allerdings nie groß darüber nach, was mir noch einmal zum Verhängnis wird. Das kam so:

Ich war wieder einmal dabei Playmate zu putzen und Anke war der Meinung, dass das Jungpferd nun mal langsam an die Trense gewöhnt werden müsse. Ich freute mich natürlich, als sie mir anbot, dass ich das übernehmen könnte. Allerdings, wo bekommt man eine Trense für so einen kleinen, schmalen Kopf her?!
In den nächsten Tagen klapperte ich alle Geschäfte ab, die auch nur im entferntesten mit Pferden zu tun hatten. So landete ich zum Beispiel einmal in einer Pferdeschlachterei und ich schwor mir so einen Laden nie wieder zu betreten.
Nun denn, mein Suchen nützte mir nicht im geringsten etwas. Hinterher fand ich eine billige Trense bei ebay! Sie war nicht mehr die neuste und auch sonst gefiel sie mir nicht. (Ich mag schwarze, dünne Trensen ohne viel Schnickschnack) Diese jedoch war kackbraun, dick, breit und überall waren falsche Steinchen in den unterschiedlichsten Farben. Es fielen sogar schon einige herunter!!
Der Verkäufer war auch nicht der Schnellste und so wartete ich ziemlich lange auf die Trense. In der Zeit ritt ich meine Pferde kaum, sondern kümmerte mich fast ausschließlich um Playmate. Ich schaute ständig, ob sie nicht wächst, oder kratzte ihr die Hufe aus wann immer ich sie sah. Ich war wir besessen von ihr. Ihr Stockmaß veränderte sich auch fast stündlich. Einmal war sie 1,10 hoch, eine Stunde später nur noch 1,09. Ich rannte wie eine bescheuerte über den Hof um Anke zu fragen, ob das noch normal wär. Sie beruhigte mich, alles wäre okay. Ich mache mir zu viele Sorgen um Playmate. Anke war sichtlich genervt von mir, da ich sie immer mit Fragen bombadierte, wie "ANKE!! Oh man was mache ich nur.. Playmate galoppiert einfach nicht an." oder "ANKEEEE! Schnell, schau mal was Playmate hat. Sie atmet so kurz!!". Klar, alles war harmlos. Playmate hatte keine Lust zu rennen und ihre Atmung war etwas verlangsamt, da sie eingeschalfen war. Kein Wunder, ich musste ihr ja umbedingt Mähne und Schweif mit Trockenshampoo waschen, was fast 2 Stunden dauerte und ihr danach die Mähne einflechten (nochmal 1 Stunde). Alles drehte sich nur noch um Playmate, ich verschlechterte mich immer mehr in der Schule und als mein Biolehrer mich fragte, ob ich Ärger mit jemandem hätte und deshalb so unaufmerksam wär, antwortete ich nur: "Ja, Playmate ist gestern umgeknickt!".
So ging es in der Schule fast die ganze Zeit. Anstatt Hausaufgaben lieferte ich meinen Lehrern selbstgemalte Bilder des Fohlens und in einem Aufsatz (Klassenarbeit!) schrieb ich 200x Playmate auf mein Blatt. Darunter kam noch eine kleine Skizze des Fohlens.
Alle hielten mich für bescheuert und schließlich kam es so wie es kommen musste. Mein Klassenlehrer rief meine Eltern an und bat sie um einen Gesprächstermin (eigentlich gab er mir einen Zettel mit der Einladung mit, aber ich zerschnitt ihn so, dass das Blatt nur noch ein kleines Papierfohlen war und gab es ihm. Dann platzte ihm wohl der Kragen..)
Als meine Eltern stocksauer von dem Gespräch nach Hause kamen, war ich dabei die neue Trense (sie war eben angekommen) einzufetten. Noch war ich fröhlich am Singen. (Ein Lied über Fohlen xD). Noch..
Aber nachts hörte ich ein seltsames geräusch, es kam aus dem Stall...Kopf kratz
...ich sah Playmate vor mir, wie sie im Stall stieg und total verrückt spielte. Ich sah noch das Weiße in ihren Augen, dann wachte ich schweißgebadet auf.
"Scheiße ey.. Aber zum Glück nur ein Traum", seufztend dachte ich nochmal an den letzten Tag. Nachdem meine Eltern mich halb niedergeschrien hatten, war ich heulend und mit Stallverbot bis zur nächsten 2+ in einer Arbeit in meinem Zimmer verschwunden. Das war soo unpraktisch. In den letzten Wochen, indenen ich den Anschluss an den Lernstoff völlig verloren hatte, waren sehr viele Arbeiten geschrieben worden und nun kam keine mehr. Ich wälzte mich in meinem Bett hin und her, dachte nach. Meine Eltern hatten mir verboten einen Fuß in den Pferdestall zu tun und morgen würden sie Anke bescheid geben, dass sie meine Pferde versorgen sollte. Ob sie auch für Playmate sorgen würde? Eigentlich war ich mir da sicher.
Mir liefen wieder Tränen über die Wangen, dann schlief ich erneut ein. Diesmal träumte ich nichts!

Ich wachte auf, noch bevor der Wecker klingelte. Meine Eltern schliefen noch. Sollte ich etwa mal kurz in den Stall gehen..? Lust hatte ich schon, aber nach der Standpauke von meinen Eltern gestern traute ich micht nicht.
In der Schule verlief alles normal. Meine Freundinnen waren froh, dass ich wieder andere Sachen, als Pferde im Kopf hatte und ich strengte mich ungemein an, dass ich im Unterricht mitkam. So lief das einige Tage..
Anke rief mich täglich an und berichtete mir von Playmate und meinen Pferden. Alle waren wohlauf, nur Playmate würde ab und zu mal Mist bauen. Außerdem meinte Anke, sie würde mich vermissen.. Ich sehnte mich nach ihrem Kakaofell und der dicken, lockigen lackschwarzen Mähne, dem zierlichen Körper mit den hammer Bewegungen. Aber vor allem fehlte mir ihre Anhänglichkeit und der Treue Blick in ihren Schwarzen Augen..
Doch ich würde sie schneller wiedersehen, als ich dachte..
Einige Tage hielt ich das durch. Ich machte brav meine Hausaufgaben, hörte im Unterricht zu und versuchte, mich mehr auf die Schule zu konzentrieren, weil ich wusste, dass bessere Noten die einzige Möglichkeit wären, Playmate so bald wie möglich wieder zu sehen. Doch ich vermisste das kleine Stütchen und es war schwer, meine Gedanken auf die Schule zu richten. Ich sehnte mich so danach, durch das braune fell zu streichen und ihren Atem zu spüren. Ich vermisste es, ihre kleinen Hufen auszukratzen, vermisste ihr Wiehern wenn ich den Stall batrat. Kurz: ich konnte nicht ohne sie!

Es war nachts, 3 Uhr. Ich war aufgewacht, weil ich einen Alptraum hatte. Playmate drehte durch und schlug mit ihren Hufen gegen die Box. Jetzt saß ich schweißgebadet kerzengerade in meinem Bett. Ich konnte nicht mehr warten, ich musste sie sehen! Alles war still, meine Eltern schliefen. Ich stieg in meine Jeans, zog mir den Pulli über meinen Kopf. Ich musste sie besuchen, undzwar jetzt, wenn es keiner merkt! Leise schlich ich aus meinem Zimmer und ging auf den Flur zur Hastür. Doch bevor ich mich auf mein Rad schwang, nahm ich mir eine handvoll Leckerlis für das Fohlen mit.
Ich konnte ja nicht ahnen, dass mir dieser heimliche Nachausflug zum Verhängnis wurde...
Ich fuhr schnell. Sehr schnell. Konnte es nicht erwarten, Playmate wiederzusehen, freute mich auf sie, doch eine kleine böse Stimme in meinem Kopf flüsterte mir zu, dass ich die Konsequenzen schon noch zu spüren bekommen würde...Ich verscheuchte diese lästige Stimme.
Alles war still. Still und dunkel...ich war mutterseelenallein. Klar, dachte ich mir, es ist halb 4 Uhr nachts, wer soll da schon auf der Sraße sein...versuchte, mir Mut zu machen.
Noch einmal rechts abbiegen, dann würde ich sie wieder sehen! Ich platzte fast vor Vorfreude, trat noch kräftiger in die Pedale. Als ich nach weiteren 2 Minuten durch die Hofeinfahrt fuhr, überströmte mich ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Warf mein Fahrrad hin und rannte in den Stall. Da stand sie. Playmate. Meine Playmate. Sie ließ den Kopf hängen, bewegte sich nicht. Ich dachte erst, dass sie dösen würde. Doch als ich näher kam, sah ich es und erschrak fast zu Tode...!
..ich bekam keine Luft mehr, als ich sah, dass sie vergiftet worden war. Wie konnte das nur geschehen?! Ich schloss sie in die Arme und spürte, wie sie sich an mich drückte. Wer konnte ihr so was nur angetan haben? Ich war wie gelähmt. Einige Minuten stand ich so da mit ihr, dann begann ich in meiner Tasche nach meinem Handy zu suchen.. Scheiße, dachte ich. Mein Handy lag wohl noch zu Hause. Sollte ich zurückfahren oder versuchen, im Aufenthaltsraum das Telefon zu benutzen? Ich entschied mich für letzteres.
So schnell ich eben konnte, rannte ich die Stallgasse hinunter. Ich wollte die Tür aufreißen, doch sie war abgeschlossen! Ich hämmerte dagegen und schrie sogar die Tür an. Es ist hoffnungslos, dachte ich. Mit letzter Kraft schmiss ich mich gegen die Tür und.. sie gab nach! Ich wählte die Nummer des Tierarztes und sofort ging jemand dran. Als ich auflegte war ich erleichtert. In 10 Minuten wäre jemand da!
Aber dann hörte ich Schritte..
...das musste derjenige sein,der meiner armen Playmate dieses Zeug verabreicht hatte.Was sollte ich nur tun?Ich versteckte mich hinter der Tür,und lauschte.Plötzlich erkannte ich die eine Stimme wieder... das war dieser Mann, der Steffi Geld abnahm und über Leander redete.Sollte er etwa....? Kopf kratz Doch da...
...was sollte ich tun?? Mich verstecken? Oder etwa wegrennen und Hilfe holen? Nein, dann wäre Playmate alleine und wer weiß was ihr noch passiert. Ich musste bei ihr bleiben und sie beschützen! Schnell versteckt eich mich hinter einem Heuballen, von dort aus hatte ich eine gute Sicht zur Stalltür und zu Playmate. Ich wartete. 5 Minuten. Ich wurde immer kribbliger. 10 Minuten. Langsam wurde mir mulmig zumute. Wo war der Mann mit der geheimnisvollen Stimme? War er wieder weggegangen? Würde er vielleicht den anderen Pferden etwas antun?? Panik stieg in mir hoch. Was um Himmels Willen sollte ich tun??
Ich wartete weitere 5 Minuten, versuchte, meine Augen trotz der Müdigkeit offen zu halten. Schließlich ging es hier um Playmate!
Ich wollte gerade ausfstehen, als ich Schritte hörte. Erst dachte ich, ich bildete es mir nur ein, aber dann wurden sie lauter. Was jetzt?
Ich reagierte Blitzschnell und nahm eine Vase vom Tisch, stellte mich hinter die Tür und als diese langsam aufging, schlug ich mit voller Kraft zu! Der Mann taumelte und fiel seitlich zu Boden. Oh Shit, was habe ich nur getan?, der Typ hatte eine Wunde am Kopf, aus der sehr schnell sehr viel Blut floss. Oh nein, oh nein, oh nein! Erneut griff ich zum Telefon und bestellte den Notarzt zum Hof. Gerade als ich aufgelegt hatte hörte ich ein Auto auf den Parkplatz fahren. So schnell ich konnte, rannte ich hinaus. Als wolle ich dem entfliehen, was ich eben getan hatte. Der Tierarzt rannte sofort zu dem Fohlen bestätigte meine Vermutung. Blitzschnell beförderte er das Tier auf den mitgebrachten Hänger und fuhr davon. Er ließ mich allein auf dem Hof, hatte nichtmal die Frage gestellt, was ich nachts auf einem Reiterhof zu suchen habe.
Mir flossen Tränen die Wangen hinunter und alles kam mir so unwirklich vor. Nun fuhr auch der Notarzt mit lauter Sirene auf den Hof. Schnell zeigte ich dem Arzt den Einbrecher. Auch der stellte keine Frage, meinte aber er würde demnächst nochmal zum Hof kommen und dann müsse alles wissen. Als auch er wegwar, ging ich in den Stall und setzte mich in Playmates Box. Ich war völlig erschöpft und erst jetzt wurde mir bewusst, was eben alles passiert war. Mein Fohlen würde vielleicht sterben und ich hatte fast einen Menschen ermordet, von dem ich nicht einmal wusste, ob er was mit Playmates Vergiftung zu tun hatte. Wenn meine Eltern das mitbekämen, würden sie meine Pferde verkaufen und mich in ein Heim schicken.., ich heulte nun richtig los!
Bis ich erneut Schritte hörte. Verstört drückte ich mich in die Ecke und die Schritte kamen schnell näher. Es waren mehrere Personen! Jetzt erkannte ich ihre Stimmen: Es waren meine Eltern und Anke!
"Kindchen, was ist nur passiert?", Anke brach als erstes das Schweigen. Meine Eltern schauten jetzt auch nicht mehr böse, aber ich erkannte, dass sie besorgt um mich waren. Sehr sogar.
Inzwischen ist es halb 6 Uhr morgens, ich lag in meinem Bett und versuchte zu Schlafen. Trotz der 20 Grad in meinem Zimmer fror ich. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass meine Eltern im Flur redeten. Allerdings über andere Sachen, als ich erwartet hätte!
Einfach nur traurig, so enttäuscht und beschimpft zu werden und für Unmögliches verantwortlich gemacht zu werden.

Anstatt mal logisch nachzudenken - freundschaft ist ja nicht so wichtig.

p.s. wenn ich heulen könnte, würde ich.
dann schreib ich halt weitaaa ;x !

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"Ja, aber das Pony ist ein Fohlen! Und laut Anke wird sie auch nicht mehr so groß werden. Sie sagt was von einem Meter 55! Lena bräuchte etwas größeres für Turniere.." Meine Mutter redete von Turnieren? Ich wurde noch leiser um auch ja alles mitzubekommen.
"Kommt immernoch drauf an, was für Turniere sie mitmachen will und ob sie überhaupt Lust hätte. Und überhaupt scheint dieses Fohlen doch ganz schön gebaut zu sein. Sie hat außerdem tolle Gänge und ich wünschte mir, Lena würde ein Üferd mal selbst erziehen. Muss doch toll sein" Papa sprach mir wirklich aus der Seele. Ich hatte wirklich keine große Lust auf Turniere und sie sprachen eindeutig von Playmate! Mein Herz machte einen Sprung. Falls sie sich von dem Gift erholt und wir sie kaufen würden..! Ich wollte doch schon immer ein eigenes Fohlen. Meine Eltern gingen ins Schlafzimmer und ich hörte kaum noch was von dem Gespräch mit. Nur die Worte Morgen, Anke, Preisfrage verstand ich noch. Mit einem besserem Gefühl schlief ich nun auch ein..

Am Morgen beschlossen meine Eltern wohl, mir von dem Gespräch über Playmate nichts zu sagen. Allerdings wollten sie auch über den nächtlichen Vorfall nicht mit mir sprechen.

Am Nachmittag besuchte ich Playmate in der Klinik. Sie sah schon wieder besser aus, aber man erkannte, wie sehr sie wohl gelitten hatte. In 3 Wochen könnte sie nach Hause in ihren Stall zurückkehren!
Das freute mich natürlich.. aber bist dahin ist auch noch eine Menge Zeit! Mal sehen, wie ich die rumkriege...
Ich besuchte sie jeden Tag, mindestens 2 Stunden. Immer wenn ich mit dem Rad von der Schule nach Hause fuhr, fuhr ich zu Playmate, denn die Klinik lag auf dem Weg. Sie freute sich sichtlich und erwartete mich immer, ganz gespannt, was ich ihr diesmal mitbringen würde. Ein Leckerli, einen Apfel? Aber auch wenn ich nichts mitbrachte, wieherte sie, wenn ich kam. Wahrscheinlich war ihr langweilig, denn Spielkameraden hatte sie ja nicht und sie stand den ganzen Tag in der Box. Doch ich putzte sie immer ordentlich und bald konnte sie auch schon an die Führmaschine. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, sie selbst zu longieren! Erst 5 Minuten, nach einer Woche schon 25 Minuten. Anfangs war sie schlapp und lief nur so schnell wie nötig, doch mit der Zeit bekam sie wieder Spaß am Bewegen. Bald, nach fast 3 Wochen, konnte sie es auch kaum erwarten, eine Runde zu galoppieren und ich musste sie immer zurückhalten, denn ganz gesund war sie ja immernoch nicht. So große Fortschritte sie auch machte, ich stellte mir immer wieder die Frage, wer dem kleinen Fohlen das wohl angetan haben könnte. Ich fragt mich, wie man so kaltblütig sein konnte und den Willen gehabt hatte, sie umzubringen, denn diese hohe Dosis hätte sie sicher umgebracht, wäre sie nicht gleich in die Klinik gekommen.
Ob es dieser Mann war, den ICH fast umgebracht hätte? Doch da ich fast einen Mord begangen hatte, schob ich meine Gedanken an ihn immer beiseite. Doch ich würde noch früh genug von ihm hören...
Endlich war es soweit! Endlich durfte Playmate wieder nach hause, auf den Hof. Der Tierarzt hatte sie täglich untersucht und nach diesen laaangen 3 Wochen war sie nun wieder völlig gesund. Der Arzt gab sein Okay und Anke und ich brachten das Fohlen, ja fast Jährling, nach hause.
Zufrieden mümmelte sie an ihrem Heu herum, sichtlich glücklich und entspannt. Klar, sie war ja jetzt wieder zuhause, bei ihren Freunden und in ihrer gewohnten Umgebung.
Trotz allem hatte ich Angst um sie. Angst, dass trotz der verstärkten Sicherheitsvorkehrungen (jede Nacht war Personal auf dem Hof) jemand ihr etwas antun könnte. Ich weiß nicht warum, diese Angst ist wahrscheinlich auch unbegründet, aber ich habe sie gehabt und habe sie bis heute.

Die Zeit verging und Playmate benahm sich wie früher. Sie war frech, verspielt und wahnsinnig clever. Einmal zum Beispiel, als ich sie zum Putzen angebunden hatte und nach einem kurzen Telefonat mit meiner Mutter zurückkam, war sie nicht mehr am Anbindeplatz! Ich erschrak zu Tode, doch in der gleichen Sekunde musste ich über ihr schlaues Verhalten grinsen. Ich wusste, wo sie hingelaufen war. Nämlich zu Skippy, einem Rappen ihres Alters und ihr Freund, der in der Box neben ihr stand. Wahrscheinlich hatte sie keine Lust gehabt, auf mich zu warten und verbrachte ihre Zeit lieber damit, ihrem Kumpel die Mähne zu kraulen.
Soetwas passierte immer öfter, somal Anbindeknoten und Boxenriegel keine Herausforderung für sie waren.
Trotzdem - ich liebte dieses Fohlen und sah es als Einzelkind als eine Art Geschwisterersatz. Mein Leben drehte sich nur noch um sie, jedoch hatte ich diese Zeitperiode hinter mir, als ich auch in der Schule an nichts anderes mehr denken konnte. Ich brachte Schule und Playmate (inklusive meine anderen Pferde) gut unter einen Hut, weshalb meine Eltern auch nichts gegen den Umgang mit meinen Lieblingstieren einzuwenden hatten.

Und deswegen könnt ihr euch sicher denken, dass ich von Ankes Vorschlag, sie einzureiten, hellauf begeistert war. Ich sah es als eine Mischung zwischen Herausforderung und Vergnügen, denn ich sitze seit meinem 4. Lebensjahr regelmäßig auf dem Pferderücken und war sehr wohl in der Lage, diese große Verantwortung zu übernehmen!
Playmate war erst 1 Jahr alt, das Einreiten hatte also noch mindestens 2-3 Jahre Zeit, doch früh übt sich! Ich hatte sie ja schon längst dran gewöhnt, ein Halfter widerstandslos zu tragen und auch putzen ließ sie sich, ohne rumzuhampeln. Außerdem war ich sehr stolz auf sie, denn beim Hufschied benahm sie sich auch ohne meine Anwesenheit ebenfalls einwandfrei, genau wie beim Tierarzt (Wurmkuren etc.).
Den anderen 4 Jährlingen ging es ebenfalls prächtig, sie gaben eine tolle Herde ab und machten Mist ohne Ende, denn durch Playmate passierte es nicht nur einmal, dass sie von der Koppel ausbrachen und z. B. über die Futterkammer herfielen.
Pferde waren mein Leben und ich konnte es mir nicht vorstellen, ohne sie zu sein.
Deswegen machte ich mir immer mehr Gedanken um das Gespräch zwischen meinen Eltern und Anke, damals, als ich nach meinem nächtlichen Besuch im Stall im Bett lag. Doch die Tage und Wochen verstrichen, ohne dass meine Eltern irgendetwas erwähnten bezüglich Playmate zu kaufen oder meinem Nachtausflug.
Das erste blieb vorläufig auch so, aber die Sache mit dem "geheimnisvollen Mann" würde sich schneller ändern als mir lieb war...
Jojo, du bist echt ein Blitzmerker XD

Ich würd sagen, ich schreib jezz einfach mal weiter anstatt alles noch komplizierter zu machen...

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Mein Herz raste. Gleich würde ich sie reiten. Sie. Meine Playmate. Mein "Fohli".
Gleich würde ich das erste Mal auf ihr sitzen. Wie viel wir schon zusammen durchgemacht hatten. Wie sehr ich sie liebte. Das alles raste mir durch den Kopf, denn die Stunde der "Premiäre" nahte. Gleich würde ich zum ertsen Mal auf meinem ausgewachsenen Fohli sitzen. Das erste Mal, dass überhaupt jemand auf ihr sitzt. 4 Jahre lang hatten wir auf diesen Moment hingearbeitet. Wenn da nichts schiefgeht! dachte ich, doch musste ich zugeben, dass es wirklich soweit war und Playmate durchaus bereit war.

"Lena!", sagte Anke, die mit Sattel und Zaumzeug durch die Halle gestapft kam, während ich Playmate führte. "Hier, nimm den Sattel. Ich halte sie solange." Vorsichtig legte ich der jungen Stute den Sattel auf den Hals, schob ihn nach hinten. Sie bewegte sich nicht, war total gelassen. Wie oft wir das schon geübt hatten. Das war für sie Routine, denn ich hatte das fast täglich mit ihr gemacht. Nachdem ich den Gurt ins zweite Loch festzog, gab Anke mir die Trense, das Gebiss hatte sie schon vorgewärmt. Mein Herz klopfte. Das hatten wir erst enige Male probiert. Klar, Gebiss kannte sie wohl, aber mit dem ganzen Kopfstück...
Anke lächelte mir aufmunternd zu, als ich Playmate die Zügel auf den Hals legte und vorsichtig die Trense über die Ohren zog. Bitte Playmate, jetzt schön ruhig bleiben...nicht rumzicken! flehte ich in Gedanken. Aber sie guckte nur kurz etwas misstrauisch, doch bewegte sie sich nicht. Sie hatte Vertrauen zu mir und ließ mich einfach machen. Nach dem Nachgurten war es geschafft. Mein Fohli war gesattelt und getrenst. Es konnte losgehen. Mein Herz klopfte noch schneller, falls das überhaupt noch möglich war!
"So Lena, jetzt steig mal laaangsam auf. Setz dich noch nicht hin, sondern leg dich erst quer über den Sattel, damit sie dein Gewicht spürt, aber nicht erschrickt." Langsam stellte ich meinen linken Fuß in den Steigbügel und legte mich über den Sattel. Playmate ging ein paar Schritte rückwärts, aber durch unser gutes Zureden blieb sie schnell stehen. Dann ließ Anke sie losgehen. Natürlich erst im Schritt. Die ersten Schritte auf meinem Fohli waren fantastisch. Ich lag zwar etwas unbequem, doch fühlte ich mich wie auf Wolke 7. Sie hatte überhaupt keine Angst. Und ich auch nicht. Nach 2 Runden setzte ich mich langsam aufrecht hin. An Playmates Ohrenspiel war zu erkennen, dass sie etwas überrascht war. Doch ich setzte mich ganz langsam und vorsichtig hin und redete ihr, mehr mir, gut zu. Sie beruhigte sich. Dann ging sie los. Ich fühlte mich, als würde ich fliegen!! Endlich! Ich ritt mein Pferd!! Einfach nur geil! Natürlich trieb ich sie so gut wie nicht, denn diese Hilfe kannte sie noch überhaupt nicht und musste sie auch noch nicht. Da sie so gehorsam beim Longieren war, hatte Anke leichtes Spiel, sie zu kontrollieren und auch Handwechsel waren kein Problem.
Nach weiteren 10 Minuten holte Anke sie in die Mitte und ich stieg ab. Das erste Mal, dass sie geritten wurde, konnte besser gar nicht gelaufen sein! Ich hatte sie lange darauf vorbereitet und ich hatte alle meine Erfahrung an sie weitergegeben. Unsere langjährige Arbeit hatte sich ausgezahlt und der ertse Schritt ins "richtige" für sie Leben war getan!

Ich war so stolz auf mein Fohli, das spätestens jetzt ein ausgewachsenes Pferd war und dessen Ausbildung jetzt anfing, richtig interessant zu werden. Sie hatte sich toll benommen. Einfach fantastisch...einfach nur GEIL. Die ganze Zeit über, als ich sie absattelte und anschließend die Beine abspritzte, platzte ich fast vor Stolz und Glück.
Während Anke und ich mit Playmate gearbeitet hatten, war mir gar nicht aufgefallen, dass meine Eltern von der Bande aus alles beobachtet hatten. Sie strahlten mich an und umarmten mich. "Freut mich ja so, dass alles so toll gelaufen ist!" sagte Papa, der schon immer dafür war, dass ich mal mein eigenes Pferd ausbilden sollte.
Kurzum: alle waren happy, dass Playmates Ausbildung bis jetzt reibungslos verlaufen war.

Und so blieb es auch. Playmate war so gelehrig, dass wir mehrmals die Woche mit ihr arbeiteten. Nach kurzer Zeit fingen wir an, mit ihr zu traben, was genauso gut klappte! Es machte Playmate sichtlich Spaß, neue Erfahrungen zu sammeln und zu entdecken. Nachdem ich sicher mit ihr traben konnte, beschlossen Anke und ich, mit ihr auszureiten. Anke würde Britt, die ja recht kräftig und für solche Zwecke bestens geeignet war nehmen und ich natürlich Playmate. Natürlich war ich etwas aufgeregt, doch Playmate kannte das Gelände, da sie als Handpferd schon mindestens 100 Mal mitgelaufen war und Britt vertraute sie vollkommen. Außerdem hatten wir vor, eine kurze Strecke von 20 Minuten zu nehmen und nur im Schritt zu reiten. Das Wetter war toll. Es war Anfang Juni und angenehm warm. Die Vögel zwitscherten und es wehte ein leichter Wind. Flott ritten wir durch das Hoftor und schon bald erreichten wir den Wald. Playmate war super. Sie war zügig, aber ruhig und hielt sich sehr an Britt. Sehr trittsicher aber mit einer gewissen Eleganz stapfte sie über Wurzeln und Steine. Wir kamen gerade aus dem Wald, als ein Traktor kam. Er bog gerade um die Ecke, würde uns also in wenigen Sekunden erreichen. Was nun? "Lena, stell sie so, dass sie Britt sehen kann und lass die Schnekel dran. Spiel mit ihr im Maul, rede mit ihr!" Anke laberte mich zu, dass ich ja nichts falsch machte. Ich befolgte alle Hinweise und beschäftigte sie im Maul. Der Traktor war jetzt genau vor uns. Playmate spannte ihren ganzen Körper an, bereit zu fliehen. Ihre Ohren drehten sich wild in alle Richtungen. Ich redete mit ihr, flüsterte ihr lobende Worte ins Ohr, auch, um mich selbst zu beruhigen. Der Traktor war schon vorüber, genauso schnell wie er gekommen war, verschwand er auch weider. Und Playmates Ohren stellten sich wieder nach vorne, sie enstspannte sich sichtlich und ich wäre wieder einmal fast vor Stolz geplatzt, vor allem als Anke mich nochmal ordentlich lobte! Stolz passierten wir das Schild "Reiterhof - Unterricht und Boxen" und als ich abstieg schnaubte mir Playmate eine ganze Portion Sabber in den Kragen. Doch das war jetzt auch egal.
Einige Wochen nahm alles seinen gewohnten Gang. Ich ritt täglich Playmate und suchte mir eine Pflegerin für Britt. Die Stute war froh, dass sie mal wieder richtig geknuddelt wurde, denn in dem letztem Jahr war sie viel zu kurz gekommen. Ihre Pflegerin wurde auch eine sehr gute Freundin von mir. Samantha, kurz Sam, war oft etwas übereifrig und sorgte sich so um Britt, dass sie den halben Hof nervte. Es war wie bei mir früher bei Playmate. Ich musste ihr ständig versichern, dass Britt noch atmete und ich brachte ihr auch sehr viel bei, da sie selbst noch mehr eine Anfängerin war. Reiten ließ ich sie Britt allerdings erstmal nicht. Die Stute war zwar sehr abgeklärt und ruhig, aber auch sensibel und sie testet ihre Reiter erst aus, bevor sie sich anstrengt und mitarbeitet.
Das wollte ich Sam nicht zumuten! Stattdessen longierte sie Britt fast jeden Tag und kam morgens und abends um sie zur Weide zu bringen bzw. wieder in den Stall zu führen. Kurz: Ich war sehr zufrieden mit ihr.

Als ich sie eines Nachmittags auf dem Hof traf, fragte ich sie, ob sie nicht mit mir und Playmate eine Runde in den Wald gehen würde. Sam freute sich sichtlich, aber ich war mir nicht so sicher, ob sie schon so weit war. Ich holte schnell Playmate und kratzte ihr die Hufe aus. Dreckig war sie nicht, da sie immer eine Stalldecke trug, damit ihr Winterfell nicht zu dick wird. Playmate war inzwischen bemuskelter als früher und langsam aber sicher wurden ihre Gänge immer eleganter. Ich übte mit ihr im Moment das Angaloppieren und es stellte sich heraus, dass sie absolut nichts von einer einfachen Galopphilfe hielt. Ab und zu, wenn wir im flotten Trab in der Bahn waren, und ich nach dem Nachgurten aussaß, fand sie es komisch anzugaloppieren und stehen zu bleiben.
Heute würden wir aber nicht zum Arbeiten kommen. Ich half Sam beim Satteln und wir gingen erst in die Halle, damit sich Sam und Britt vertraut machen. Im Schritt saß sie sehr sicher und auch mit Playmate war ich zufrieden, immerhin ritt ich heute zum ersten Mal ohne Sattel. Vielleicht war es nicht ganz so richtig, wo ich doch heute noch Ausreiten wollte, aber darüber machte ich mir keine Gedanken. Playmate würde schon lieb sein.
Dann aber passierte es: Ich ließ Playmate antraben, dachte aber nicht mehr an Sam, die konnte Britt nicht halten und das Pferd raste los! Sie hielt sich verzweifelt an der Mähne fest, die Steigbügel hatte sie verloren und schrie wie am Spieß. Sehr hilfreich!
Playmate wurde nun auch unruhig und scharrte mit den Hufen. Ich war ratlos. Sollte ich abwarten bis Sam runterfällt und dann Britt fangen oder es jetzt schon mal versuchen?! Mein Retterinstinkt nahm die oberhand und ich ließ Playmate antraben. Sie war ganz ruhig und da sie auch sehr bequem zu sitzen war, wurde ich kaum geworfen. Ich kam immer näher an Britt und die schreiende Sam ran, aber vergebens! Britt schaffte es immer wieder mir auszuwichen. Ich war einfach zu langsam. Übermut tut selten gut, heißt es ja und das würde ich gleich zu spüren bekommen.
Entschlossen trieb ich viel und Playmate galoppierte an (eine Galopphilfe wäre bei ihr nicht angekommen - sie ignoriert das). Auch sie wurde schneller als sonst. Britt galoppierte inzwischen reiterlos und endlich schaffte ich es: Ich griff ihr in die Trensenringe und sie hielt an! Playmate aber leider nicht. Die kleine Stute hatte richtig Angst bekommen und raste durch die Halle, während Britt ihre Zügel zerkaute und Sam gerade wieder zu sich kam. Als Playmate dann auch noch buckelte und stieg, war mein Absturz sicher! Ich knallte hart auf den Boden und Playmate mit einem Huf mein Knie. In kurzer Zeit hatte sich die beigefarbene Reithose rot verfärbt und mir wurde schwindelig. Was aber viel schlimmer war, und ich merkte es sofort, Playmate hatte Angst vor mir. Sie rannte und rannte, während Sam heulend mit Britt die Halle verließ. Wie konnte sie mich nur so im Stich lassen? Playmate atmete schwer und außerdem lahmte sie hinten links. Sie konnte kaum noch vor mir wegrennen und so ließ sie es widerwillig zu, dass sie sie an einem zerissenem Zügel nahm und hinausführte. Auch ich humpelte und brachte Playmate nur in den Stall und nahm ihr dort Sattel, Trense und Bandagen ab. Panisch drückte sie sich in die Ecke und zitterte. Oh mein Gott, wie konnte das nur passieren? Das sonst so selbstbewusste Pony war mit den Nerven am Ende. Als ich ein Leckerlie aus der Tasche beförderte, wollte sie nichtmal das essen. Sie pumpte heftig und als ich ihr lahmes Bein abbandagiert hatte, war mir aufgefallen, wie dick es schon angeschwollen war. Ich suchte schnell mein Kühlgel und packte sehr viel auf das Bein. Auch Britt war schon in der Box und knabberte ihr Heu. Sie hatte keinen Schreck davongetragen. Wo Sam wohl war? Ihr Fahrrad war weg und so nahm ich an sie wäre schon zu Hause. Ich ging nun ins Reiterstübchen und machte mir einen warem Kakao. Seit Jahren war ich nicht mehr vom Pferd gefallen. Ich trank einen Schluck, dann ging ich Verbandszeig aus dem "Erste-Hilfe-Kasten" holen und machte mir einen Verband und das Knie. So schlimm war die Wunde nicht, nur eine Schürfwunde. Mir ging es gleich ein wenig besser, als ich den Kakao ausgetrunken hatte. Ich humpelte zurück zu Playmate. Sie starrte gegen die Wand und ignorierte mich vollkommen. Immerhin floh sie nicht mehr. Als ich die Hand nach ihr ausstreckte, schlug sie mir mit ihrem Schweif hart ins Gesicht und ich fiel hin. Als ich mich wieder aufrappelte, sah ich Anke, wie sie aus ihrem Büro kam. Sofort humpelte ich so schnell es ging zu ihr hin und berichtete ihr alles. Sie sah mich relativ ernst an und rat mir, Playmate erstmal nicht zu reiten, sondern mit ihr zu spielen, sodass sie wieder Vertrauen zu mir entwickelte. Konnte ich das schaffen? Ich sah sie noch einmal an. Leicht würde es nicht werden, dass wusste ich..
An diesem Abend ging mir viel durch den Kopf. Ich lag in meinem Bett und obwohl es schon halb 1 Uhr nachts war, fand ich keinen Schlaf. Dazu war ich viel zu sehr mit Playmate beschäftigt. Ich machte mir Vorwürfe. Ich hätte Playmate nicht so brutal hinter Britt hergaloppieren lassen sollen. War mir denn nicht bewusst gewesen, dass das nur schief gehen konnte? Nein, offensichtlich nicht. Und Sam war auch runtergefolgen, ich hätte es mir denken können! Dieses Mädchen ist eine Anfängerin, warum hatte ich sie überhaupt auf Britt gesetzt? Das war schon richtig so, aber ich hätte mit Playmate nicht traben dürfen und erst recht nicht ohne Sattel!
Jetzt hatte ich das Problem und meine junge Stute hatte panische Angst vor mir bekommen. Bei Britt wäre das nicht so schlimm gewesen, da sie ein erfahrenes, altes Pferd war und sich bald wieder beruhigen würde, aber bei einer 4-Jährigen? Ich hatte ja auch erst vor kurzem angefangen, sie zu reiten...was, wenn sie mich nie wieder akzeptieren würde?
Eine Beziehung zwischen Pferd und Reiter basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Playmate war unerfahren und ich hätte sie in dieser Situation nicht so behandeln dürfen! Ich hatte nicht das getan, was mit einem jungen Pferd, das erst seit kurzem unter dem Sattel ist, macht! Jetzt hatte sie keinen Grund mehr, mir zu vertrauen. Und genau das war das Problem. Mir liefen Tränen übers Gesicht. Mein Pferd vertraute mir nicht. Das tat weh. Aber ich musste versuchen, ihr Vertrauen zurückzugewinnen, genau wie Anke es gesagt hatte! Und mit diesem Gedanken schlief ich endlich ein.

Am nächsten Morgen war Samstag. Ich hatte also heute viel Zeit, mich um Playmate zu kümmern. Es war erst 7 Uhr und da meine Mum noch schlief, machte ich mir Müsli und hinterließ ihr einen Zettel.
Auf dem Hof angekommen warf ich mein Fahrrad hin und ging erstmal zu Playmate. Ich hatte meine Taschen voller Leckerli und Karotten, denn ich wollte mit ihr Verschiedenes üben. Ich wollte ihre Box gerade öffnen, da drehte sie sich blitzschnell rum und schnappte nach mir. Ich bekam einen riesen Schreck und machte die Tür schnell wieder zu. Scheiße...Na gut, dann eben durch das Fenster..."Playmate...komm, ich hab dir was mitgebracht...schau mal..." ich streckte eine Karotte durch das offene Boxenfenster. Keine Reaktion. Ich rief sie nochmal. Immernoch nichts. Sie drehte mir ihren Hintern zu und da ich nicht nochmal ihren Schweif in meinem Gesicht spüren wollte, warf ich die Möhre einfach in die Box. Dann wartete ich. Aber nichts passierte. Playmate war beleidigt - ja, Pferde können das auch sein! Aus der Angst, die sie vor mir hatte, wurde Wut und jetzt hatte sie einfach keinen Bock mehr auf mich. Ich hatte ihr Vertrauen missbraucht und das zeigte sie mir sehr deutlich. Sie wollte einfach nichts mehr mit mir zu tun haben, da ich sie verletzt hatte. Das klingt jetzt zwar komisch, aber Pferde empfinden genauso wie Menschen und jetzt war sie einfach nur traurig und wütend. Ich hielt nur mit Mühe meine Tränen zurück, denn ich hatte das Gefühl, die ganze Arbeit mit ihr, die 4 Jahre waren umsonst. Ich drehte Playmates Box den Rücken zu und beschloss, zu Britt zu gehen, die würde mich jedenfalls nicht so abservieren. Es war ein gutes Gefühl, als die alte Stute ihren Kopf auf meine Schulter legte, als wolle sie mir zeigen, dass sie nicht sauer war. Es hatte eine tröstende Wirkung. Also halfterte ich sie auf und ging mit ihr zum Anbindeplatz, um sie richtig zu putzen und auch vielleicht zu reiten. Heute war ja Samstag, und da kam Sam nie. Das hatten wir ganz am Anfang so abgesprochen, denn Samstags hatte ich Zeit für beide Pferde.
Nachdem ich die weiße Stute richtig durchgebürstet hatte (ich hatte das Gefühl, sie genoss es, mal wieder von mir geputzt zu werden), beschloss ich, nochmal zu Playmate zu gehen. Doch diesmal würde ich nicht aufgeben und erst recht nicht zulassen, dass sie mich so behandelte! Selbstbewusst und entschlossen öffnette ich die Boxentür und ging rein. Ich hatte vor, sie aufzuhalftern und dann als Hnadpferd mitzunehmen, wenn ich gleich mit Britt ausreiten würde. Playmate starrte an die Wand, als ich kam. Als ich mit der Hand ihren Kopf berühren wollte, um sie aufzuhalftern legte sie die Ohren an, bewegte sich aber nicht. "Komm Playmate, wir gehen mit Britt in den Wald, das magst du doch so gerne!" versuchte ich, sie mild zu stimmen. Ich strich das Halfter hinter ihre Ohren, da passierte es! Playmate drehte blitzschnell ihren Kopf und biss mich heftig in die Hand! Das tat vielleicht weh!! Jetzt konnte ich meine Tränen nicht mehr halten. Warum tat sie das? Es war ja nicht der Schmerz vom Biss allein, sondern mehr von dieser straken Ablehnung mir gegenüber. "Playmate, wie konntest du nur...!" rief ich, knallte die Boxentür hinter mit zu, rannte zu Britt und vergrub mein Gesicht in ihrem glänzendem Fell. Es hatte keinen Sinn. Warum machte ich alles nur noch schlimmer?? Ich schluchzte laut, so enttäuscht war ich. Da spürte ich eine Hand auf meiner Schulter, die mich sacht streichelte. Im gleichen Moment wusste ich, wer das war. "Anke..." ich hob meinen Kopf und blickte in das freundlichste Gesicht der Welt. "Weißt du, Playmate lehnt mich völlig ab und hat mich eben sogar gebissen, owohl...", fing ich an. Doch Anke unterbrach mich: " Lena, ich hab alles mitbekommen. Ich habs gesehen." "Ja aber was mach ich denn falsch, dass sie so gemein zu mir ist??" weitere Tränen flossen über meine Wangen. "Lena, Playmate ist ein Pferd! Du musst ihr Zeit lassen. Gestern erst hatte sie noch panische Angst vor dir und jetzt denkst du, hat sie alles vergessen?" versuchte Ankem mir zu erklären. "Nein natürlich hat sie das nicht vergessen aber es tut mir doch leid und ich bereue es!" ich schluchzte. Anke legte mir nun beide Hände auf die Schultern. "Ich verstehe natürlich, dass das hart für dich ist, aber für Playmate doch auch! Sie ist 4! Du hast ihr sehr wehgetan und es ist klar, dass sie mehr Zeit braucht, um das zu verdauen. Ich sehe, dass du dir Mühe gibst, aber Playmate will einfach noch nicht. Lass sie am besten in Ruhe. Sie muss sich erst wieder beruhigen, bevor sie bereit ist, dir zu vertrauen. Das kann unter Umständen sehr lange dauern...aber du schaffst das! Du hast ja Britt, um die du dich kümmern musst. Sam hat nämlich angerufen, sie möchte sie vorläufig nicht mehr pflegen, da sie Angst hat. Lena, ich weiß, du wirst es schaffen, wieder eine Beziehung zu Playmate aufzubauen, die momentan zerstört ist. Aber das braucht Zeit und mache nicht den Fehler und versuche, dich Playmate aufzuzwingen! Geh nciht zu ihr hin, ich kümmere mich um sie. Du schaffst das!" Ich nickte. Aber würde ich das wirklich schaffen?? Ein Versuch war es auf jeden Fall wert und jetzt musste ich mich um Britt kümmern, denn die brauchte mich.
Ich war jetzt schon am Ende, obwohl ich Britt nicht einmal gesattelt hatte. Als ich dies gerade tun wollte, kam Anke mit Playmate aus dem Stall. Ich erstarrte. Anke band das Jungpferd an und als Playmate versuchte mit ihr zu schmusen, brach ich zusammen. Der Sattel fiel mir vom Arm und ein Stein zeriss das Sattelblatt. Na geil, mein einziger Sattel für Britt ist im Arsch! Ich rappelte mich wieder auf und war froh, dass Anke nichts mitbekommen hatte. Auch wenn ich es nicht wahrhaben wollte, ich war tatsächlich eifersüchtig auf Anke! Wie konnte ich nur? Sie wollte mir doch nur helfen..
Ich sattelte Britt grob auf und zog sie zur Reithalle. Sie hatte einen langsamen Gang und eigentlich störte mich das nie, aber heute war ich sauer auf alles und jeden. "Britt, jetzt komm endlich! Es reicht jetzt aber!", schrie ich die Stute an. Einige Leute die ihre Pferde putzten, schauten mich groß an. Sie kannten mich ja alle für meine Ruhe und dann sowas?
Ich zog Britt in die Reithalle, gurtete nach und stieg auf. Ich ließ sie schnellen Schritt gehen und galoppierte sie sofort an. Dumm von mir, aber heute war ich einfach scheiße drauf.
Als ich sie wieder druchparierte gurtete ich nochmal nach und öffntete die Hallentür vom Sattel aus. Ich ließ Britt antraben, vergaß ihre Hufkrankheit, und ritt sie wie früher. Schnell und flüchtig. Wir gingen über einige Sprünge und ich ließ sie sehr lange um ein Feld galoppieren. Zufrieden kehrte ich auf den Hof zurück. Als sie dann auf den Asphaltierten Teil des Hofes trat, merkte es jeder! Sie lahmte stark und knickte oft ein. Sofort stieg ich ab und kühlte ihr Bein. Wie konnte ich nur diese beschissene Hufkrankheit vergessen? Alles meine Schuld! Ich brachte Britt sofort in die Box, kratzte ihr nichtmal die Hufe aus und nahm auch erst im Stall ihre Trense und den Sattel ab. Sofort sah ich, dass Britt eine Scheuerstelle vom Sattel bekommen hatte. Den Sattel konnte ich auch wegschmeißen und meine Eltern würden mir bestimmt keinen Neuen kaufen. Zu Weihnachten bekam ich außerdem schon andere Dinge für Playmate. Ob ich die wohl überhaupt für sie benutzen konnte? Geknickt schaute ich zu ihrer Box und bemerkte, dass sie mich beobachte. Ich schlenderte die Stallgasse entlang und als ich vor ihrem Stall stehen blieb, schaute sie schnell wieder weg. Ein kleines lächeln überkam mich. Wenn das nicht ein Fortschritt war! Ich streckte die Hand nach ihr aus, aber das war wohl schon zu viel. Sie ging wieder rückwärts und ignorierte mich, aber trotzdem freute ich mich über den kleinen Triumph. Als ich die Stallgasse verließ, spürte ich einen Blick im Nacken und war mir sicher zu welchem Pferd er wohl gehörte..

In den nächsten Tagen, passierte aber nichts mehr mit mir und Playmate. Britt's Beim ging es wieder besser, wie auch ein Tierarzt bestätigte. Playmate wurde von Anke jeden Tag 2x longiert und nun ging sie auch ohne Ausbinder oder Dreieckszügel beim longieren am Zügel undlief schön vorwärts.
An einem Morgen ging ich wieder zum Hof und als ich Britt aus dem Stall brachte sah ich auf dem Hof einige Mädchen die um etwas herumstanden - klar, da musst auch ich hin. Es stellte sich heraus, dass sie nicht um etwas herumstanden, sondern um jemanden. Ein Junge hatte sich auf dem Hof gewagt. Er war in meinem alter, vielleicht auch ein wenig älter und wirkte sichtlich genervt. Die meisten Mädchen begafften ihn, als sei er der einzige Junge auf der Welt und andere versuchten durch "sexy" Posen auf sich aufmerksam zu machen. Ich schaute ihn mir erstmal genauer an. Er hatte ein wenig längere, braune, glatte Haare und ein weiches Gesicht. Was er wohl hier wollte? Reitsachen trug er auch nicht. "Ehm.. kann mir eine von euch mal jemanden zeigen, der hier für's Vermieten von Boxen zuständig ist?" Er schaute unsicher. Die Mädchen wurden ganz still und kicherten. Nur ich blieb cool, obwohl ich, als ich mich von den Mädels entfernte, versuchte, möglichst elegant zu gehen. Das gelang mir.. dachte ich zumindest. Ich war so darauf bedacht, jeden Fuß genau vor den anderen zu setzten, dass ich irgendwann stolperte und der länge nach wie in Zeitlupe auf die Klappe flog. Wie peinlich. Schnell sprang ich wieder auf die Beine und ging zügig zur Mädchentoilette. Ich bekam erstmal einen Schreck! Meine Haare waren aus dem geflochtenem Zopf rausgesprungen und standen zu Berg. Mein Make-up war zerlaufen, genauso wie die Wimperntusche.
Es dauerte einige Zeit, bis ich wieder vorzeigbar aussah. Meine goldblonden Haare trug ich jetzt offen - was ich sonst nie tat und ich war verwundert, dass mir das gefiel. Das Make-up hatte ich ganz entfernt, genauso wie die Wimperntusche. Als ich wieder bei Britt war, standen alle fast genauso da wie eben. Ich nahm Britt am Führstrick und brachte sie auf die Weide. Das Wetter war noch einigermaßem okay und sie tobte sich richtig aus.

In der Nacht schlief ich sehr gut, aber dachte noch oft an Playmate. Ob sie wohl auch manchmal an mich dachte? Wann würde alles wieder normal sein? Was ist mit diesem Jungen?

Am nächsten Tag friesierte ich mich erstmal ziemlich lang. Meine Haare machte ich mit einem Glätteisen lockig und hielt sie mir mit einem Haarreif aus dem Gesicht. Ob das jemandem auffallen würde? Jemandem ganz bestimmtem?
Auf dem Hof begrüßte ich erstmal meine Freundinnen und dann meine Pferde. Britt wiehrte mir entgegen und sogar Playmate blubberte ganz leise und kurz - aber deutlich! Das freute mich so sehr, dass ich mir ein Halfter nahm und sie aufhalfterte. Sie legte nichtmal die Ohren an. Aus dem Stall folgte sie mir auch sehr brav und von mir putzen ließ sie sich auch. Mir kam es fast so vor wie früher. Sollte ich den Sattel holen? Ich war unschlüssig. Wenn es klappen würde - super, aber wenn nicht wäre das wirklich das Ende! Ich entschloss mich schnell und holte ihn! Playmate schaute mich an, als würde sie lachen. Ich sattelte sie besonders sanft und trenste sie auch sehr liebevoll. Das gefiel ihr anscheinend, denn sie schnaubte leise. Gleich aufsteigen? Ich entschloss mich, sie lieber erst abzulongieren und ging in den Longierzirkel. Sie war jedoch brav wie immer. Plötzlich bemerkte ich, dass ich Zuschauer hatte. Der Junge von gestern war wieder da und hatte wieder eine Leibgarde mehrerer Mädchen hinter sich. Ich ließ Playmate reinkommen, machte die Longe ab und führte sie hinaus.
"Gehört sie dir?" Als der Junge mich ansprach erschrak ich leicht. Ich bejahte und er folgte mir in die Halle. Als ich aufsteigen wollte, machte Playmate zicken und blieb nicht stehen. "Soll ich helfen?", kam es von der Bande. Ich antwortete nicht, aber der Jung kam trotzdem in die Halle. Er nahm mir Playmate aus der Hand und lenkte sie geschickt ab, sodass ich schnell aufsteigen konnte. "Danke, ist echt nett von dir!" Ich schaute ihm direkt in die braunen Augen. Er lächelte süß. "Mach ich doch gern. Wenn du mal irgendwann Hilfe brauchst, frag einfach." Er verließ die Halle. "Ach übrigens, ich bin Lena", rief ich ihm hinterher. Der Junge drehte sich nochmal um. "Und ich Basti". Dann war er weg und ich flammentrot im Gesicht, was besonders auffiel, da ich eine helle Hautfarbe hatte.
Den darauffolgenden Sonntag verbrachte ich auf dem Hof bei Britt und Playmate, die langsam wieder zutraulicher wurde, was mich riesig freute.Ich unternahm einen wunderschönen Ausritt auf dem ich Playmate ohne Probleme reiten konnte.Anke begleitete mich auf Britt.es war toll.Nur mit Playmate länger zu traben oder sie gar anzugaloppieren traute ich mich nicht.
Als wir wieder auf dem Hof waren, war ich Stolz auf mich und auf Playmate.Ich nahm ihr Sattel und Trense ab,kratze ihr die Hufe aus und brachte sie auf die Weide.Anke versorte solange Britt.
Endlich konnte ich mich Playmate wieder nähern ohne dass nach mir geschnappt wurde.Aber würde ich dann auch noch genug Zeit für Britt haben, nachdem Sam wegwar?
Als ich gerade Playmate von der Weide holte, begegnete ich Sam, die mich offendsichtlich gesucht hatte.Sie sagte, dass sie mir nicht mehr böse sei, aber das ich mir für die nächste Zeit jemand anderen für Britt suchen sollte.Nachdem ich eine Weile überlegt hatte wen ich für Britt einsetzen könnte kam ich irgendwie auf Basti... Gar keine so schlechte Idee eigehtlich... und als ich ihn fragte, stimmte er zu!Ich würde ihm natürlich noch einiges erklären müssen, aber trotzdem... . Als ich am Abend zu Bett gegangen war dachte ich noch mal glücklich an meine kleine Playmate...
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An die Schreiber der Fortsetzungen in letzter Zeit: Ich finde diese Geschichte total spannend und ihr habt voll die guten Ideen.Ich habe es deshalb einmal selbst versucht, und hoffe es gefällt euch...
Grüße und frohes Fest... Danke
Am nächsten Morgen radelte ich gerade in die Hofeinfahrt, als Basti Britt putzte. Er stellte sich gar nicht dumm an, was Britt sehr genoss. Sam war immer etwas zögerlich und ängstlich, aber Basti war selbstbewusst und hatte offensichtlich mehr Erfahrung. Klar, sonst hätte er mir ja vorgestern mit Playmate nicht helfen können...aber was hatte er eigentlich damals hier gemacht? Er trug weder Reithosen, noch hatte er ein Pferd mitgebracht. Er fragte nur irgendetwas mit der Vermietung der Boxen...wer dafür zuständig sei. Wahrscheinlich war er bei Anke gelandet...hatte er vielleicht schon sein Pferd hier untergestellt? Aber warum hatte er dann Zeit, sich um Britt zu kümmern? Ich kapierte gar nichts, also beschloss ich, schnell zu Anke zu laufen und sie zu fragen. Da ich sie auf dem Hof nirgends intdecken konnte, beschloss ich, in ihr Büro zu gehen. Ich wollte gerade klopfen, da kam Anke mit einem Mädchen, etwa so alt wie ich, raus, sie schüttelten sich die Hände, das Mädchen badankte sich und sagte, sie würde gleich mit ihren Eltern vorbeikommen. "Ähm...Anke? Wer ist das?? Und was wollte sie?" fragte ich verwirrt, als das Mädchen um die Ecke war. Anke drehte sich zu mir um: "Hallo Lena! Das war Ina. Sie ist neu hier und hat gefragt, ob sie ihr Pferd bei uns unterstellen kann. Da wir noch einige freie Boxen haben, hab ich zugestimmt. Sie kommt gleich mit ihren Eltern vorbei, um ihren Wallach zu bringen." "Cool, endlich mal was Neues!! Und wie heißt ihr Pferd, welche Rasse, wie alt??" ich platzte fast vor Neugierde.
Anke lachte. "Eins nach dem anderen, Lena! Also ihr Wallach ist 8 Jahre alt, heißt Nero und ist ein Hannoveranermischling. So, und jetzt muss ich schauen, welche Box er bekommt...willst du mir helfen, sie fertig zu machen? In 20 Minuten müssten wir das ja schaffen." "Klar, ich helfe gerne! Da ich für Britt ja wieder einen Pfleger gefunden habe, habe ich auch wieder mehr Zeit.", antwortete ich. Anke nickte: "Ja, ich hab ihn schon gesehen, als er bei Britt war. Ein netter Junge. Obwohl, auf den ersten Blick hätte ich gar nicht erkannt, dass Ina und er Geschwister sind...". "Was, die sind Geschwister?? Jetzt wird mir einiges klar...dann hat er vorgestern wohl schonmal wegen einem Platz für Nero gefragt!". Ich sah Anke an. "Genau Lena, woher weißt du das?" fragte Anke. "Ach, hab ich nur so mitbekommen..." ich war in Gedanken vertieft, da ich mir eine Frage stellte: Warum kümmerte Basti sich um Britt, obwohl seine Schwester doch ein eigenes Pferd hat?? Und warum hatte er auch kein Eigenes? Ich nahm mir vor, ihn bei der nächsten Gelgenheit zu fragen, aber jetzt war erstmal Neros Box dran. Anke suchte sich die Box gegenüber von Britt aus, da diese vor kurzer Zeit leer geworden war. Wir waren gerade dabei, die letzte Einstreu zu verteilen, als ein großer Wagen mit Hänger auf den Hof fuhr. Anke hatte das durch das Fenster beobachtet und sagte: "Aah, da sind sie ja schon! Komm Lena, begrüßen wir unseren Neuzugang!" und so liefen wir aus dem Stall.
Als wir kamen, war das Mädchen - Ina, gerade dabei, Nero herauszuführen. Ein tolles Pferd! schoss mir durch den Kopf. Wahnsinnig hübscher, zierlicher Kopf, tolle Beine und ein Gebäude, das wohl gut fürs Springen geeignet war. "Hallo Ina, hallo Frau und Herr Peters! Freut mich, sie hier begrüßen zu dürfen! Folgen sie mir, dann zeige ich ihnen Neros Box." Also ging Anke los und die Peters folgten ihr, als letztes Ina mit Nero. Er schien ein wenig nervös zu sein, was ja auch verständlich war. Er warf mit dem Kopf und scharrte mit den Hufen. "Is ja gut, Nero. Alles ok.", versuchte Ina ihn zu beruhigen. Ich stellte mich vor: "Hallo Ina, ich bin Lena und schon seit einiger Zeit auf diesem Hof. Ich habe 2 Pferde, Playmate und Britt. Britt versorgt übrigens dein Bruder!" Ina lächelte. "Ja, er hat es schon erzählt. Ich bin froh, endlich einen Stall gefunden zu haben. Weißt du, wir sind aus Bonn gezogen und erst vor 3 Tagen angekommen. Nero haben wir nachgeholt und ihn vorläufig auf eine winzige Koppel gestellt, weil wir nichts anderes gefunden haben! Ich hoffe, ihm gefällt es hier, aber auf mich macht alles einen schönen Eindruck!" Ich nickte. "Bestimmt gefällt es ihm!" und dann waren wir auch schon vor der Box angekommen. "So, das hier ist Neros neue Box! Ich hoffe, es gefällt Ihnen hier!" präsentierte Anke Neros neue Unterkunft. Nachdem Nero versorgt war, schlug Anke vor, Herrn und Frau Peters den Hof zu zeigen und anschließend einen Kaffee zu trinken. Aber Ina kannte den Hof ja schon, also beschloss ich, ihr meine beiden Pferde zu zeigen. Britt wurde gerade von Basti longiert, der das wirklich konnte. "Hey Ina!" rief er zu uns rüber. "Alles ok mit Nero?" "Ja, es geht ihm gut! Bis später dann!" antwortete Ina, denn jetzt wollte ich ihr Playmate zeigen.
Die junge Stute streckte schon neugierig den Kopf raus, als wir kamen. "Na Playmate? Meine Kleine, wie geht´s?" sprach ich leise mit ihr. Ina streckte vorsichtig ihre Hand aus, damit Playmate schnuppern konnte. Dann tätschelte Ina liebevoll ihren Hals. "Sie ist toll. Sehr hübsch und lieb!" sagte Ina, während sie über das kakaobraune Fell strich. "Sie ist 5, wird also gerade erst eingeritten. Ich kenne sie, seit sie 1 ist und habe sie bekommen, als sie 2 war.", erzählte ich stolz. "Und wie lange reitest du schon?" fragte Ina. "Seit ich 4 bin. Also seit 11 Jahren. Und du?" antwortete ich. "Wie alt bist du eigentlich?" "Ich bin 14 und reite seit 8 Jahren. Nero hab ich seit 3 Jahren, da war er gerade eingeritten. Er ist sehr lieb, aber hat auch ziemlich viel Temperament. Wir haben es eine Zeit lang mit Springturnieren versucht, doch das hat nicht so gut geklappt. Er ist viel zu stürmisch. Na ja, er ist ja auch erst 8 und noch ziemlich unerfahren. Momentan reite ich ein bisschen Dressur, aber durch den Umzug haben wir lange nicht mehr richtig gearbeitet und sind etwas außer Übung. Wenn du möchtest, kannst du ihn gerne mal reiten, um ihn besser beurteilen zu können. Okay?" Natürlich nahm ich dieses Angebot sofort an und wir machten aus, uns am nächsten Tag zu treffen. Nachdem Ina nochmal bei Nero war und dann mit ihren Eltern nach Hause fuhr, ging ich zu Britt. Basti war gerade dabei, die Longenkonstruktion abzumachen, als ich in die Halle kam. "Na, gefällt sie dir? Sie ist lieb, nicht?" fragte ich und strich ihr über den Kopf. "Sie ist echt toll. Ganz lieb und wahnsinnig gehorsam. Genau das, was ich brauche" sagte er und lächelte mich an. Sofort wurde ich rot. Mist! Tiiiieeeef durchamten..."Warum hast du kein eigenes Pferd, wie deine Schwester?", fasste ich mir ein Herz und fragte ihn. Er schaute verlegen auf den Boden. "Na ja, ich hab schlechte Erfahrungen mit Pferden gemacht...hatte mal nen Unfall, weißt du..." "Klar, das versteh ich..." antwortete ich. Scheiße, wie peinlich... "Aber ich bin lange geritten und da Britt so lieb ist, hab ich keine Angst mit ihr." "Ihr passt gut zusammen! Wenn du möchtest kannst du bald ein bisschen auf ihr reiten. Du weißt ja, sie kann nur Schritt und Trab wegen ihrer Hufkrankheit, aber sie ist total brav beim Reiten!" bot ich ihm an. Er nickte dankbar, doch etwas verunsichert war er schon.

Am nächsten Tag holte ich Playmate aus der Box, putzte sie gründlich und wartete dann auf Ina. Ich nutzte diese Zeit, indem ich mit der Kleinen in die Halle ging, zum Longieren. Basti würde heute nicht kommen, das hatten wir so ausgemacht. Nach dem Longieren stellte ich sie auf die Koppel und holte Britt. Ich sattelte sie und ritt 20 Minuten lang in der Halle. Zwar nur Schritt und Trab, aber Dressur machten wir trotzdem, wo sie noch sehr fit war. Ich bürstete sie gerade ab, als Ina kam. "Hi Lena! Ich mach eben Nero fertig, bis gleich!" "Ja, bis gleich!", rief ich, machte Britt fertig und holte meinen Helm.
Nach 10 Minuten war es dann soweit. Nero stand in der Halle und Ina hatte ihn ganz mir überlassen, sie beobachtete das Geschehen von der Bande aus. Ich hatte vor, ihn 10 Minuten abzulongieren, denn er war, wie gesagt, sehr temperamentvoll und da er länger nicht geritten wurde, hatte ich keine Lust, gleich hinzufliegen. Er war sehr gehorsam, aber auch stürmisch. Seine Gänge waren ausdrucksvoll und er lief automatisch am Zügel. Er hatte bestimmt eine gute Grundausbildung erhalten, dachte ich mir, als ich die Longenkonstruktion abmachte und weglegte.
Vorsichtig stellte ich meinen Fuß in den Steigbügel und setzte mich langsam in den Sattel, um ihn nicht zu erschrecken.
Bis jetzt verlief alles gut, er war beim Warmreiten sehr durchlässig und nahm die Hilfen sofort an. Nach kurzer Zeit lief er schön versammelt und mit Ausdruck, machte sich sehr rund und kaute konzentriert auf dem Gebiss. Nach dem Nachgurten wollte ich angaloppieren. Ich saß aus und bei der nächsten Ecke gab ich die Galopphilfe. Er sprang sofort an und was sollte ich sagen - der Galopp war genauso toll wie der Rest! Er stieß sich doll ab, also sprang sehr und war sehr schwungvoll, aber andererseits wurde ich kaum geworfen, so schwebende Gänge hatte er. Er war einfach toll. Auch die einfachsten Dressurübungen bewältigte er problemlos und obwohl er sehr kräftig war, machte es irre Spaß, ihn zu reiten! Nach dem Ina mich gelobt hatte und sagte, bei einem Fremden hatte er er sich noch nie so toll benommen und selbst bei ihr bockte er manchmal, waren mir 2 Sachen klar geworden: 1. Ich hatte mich in dieses geile Pferd verliebt und 2. Ich musste ihn haben!!
Einen Tag später in der Stallgasse:

Ich war richtig verschossen in ihn und, auch wenn ich es mir selbst nicht zugestehen wollte, in den Bruder seiner Besitzerin. Klar, ich musste Nero haben, aber ich hatte jetzt schon kaum Zeit für Playmate und Britt. Dann müsste ich ein Pferd ja weggeben.. ich schaute zu Britt hinüber. Ich hatte sie nun schon seit etwa 5 Jahren. Damals war ich richtig verliebt in sie gewesen, heute auch noch. Sie ist mir immer treu geblieben, auch wenn ich manchmal Fehler machte. Ohne sie ging es nicht! Wir hatten sooo viel durchgemacht.
Mein Blick wanderte zu meinem "Fohli" Playmate. Vor meinem innerem Auge sah ich noch einmal unsere erst Begegnung. Das war vor vier Jahren. Sie war damals noch viel kleiner und zierlicher. Die Fellfarbe hatte sich seitdem nicht geändert. Könnte ich sie weggeben? Ich glaube nicht.. An ihr lag so viel! Ich hatte ihr alles fast ganz allein beigebracht und sie liebte mich wieder - genauso wie ich sie. Ohne sie konnte ich nicht.
Ich schmiedete Pläne, wie ich Nero bekam und dachte selbst: Oh man Lena, bist du gemein.
Auf meine innere Stimme hörte ich allerdings nicht, was ich bald noch bedauern würde.

Zum ersten Mal in diesem Jahr, hatte es nachts geschneit. Alles war weiß und sah wunderschön aus! Als ich jedoch zum Hof fuhr, kam ich kaum voran. Schließlich schob ich das Fahrrad die ganzen 3 Kilometer.
Im Stall begegnete ich Ina. Sie wollte gerade Nero aus der Box holen. Schnell lief ich zu ihr. "Na Ina. Wie gehts? Hast du Lust mit mir und Playmate einen kleinen Ausritt zu machen?" "Sicher! Der Schnee ist wunderbar. Ich muss Nero nur noch ablongieren." Mir wurde jetzt bewusst, wie bescheuert meine Idee war, aber ich zog sie durch. "Ach lass das ablongieren doch. Immerhin liegt Schnee, da kommen wir eh kaum vorwärts." Ina schaute mich verunsichert an, stimmte mir dann jedoch zu. Wir holten unsere Pferde und putzen sie ausgiebig. Playmate war dreckig, wie immer, wenn sie keine Decke trägt, Ina musste kaum putzen. Ich schaute neidvoll zu ihr rüber, während Playmate mir in den Hintern kniff um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich putzte sie weiter, beobachtete aber unentwegt Ina und Nero. Als ich Playmate satteln wollte, stand sie sehr still. Nero hatte beim aufsatteln ziemlich rumgezickt und sogar versucht Ina zu beißen. Stolz trenste ich Playmate, während Ina ihrem Pferd die Trense mehr oder weniger reinwürgen musste.
Schon ging es los. Ob mein Plan klappen würde? Je mehr ich drüber nachdachte, umso dämlicher kam ich mir vor. Gleich am Anfang zickte Nero total rum, aber Ina hatte ihn gut unter kontrolle. Wir ließen unsere Pferde ruhig traben und ich ließ Playmate zeigen, was sie draufhatte. Sie war deutlich schneller und eleganter in den Bewegungen als Nero, der nur versuchte loszurennen und sich gar nicht auf seine Reiterin konzentrierte. Ich schlug vor zu galoppieren und Ina nahm das Angebot dankend an. Sie meinte, Nero würde dann ruhiger sein. Sollte ich nun oder nicht? Ich atmete tief durch und zig den Plan durch. Folglich galoppierte ich auf dem nächsten Feld an und steigerte das Tempo bei jedem Meter. Playmate war bei sowas sehr geübt und war keineswegs am durchgehen. Ich hätte sie jederzeit stoppen können. Das tat ich dann auch. Ich setzte mich tief in den Sattel und gab eine volle Parade. Sie stand perfekt. Während Nero jedoch weiterrannte. Alles so wie ich es wollte. Aber war das wirklich okay von mir? Sicher nicht, das wusste ich auch selber. Nero raste nun in Richtung seiner neuen Heimat, ich wusste, dass er schnell da sein würde. Ich galoppiere Playmate aus dem Schritt an und fand Ina am Anfang eines Waldes. Sie konnte nicht aufstehen. Bei ihr stieg ich sofort ab und bereute meine Tat vollkommen. Wie konnte ich nur sowas tun? Ina liefen die Tränen über die Wangen und ich rief schnell den Krankenwagen. Das Mädchen sprach bis der Krankenwagen kam nicht ein Wort mit ihr und mein schlechtes Gewissen war wohl verständlich, schließlich hatte ich das alles geplant.

Ich besuchte Ina am nächsten Tag im Krankenhaus. An ihrem Bett waren viele Blumen und ihr linker Arm, sowie das rechte Beim waren eingegibst. "Oh es tut mir sooo leid, du kannst dir gar nicht vorstellen wir schlecht ich mich fühle" Bis jetzt entsprach alles der Wahrheit. Sie sagte nichts, schaute mich nur an. "Ich hab Playmate durchpariert, weil ich dachte es wäre zu schnell und.." Das war die erste Lüge. Ina unterbrach mich. "Es war ja nicht deine Schuld. Ich hätte Nero ja nicht ausreiten müssen. Wie geht es ihm eigentlich? Ist er wieder im Stall? Gesund?" Ich sah in ihrem Augen so viel Liebe für das Tier. Jetzt wurde es mir bewusst Nero war verkauft. An ein total nettes Mädchen und ich wollte ihn ihr wegnehmen! Auf so eine Art und Weise.. Außerdem würde sie ihn NIE weggeben. Ich berichtete ihr, dass er wieder putzmunter im Stall ist und sich gar nichts getan hat. Ina war so erleichtert, als wäre ihr wirklich ein Stein vom Herz gefallen. Sie umarmte mich so gut es eben mit einem gebrochenem Arm geht und machte mir das Angebot, wegendem ich das durchgezogen hatte: "Kannst du ihn für mich versorgen, bis ich wieder da bin? Basti und Nero.. das geht einfach nicht!" Eigentlich wollte ich sofort zusagen, aber dann nahm mein schlechtes Gewissen die Oberhand und ich sagte, ich müsse mir das erstmal überlegen und würde sie dann anrufen. Ina war zufrieden!

Ich fuhr nicht nach Hause, sondern direkt zum Stall. An Nero's Box ging ich vorbei ohne ihn anzuschauen und begrüßte erst Playmate, dann Britt. Ich ritt beide und es machte riesigen Spaß! Playmate ging inzwischen immer am Zügel, nachdem man ein paar Paraden gegeben hat und galoppierte auf eine Galopphilfe wunderbar an. Mir kam eine Idee! Ich stieg ab, Playmate lief immer hinter mir her und holte ein paar Stangen. Das Jungpferd schaute sie und mich groß an. Ich nahm sie am Zügel und führte sie über die Stangen. Erst im Schritt, dann im Trab. Sie machte keine Probleme. Dann setzte ich mich wieder in ihren Sattel und ließ sie über die Stangen gehen. Auch das lief gut. Ich wollte nicht voreilig sein und über sie galoppieren, denn das hätte ihr Vertrauen wohl wieder missbraucht. In der Box bekam sie natürlich ziemlich viele Leckerlies von mir, über die sie sich sehr freute. Ich knuddlte sie noch einmal ausgiebig, dann traf ich auf Basti. Ich stand genau hinter mir und als ich mich umdrehte standen wir ziemlich nah bei einander. Ich fand's nicht unangenehm. Verlegen trat er einen Schritt zurück. Wir lachten und ich erzählte ihm von Ina's Unfall. Das es meine Schuld war, erwähnte ich lieber nicht. "Sag mal, eh.. hast du eigentlich morgen Zeit?" Die Worte kamen aus meinem Mund, obwohl sie es nicht sollten. "Klar, wieso?" "Äh, ich.. also.. eh.. wollen wir.. ehm ins Kino? Es laufen doch ziemlich hmm.. gute Filme und naja, wenn du Lust hast.." Oh mein Gott, was rede ich?! Bin ich bescheuert?? Jetzt wurde auch er verlegen. "Sicher hab ich Lust! Soll ich dich morgen so um 8 zu Hause abholen?" Logisch, dass ich da sofort zustimmte.
Mir war schlecht. Richtig schlecht. Ich dachte, gleich würde ich kotzen. Ich rannte und riss mein Fenster auf. Frische Luft. Endlich! Wie konnte ich nur so bescheuert gewesen sein?? Warum um alles in der Welt hatte ich das getan? Weil ich ihn verliebt bin, ist doch logo! Jaha, aber ich überlebe das niemals! Und schon wieder wurde mir schlecht. Was, wenn ich mich total blamiere oder ihm Cola überkippe (wäre ja nicht das erste Mal...) oder rumrülpse oder sonstwas...Scheiße...
Es war der nächste Tag und 19: 30. In einer halben Stunde würde er kommen und mich abholen. ER...Basti. Und seit heute morgen, die ganze Zeit über, als ich Playmate ritt und Basti beim Longieren zuschaute und dann noch Nero longierte bekam ich die Panik, als ich an 20 Uhr dachte. Und jetzt war fast 20 Uhr. Ich atmete noch einmal tief durch, dann schloss ich das Fenster. So Lena, noch eine halbe Stunde. Meine schulterlangen, goldblonden Haare hatte ich schon gewaschen und geduscht war ich auch schon. Ich cremte mich mit meiner Lieblingscreme ein, föhnte meine Haare. Noch 20 Minuten. Dann schlüpfte ich in meine enge, weiße Hose und zog das bauchfreie, blaue T-shirt mit dem V-Ausschnit an. Parfüm drauf. Pfefferminzbonbon. Haare nochmal bürsten und dann offen lassen. Noch 10 Minuten. Lipgloss, Mascara und Lidschatten. Make-up nicht vergesen. So, geschafft. Nach einem letzten skeptischen Blick in den Spiegel und dem Gedanken, dass ich mit meinen 54 kg viel zu fett war, ging ich runter. Ich trank ein Glas Cola und aß einen Apfel, wer weiß, ob wir noch essen gehen würden...Ich schnappte mir meine Handtasche (Anwesenheit der 20 Euro zum 10 Mal vergewissern...). Nochmal Lipgloss nachziehen, Ausweis einstecken...Pfefferminbonbons nicht vergessen...Es klingelte. Ich zuckte zusammen. Scheiße, scheiße, scheiße...wenn das mal gut geht... "Mama, Papa, ich bin dann weg! Hab Handy dabei!" und dann öffnete ich die Tür. "Ähm, hallo, ich soll dieses Paket hier abliefern." Der Postbote hilet mir eine braune Kiste hin. Ich nahm es entgegen. Glück gehabt, das war noch nicht Basti...aber der müsste doch jetzt eigentlich... es klingelte...Und diesesmal war es Basti! "Ähm...ja hi, wir können dann...", stotterte ich verlegen. Wow, sah der heute gut aus...(was heißt heute...)
Der Film den wir uns ausgesucht hatten sollte um 20.45 Uhr beginnen.Also hatten wir eigentlich genug Zeit.Eigentlich. Denn als erstes verpassten wir schon mal den Bus.Mist...laufen...nichts mehr mit halbe Stunde vorher da und so... Als wir endlich am Kino ankamen war es schon 20.34 Uhr.Wir hätten keine Karten mehr bekommen, wenn Basti mich nicht mit 2 Vorbestellungen überrascht hätte.Wieso hatte ich eigentlich nie solche guten Ideen?Na ja.Danach passierte mir voll das Missgeschick, indem ich meine Klotür (ich wollte vor Filmbeginn noch mal aufs Klo) nicht mehr aufbekam.Und Basti wartete draußen...Als ich sie dann endlich mit Hilfe der Klofrau geöffnet hatten und mit einem leicht genervten Basti zum Kinosaal 4 (wo ist der nur?!) stürmte stolperte ich auf der Treppe und fiel hin.Doch Basti half mir schnell hoch und so erreichten wir unsere Plätze gerade als der Film anfing.Ich war froh das wir endlich da saßen wo wir hinwollten (ich glaube er war es auch...).Als der Film (von dem ich wegen Blickkontakt mit ihm nicht viel mitbekommen hatte) zuende war, kam mir der Abend viel zu kurz vor.Außerdem fragte ich mich wie ich nach Hause kommen sollte (um die Zeit fuhren keine Busse mehr).Doch Basti schlug vor mich nach Hause zu bringen.Natürlich stimmte ich sofort zu.Als er mir dann auch nochDanke mit Blumen gab.War ich überzeugt einen der schönsten Augenblicke in meinem Leben zu erleben großes Grinsen .Dann musste er sich leider verabschieden Wink .Als ich dann später im Bett lag konnte ich lange nicht einschlafen, so glücklich war ich....
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okay so nightmare & honey? grüße+frohes fest
@Traumpferdegestüt: Ja, hast du subbi hinbekommen ;x

Soo jetzt kommt auch endlich mal die Fortsetztung *trommelwirbel* :

Im Bett dachte ich nochmal über den Abend nach. Eigentlich war ja alles schiefgegangen. Naja, seine Hose war immerhin trockengeblieben und ich hatte einen wunderschönen Strauß Blumen in meinem Zimmer. Ob er mich eigentlich mochte? Ich ihn auf jeden Fall.. Wenn wir uns nur näher gekommen wären. Ich seufzte auf und vergrub mein Gesicht in einem Herzkissen. Ich wünschte mir schon soo lange einen Freund und jetzt hatte ich den Abend mit meinem Schwarm total in den Sand gesetzt. Ob er wohl nochmal mit mir ins Kino gehen würde? Ich heulte auf und eine Träne kullerte auf das Kissen, dann schlief ich ein, ohne zu ahnen, dass ER ähnliche Gedanken hatte.

Am morgen traf ich ihn dann auf dem Hof wieder. Es war Weihnachten und der Schnee war wieder "erneuert" worden. Ich ritt mit Playmate und Britt als Handpferd aus und die Beiden genossen den Ritt, genauso wie ich. Wir gingen nur Schritt, aber das entspannte uns total. Zufrieden kehrte ich auf den Hof zurück, wo ich auf Basti traf. Sofort spürte ich, dass ich knallrot anlief. Scheiße aber auch! Ich tat als wäre ich total beschäftigt und sattelte Playmate gaaanz langsam ab. Sie wurde ungeduldig und scharrte mit den Hufen. Basti kam nicht, sondern unterhielt sich mit einigen Schulpferdreiterinnen. Ich hätte schreien können, beschloss aber meine Sachen wegzubringen. Dieses Arsch konnte mir echt gestohlen bleiben. Ich ließ den Sattel auf den Sattelbock fallen und wusch die Trense mit schnellen Handbewegungen sauber. Dann tippte mir jemand auf die Schulter. Klar, Basti! Die Röte stieg mir wieder auf und ich sagte gar nichts. Schließlich ergriff er das Wort. "Hey.. ehm gut geschlafen?" Ich stotterte irgendwas von wegen "ja sehr gut" und atmete tief durch. "Gestern war's echt lustig mit dir. Wollen wir.. heute ist doch der letzte Tag Weihnachtsmarkt und ich dachte.." Er brach ab und ich fing an :"Klar können wir dahin gehen. Ich würde mich riesig freuen!" "Schön, dann wann wollen wir denn los? Ich hol dich wieder ab" Auch er wurde ein wenig rot, was mich total freute. "Ich denke ich bin so um äh.. 14oo fertig" "Okay, dann bis dann.."

Zuhause sprang ich sofort unter die Dusche und föhnte mir die Haare lockig. Ich parfümierte mich mit etwa einem halben Liter Parfum ein und schminkte mich besonders sorgfältig. Goldener Lidschatten, durchsichtiges Gloss und Eyeliner durften da nicht fehlen. Was sollte ich nur anziehen? Ratlos stand ich vor meinem Kleiderschrank und schmiss alles auf meinen Zimmerboden. Ich entschied mich für ein braun-gold gestreiftes Oberteil mit V-Ausschnitt, die enge weiße Hose und meine braunen, neuen Stiefel. Zufrieden zog ich dann noch meine braune Jacke an und auch die goldenen Kreolen blieben nicht zu Hause.
Auch er sah anders aus als sonst. Irgendwie hatte er seine längeren braunen Haare gegelt und nun sah er aus wie Richie von US5 mit braunen Haaren. Einfach süüüß. Wir hatten aber eins gemeinsam, wir waren beide sauaufgeregt und wussten nicht wie wir uns begrüßen sollten. Irgendwie schafften wir es dann doch uns zu umarmen und er bewunderte mein Outfit.
Der Abend wurde wunderschön. Wir fuhren zusammen in einem Kinderkarusell und aßen an einer Zuckerwatte. Schließlich schoss er mir ein Lebkuchenherz und ich drückte ihm dankbar einen Schmatzer auf die Wange.
"Wollen wir noch ein bisschen durch den Park gehen?" Er schien unsicher. Ich nickte und wir gingen langsam dort hin. Er legte seinen Arm auf meine Schulter, schaute mich an und ich ihn. Wir blieben stehen, fassten uns an den Händen, kamen uns immer näher. Der Moment als sich unsere Lippen berührten war unbeschreiblich schön. Immerhin war es auch mein erster Kuss und dann mit so einem Jungen. Es schien, als würde die Zeit stillstehen. Als wir uns wieder trennten und er mir ins Ohr flüsterte "Ich liebe dich" kam was kommen musste. Ich knallte hin! Und natürlich riss ich Basti mit. Es war saukalt da auf dem Boden, zudem nass, wegen dem Schnee, aber will küssten uns erneut und ich war wahnsinnig happy!!

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FROHE WEIHNACHTEN!!
Wo sind die ganzen geschriebenen Teile von nightmare und mir hin?! Schimpf Ich schreib aber trotzdem weiter.

Wir waren jetzt fest zusammen und ich war glücklicher denn je. Basti und ich verbrachten viele Stunden zusammen auf dem Hof und an Orten, die ich normalerweise nicht mit dem Arsch angeschaut hätte. Plötzlich ging ich auch zum Friseur und tat einfach viel mehr "mädchenhafte" Dinge, die ich vorher nicht wahrgenommen hatte. Leider hatte mein neues Leben auch Nachteile..

Playmate, Britt und Nero kamen alle zu kurz. Ich ritt eins der Pferde pro Tag und die drei verloren an Kondition, training und vertrauen zu mir. Es gab sogar Tage, andenen ich einfach keine Lust auf die Süßen hatte und lieber shoppen ging.
Das bemerkten auch meine Eltern und eines Abends kam es zu einer Diskusion. "Lena, wir müssen mal dringend mit dir reden." Fing mein Vater beim Mittagessen an.
"Kann das nicht warten? Basti und ich wollten eigentlich gleich eislaufen gehen" Ich war überhaupt nicht in Stimmung für so ein Gespräch der Sorte "Eltern gegen Tochter" und daher war mein Ton wohl auch nicht angemessen.
"Lena!" Mama sah mich ernst an. "Du hast nur noch deinen Freund im Kopf und vergisst deine Freundinnen total. Wann hast du das Letzte mal Ina besucht? Wann war das letzte Telefonat mit Sam? Aber am schlimmsten ist, dass selbst deine Pferde an der Beziehung leiden."
"Ist das euer Problem?", maulte ich. "Ihr habt ein eigenes Leben, also mischt euch gefälligst nicht in meins ein." Mir war bewusst, dass ich unfair war, aber das war jetzt auch egal. Alles war egal, außer der Beziehung mit Basti.
"So sprichst du nicht mit uns. Wenn du es nicht anders haben willst.. Wir haben eben einen Anruf von Anke bekommen. Selbst ihr fällt schon auf, wie selten du noch da bist und wie schlecht es Playmate geht. Britt wird übrigens von deinem Basti auch kaum noch versorgt. Also machen wir dir ein Angebot: Du verkaufst eines deiner Pferde. Da überlassen wir dir die Entscheidung und um Nero kann sich ja mal Basti kümmern. Aber das nur vorerst. Wenn du dann immernoch keine Zeit mehr für dein Tier hast, kommt auch das weg und du nimmst nur noch normalen Unterricht - Ist das klar?!" Papa sah mich mit einem Gesichtsausdruck an, den ich von ihm gar nicht kannte. Genervt und mürrisch. Ich würde nicht mit meinen Eltern darüber reden können. Alles war anscheinend genauso geplant.
Heulend rannte ich in mein Zimmer und warf mich auf mein Bett. Wieso waren sie nur so gemein? Ich würde niemals Playmate abgeben - mein Fohli. Und Britt.. ja auf ihr hatte ich alles gelernt.
Ich ging in mein Badezimmer, schminkte mich wieder ab, schlüpfte in eine schwarze Reithose und zog einen schwarzen Pulli an. Dann ging ich zum Hof.

Erst holte ich Playmate aus ihrer Box und strigelte ihr samtiges Fell. Sie hatte nichtmal gewiehrt, als ich gekommen war. Als ihr Fell wieder sauber war und meine Hände dreckig, holte ich schwarze Bandagen aus meinem Fach und machte sie Playmate um. Unter den Sattel kam auch eine schwarze Decke. Sie sah super aus. Trotz meiner tristen Stimmung, freute ich mich darauf sie wieder zu Reiten.
Die Halle war frei, aber es standen einige Hindernisse von gestrigen Springunterricht herum. Ich ließ Playmate erst die Lektionen gehen, die sie sicher konnte, aber dann juckte es mir in den Fingern und ich ließ sie auf den ersten Sprung zutraben. Er war nicht hoch, etwa auf E-Höhe, aber Playmate hatte respekt davor. Erst wollte sie halten, aber ich trieb im richtigen Moment und sie sprang ab! Es war ein Gefühl wie Fliegen und auch Playmate hatte Spaß am Springen. Ich war total stolz auf sie, als sie einen relativ hohen Sprung ohne Probleme meisterte. Klar, dass ich sie erstmal umarmen musste. Ich holte meine schwarze Abschwitzdecke und warf sie ihr über. Wir gingen noch etwas schritt, dann brachte ich sie wieder in die Box. Britt longierte ich nur, aber merkte, dass sie noch besser an der Longe ging, als früher. Basti hatte gute Arbeit geleistet. Sollte ich Nero auch noch reiten? Ich ließ es lieber sein. Und besuchte stattdessen erst Ina, anderen Bett noch jemand stand, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Sam!
Was die Beiden mir sagten, schockierte mich total!
Zitat:
Original von h0neYiii <3
Wo sind die ganzen geschriebenen Teile von nightmare und mir hin?! Schimpf Ich schreib aber trotzdem weiter.


Geschriebenen Teile? Oder meinst du das Off Topic?! Die habe ich gelöscht. Begründung bekommst du gleich per PN.
"Lena, wir wollen dir etwas sagen...", fing Ina an. "Genau..." sagte Sam. "Es geht um Nero..." Ich war verdutzt. "Ja was ist denn mit Nero? Es geht ihm doch gut, erst vorhin hab ich bei ihm vorbeigeschaut!" Ina seufzte. "Nein, es geht ihm nicht gut! Ich finde, du kümmerst dich zu wenig um ihn. Er soll täglich geritten werden! Du weißt, er ist sehr sensibel und braucht viel Zuwendung. Doch in den letzten Wochen hast du keine Zeit mehr für ihn, geschweigedenn für deine anderen Pferde. Alles dreht sich nur um Basti. Und deine Pferde sind dir egal oder was?" "Nein, natürlich sind mir meine Pferde nicht egal!", rief ich empört und unterdrückte meine Tränen. Hätte ich vielleicht nicht doch mehr Zeit mit ihnen verbringen sollen? "Und aus diesem Grund möchte ich, dass von nun an Sam Nero pflegt. Ich denke, sie hat wenigstens mehr Zeit!" Stille. Alle schwiegen. Wie konnte Ina nur so dumm sein und einer Anfängerin wie Sam ihren sensiblen Wallach anvertrauen! Ich platzte fast vor Wut! Dann drehte ich mich auf dem Absatz um, knallte die Tür hinter mir zu und rannte davon.

Auf Lena und die Pferde antworten !