Lena und die Pferde



Wir können ja Fohlen erstmal wieder einbuddeln, aber nicht vergessen und Basti&Sasha klären wir jetzt mal einfach.

Dann bleibt noch Frau Gemlin (Wo ich nicht ganz mitkomme, deswegen schreib ich da auch nicht viel drüber) und Pegasus kann ja am Rand laufen..

Oder?
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Hey ja das mit dem neuen thema war eigentlich nur als kurze anschneidung gedacht und damit en bisschen gefühlschaos reinkommt....wollte eigentlich au net das des jetzt so turbulent wird, aber geschrieben is geschrieben^^
un nightmare tut mir leid das wir beide den gleichen beitrag gemacht haben...habe ich gar nicht gesehn zum schluss!!
würd sagen wir schreiben jetzt einfach mal weiter und dann kann man ja sehen was darauß wird......
lg

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Da kam meine Mutter rein mit roten Augen und dunklen Augenringen. Geschockt schaute ich sie an. Sie lief an das Bett und umarmte mich lange und gefühlvoll. Dann hob sie mich von sich weg an den Schultern und schaute mich an. " Du siehst beschissen aus mein Liebling." meinte sie mit einem Grinsen. Ich schmunzelte leicht und erwiderte: " Du bist aber auch nicht viel besser...." Darauf lachte meine Mutter kurz, bevor sie wieder ernst wurde. Gerade wollte meine Mutter etwas sagen, da fiel ich ihr ins Wort. "Mama was ist mit Playmate? Geht es ihr gut? Wo ist sie?" "Ruhig meine Kleine, eins nach dem anderen. Playmate geht es den Umständen entsprechend gut. Wir nehmen an das sie, nachdem du heruntergefallen bist nach Hause gelaufen ist. Zumindest fanden wir sie am Rand der Koppel. Sie lahmte leicht auf dem rechten Vorderbein, aber sonst geht es ihr gut. Der Tierartz ist gerade noch bei ihr, doch er meinte auf den ersten Blick wäre es ist nichts ernstes!" Erleichert sank ich in mein Bett zurück. Mein Kopf schwirrte immer noch vor lauter Sorge um sie doch so langsam beruhigte ich mich. Nun hatte ich leider noch ein anderes Problem...bzw. 2! Ich sagte zu meiner Mutter, dass ich mich noch ein wenig ausruhen wollte. Der Stress der letzten Stunden machte mir schon zu schaffen. Ich drehte mich auf die Seite und schloss die Augen. Sofort erschien das traurige und enttäuschte Gesicht von Sascha. Erschrocken riss ich sie wieder auf. So etwas hatte ich noch nie erlebt, dass ich in 2 Jungs gleichzeitig verknallt war. Anders konnte ich mir mein Gefühlschaos nicht erklären. Ich schloss wieder die Augen und versuchte krampfhaft an meine Pferde zu denken, nur um nicht wieder in Gedanken an Sascha und Basti abschweifen zu müssen. Ich sah Playmates leuchtende Augen vor mir, ihre weiche Mähne, sah Neros sanfte Nüstern wie sie nach Leckerlies suchten und spürte Britts weiches Fell an das ich mich immer schmiegte wenn es mir schlecht ging. Wie gerne wäre ich jetzt bei meinen 3 um mich einfach nur mal auszuheulen. Diese 3 waren meine wirklich wahren Freunde, sie hörten mir zu trösteten mich und verlangte nichts von mir. Mit diesen Gedanken sank ich langsam in einen unruhigen Schlaf.....
Ich wachte auf, undzwar schweißgebadet. Ich hörte mein Herz schlagen, so still war es in dem Einzelzimmer. Ich warf einen Blick auf die Uhr: 3.43.
Das war jetzt schon das 3. Mal in dieser Nacht, dass ich aufwachte. Doch zuviel war passiert, als dass ich seelenruhig hätte schlafen können. Müde und traurig setzte ich mich auf und knipste die Nachttischlampe an. Das Licht vertrieb zwar nicht die fiesen Gedanken, aber immerhin beruhigte es. Immer wieder hallte Sachas Stimme in meinem Kopf: du hast mich hintergangen und benutzt...ich habe mich in dir getäuscht! Und schon wieder lief mir eine Träne über die Wange. Ich liebte ihn doch! Wir hatten eine wahnsinnig schöne Zeit zusammen gehabt...auch, wenn wir uns erst seit ca. einem Monat kannten, waren wir praktisch Seelenverwandte, wir wussten immer, wenn es dem anderen schlecht ging und knobelten zusammen an dem Geheimnis über Frau Gemlin. Und Basti...ihn liebte ich doch auch! Wir kannten uns schon länger, ich hatte Liter Tränen geheult, als er weggezogen war und konnte mich nur schwer beruhigen und gewöhnen an ein Leben ohne ihn. Aber gerade als ich es geschafft hatte, ihn zu vergessen (unser Kontakt hielt nicht lange!), kam Sascha in mein neues Leben, durch den Umzug. Und dann musste Basti auch wieder dazwischenkommen! Ich war wütend auf ihn, obwohl ich wusste, dass ich im Unrecht war. Schließlich waren wir ein glückliches Pärchen gewesen und hatten nie richtig Schluss gemacht. Eigentlich war ja alles meine Schuld...wie konnte ich ihn verdrängen! Wie konnte ich mich in Sascha verlieben, obwohl Basti und ich noch zusammen waren! Aber als ich Sascha vor mir sah, wusste ich, warum. Er war einfach total süß! Erschöpft von den langen Grübeleien und total verzweifelt schlief ich endlich ein.

Ich wurde geweckt durch einen sanften Kuss auf die Wange. Basti, schoss mir durch den Kopf und ich zuckte zusammen. Ich konnte ihm jetzt nicht in die Augen sehen! Doch es war nur meine Mutter, die mich etwas verwundert anlächelte. "Hallo mein Schatz! Wie geht es dir? Es ist schon Nachmittag und du hast sehr lange geschlafen. Hast du gar einen Hunger?" Sie zeigte auf das Tablett auf dem Tisch. Dampfender Reis mit Hühnchen, Erbsen und Karotten. Ich war erleichtert, dass es nur Mama war und versuchte ein schwaches Lächeln, was mir aber nicht gelang. Erst, als ich den Geruch von Reis und Hühnchen wahrnahm, merkte ich, dass ich seit Einlieferung in das Krankenhaus vor fast 2 Tagen, nichts mehr gegessen hatte! Eigentlich hatte ich keinen Appetit, aber Hunger, und Mama würde sich außerdem Sorgen machen, wenn ich nichts essen würde - sie hielt mich mit meinen fast 17 Jahren, 1,71 cm Größe und 55 kg Gewicht für zu dünn!
"Hier.", sagte sie und stellte das Tablett vor mich. Nachdem ich gegessen hatte, fühlte ich mich schon viel besser. "Mama, wie lange muss ich eigentlich noch hier bleiben? Und was ist jetzt mit Playmate? Geht es ihr schon besser?", fragte ich ungeduldig. Meine Mutter nickte:"Ja, es geht ihr wieder besser. Der Tierarzt kommt täglich und schaut nach ihrem Bein, aber es ist dank der Salbe und der Kühlung schon wieder fast ganz abgeschwollen und bald kann sie wieder ein wenig bewegt werden. Es scheint, als wäre sie in Panik weitergaloppiert, als du runterfielst und dann ist sie wohl umgeknickt oder gestolpert, genau wissen wir das auch nicht. Ich glaube, sie vermisst dich", antwortete sie lächelnd. Ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause, mich um meine Pferde kümmern und dabei einen klaren Kopf bekommen! Ich schaute traurig, und meine Mutter erzählte schnell weiter:"Na ja auf jeden Fall lagst du einige Zeit bewusstlos auf der Straße - allein bei dem Gedanken dadran, was alles hätte passieren können, stehen mir die Haare zu Berge - und ein sehr freundlicher Autofahrer hat dann den Notarzt gerufen und dieser dann mich. Ich bin so froh, dass dir nichts weiter Schlimmes passiert ist! Wir haben uns solche Sorgen gemacht, und als dann plötzlich Playmate ohne dir vor der Hasutür stand, bekamen wir noch größere Angst!" Sie umarmte mich und drückte mich dabei ganz fest an sich. Wie lange ich noch hier bleiben musste, wusste ich zwar immernoch nicht, aber wenigstens war mir jetzt bewusst, dass ich verdammt großes Glück gehabt hatte!
Eine halbe Stunde lang saß Mama noch bei mir, zeigte mir die mitgebrachten Süßigkeiten und Karten von meinen alten Freunden und Anke, als der Arzt kam und mich untersuchte. Doch das, was er uns erzählte, war alles andere als aufmunternd...
er kam rein und gab mir und meiner mutter die hand ! Er sah sympatisch aus und hieß Herr Heyerdrahl! ,,Lena ,was machst du auch für sache! wie du sicher schon bemerkt hast ,hast du einee schwerre gehirn erschütterrung und eingebrochenes wadenbaein ...
...das heißt, dass du noch mindestens 3 Wochen im Krankenhaus bleiben musst!" Ich versuchte, nicht loszuheulen. 3 Wochen???? 3 Wochen???? Wie sollte ich denn bitte 3 Wochen ohne meine geliebten Pferde verbringen?? Ich vermisste sie doch so...und außerdem, wer würde sie in Kondition halten? Sascha mit Sicherheit nicht und Mama konnte nicht Nero oder Playmate, sondern nur Britt reiten!! Und Anke zu fragen, ob sie jeden Tag eine dreiviertel Stunde hin und zurück fahren würde, nur, um meine Pferde zu bewegen, das konnte ich ihr nicht zumuten!
Traurig sank ich in das Krankenhausbett und war total verzweifelt - jetzt steckte ich richtig im Schlamassel!
Aber ich wusste nicht, dass mir bald jemand helfen würde...
Und dieser jemand kam in Gestalt von Isabelle, Saschas Schwester, einen Tag später. Ich lag gerade im Bett und grübelte nach, als es klopfte. Isabelle schob sich leise durch die Tür und schloss sie wieder. Sie musste wohl meine ungläubigen Blicke gesehen haben, denn sie lächelte schüchtern. "Hi, ich wollte mal sehen, wie es dir geht und naja auch ein bisschen reden." Ich schluckte, hoffentlich war sie nicht wegen Sascha hier. Aber was anderes konnte ich mir eigentlich auch nicht vorstellen. "Ja mir gehts den Umständen entsprechend. Aber ich mache mir Sorgen um meine Pferde. Ich muss jetzt noch 3 Wochen hier bleiben und in der Zeit habe ich niemanden der sich um meine 3 Süßen kümmert. Meine Mutter kann nur Britt bewegen aber mit Playmate und Nero kommt sie nicht zurecht und Sascha kann ich wohl nun nicht mehr fragen!" Ich seufzte resigniert. Da machte mir Isabelle ein überraschendes Angebot. "Also weißt du ich bin früher auch oft geritten bevor Diamond's Dailight.....naja egal, auf jeden fall könnte ich dir anbieten, die 2 zu reiten während du hier ans Bett gefesselt bist. Und da Playmate ja sowieso noch geschont werden muss, kann ich mich mit Nero auch wieder besser an die Reiterei gewöhnen. Also wenn du willst, dann können wir das so machen." Ich wäre ihr am liebsten um den Hals gefallen wenn ich nicht so furchtbare Schmerzen bei jeder Bewegung hätte. So nickte ich nur schwach und lächelte sie an. Dann redeten wir noch ein bisschen über die Pferde, was sie beachten musste, wo ihre Sachen lagen und welche Zicken die 2 so hatten. Plötzlich meinte Isabelle:"Ich wollte dich aber sowieso noch was fragen. War dir das mit Sascha ernst? Ich weiß die Frage wird dich ziemlich überfallen, aber sieh einfach mal davon ab das ich seine Schwester bin. Bist du auch so verknallt in ihn wie er in dich? Er ist den ganzen Tag nur noch schlecht drauf, verkriecht sich in seinem Zimmer, kommt nur noch zum Essen raus und vernachlässigt sogar seinen heißgeliebten Dark Passion. Ich wünsche mir einfach für euch beide das ihr glücklich seit und ich seh in deinen Augen genau die gleiche Traurigkeit wie bei meinem Bruder!" Ich nickte und dann erzählte ich ihr die ganze Geschichte von Basti, seinem Umzug, unserem Umzug, der Kontaktbruch und dann das Erscheinen von Sascha. Isabelle sagte zu alle dem gar nichts, sondern hörte mir nur geduldig zu. Am Schluss meinte ich noch:" Aber ich....ich habe eigentlich schon einen Entschluss gefasst. Das mit Basti war eine schöne Zeit, doch nun ist sie vergangen. Ich liebe jetzt Sascha....doch dem bin ich jetzt egal. Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll. Sobald ich hier raus bin, will ich mit Basti reden, aber ob ich auch mit Sascha reden kann? Ich glaube es nicht...." Traurig schaute ich aus dem Fenster. Da hörte ich wie sich die Tür öffnete. Ich vernahm aus dem Augenwinkel wie jemand eintrat und sich zu Isabelle stellte. Doch es war mir egal. Eine Träne suchte sich ihren Weg von meinem Auge über meine Wange. Ich spürte wie ein Finger sie mir wegstrich und plötzlich wurde ich sanft geküsst. Ich erwiderte den Kuss und wusste ohne die Augen zu öffnen wer das war. Er flüsterte:" Mein Schatz, du wirst mir nie egal sein. Ich liebe dich doch auch!" Saschas Augen strahlten vor Glück, als ich ihn das erste Mal nach dem Anruf von Basti wieder so richtig ansah. Isabelle stand grinsend am Bettrand und als ich sie fragend anblickte meinte sie:" Naja ich konnte mir seine Heulerei nicht mehr mit ansehen, also hab ich ihn mir geschnappt, vor deine Türe gepackt und sie einen Spalt offen gelassen, damit er alles hören konnte. So wie es aussieht hat es geholfen!" Ich lächelte glücklich und küsste Sascha erneut. Als ich wieder aufblickte war Isabelle verschwunden.
Es war schön sascha wieder zu sehen ! Wir redeten noch ein vbissschen über frau grimlig und küssten uns sehr oft ! ... leider musste sascha dann gehen! kurtze zeit nachdem er das zimmer verlassen hatte,klingelte das telefone...
Es war Mama. Ich erzählte ihr sofort, dass das Problem mit meinen Pferden gelöst sei und das Isabelle und Sascha zusammen sich um meine Pferde kümmern würden. Sie war begeistert und versprach die beiden gut auf zunehmen. Dann erzählte sie mir das es Playmate wieder besser ging und sie schon wieder auf die Koppel durfte. Und leider konnte sie heute nicht kommen, da sie viel mit den Pferden zu tun hatte. Es war doch alles neu und ungewöhnlich sich auf einen Schlag um 3 Pferde zu kümmern. Dann musste sie sich verabschieden und legte auf. Ich lag in meinem Bett und wusste nicht was ich tun sollte. Da klopfte es an der Tür. Herein kam, wer könnte es anders sein, Basti! Ich schluckte, nun kam der Moment vor dem ich mich schon die ganze Zeit gefürchtete hatte. Basti machte ein ungewöhnlich trauriges Gesicht und ich schaute ihn fragend an. Drucksend fing er an:" Also weißt du Lena, dass ich dich angerufen hatte, war eigentlich ein ganz andere Grund als gedacht und ich wollte es dir schon die ganze Zeit sagen, aber weil du den Unfall hattest konnte ich es nicht über mich bringen. Ich wollte....naja, weißt du es gibt da so ein Mädchen. Sie heißt Bella. Es...es tut mir Leid aber ich habe mich in sie verliebt und wollte nun Schluss machen....!" Geknickte schaute er nach unten. Ich blickte ihn fassungslos an. Das löste meine Probleme auf einen Schlag. Nun musste nicht mal ich mit ihm Schluss machen. Ich lächelte ihn an und er schaute sehr verstört drein über diese Reaktion. "Weißt du ganz ehrlich, ich wollte auch Schluss machen, da ich mich auch wieder verliebt habe. Ich würde sagen, so passt es für jeden. Aber wir können doch weiterhin noch Freunde bleiben oder?" Er nickte auch sichtlich erleichtert über diesen Ausgang. Wir redeten noch viel miteinander. Er erzählte wie es ihm in seinem neuen Zuhause ging und ich berichtete ihm von Frau Gemlin ihrem Geheimnis, Pegasus und seiner Urenkelin Playmate und von Romeo meinem kleinen goldenen Fohlen. Er war total begeistert, rätselte mit mir um Frau Gemlin, diskutierte über Playmate und bewunderte Romeo, den er auch mal unbedingt sehen wollte. Dann begann ich zu gähnen und Basti verabschiedete sich mit einer Umarmung. Ich schloss die Augen und war sofort eingeschlafen....
nach 3 zermürbenden langen wochen, durfte ich endlich nach hause gehen. soweit das gehen möglich war mit einem gehgips!
als erstes wollt ich natürlich sofort zu meinen pferden und sehen wie es ihnen geht. playmate hat sich wieder vollkommen von dem unfall erholt und strotze vor gesundheit und zufriedenheit.
"na dacht ichs mir doch". erklang es hinter mir, ich drehte mich um und fiel demjenigen gleich um den hals. "sascha!! ich freu mich das du da bist" und natürlich musste ich gleich alles wissen was er in der zwischenzeit herrausgefunden hat.
"gibts was neues?" fragte ich.
er sah mich ganz eigenartig an und seufzte leise.
"komm setzen wir uns ins heulager, das was ich dir zu erzählen habe ist eine lange und mysteriöse geschichte" ganz gespannt und doch etwas ängstlich lies ich mir auf die andere seite des stalles helfen. wir setzten uns und er begann zu erzählen.

"also ganz einfach war es nicht diese infos zu bekommen und ich musste versprechen den mund zu halten."

jetzt war ich erst richtig gespannt zu wissen was er erfahren hat.
Wir setzen uns ins Heu und er fing an zu erzählen.....
"Also, als du im Krankenhaus warst, habe ich nocheinmal bei Frau Gemlin vorbeigeschaut. Ich wollte wissen ob sie wieder zu Hause war, doch auch nach mehrmaligem Klingeln machte mir keiner auf. Deshalb ging ich einmal ums Haus herum, um zu sehen ob irgendwo Licht brannte. Doch Fehlanzeige. Dafür war aber oben im 1. Stock ein Fenster auf. Der Vorhang flatterte im Wind und ich dachte kurz ich hätte einen Schatten gesehn. In der Nähe des Fensters war ein Baum und ich entschied mich, mich in dem Haus mal umzusehen. Vielleicht fand ich ja was Interessantes!" Ich schaute ihn mit großen Augen an. "Du bist eingebrochen????" "Naja ich finde man kann es nicht wirklich einbrechen nennen, da ich ja nichts kaputt gemacht habe um reinzukommen und....und naja das erfährst du ja gleich. Also wie gesagt ich kletterte den Baum hoch und hangelte mich über den Ast in das Zimmer. Es war stockfinster und ich tastete mich, nur beleuchtet von dem schwachen Mondlicht im Zimmer herum. Dann fand ich den Lichtschalter. Ich weiß, dass es leichtsinnig war das Licht anzumachen, wegen den Nachbarn, aber ich war so aufgeregt das ich nicht mehr richtig denken konnte! Ich war in ihr Schlafzimmer eingestiegen. Es war alles ordentlich aufgeräumt und sauber. Es standen ein großer Buchenschrank, ein Metallbett mit Nachtischchen, eine Kommode und ein Spiegeltisch in dem Zimmer. Auf der Kommode war eine wahre Bildergalerie mit alten Fotos, die meisten zeigten sie mit Pegasus. Doch eines, dass in einem ganz besonders schönen Rahmen war, zeigte einen jungen Mann auf Pegasus. Nun ich hab eins und eins zusammen gezählt. Und naja dann hab ich es mitgenommen, damit du es auch sehen kannst! So und jetzt rate mal was ich noch zwischen all den Bildern fand....!" Ich zuckte ratlos mit den Schultern "Nee keine Ahnung echt, was war da?" Ich schaute ihn gespannt an und Sascha sagte "Es war.....
.... ach weißt du was du musst dir mit eigenen augen ansehen sonst glaubst du mir sicher nicht!!

mir wurde wieder sehr unheimlich zumute. "ok" sagte ich "aber ich kann nicht die weite strecke zu dir heim laufen"

" nein ich hab eine bessere idee" sagte sascha " ich komm heut um mitternacht zu dir, ich klettere auf deinen balkon und klopfe einmal,ich bring dir meine entdeckung mit"

"ok ich kann es kaum erwarten"

die spannung war kaum auszuhalten und eigentlich wollt ich sofort und auf der stelle wissen um was es sich handelt. aber sascha verabschiedete sich schon mit einem kuss von mir und war weg.
ich blieb noch lange sitzen und grübelte über die sache nach. da gab es sovieles das ich nicht verstand.

am abend lag ich dann im bett und wartete darauf das sascha kam aber er kam nicht.ob was passiert war??

am nächsten tag in der früh läutete das telefon und meine mutter hob ab im nächsten moment hörte ich nur wie sie sehr beunruhigt nach mir rief.

ich rannte wie der wind nach unten und nahm den hörer in die hand "hallo hier lena" und dann schwieg ich nur mehr und hörte zu das was ich da zu hören bekamm war einfach nur schrecklich und unglaublich. in was war sascha da nur reingeraten???

er sagte ich solle mich sofort zu ihm fahren lassen, er müsse mir das alles genauer erklären was er mir gestern sagen wollte und warum er nicht kommen konnte.

was war das bloß für eine geschichte??
Beunruhigt legte ich auf. Meine Mutter schaute mich fragend an, aber ich schütteltet nur den Kopf. Fahren lassen konnte ich mich nicht, meine Mutter hatte keine Zeit und mein Vater war schon im Geschäft. Also entschied ich mich Britt zu satteln und zu ihm zu reiten. Schnell zog ich mich um, rannte in den Stall un machte Britt fertig. Dann schwang ich mich in den Sattel und trabte zum Tor hinaus. Nach einiger Zeit galoppierte ich wie der Wind über die Felder und war kurze Zeit später da.
Sascha stand schon an der Auffahrt und erwartete mich. Ich stieg ab, führte Britt auf eine leere Koppel und wir setzen uns unter ein paar Bäume.
Dann fing er an zu erzählen.
"Also ich war gestern schon auf dem Weg zu dir, da sah ich wie ein Jeep aus dem Waldweg fuhr, wo auch die zerrottete Hütte mit meinen Bildern steht. Mir kam das seltsam vor, deshalb ritt ich in den Waldweg rein und hielt hinter einem Busch vor meiner Hütte. Gerade als ich abgestiegen war, kam eine dunkle Gestalt aus der Hütte. Diese stieg auf einen Pinto der in der Nähe stand und ritt weg. Ich wollte nachsehen was der bei mir in der Hütte zu suchen hatte und ging rein. Was ich dann sah verschluck mir den Atem. Am Boden lag Frau Gemlin, mit Händen und Füssen gefesselt und mit einem Knebel im Mund. Zuerst dachte ich sie wäre tot, weil sie sich nicht rührte. Dann aber ließ sie ein Stöhnen hören. Ich rief sie beim Namen und sie schaute mich mit entsetzend Augen an. Sofort lief ich zu ihr und nahm ihr den Knebel aus dem Mund. Sie hustete lang und dann meinte sie ich solle wieder verschwinden, die Männer würden gleich wieder kommen. Sie gab mir einen Zettel und ich versicherte ihr das wir ihr helfen würden. Plötzlich hörten wir Stimmen von draußen. Es waren 2 Männerstimmen, die fluchend auf die Hütte kamen. Naja sie hatten wahrscheinlich Dark Passion entdeckt, der stand genau vor der Hütte. Schnell rannte ich zu dem kaputten Fenster, da kam auch schon der erste in die Hütte. Aus dem Augenwinkel sah ich wie er eine Pistole zog und schrie ich solle sofort stehen bleiben. Wow ich hatte echt voll Schiss, aber plötzlich trat Frau Gemlin nach ihm und er strauchelte und fiel hin. Ich konnte aus dem Fenster entkommen und stieg auf Dark Passion. Zuerst erschreckt er sich, doch ich glaube er begriff den ernst der Lage denn er galoppierte sofort an und wir rannte weg. Der andere Mann versuchte uns noch mit dem Jeep den Weg abzuschneiden aber dann kam die Härte. Dark Passion sprang einfach über die Motorhaube drüber. Ich war so perplex und der Mann wahrscheinlich auch. Ich hätte nie gedacht das er sowas leisten kann. Ich galoppierte dann so schnell ich konnte heim und warf mich nur noch in mein Bett. Ich hatte solche Angst, dass die kommen würden!!!" Entsetzten stand in meinen Augen und ich konnte das alles gar nicht glauben. " Oh mein Gott" brachte ich nur raus. "Was steht auf dem Zettel, denn sie dir gegeben hatte?"
"Das ist das nächste Eigenartige. Es war ein Zeitungsausschnitt und darin stand etwas über eine Bande die sich auf das Stehlen teure Pferde hier in der Umgebung spezialisiert haben. Anscheind spionieren sie ihr Opfer zuerst aus, dringen dann nachts in die Koppel oder den Stall ein und klauen das Pferd. Man vermutet das es dann weiterverkauft oder der Besitzer zu einer Lösegeldzahlung erpresst wird. Doch alle sahen ihre Pferde nie wieder. Das is voll schlimm!!"
"Und was hast du eigentlich für einen Gegenstand gefunden bei Frau Gemlin?"
"Hier ich habs dabei....schaus dir dann." Er gab mir ein Säckchen aus blutrotem Stoff. Es war Samt und ganz weich, aber man sah ihm auch an das es schon alt war. Ich öffnete es und schaute hinein. Erstaunt riss ich die Augen auf.
"Wow, das hätte ich nicht gedacht!"
Ich öffnete das Säckechen und dadrin war..... Eine kleine Figur aus Silber, warscheinlich von Pegasus.... ''wow dr sieht ja genau so aus wie Playmate'' stellte ich erstaunt fest, und gab es Sascha. dann suchte ich ein Foto von Britt , ich hielt es neben die Figur. ''Boah... Die ähnlichkeit ist echt verblüffend'' stellte nun auch Sascha fest....
''Los lass uns rausgehen'' schlug er vor... Ich hatte irgendwie ein ungutes Gefühl als wir den Stall betraten... Aus Playmates Box kam ein schauderhaftes Stöhnen.... Sofort liefen wir zu ihr. '' Da stimmt was nicht Sascha... Geh zu Mama und sag ihr sie soll Dr. Himmel anrufen... Wir haben hier ne Kolik oder sowas...''' sagte ich zu Sascha und er lief sofort rüber ins Haus...
10 Minuten später kam Herr Dr. Himmel '' Na Lena, was haben wir denn wieder für ein Problemchen??'' fragte er mich. '' Hmmm... Ja so genau weiß ich das auch nicht...'' antwortete ich ..
''Lena, das ist keine Kolik'' meinte er mit einem schiefen Grinsen auf dem Gesicht Zunge raus
''Das ist............
xxxxxxxxxx bitte bei ''das ist... weiterschreiben!! xxxxxx
"Das ist.." weiter kam Dr.Himmler nicht..Schallend lachte er und ich muss wohl so verdattert ausgesehen haben dass er noch mehr lacht.Ich verstand gar nichts mehr.Dr.Himmler schob Playmate zur Seite suchte eine Weile im Heu und holte in kleines schwarzes Schweinchen hervor das fürchterlich quietschte.Ein Mini-Hängebauchschwein!Dr.Himmler grinste schelmisch und drückte mir das kleine quietschende Schweinchen auf.Wütend strampelte es und quiekte mich ärgerlich an.Erleichtert lachte ich nun auf.Ich hatte mir schon solche Sorgen gemacht.Es war als ob mir ein Stein vom Herzen gefallen ist.Playmate schnupperte neugierig an dem kleinen Schweinchen.Ich beschloss das Mini-Hängebauchschwein auf den sehr treffenden Namen Rüdiger zu taufen.Wir gingen mit Rüdiger ins Haus und meine Mutter schlug lachend die Hände über dem Kopf zusammen,als Sascha Rüdiger entdeckte schaute er erst so erstaunt aus der Wäsche dass Dr.Himmler erneut einen Lachanfall bekam.Für eine Weile zitterte die Küche unter allgemeinem Lachen und beinahe war das Samtsäckchen und die Einbrecher vergessen.Meine Mutter ging zum Radio und schaltete ihn an: "Kommen wir nun zu den 12-Uhr Nachrichten...Die sogenannten Pferdediebe sind noch immer auf freiem Fuß und haben erneut zugeschlagen,der Araberhengst La Dolce Vita wurde vom Gestüt Sonnwald gegen 3 Uhr gestern Nacht gestohlen um Hinweise die zur Ergreifung der Täter führen wird gebeten."
Plötzlich krachte es fürchterlich..Rüdiger quietschte und wir fuhren alle mächtig zusammen.Schritte hallten aus der Stallgasse und wir rannten rüber,rissen die Türe auf und sahen gerade noch den Schweif von Million Dollar Baby, einer schwarzen Hannostute,die sehr erfolgreich an Dressurwettbewerben teilnahm,um die Ecke wedeln.Männerstimmen fluchten. und es schepperte als ob Million Dollar Baby wie von Sinnen gegen ein Auto trat.Nichts wie hinterher...Wir bogen um die Ecke und sahen vier Männer,maskiert mit einem dunklen Jeep und Hänger auf der Hoffeinfahrt stehen.Sie dachten wohl wir wären nicht da.Jedenfalls,schwangen sie sich ins Auto und brausten davon Million kam zu uns getrabt.Besorgt untersuchte Dr.Himmler die Stute und Sascha informierte umgehend die Polizei...
Die Einbrecher wurden festgenommen und ales schien sich zum guten zu wenden. Ein paar Tage später kam wieder eine Nachricht im Radio. "Die Hochtragende Stute Kupfern wurde vom Gestüt Goldig gestohlen. Die Besitzerin Frau Jamie-Paige alias Vanity wr gerade mit dem Bericht über einer ihrer Stuten beschäftigt, wo sie haffte das er noch ein Star bericht werden würde. Als sie Pferdegetrappel hörte. Sie vermutete das eines ihrer Fohlen ausgebrochen sei, stellte aber bei einen Gang in den Stall das Fehlen von der Stute, dem ersten Nachwuchs ihrer verstorbenen Stute Sherazade. Von den Tätern gibt es bisher noch keine Spur..." Ich wollte mich gerade auf den Wetterbericht konzentrieren als das Telefon schrillte so dass ich aufschrack. Eine Frauenstimme meldete sich am Telefon. Oh mein Gott es war die Bezitzerin des verschwundenen Pferdes. Sie legte uns den Fall in die Hand, mit ungetrübten Vertrauen in unser Detektivischen Können...
Fieberhaft überlegten wir was wir tun könnten.Doch weder Sascha,noch ich hatten eine Ahnung.Dann fragte mich Sascha ob wir zusammen ausreiten wollten.Ich stimmte zu und schon nach einer halben Stunde ritten wir durch den nahegelegenen Wald.Es war wie im Märchen.Sascha und ich ritten auf einem breiten Waldweg,wo die Sonne ihre Stralen hindurchzauberte.Sascha lächelte mich an.Ich glaubte das er genau das selbe dachte wie ich.Und dann ritt er ganz nah an mich heran,beugte sich zu mir herüber und küsste mich.Ich konnte mich an keinen schöneren Moment erinern.Doch dann fiel mir wieder ein,warum ich Sascha zustimmte,als er mich nach dem Ausritt fragte.Was können wir gegen den Diebstahl von geklauten Pferden tun?fragte ich Sascha.Aber er war gerade in Gedanken vertieft,und so antwortete er mir nicht.Dann ging es schlag auf Schlag.Ein Hund fing an zu bellen,und mein Pferd fing an unruhig zu werden.Ich betete das der Hund endlich aufhören würde.Aber nichts passierte und ich fiel nach hinten in den Sattel,dann wieder nach vorne und wurde so aus dem Sattel herauskatapultiert.Vor Schmerz schrie ich laut auf.Ich war genau auf meinem Arm gelandet.Dann rief Sascha zu dass er erst Playmate einsammeln sollte.Stöhnend wollte ich aufstehen,aber meine Knie zitterten so,dass ich mich nicht bewegen konnte.Tränen liefen mir über die Wangen.Hoffentlich war Playmate nichts passiert.Da lag ich und konnte nichts tun.Aber Sascha kam ohne Playmate zurück.Sascha,rief ich verzweifelt,wo ist Playmate?Er sagte mir,das...
Er sagte mir, dass ich mich beruhigen solle. Playmate stehe wieder sicher in ihrer Box. Schnell stieg er ab und kam zu mir. Besorgt schaute er sich meinen Arm an. Er war ganz blau und es tat höllisch weh. Sascha half mir beim Aufstehen und setze mich auf Dark Passion. Ruhig und vorsichtig führte er mich auf den Hof zurück. Dort angekommen warteten meine Eltern schon auf mich. Mein Vater half mir beim Absteigen und meinen Mum schaute sich erstmal meinen Arm an. "Das sieht schlimmer aus als es ist," meinte sie und holte Verbandszeug um ihn zu stützen. Dann lief ich schnell in den Stall um nach Playmate zu schauen. Sie stand ruhig in ihrer Box und kaute genüsslich auf ihrem Heu herum. Erleichert rief ich sie und drückte sie an mich, soweit das mit meinem Arm ging! Mit Sascha zusammen, ging es auf den Heuboden. Wir diskutierten zusammen über Frau Gemlin, die Pferdestatue, die Abstammung von Playmate und den Diebstahl auf dem Gestüt Goldig. Erst machten wir uns eine Liste was am Wichtigsten war zu erledigen. Als 1. setzten wir den Diebstahl, danach kam Frau Gemlin und die Pferdestatue und zum Schluss Playmates Abstammung. Ich überlegte wie wir das mit dem Diebstahl anstellen sollen. Sascha meinte:" Wir sollten zuerst einmal auf das Gestüt fahren und uns die Umgebung, die Mitarbeiter und die Pferde ansehen. Außerdem habe ich auch erst vor ein paar Tagen gelesen, dass das Gestüt kurz vor dem Ruin steht und sehr hohe Schulden hat. Es könnte also auch möglich sein, dass Frau Vanity ihre Stute selber entführt hat um die Versicherungssumme abzukassieren. Natürlich nur davon angenommen, das Kupfern auch versichert ist. Aber bei so einem wertvollen Pferd kann ich mir was anderes nicht vorstellen." Ich nickte und war erstaunt über seine schnelle Kombinierungsgabe. Schnell gab ich ihm einen Kuss und wir liefen zusammen runter zu meinen Eltern. Meine Mutter stand in der Küche und fragte mich nach meinem Arm. "Es geht schon wieder besser, aber Mum kannst du uns vielleicht bitte kurz zum Gestüt Goldig fahren? Wir würden uns da gern mal umsehen!" Meine Mutter wischte sich die Hände vom Spülen ab und nickte. Wir stiegen ins Auto und waren keine halbe Stunde später schon auf dem Hof.
Nun konnte es ans "ermitteln" gehen.
Auf dem hof angekommen,sahen wir uns erst mal den Stall an.Dort war es feucht,die Pferde standen Kniehoch im Mist und alle waren abgemagert bis aufs weiteste und außerdem war es zugig.Außer ein pferd,war wunderschön,mit einem gebogenen Hals und einem sehr gut gebauten Körper.Es viel uns sofort auf,denn es hatte eine eigenartige Färbung.Es sah aus wie ein Lippizaner mit Andalusier.Sehr komisch,dachte ich bei mir.Wir gingen weiter und hörten plötzlich Stimmen aus einem Raum.Vermutlich das Büro,meinet Sascha zu mir.Ich nickte.Wir beschlossen uns hinter ein paar Heuballen zu verstecken und zu lauschen."ich habe alles geregelt.Nun kann niemand mehr vom hof runter und rauf."hörten wir eine Frauenstimme.Ich riss erschrocken die Augen auf und wand mich zu Sascha.Er bedeutete mir mich zu beruhigen und abzuwarten."Kupfer steht sicher im Stall.Morgen erstatte ich Anzeige gegen diese Lena und ihre Familie wegen...Plötzlich spürte ich eine Eiskalte Hand auf meiner Schulter.Sie packte mich und hielt mir den Mund zu.Vor Schreck erstarrtee ich fast zu einer Salzsäule.Ich biss ihm in die Hand,er schrie auf vor Schmerz,riss sich aber zusammen und schleppte mich und Sascha in einen Raum.Er fesselte uns und band uns zusammen an einen Stuhl.Ich fing an zu zittern und zu zittern.Sascha!!!! rief ich,aber da spürte ich eine Hand die mir mit etwas sehr hartem auf den Kopf schlug.Ich viel bewusstlos mit Stuhl um. Als ich aufwachte dröhnte mein Kopf und Blut lief mir über die Schläfe.Ich wollte schreien,aber mein Mund war mit einem Verband verbunden ich drohte zu ersticken aber im letzten Moment half mir ...
...ein ziemlich gut aussehender Junge.Er schaute ernst,aber seine Augen lachten.Schnell nahm er mir und Sascha die Fesseln ab,und befreite mich von dem Verband.Danke,würgte ich hervor.Sascha allerdings würdigte ihn keines Blickes."Man Sascha" flüsterte ich ihm zu nachdem der Junge uns bedeutete ihm zu folgen,du hättest dich ruhig mal bedanken können!Er schaute mich mit funkelnden Augen an.Ich hab doch gesehen,wie du ihn angeschaut hast!Wir traten ins Licht.Ich kniff die Augen zusammen um etwas zu sehen.Wir waren am Ausgang! Schnell lief ich die Ausfahrt hinunter und wartete dort auf Sascha.Langsam schlurfte er den Weg hinauf und ging dann an mir vorbei.Niedergeschlagen holte ich ihn schließlich schnaufend ein.Er hatte einen ganz schön schnellen schritt.Schweigend gingen wir nebeneinander bis zum Wald.Plötzlich fing sascha an zu rennen.Sascha! rief ich.Was ist los?Warum rennst du weg???Ist es wegen dem Jungen,du ich hab doch nur danke gesagt!Es war doch gar nichts!rief ich ihm hinterher.Ich glaub dir kein einziges Wort,schrie er in den Wind.Dann war er weg.Und alles was ich gesagt hatte war gelogen.Denn ich hatte den jungen wohl erkannt.Er war mein Ex-Freund.Und sascha hatte mal ein bild von ihm gesehen.Er wusste es...
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hey ihr
ich will euch ja nicht kritisieren un ihr schreibt au wirklich gut, aber ihr sollte bevor ihr schreibt wenigstens ein paar seiten vorher durchlesen was lena alles passiert is! weil sie ist nämlich erst "vor kurzem" hierhergezogen und kennt niemand anderen außer sascha un seine schwester...un naja waren halt noch en paar andere fehler drin...soll echt keine kritik sein weil ich eure ideen au gut find aber vllt nur mal kurz so schaun was vorher passierte...
lg
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Ich schrie und fiel in ein tiefes Loch. Plötzlich ruckelte alles und...ich wachte scheißgebadet auf....Zum Glück war alles nur ein Traum gewesen, auch wenn es ein sehr düsterer war!! Mein Mutter schaute mich erstaunt an und lächelte dann sanft. "Alles okay mein Liebling?" "Ja ich hab nur schlecht geträumt...!" Ich drehte mich im Auto nach hinten zu Sascha um, der auch tief schlief. Aber bei ihm schien es ein schöner Traum zu sein den er lächelte sanft und plötzlich flüsterte er meinen Namen. Nur ich hatte es gehört denn meine Mutter war zu sehr auf den Weg vor ihr konzentriert der nur aus Schlaglöcher zu bestehen schien!! Ein Glücksgefühl erfüllt mich und ich wäre am Liebsten nach hinten geklettert und hätte ihn geküsst.
Kurze Zeit später erreichten wir den Hof. Wir stiegen aus und meine Mutter meinte das sie uns heut abend wieder holen würde. Langsam liefen wir den Weg hinauf, zu dem Gestüt. Ein Stallbursche kam uns entgegen und fragte uns wer wir sind und was wir wollten. Gerade wollte ich meinen Namen sagen, da sagte Sascha schnell:" Das ist meine Schwester Adriana und ich bin Benjamin. Wir haben daheim 2 Vollblutaraber stehen, unsere Pferde und schauen uns gerade nach einem passenden Stall um wo wir sie unterstellen können! Außerdem wollten wir uns demnächst noch 2 Andalusierhengste kaufen. Könnten Sie uns hier ein wenig herumführen oder wer wäre dafür zuständig?" Ganz verdattert schaute ich Sascha an doch der zwinkterte mir nur zu und ich hielt meinen Mund. Zum Glück hatte uns Frau Vanity noch nie gesehen und wir hatten nur telefonisch Kontakt, so konnten wir hier unerkannt "herumschnüffeln". Der Stallbrusche schaute etwas verlegen drein uns so unhöflich ausgefragt zu haben und beeilte sich etwas zu sagen. "Natürlich Herr...ehm Herr Benjamin. Ich bringe Sie sofort zu Frau Vanity. Ihr gehört das Gestüt!". Wir nickten und ließen uns zu ihr führen. Er lief in ein kleines Nebengebäude und klopfte an der Tür. Dann öffnete er die Tür und hielt sie uns auf. Nachdem wir drinnen war, beeilt sich der Stallbursche die Türe zu schließen und wir waren alleine. Aus einem Nebenzimmer tauchte dann Frau Vanity auf. Sie war perfekt gestylt, trug ein marineblaues Kostüm, eine hochgesteckte Frisur und ihr zartes Parfum umfing uns freundlich. Lächelnd streckte sie uns ihre manikürte Hand entgegen und begrüßte uns mit eine festen Händedruck. Dann erzählte Sascha seine Geschichte erneut und Frau Vanitys Augen bekamen einen wunderlichen Glanz. "Also Herr und Fräulein von Adelsberg, es ist natürlich kein Problem, dass sie hier ihre 4 Pferde unterstellen können. Wir haben 10 große Koppeln auf unserem Gelände verteilt und 5 kleinere direkt am Stall. Außerdem haben wir 3 Plätze, eine Spring - und einen Dressurplatz auf denen sie jederzeit reiten können. Unsere Wege für Ausritte sind ausgeschlidert und wunderschön mit langen Glaoppstrecken, mit kleinen und auch anspruchsvolleren, natürlichen Hindernissen.Außerdem gibt es einen See der zu unsere Anlage gehört und in dem Sie sich und ihre Pferde im Sommer immer erfrischen können. Unsere Anlage verfügt auch über Offenställe, Boxen mit Paddocks und direktem Koppelausgang, einer Solaranlage, Putz - und Waschplätze, 3 Round Pens, eine Führanlage, 3 Longierplätzen und unserer Stolz, dass Freibad für Ihre Pferde wenn sie einmal fusskrank werden sollten, was wir aber nicht hoffen wollen!" Charmant lächelte sie und wir nickten nur und schenkten ihr ein kurzes Lächeln. "Woher beziehen Sie ihr Futter? Wir wollen nur das Beste für unsere Lieblinge!" meinte ich arrogant. Frau Vanity lächelte immer noch und meinte:" Unser Heu beziehen wir von einem Bauern aus der Nähe, der nur ökologisch, natürliches und spezielles Gras für das Heu anbaut. Ganz ohne Chemikalien und sonstiges. Außerdem bekommen wir uns Kraffutter von einem der besten Hersteller, voll mit Vitaminen, Kohlenhydrate und andere gute Sachen!" Stolz schaute sie uns an. Wir nickten wieder und fragten nach einer Führung. "Aber natürlich, bitte warten Sie kurz, ich rufe meinen Stallmeister!" Kurze Zeit später kam ein stattlicher Mann mit breitem Schnauzer und einem leicht grimmigen Blick. Er schaut uns eigenartig an und führte uns dann durch die Anlage. Im 1. Stall war alles hell und sonnen durchflutet. Die Pferde standen alle in große und sauberen Boxen, hatten Frischluft und kauten gemütlich an ihrem Heu oder ließen sich auf den großen Paddocks von der Sonne verwöhnen. Die Stallgasse war breit und ohne einen einzelnen Strohhalm. Wir liefen wieder hinaus zu den Plätzen und der Führungsanlage. Unterwegs kamen wir an einer alten Scheune vorbei, die Bretter hingen schief in den Angeln, es gab keine Fenster und nur ein großes Scheunentor. Neugrierig fragte ich den Stallmeister, was denn da drin wäre. Er schaute mich sehr grimmig an, als ob ich ihn gefragt hätte ob er bis 3 zählen könne. "Maschinen und Geräte!" antwortet er kurz und lief eilig weiter. Ich blickte Sascha zweifelnd an und fragte schnell:" Wo ist den hier die nächste Toilette?" Etwas freundlicher beschrieb er mir kurz den Weg und ich eilte los. Als Sascha mit dem Stallmeister auser Sichtweite war, ging ich zurück zu der alten Scheune und luckte durch eine der Ritzen, konnte aber nichts erkennen. Also versuchte ich das schwere, morsche Tor aufzuschieben, doch es klemmte. Zum Glück fand ich noch an der Rückseiten eine Tür und schlüpfte in die düstere, stickige Scheune. Als meine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erschrack ich zu Tode. In der Scheune waren keine Geräte, es waren Pferde, echte lebende Pferde, die, ihren Kopf hängend, in ihrer viel zu kleinen Box stand, mit schlaffen Ohren und matten Augen. Alle waren sie total verdreckt, standen bis zu den Knien in Mist, ohne frisches Wasser oder Futter. Schockiert lief ich von einer Box zur anderen und schaute mir jedes Pferd genau an. Viele hatten Verletzungen. Wahrscheinlich aus Langweile selber zugefügt oder druch Umdrehen und Hinlegen, denn öfters standen in den Boxen auch rostige Nägel hervor. Mir kamen aber troztdem irgendwie alle Pferde bekannt vor und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Das waren alles die gestohlene Pferde der letzten Wochen! Oh mein Gott, dachte ich mir nur, was hatten wir da entdeckt. Ich holte mein Handy heraus und macht mit meinem Licht und der Kamera zahlreiche Bilder. Dann stand ich vor einer der größten Box in diesem Stall(die aber immernoch viel zu klein war) und schaute mir das Pferd genauer an. Es war in der dunkelsten Ecke, aber ich erkannte trotzdem wie schön es mal gewesen sein musste. Es hatte einen gebogenen Hals und einen gut gebauten Körper, sein Fell glänzte noch ein bisschen und mir fiel auf das es kugelrund war, außerdem hatte es eine eigenartige, aber wunderschöne Färbung, etwas zwischen Lippizzaner und Andalusier. Dann erkannte ich sie. Es war Kupfern, die gestohlene Stute, der Besitzerin dieses Gestüts. Kupfern stöhnte erschöpft und ich suchte hastig in meinen Taschen nach etwas zu essen. Ich fand noch einen Apfel, den Kupfern gierig und fast in einem Stück hinunterschlang. Ich ging weiter nach hinten in den dunkleren Teil der Scheune und fand noch 3 Heuballen, die sogar noch gut aussahen. Schnell schnitt is sie mit meinem kleinen Taschenmesser auf und verteilte sie an die Pferde. Wie hunrige Wölfe stürtzen sie sich auf das Fressen, auch wenn andere Pferde nur langsam an das Futter rangingen, fraßen sie doch alle das Heu. Dann fand ich noch einen Wasserschlauch. Ich probierte das Wasser kurz. Es schmeckte zwar etwas brackig aber ansonsten ok. So gab ich jedem Pferd etwas zu trinken in seinem Eimer und beeilte mich dann alles wieder so zu hinterlassen wie ich es vorgefunden hatte. Dann schlich ich mich wieder aus dem Stall und lief zu Sascha zurück. Der sah mich ganz erwartungsvoll an und der Stallmeister blickte mir misstraurisch entgegen. Er zupfte mir einen Heuhalmen aus den Haaren, schaute noch grimmiger, aber fuhr dann einfach fort. Nach einer halben Stunde saßen wir wieder in dem Auto meiner Mum und fuhren Richtung Heimat. Unterwegs diskutierte ich mit Sascha unsere weiteres Vorgehen....

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Tut mir Leid an Starfeeling, dass ich deine Geschichte so verändert hab aber es ging nicht anders. ich hab versucht sie trotzdem so gut es geht zu übernehmen!!

nochmal lg <3
wollte nur was an pegasusfeder sagen:schon okay ich bin überhaupt nicht gut im geschichten schreiben.ich werde mich raushalten.auch das mit dem inhalt tut mir leid.kannst soviel umdichten wie du willst Tut mir leid
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nein ich finde dein geschichten wirklich gut und spannend Augenzwinkern schreib doch weiter sonst bin ich hier wieder alleine unglücklich
lg <3 Wink
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Nach einer halben Stunde saßen wir wieder in dem Auto meiner Mum und fuhren Richtung Heimat. Unterwegs diskutierte ich mit Sascha unsere weiteres Vorgehen....

Ich konnte mein entsetzen des Geschehens nicht zurück halten und berichtete noch im Auto über meinen schrecklichen Fund. Meine Mum schüttelte misstrauisch den Kopf und fragte mich wie ich zu solchen flausseln komme.. Schnell zückte ich das Handy aus meiner Tasche und hielt ihr die grausammen Bilder unter die Nase. Erschrocken zog sie das Auto rum. Wir kamen ins schleudern und blieben schließlich vor einem Graben am Straßenrand stehen. Verärgert nahm sie mir mein Handy aus der Hand und begann besorgt zu schimpfen: "Sag mal seid ihr beide eigentlich noch ganz bei trost?? Wisst ihr eigentlich mit was ihr es hier zu tun habt?? Dies ist ein Verbrechen, da muss die Polizei allermiert werden!!!" Zögernd viel ich ihr ins Wort. "Mamaaa, sieh dir doch die armen Pferde an. Frau Vanity hat all diese Pferde gestohlen und nun kommt der Gipfel von allem. Ihr eigenes Pferd, was sie als gestohlen meldete steht ebenfalls in dieser Scheune!" "Leeena," räusperte sie leise vor sich hin und wich sich eine Stähne ihres Haares aus dem Gesicht. "Lena, es hätte euch sonst was passieren können. Was wäre nur passiert, wenn diese bösen Menschen dich erwischt hätten?""Haben sie aber nicht..." viel ich ihr liebevoll ins Wort. Meine Mum setzte sich wieder aufrecht und lenkte den Wagen auf die Staße. "Also gut. Was wisst ihr sonst noch?" klang sie entschieden und gewissenhaft. "Ihr müsst mir alles erzählen und wir fahren jetzt auf den direktesten Weg zur Polizei."
Ich war total aufgeregt. Schließlich sitzt man nicht jeden Tag bei der Polizei. Aber Hauptsache diese Verbrecher werden gefasst!! Liebevoll nahm mich Sascha an die Hand und flüsterte mir ins Ohr: "Bald haben wir es geschaft. Ich Liebe dich!" Verlegen schaute ich ihn seine wunderschönen Augen und wusste, solange er an meiner Seite ist, brauch ich mich vor nichts zu fürchten. Einige Zeit verging. Die Tür öffnete sich und ein Beamter tratt zu uns und bat uns mit in sein Büro zu kommen. "Nach ausgiebiger Prüfung konnten die Beamten keine gestohlenen Pferde auf dem Hof von Frau Vanity finden." "Waaasss, aber das kann doch nicht sein. Haben Sie auch in der alten Scheune nach gesehen." Fragte ich total entsetzt. "Ja, doch auch dort standen nur 2 alte Maschinen und einige Geräte zur Arbeit für das Feld. Allerdings junge Dame, wundert es mich sehr wo Sie diese Bilder auf ihrem Handy her haben. Zu dem haben wir Gegenstände bei Ihrem Freund gefunden, welche der vermisst gemeldeten Mrs. Grimel gehören. Ich weiss nicht wie ihr mir das jetzt erklären wollt!""Wollen Sie damit sagen, dass meine Tochter lügt?"Pfeifft meine Mutter ärgerlich ins Wort. "Sie wollen also allen ernstes meine Autorität und Erziehung in Frage stellen, meine Tochter nicht aufrichtig und ehrlich erzogen zu haben? Das ist eine absolute Frechheit!!!!" Bitte beruhigen Sie sich doch. Ich möchte Ihrer Tochter keinen falls unterstellen, dass sie lügt. Allerdings glaube ich, dass sie und ihr Freund noch einiges mehr wissen, als sie hier wieder gegeben haben." Verunsichert schaute ich Sascha an. Wenn Saschas Eltern von der Polizei benachrichtigt werden, dass er mitten in der Nacht abgehauen ist, in ein Haus eingebrochen und etwas mit genommen hat, dürften wir uns bestimmt nieee wieder sehen. Sein Pferd würde verkauft werden und er müsste den Rest seines Lebens (zu mindest bis er 18 ist) wie Rapunzel im Turme seines Zimmers versauern..Oh nein, das wäre zu furchtbar. Sicher ist die arme Frau Grimel schon längst tot oder wird in einem ganz furchtbaren Zustand irgendwo gefangen gahalten. Verstört schaute ich an dem Polizeibeamten hoch. Misstrauisch nippte er an seiner Tasse Kaffee, stellte sie ab und streichtelte sich immer wieder über seine Pistole, welche durch seinen dicken Bauch leicht versteckt wirkte. "Nun,"sagte er und starrte uns fragend an. "Habt ihr beiden uns noch irgendwas zu sagen?" Mein sonst so abenteuerlustiger Freund, wischte seine verschwitzen Hände an seine Hose ab und stotterte: "Jj jj ja, also ich bebefürrrchte, dass diese Gangster Fffrau Grrrimel gefangen halten."Alle blicke richteten sich auf ihn, als er fortfuhr. "I iich bin bbei Frau Grimel zu Hause eingestiegen, um mehr über sie herauszufinden. Se se sie war zu diesem Zeitpunkt schon in Gefangenschaft der Gangster, ggglaube ich."Der Beamte lehnte sich interessiert nach vorne."Und wie kommst du zu dieser Vermutung?""Naja, einige Tage später fand ich sie in meiner Hütte im Walt gefesselt. Es waren ganz sicher die selben Leute, welche mit den Pferdediebstahl zu tun haben."antwortete er erleichtert. Ich merkte wie aufgeregt er war und immer wieder wich er sich den Schweiss von der Stirn, seine Hände zitterten dabei wie ein Fisch, den man aus dem Wasser hollt. "Nun ja," erwiederte der Cherrif, "dann zeig den Kollegen doch mal, wo sich deine "Hütte" denn befindet." Dabei zeigte er mit dem Finger zur Tür, welche ein Kollege für ihn aufhielt. Ängstlich schaute ich meinem Schatz hinterher als er den Polizisten folgte. "So Lena.........Lena??" Wie aus einem Traum wachgerüttelt wendete ich mich wieder meiner Mutter und diesem überaus dicken Mann zu. "Jaa?!" "Ich denke, Sie können jetzt wieder nach Hause fahren. Wenn wir neues wissen, dann melden wir uns bei ihnen." Dann öffnete sich unter meinen Füßen ein Höllenschlung, als plötzlich das Handy meiner Mutter klingelte und ihr während des Gespräches die Farbe aus dem Gesicht wich.. Mit offenen Mund saß sie da und schüttelte trännennahe den Kopf.. Ohne ein Wort zu sagen legte sie auf. Stand auf legte ihre Hand auf meine Schulter und verließ den Raum.. Wie vom Blitz getroffen eilte ich ihr nach.. "Mama, Mama... bleib doch mal stehen. Was ist los? Was ist passiert?" Trännen übergoßen wendete sie sich zu mir um beugte sich runter und meinte: "Lena, du musst jetzt ganz stark sein. Der Papa hat mich gerade angerufen... und... und.."Langsam glitt sie vor mir zu Boden, die Hände vors Gesicht geschlagen..einige Polizeibeamte stürzten gleich auf sie zu und setzten sie auf einen Stuhl."Lena, Lena, der Papa hat mich gerade angerufen,"begann sie den Satz neu "Der Stall ist komplett abgebrant. Als er von der Arbeit kam, war vom Stall nicht mehr als ein Häufchen Asche übrig." WAASSSS!!!????" schrie ich histerisch auf "Meine Geliebten Pferde!!!!!!" "Lena, nein Lena.."rief sie mir ins Wort "Von den Pferden war keine Spur. Sie sind nicht im Stall gewesen. Es ist keine Asche gefunden worden!"Verzweifelt, jedoch aber auch voller Ärger blickte ich auf....denn ich wusste genau, wer es gewesen war......................
Für mich brach eine Welt zusammen und alles schien sich zu drehen. Meine Mum wollte mich umarmen und festhalten aber ich riss mich los und rannte einfach los. Raus aus dem Polizeirevier und immer weiter die Straße entlang. Meine Lunge brannte schon wie Feuer und keuchend sog ich frische Luft ein, aber meine Beine wollten nicht stoppen, wollten nicht anhalten. Also rannte ich immer weiter und weiter, bis ich schließlich auf unserem Hof angekommen war. Ich wurde langsamer und hielt mir die Seiten. Mein Handy begann zu vibrieren. Es war Mum aber ich hatte keine Lust mit ihr zu reden und drückte sie weg. Sie versuchte es nochmal, doch ich machte nur das Handy aus. Vorsichtig lief ich auf den Hof. Die schwarzen, verkohlten Stümpfe des einstigen Stalles ragte düster in der untergehenden Sonne emport und mich überfiel ein kalter Schauer. Meine Hände begannen zu zittern und Tränen rannen mir aus den Augen. Wo waren nur meine geliebten Pferde? Es war mir klar das nur Frau Vanity oder der Stallmeister, das hätte tun können. Ich lief über die kalte Asche und die verbrannten Balken und suchte nach Hinweisen, die die Herkunft meiner Pferde verriet. Unter einem Dreckhaufen fand ich das halbverbrannte Halfter von Britt. Heulend presste ich es mir an die Brust und sank zu Boden. Das war einfach zu viel für heute. Es war mir jetzt ganz egal ob ich durch die Asche und den Staub dreckig wurde, ich wollte einfach nur meine Lieblinge wieder haben. Britt, Playmate, Nero wo seit ihr nur???? Langsam erhob ich mich wieder und suchte weiter. Die Tränen behinderten meine Sicht und fast hätte ich auch etwas übersehen. Unter einem halb verkohlten Balken fand ich das noch völlig intakte Holzkästchen von Frau Gemlin. Verwundert holte ich es heraus und schaute es mir genauer an. Es hatte keine Spuren des Brandes abbekommen und die matte Holzlackierung schimmerte wie immer. Vorsichtig machte ich es auf. Der Brief war noch drin, aber zusätzlich hatte noch jemand einen Zettel dazugelegt. Ich grübelte und mir kam nur eine Erklärung, außer mir und Sascha kannte keiner das Versteck der Schachtel, also konnte es nur Frau Gemlin reingetan haben, denn sie war es die, die Schachtel vor langer Zeit hier versteckte. Neugierig faltete ich den Zettel auseinander. Er war schmierig und man sah das er schnell und in Eile geschrieben wurde. Doch ich wurde nicht ganz schlau aus dem Geschriebenen:
V - - > SB HB
Was bedeutete das nur? Ich musste sofort Sascha anrufen. Vielleicht konnten wir so meine Pferde wieder finden. Schon wieder rollten mir Tränen herunter, doch ich riss mich zusammen, schaltete mein Handy an (10 verpasste Anrufe - Mum) und rief sofort bei Sascha an. Er war sofort am Telefon und klang total besorgt. Ich sagte ihm das ich zu ihm kommen würde und dann alles erzählen könne.
Nach einiger Zeit war ich endlich an seinem Hof angekommen. Ich stieg vom Fahrrad und lehnte es an die Stallwand. Sascha wartete schon unten auf mich und schloss mich sofort in die Arme. Dann gab er mir einen liebevollen Kuss und führte mich in sein Zimmer. Dort hocken wir uns auf den Boden und ich erzählte ihm alles, was sich in der letzten Stunde zugetragen hatte. Dann zeigte ich ihm den Zettel. Lange und nachdenklich starrte Sascha ihn an, runzelte die Stirn, tippte mit dem Finger an seinen Mund und schaute dann auf. "Also tut mir Leid, aber ich werde aus der Sache auch nicht schlau! Es könnten Abkürzungen sein aber ich weiß nicht wofür!"
"Dann nehmen wir mal an, dass Frau Gemlin diesen Zettel geschrieben hat. Was wollte sie uns sagen?"
"Wahrscheinlich den Aufenthaltsort von ihr oder von den Pferden."
"Genau das denke ich nämlich auch. Und ich glaube auch das der erste Buchstabe V für Vanity steht. Sie will uns damit sagen, dass es Frau Vanity war die sie und meine Pferde entführt hat. Nur die anderen Buchstaben verstehe ich nicht."
Sascha schaute nochmal auf den Zettel und murmelte die ganze Zeit SB HB. Plötzlich hellte sich sein Gesicht auf. "Ich glaube ich habe die Lösung!"
Ich schaute ihn voller Hoffnung an. "Was denn?? Nun rede doch!"
"Ich schätze mal das der Pfeil dafür steht wo Frau Vanity sich aufhält und die Abkürzungen stehen für SteinBruch HöllenBruch! Das ist ein Steinbruch weiter hinten im Wald. Sehr versteckt und man kommt nur schwer mit dem Auto hin. Aber es wäre ein perfektes Versteck für Pferde. Der Steinbruch wird auch als Höllenbruch bezeichnet, weil vor Jahrzehnten, dort einmal bei einem Einsturz viele Menschen ums Leben kamen. Komm lass uns sofort losreiten. Du kannst ein Pferd von meinem Vater reiten!"
Wir standen auf und eilten in den Stall, merkten aber nicht das wir unsere Handys und den Zettel im Zimmer liegen gelassen hatten...
„Dort geht es lang“ sprach Sascha, als er mit dem Finger auf eine Lichtung hielt. Die Pferde wurden unruhig und tippelten von einem Bein auf das andere. Sie merkten, dass wir uns in Gefahr begeben.. “Was haben deine Eltern zu der Sache mit der Polizei gesagt?“ versuchte ich ihn vorsichtig anzusprechen „ Naja,“ sagte Sascha und wisch sich mit dem Finger verspielt über die Nase. „Sie haben mir verboten in Zukunft mit dir rum zu hängen. Sie sagen du bist ein Mädchen, was den Ärger nur so anzieht und durchgeknallt bist du auch.“ Erschrocken sah ich zu ihm rüber, meine Gedanken drehten sich im Kreis, als er plötzlich anfing frech zu grinsen. „Oh Sascha, wart bloß ab, wenn ich dich in die Finger bekomme, du gemeiner Lügner.“ Fing ich an zu lachen und lenkte übermütig Baron, dass Pferd seines Vaters im Leichtgalopp auf ihn zu. Einen Moment lang waren alle Sorgen vergessen und wir galoppierten wild und lachend hintereinander her. Plötzlich bremste Sascha ab und ich hätte ihn fast umgeritten, wenn Baron nicht so schnell geschaltet hätte.. Mit einer Notbremsung, die sich gewaschen hatte hing ich auch schon seitlich über den Hals des leicht verwirrten Hannoveranerhengstes. Sascha war schon abgestiegen und führte Savira hinter eine Reihe Bäume um sie dort anzubinden. Schnell und mit der Hoffnung, dass er meinen peinlichen Klammerversuch am Halse des armen Tieres nicht mitbekommen hat, rutschte ich ab und folgte ihm leisen Schrittes hinterher. „Dort ist es. Ich hoffe wir haben uns durch das laute schlagen der Galoppsprünge nicht bemerkbar gemacht.“ Völlig außer Atem fragte ich ihn, wie wir den nun weiter vorgehen wollen. Er bückte sich zu mir runter und flüsterte. „Ich werde jetzt dort hingehen und mich ein wenig umschauen. Wenn Frau Gemlins Botschaft stimmt, müssten die Pferde dort hinten in der Ruine stehen. Wenn ich in 10 min noch nicht zurück bin, dann rufst du die Polizei. Alles weitere besprechen wir, wenn ich fündig geworden bin.“ Auf leisen Schritten machte sich Sascha auf zum Höllenbruch.. nach 5 Metern drehte er sich um und kam wieder auf mich zu. „Bevor ich dahin gehe muss ich dir noch sagen, dass du für mich die größte bist. Ich liebe dich.“ Ich dachte mir fährt nen Trecker durch den Bauch und versprüht haufenweise Glücksgefühle, als er mich sanft küsste und wieder umkehrte. In einiger Ferne sah ich langsam meinen Schatz verschwinden. Ich versuchte ihm noch mit den Augen zu folgen, aber die hohen Felsen versperrten mir die Sicht. Einige Zeit verging. Ich wollte mein Handy aus der Tasche holen um nach zusehen, wie lange Sascha denn nun schon weg sei. Aber wo ist es? Wo ist mein verdammtes Handy? „Verdammt!!!!“ Schrie ich wütend aus, als mir einfiel, dass ich es im Stall bei Sascha hab liegen lassen. Plötzlich kam Sascha aus der Bucht hoch gelaufen. Hinter ihm 3 erwachsene Männer. Ich sah wie sie packten und einer schlug nach ihm. Wie ein Haufen räudiger Hyänen krächzten und schüttelten sie meinen Freund wie eine gefangene Beute. Sie zogen ihn hinter sich her, verschwanden wieder hinter den Felsen und ich konnte nur noch die kläglichen schreie von Sascha hören. Ich musste etwas unternehmen. Schnell schwang ich mich auf Baron und ritt im Renngalopp zurück zu Saschas Hof. „Hilfe!!!!“ rief ich lauthals. „Ich brauche Hilfe!!!!“ Der Jeep von seinen Eltern stand nicht auf dem Gelände. Es war niemand zu Hause. Was mache ich jetzt? Schnell stieg ich ab und rannte in den Stall, wo auch mein Handy, sowie der Zettel mit der Nachricht von Frau Gemlin lagen. Panisch tippte ich die Nummer der Notrufzentrale auf das Display meines Handy ein. „Notrufzentrale, Neustädter am Apparat“ „Hilfe“, keuchte ich in den Hörer. „Bitte helfen Sie mir.“ Ganz ruhig junge Dame. Wo sind Sie und was ist passiert?“ „Mein Freund…. Mein Freund Sascha Kamphaus. Er wird von Männern festgehalten am Höllenbruch. Diese Männer. Sie haben meine Pferde geklaut und meinen Stall abgebrannt. Bitte kommen Sie schnell. Sie werden Sascha umbringen!!!“ Tränen schossen mir in die Augen und ich hatte Probleme Luft zu bekommen.“ Ok, beruhigen Sie sich. Ich schicke direkt einen Wagen los. Haben Sie keine Angst. Wo ist ihr momentaner Aufenthaltsort?“ „Hof Grafensstein.“ Antwortete ich in einem Atemzug..
Es dauerte wirklich nicht lang, da kam auch schon der Streifenwagen die Einfahrt hochgefahren. Ein Beamter stieg aus und bewegte sich umschauend auf mich zu. „Sie sind die junge Dame, vom Telefon?“ „Ja, das war ich.“ Gleich darauf fuhr er fort „Wir haben ein paar Kollegen zum Höllenbruch geschickt. Es wird alles wieder gut.“ Gleich darauf schallte aus dem Polizeiauto ein Notruf. „ Wagen 1.1.4 sind Sie in der Nähe vom Höllenbruch?“ Ohne zu zögern stürzte ich mich auf die Rückbank des Autos. Der leicht verwirrte Beamte bewegte sich schnell hinter mir aufs Auto zu. Setzt sich auf die Fahrerseite und nahm das Workitorki „ Ja, hier 1.1.4. wie ist die Lage?“ „Wir benötigen Hilfe. Es handelt sich hier um die Pferderäuber. Sie scheinen bewaffnet zu sein. Wir bitten um Beeilung.“ Ohne zu zögern und daran zu denken, dass ich hinter ihm im Auto saß raste er gleich los. Ich war so aufgeregt. Es war wie in so einem Actionfilm, die Samstagabends auf Pro 7 laufen.

Keine Angst Sascha, wir kommen………..



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viel spaß ^^
Wir waren gerade kurz vor dem Höllenbruch, da bemerkte mich der Polizist. Etwas erbost sagte er:"Sie sollten doch daheim bleiben...!" Reumütig schaute ich zu Boden und meinte:"Aber ich will meinem Freund helfen und ihn retten!!" Der Polizist schüttelte den Kopf:"Tut mir Leid, aber ich muss Sie hier rausschmeissen. Am Besten Sie laufen zurück zu Ihrem Hof und ich melde mich bei Ihnen wenn wir wieder zurück sind."
Er hielt und lies mich aussteigen. Ich schaute mich um....warte mal war das nicht die Stelle wo ich auf Sascha gewartet habe? Ich kletterte durch das Gebüsch und tatsächlich da stand auch noch Savira, die Stute seiner Schwester. Sie wirkte total nervös und ich schämte mich, dass ich sie in der Panik ganz vergessen hatte. Beruhigend redend lief ich auf sie zu und streichelte sie schließlich an ihrem weißen Stern. Dann band ich sie los und schwang mich auf ihre Rücken. Sie tänzelte ein wenig und war immernoch unruhig, aber ich beruhigt sie wieder und wir ritten los. Vorsichtig dirigierte ich sie aus dem kleinen Waldstück heraus und direkt auf den Höllenbruch zu. Savira drehte ihre Ohren immer vor und zurück. Sie wusste nicht was sie von dieser Gegend halten sollte, genauso wenig wie ich. Mir war unheimlich und ich bekam eine Gänsehaut. Schneller trieb ich Savira Richtung Höllennbruch, als plötzlich ein Schuss fiel. Tausendfach wurde der Schall von den verwinklenden Wänden des Steinbruches wieder zurückgeworfen. Savira stieg vor Angst und ich klammerte mich panisch an ihrer Mähne fest. Mir rasten tausend Gedanken durch den Kopf. Auf wen wurde gerade geschossen? Sascha? Meine Pferde? Oder auf die Räuber? Ich versucht Savira wieder zu beruhigen, doch war ich selber noch zittrig und ängstlich, dass Savira nur noch mehr durchging. Sie bockte und tänzelte herum, immerhin stieg sie nicht mehr, doch war sie kurz davor im Galopp davonzu preschen.
Ich war total verkrampft und nicht mehr fähig klar zu denken. Ich versuchte nur noch Savira wieder ruhiger werden zu lassen. Nach einigen langen Sekunden hatte sie sich auch wieder einigermaßen beruhigt und ich konnte mich entspannen.
Langsam steuerte ich sie wieder Richtung Steinbruch und wir schritten vorsichtig den schmalen Grad an der Wand entlang hinunter. Zum Glück war Savira sehr trittsicher und auch noch Falbe. So verschmolzen wir fast mit der Steinwand. Der Steinbruch war sehr tief und ausgehöhlt von unzähligen Sprengungen und wegen Baggern und Bohrer von Narben übersät, die die Erde niemals wieder zurück gewinnen würde. Vereinzelt wurden kleine Löcher und Striemen durch Unkraut und einige andere Pflanzen überwuchert. Als wir endlich unten ankamen, stieg ich ab und band Savira an einem kleinen Baum. Vorsichtig schlich ich mich hinter zwei große Felsbrocken und überblickte erstmal die Lage. Von den Polizeibeamten sah ich nichts und auch sonst war alles abnormal ruhig. Die weite Fläche des Steinbruches war gut zu überblicken und im hintersten Winkel sah man eine kleine Höhle. Dort heraus marschierte gerade ein Mann mit einer Pistole in der Hand. Erschocken zuckte ich zurück in den sicheren Schatten des Felsens. Kurz brachte ich meinen Atem wieder in einen normalen Rhytmus und beruhigte mein Herz, das laut und schnell gegen meine Rippen schlug. Vorsichtig lugte ich wieder an meinem Felsen vorbei und als ich keinen mehr sah lief ich rüber zum nächsten. So arbeitete ich mich immer weiter an die Höhle heran, bis ich endlich direkt vorm Eingang stand. Wie ein riesiges, schwarzes Maul mit langen Reißzähnen starrte es mir entgegen. Unschlüssig stand ich davor. Was sollt ich nun machen? Ich kramte mein Handy vor und schaltete das Kameralicht ein. Leise und wachsam tastete ich mich in die dunkle Höhle rein. Ich kam nicht weit, da hörte ich schon Stimmen. Männerstimmen. Schnell verdeckte ich mein Licht mit der Hand und alles um mich herum verschwand in schwarzer Finsternis. Kurz darauf sah ich auch schon 3 Männer mit 3 Taschenlampen heran laufen. Panisch schaute ich mich nach einen Versteck um. Da! Einer meiner geliebten Felsbrocken. Ich flüchtete dahintern und linste vorsichtig vor. Die Männer kamen immer näher un jetzt verstand ich auch über was sie sprachen!"....machen wir mit ihm?"
"Ich wäre ja immer noch dafür das wir ihn in dem Höhlensee ersäufen. Das wird nie einer mitbekommen und irgendwann wird seine Leiche dann verrottet sein!" Entsetzt meinte der andere:" Das könnt ihr doch wohl nicht im Ernst machen wollen. Der Junge ist höchstens 17 oder 18 und ihr wollt ihn schon jetzt um sein Leben bringen? Was meint ihr wie viel der noch vor sich hat?" Die anderen Männer fingen schallend an zu lachen. "Ooooh hat der kleine Uwe Angst und Mitleid. Komm kleiner Uwe, Papa gibt dir eine Zigarette, dann gehts dir wieder besser!" Nun schien Uwe beleidigt zu sein, denn er sagte kein Wort mehr und brummte nur noch etwas unverständlisches. Die anderen fingen wieder an zu lachen und schon waren sie wieder außer Hörweite. Ich sahs in meinem Versteck und bekam fast keine Luft mehr. Mein Blut rauschte mir in den Ohren und mein Herz schlug so schnell wie nach einem Marathon. Ich war mir sicher das sie gerade von Sascha gesprochen hatten. Ich musste ihn so schnell es geht finden. Schnell rannte ich so leise es ging weiter in die Höhle hinein. Überall lagen auf dem Boden große und kleine Steine und ich stieß mir mehr als einmal den Fuss an. Nachdem zigsten Mal fluchen schaltete ich mein Licht wieder ein. Ich war auf einer Anhöhe angekommen und hatte freien Blick auf den See unter mir. Am Ufer war ein kleines Zelt aufgebaut und daneben lag Sascha im Staub, an Händen und Füßen gefesselt. Ein Mann saß am Ufer und warf lustlos Kiesel in den See. Weiter hinten erkannte ich einen kleinen Pferch in dem die Pferde untergebracht waren. Auf kleinstem Raum standen sie da, ohne Freiraum oder Möglichkeit sich zu drehen. Genau wie Schlachtvieh! Erschrocken riss ich die Augen auf....
Was sollte ich jetzt tun? Und wo um Himmels willen ist die Polizei? Sie mussten irgendwo hier in der Nähe sein. Aber wir haben nicht mehr viel Zeit. Die Verbrecher werden bald zurück sein und dann werden sie Sascha im See ertränken. Nein, dass durfte nicht passieren und ich hatte auch schon einen Plan. Leise kletterte ich die steile Felswand runter, bis ich letztendlich hinter einem 2 Meter hohen Fels Sicherheit fand. Wieder zückte ich mein Handy aus meiner Hosentasche raus, meine Hände waren ganz zitterig und doch musste ich Ruhe bewahren, damit alles klatt verlief. Wir hatten 18:45Uhr. Ich stellte meinen Handywecker auf 19:00Uhr und schmiss es weit in eine andere Richtung von mir weg in den Sand. Nervös hockte ich hinter der großen Steinwand und hoffte das mein Plan aufging. Ich zog mir noch einmal schnell die Schuhe fest, denn ich werde meine flinken Füße gleich wirklich gebrauchen können.... und schon ging es los...
*grrrriiiinnnng grriiiinnnnng griiiiinnnnng" Der leicht verwirrte Mann stand auf und schländerte in großen, langen Schritten auf das klingeln des Handy zu. Nun war er weit genug weg. Schnell rante ich los. Ich hatte jetzt nicht viel Zeit. Einen Meter vor Sascha ließ ich mich in den leichten Sand fallen und rutschte auf ihn zu... Meine Hände wussten gleich was zu tun ist. Schnellstmöglich versuchte ich ihn aus seiner Lage zu befreien.. Seine Beine waren frei. Nun nur noch die Hände... "Duu dumme Görrrreee!" Schrie jemand hinter mir auf.. erschrocken drehte ich mich um. Oben auf dem Felsabsatz standen sie. Alle drei in einer Reihe aufgestellt. Uwe leicht etwas versteckt hinter seinem Nachbarn.. "Wir werden euch zeigen, was es heißt sich uns in den Weg zu stellen!!!!" Wir wollten aufstehen doch der Sand zog uns immer wieder an den Füßen nach unten. Auf allen vieren krabbelten wir in Richtung eines Felsens. Doch ich kam kaum vorwärts. Wie in einem Traum, wo man vor jemand weglaufen will, aber die Beine zu schwer sind um zu laufen und du rennst und rennst doch kommst du nicht vorwärts. Ich wusste, dass der Felsen uns keinen Schutz bieten würde und trotzdem versuchten wir ihn zu erreichen. Im Grunde sind wir aufgeschmissen. Wir werden sterben. Wütend stiegen die Männer die Felswand hinunter. Um die Ecke kam dann auch ihr vierter Kompane, welcher sich wie ein Kind, was einen Lutscher bekommen hat über das gefundene Handy freute und es freudestrahlend seinen Verbrecher Freunden entgegenstreckte. "Guckt mal, was ich ge..." "Duu blöder Vollidiot" schrie der Eine auf und schlug dem etwas verwirrten Mann auf den Hinterkopf, welcher sogleich mich und Sascha mit dem Rücken rangepresst an der Felswand stehen sah. "Öhh, wo kommt das Mädchen her?" Und schon wieder bekam er einen stoß auf die Birne. "Du Hirnverbranter Irrer!! Dieses Mädchen wollte dich linken, aber sie wird jetzt zusammen mit ihrem Freund genau so im See versenkt, wie dieses Haandyyy!!" Während er dies sagte, packte er mein Handy, entnahm es seinem Banausenkumpel und schmiss es weit hinaus in die See. Nun wusste ich, dass dies mein Ende sein wird. Das Ende von Lena. Das Ende dieser Geschichte......
Dieses Grausamme Monster, welches einer Klapperschlange ähnelte zog seine Pistole und kam mit ausgestrecktem Arm, die Pistole auf mich gerichtet auf uns zu. Voller Angst kniff ich die Augen zu. "Ich bin doch erst 17. Bitte bitte tun Sie das nicht. Bitte bitte......" .......
ppäääääännnnnnnnnggggggggggggggggggggggg..
Es viel der Schuß........................................................
Doch es tat garnicht weh. Bin ich jetzt im Himmel? Alles um mich herum war dunkel und ich höre über all Stimmen und geschrei. "Nehmen Sie die Hände hoch!!!" Ich riss die Augen wieder auf. Ich war überhaupt nicht tot. Ich LEBE und Sascha...... er lebt auch. Die Sonne stand schon sehr tief und ich konnte nur sehr wenig erkennen. Vor mir auf dem Boden lagen die vier Männer mit den Händen über den Kopf übereinander geschlagen und oben auf dem Felsvorsprung konnte ich weitere Männer entdecken,welche sich langsam die Felswand runter bewegten. Es waren die Polizeibeamten. Nun waren wir in Sicherheit. Ein abnormes Gefühl der Erleichterung überkam mich und ich hätte am liebsten die ganze Welt umarmen können. Doch zunächst erst mal Sascha. Welcher noch immer total unter Schock stand. In seinem Gesicht waren jede Menge Schirfwunden dessen Blut sich schon leicht verkrustete. Die Polizisten drückten die Männer zu Boden, legten ihnen Handschellen um, rissen sie wütend aus dem Sand raus u. wiesen sie auf ihre Rechte hin. "Seht euch ein letztes mal um, denn dies wird vorrübergehend das letzte mal gewesen sein, dass ihr die Freiheit gerochen habt. Eure Drahtzieherin Frau Vanity wartet ganz sicher schon auf euch vier Deppen." Erklärte ihnen einer meiner Lebensretter und führte sie auch zu gleich ab. "So Kids. Ich denke ihr habt für heute genug bei mir und meinen Kollegen für Aufregung gesorgt. Jetzt macht, dass ihr raus aus diesem Höllenbruch hier kommt. Oben wartet auch schon ärztliche Versorgung!" "Moment!!" Schrie ich auf... "Ich gehe nicht ohne meine geliebten Pferde!" Schnell lief ich zu dem Pferch, an dem meine Schätze welche die letzten 48 Stunden leidend hier angebunden waren und wickelte einen nach dem anderen ab. "Was ist eigentlich mit der armen Frau Gemlin geworden? Hat man sie gefunden?" Fragte Sascha vorsichtig. "Frau Gemlin geht es gut. Sie ist ins Hospial hier in der nähe gebracht wurden. Man hat sie bei der 2. Hausdurchsuchung von Frau Vanity in einem kleinen abgeschotteten Kellerräumchen gefunden. Die arme alte Frau steht ganz schön unter Schock. Aber man hat gesundheitlich grünes Licht gegeben. Wenn sie wieder fit ist, könnt ihr sie sicher mal besuchen gehen." Lächelte der Polizist Sascha an und wuschelte ihm kumpelhaft durchs Haar. Die Beamten, welche die Verbrecher schon sicher im Auto sitzen hatten und weitere Helfer nahmen mir zur hilfe die Pferde ab und führten sie außen herum über einen kleinen matschigen Feldweg raus aus dem Höllenbruch. Die Sonne ging langsam unter und ihr warmes Licht klitzerte liebevoll über die samften Bewegungen des Wassers. Es war ein traumhafter Anblick und ich wollte ihn einen Augenblick lang einfach nur geniesen... Ab nächste Woche wird es dann stessig. Schließlich müßen wir dann den Stall wieder neu aufbauen bis dahin können die Tiere erst mal beim Sascha stehen... Ich freue mich auf morgen. Auf einen neuen Tag mit meinen geliebten Pferden...................................................
Schweißüberströmt wachte ich plötzlich auf. Hatte ich geschrien? Mir kam es so vor. Und da kam auch schon meine Mutter ins Zimmer gestürtzt. "Liebling, um Himmels Willen, was ist den los?"
"Oh nichts Mami, ich hatte nur wieder den gleichen Alptraum wie letzte Nacht!" Meine Mutter setzte sich zu mir an die Bettkante und strich mir beruhigend über den Rücken. Wie letzte Nacht hatte ich wieder von dem Höllenbruch und den Gangstern geträumt und so langsam wurde es mir zuviel! "Jetzt schlaf wieder mein Schatz, ich bleib noch ein bisschen hier sitzen." Auch wenn ich kein kleines Kind mehr war, es tat mir doch gut zu wissen, das meine Mutter da war.
Am nächsten Morgen ging es mir auch schon besser! Schnell war ich geduscht, angezogen und hatte mein Frühstück runtergeschlungen. Nun rannte ich raus um zu sehen wie weit sie schon mit dem Stallaufbau waren. Noch immer sah man die Spuren des Brandes, auf dem Boden und man roch die kalte Asche in der Luft. Aber da das alles bald wieder wie neu war, machte ich mir keine Gedanken darüber. Mein Vater war gerade dabei Bretter für die Stallwände zu zimmern und Sascha strich die Boxentüren. Ich ging hin, gab Sascha einen Kuss und schnappte mir ebenfalls einen Pinsel. Um die Mittagszeit rief uns dann meine Mutter ins Haus zum Essen. Es gab Pfannkuchen. Genau das Richtige nach so einer anstrengenden Arbeit. Nachdem wir fertig waren, schnappten Sascha und ich unsere Fahrräder und düsten zu den Pferden. Die wollte natürlich auch noch versorgt werden!
Zuerst schnappte ich mir Playmate und Sascha seinen Dark Passion. Sobald sie ausgiebig geputzt waren und ihr Fell in der Sonne so richtig glänzte, wurden sie gesattelt und getrenst und auf gings zu einem gemütlichen Ausritt. "Sascha, sollen wir heute oder morgen mal Frau Gemlin besuchen? Sie hat uns noch eine Sache zu erklären...!"
"Ja, können wir. Mir ist es egal wann, kannst du entscheiden."
"Gut das können wir ja sehen, wir schnell wir heut fertig werden." Sascha nickte zustimmend und wir ritten schweigend weiter.
"Lust auf einen kleinen Galopp?" Doch schon hatte ich Playmate angaloppiert und wir fegten bereits weit vorne, vor Dark Passion davon. "Hey das ist gemein!" , schrie Sascha noch lachend hinterher, bevor er auch endlich etwas aufholte. Nebeneinander galoppierten wir dann den Weg entlang.
Plötzlich scheute Playmate und blieb aprubt stehen. Mich hätte es fast über ihren Hals geworfen. Sie zuckte unruhig mit den Ohren und man sah das Weiße in ihren Augen. Sie versuchte zu steigen und wollte durchgehen. Ich versuchte sie so gut es ging zu beruhigen und schloss im leichten Trab zu Sascha auf. "Was war denn los?" fragte er besorgt.
"Ich weiß es nicht, aber ich geh mir das mal ansehen. Vielleicht war es was ernstes." Ich stieg ab, doch bevor ich nochmal zurücklief, tastete ich Playmates Hufe und Gelenke ab. Zum Glück war nichts heiß oder geschwollen. Dann ging ich vorsichtig zurück und spähte in das dichte Gestrüpp. Was ich dann sah ließ mir einen kleinen Aufschrei nicht verkneifen. Dort lag zusammengekauert und ganz abgemagert ein Hund. Man sah deutlich, wie die Rippen hervor stachen und er hatte blutig verkrustete Wunden. Mit eingezogenem Schwanz und gefleschten Zähne starrte er mich an. Nun sah ich auch das der Hund, ein Windhund wie ich jetzt erkannte, mit seiner Pfote in einer Kleintierfalle festhing. Das waren diese Fallen aus dünnem Draht, die eigentlich verboten waren.
Sascha fragte schon die ganze Zeit, was den eigentlich los sei. Ich lief zurück und berichtete ganz atemlos. Geschockt meinte Sascha:" Oh mein Gott, wir müssen ihn da befreien. Meinst du, du kommst an ihn ran? Dann bringe ich solang die Pferde nach Hause und komme mit meinem Vater und seinem Geländewagen wieder!" Ich nickte und Sascha trabte, mit meiner Playmate als Handpferd, Richtung Hof davon. Vorsichtig ging ich wieder zurück und begann beruhigend auf den Hund einzureden. " Hey mein Junge, es ist alles gut. Wir tun dir nichts! Komm bleib ruhig, wir wollen dir doch helfen." Der Hund schaute mich schon neugieriger an, aber war immer noch sehr vorsichtig. Es war, abgesehen von den Wunden, ein wirklich schöner Hund. Nun erkannte ich auch das es eine Sie war. Die Hündin hatte einen großen schwarzen Fleck über den Rücken und haselnussbraune Hinterläufe. Die Vorderpfoten waren weiß und ihre Schnauze lief spitz zu und war schwarz - braun. Außerdem hatte sie einen weißen Strich von der Nase bis zur Strin. Die Ohren waren leicht abgeknickt und sie hatte wunderschöne, lange Beine. Ich kramte in meiner Tasche und suchte nach etwas Fressbaren. Leider fand ich nur Pferdeleckerlies, aber trotzdem probierte ich ob sie, sie mochte. Ich legte es flach auf meine Hand und streckte es ihr langsam entgegen. Zuerst war sie misstrauisch und knurrte, doch dann schien der Hunger sie zu packen und sie schnüffelte neugierig. Schnell schnappte sie sich das Leckerlie und zerkaute es krachend. Sie begann leicht mit dem Schwanz zu wedeln, was für mich ein Zeichen war, dass ich noch näher rutschte. Noch immer redete ich mit ihr. Sie war schon viel zutraulicher und stupste mich fordernd nach mehr Leckerlies an meine Hosentasche. Ich kramte ihr die letzten beiden raus und gab sie ihr. Genüsslich begann sie zu kauen und ich versuchte sehr langsam ihren Kopf zu kraulen. Sie wedelte stärker mit dem Schwanz und schien mir jetzt mehr zu vertrauen. Ich kraulte sie überall und wich aber den Wunden aus. Gleichzeitig versuchte ich ihr eingeklemmtes Bein zu untersuchen. Es war eitrig und blutig. Der Draht hatte ihr tief in die Haut geschnitten. Ich hoffte nur das keine Sehne verletzt war. Da hörte ich ein Wagenbrummen und atmete erleichtert auf. Endlich kamen sie. Gangster, wie ich den Hund in Gedanken getauft hatte, schnellte mit dem Kopf hoch und zog den Schwanz wieder ganz ein. "Mädchen, hey bleib ruhig, die wollen dir auch nur helfen. Ich bin gleich wieder da keine Angst." Als ich aus dem Gebüsch krabbelte, fing Gangster an leise zu winseln un zu fiepen. Ich schaute sie traurig an. Wenn ich den Menschen erwischen würde, der dir das angetan hat....!! Dann hielt auch schon der Jeep neben mir und Sascha und sein Vater sprangen aus dem Wagen. Der Vater hatte einen Eisenschneider dabei. "Wo ist der Hund?", fragte er. "Sie liegt dahinten im Gebüsch. Ich habe sie schon streicheln können und sie scheint mir schon ein bisschen zu vertrauen. Ich glaube es wäre besser, wenn ich zu ihr alleine gehen und den Draht durchschneide." Der Vater nickte zustimmend und gab mir das Gerät. Ruhig ging ich wieder zurück. Als Gangster mich sah, wedelte sie schwach mit dem Schwanz und schaute gar nicht mehr so ängstlich wie am Anfang. Nun kam aber der schwierig Teil. Ich konnte ihr den Draht nicht wegschneiden ohne ihr weh zu tun. Beruhigend streichelte ich sie und schaute mir den Draht nochmal genauer an. Er war tief in die Wunde reingezogen. Am besten war es ich schnitt den Draht an dem Stock ab, der ihn festhielt und dann sollte der Tierarzt unter Narkose den Rest machen. Ich klappte das Geräte auf und auf 3 kappte ich den Draht. Gangster zuckte zusammen und winselte etwas. "Gangster hey es is gut, du bist jetzt frei. Wir müssen dich nur noch aufpäppeln und dann kannst du wieder herumspringen wie ein junges Kitz!!" Ich streichelte sie und redete einfach immer weiter. Dann versuchte ich sie vorsichtig zun Aufstehen zu bewegen, aber sie knickte mit ihrer verletzten Pfote, immer wieder ein. Schliesslich packte ich sie und trug sie unter Stöhnen zum Wagen. Ich denke sie hätte sich gewehrt, doch sie war wirklich schwach und ausgehungert. Sascha zog scharf die Luft ein, als er sie sah und fluchte über soviel Dummheit der Menschen. Der Vater riss schockiert die Augen auf, lief zum Wagen und machte mir die Hintertür auf. Ich legte Gangster auf eine Decke und stieg auf der anderen Seite ein. Schnell saßen alle im Auto und wir fuhren schweigend zum Tierarzt. Unterwegs streichelte ich Gangster, die ganze Zeit und redete mit ihr. Sie lag mit eingezogenem Schwanz da und lauschte mir mit gespitzten Ohren. Beim Tierarzt dann rannte Sascha in die Praxis und bestellte den Tierarzt raus. Zusammen kamen sie angerannt und der Tierarzt schaute sich fachmännisch die Wunden an. "Sie hatte Glück! Hätte ihr sie ein paar Tage später gefunden, wäre sie schon tot. Ich weiß sogar jetzt noch nicht mit Garantie ob sie durchkommt! Aber sie hat gute Chance. Nur die Wunde am Bein macht mir Sorgen. Die musst dringend operiert werden!" Ich nickte und versuchte vorsichtig Gangster aufzunehmen und in die Praxis zu tragen. Der Tierarzt lief voraus und zeigte den Weg zum OP. Dort legte ich Gangster auf den Tisch und wir musste wieder rausgehen. Leise und ängstlich wimmerte sie mir hinterher.
Draußen im Wartezimmer rief ich erstmal meine Eltern über mein total geiles, megaaltmodisches Handy mir Riesenantenne, an. "Hey Mum, wir haben gerade einen Hund im Wald gefunden und er war total schlimm zugerichtet. Eine Drahtschlinge hatte sich um seine Pfote gewickelt und er war voll abgemagert! Wir sind gerade beim Tierarzt und er wird operiert! Kann ich ihn mit nach Hause nehmen?"
"Aber natürlich. Das ist ja furchtbar. Mein Gott wie brutal können Menschen sein!" Ich merkte richtig wie meine Mutter am anderen Ende ihren Kopf schüttelte. "Hoffentlich kommt er durch! Ich richte ihm einen gemütlichen Platz in deinem Zimmer her. Was ist es denn für eine Rasse?"
"Es ist ein Windhund und es ist eine Sie. Ich habe sie Gangster genannt."
"Ok, dann schaue ich mal was ich finde. Tschüß und viel Glück."
Mit flauem Magen legte ich auf. Hoffentlich kommt sie wirklich durch!!!
schade jetzt schreib ich halt meine geschichte weiter unglücklich
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Bangend saßen Sascha, sein Vater und ich im Wartezimmer. Ich betete zu Gott, dass es Gangster schafft. Bitte, bitte lass sie durch kommen. Sie hat den Tod nicht verdient. Mir lief eine kleine Träne die Wange runter. Ich dachte an die vielen anderen Tiere, die so oder ähnlich schon gestorben sind.
Nach einer weiteren Stunde Warten, kam endlich der Tierartz. Er machte ein nachdenkliches Gesicht und mir wurde schon ganz schlecht vor Angst. Doch als er mich sah lächelte er und nickte. "Ihr habt da eine tapfere Hündin gefunden. Sie wird es schaffen. Die OP hat sie gut überstanden und auch keine schwerwiegenden Verletzungen, durch den Draht bekommen. Mit viel Fürsorge und Liebe wird sie bald wieder herumspringen können. Nur jetzt erzählt mir mal die Geschichte. Wie kam es zu dem Unfall?"
Ich war so glücklich und grinste von einem Ohr zum Anderen. Mittlerweile erzählte Sascha dem Tierartz die Geschichte, der sie nur mit fassungslosen Kopfschüttlern und "Oh mein Gott!" - Ausrufen quittierte. "Kann ich zu ihr?" Ich unterbrach sie einfach bei dem Gespräch, ich wollte unbedingt jetzt bei ihr sein. Vom ersten Augenblick im Gebüsch hatte ich sie in mein Herz geschlossen. Der Artz sah mich zu erst erstaunt an, dann lächelte er und meinte. "Sie liegt noch in der Narkose aber kurz kannst du sie sehen." Er winkte eine Artzhelferin heran, die mich zu ihr bringen sollten. Sie nickte und bog um die Ecke. Eilig stand ich auf und lief ihr hinterher. Wir gingen durch einen langen Flur, bis wir an der vorletzten Tür eintraten. Dort lag sie, meine kleine Gangster. Ich stellte mich neben sie, streichelte ihr den Kopf und begutachtete ihren Verband. Es sah wirklich besser aus als vorher.
Später als wir im Auto saßen, redete ich eifrig mit Sascha über Gangster. Bei ihm daheim, sattelten wir noch einmal die Pferde, er Savira, das Pferd seiner Schwester und ich meinen geliebten Nero. Wir gingen in die Halle, da es für einen Ausritt schon zu dunkel war, und machten ein paar kleine Sprünge. Nero fegte nur so über die Hindernisse und war nicht zu stoppen. Zum Schluss als wir einen kleinen Parcours sprangen mit zwei Gattern, einer Zweifachen und einem Oxer, gewannen wir in Zeit und Punkten. Ich war total stolz und glücklich. Mein Grinsen aus dem Gesicht wollte einfach nicht mehr verschwinden. Auch dann nicht als ich daheim war, mit meinen Eltern über Gangster geredet hatte und endlich im Bett lag.

Am nächsten Morgen dann machten mein Vater und ich erst mal wieder daran, den Stall aufzubauen. Es gab noch eine Menge Arbeit. Nach dem Mittagessen fuhr ich zu Sascha und wir machten einen kleinen Ausritt. Als wir wieder auf dem Hof waren, fuhr uns sein Vater ins Krankenhaus, wo Frau Gemlin lag.
Am Empfang fragten wir nach der Zimmernummer und die Dame wies uns freundlich in den 2. Stock. Vor ihrer Tür dann klopfte ich zaghaft. Ein leises "Herein" ertönte und wir traten ein.
Als Frau Gemlin uns sah huschte ein kleines Lächeln über ihr Gesicht. "Ich bin euch zu ewigem Dank verpflichtet! Ihr habt mir das Leben gerettet!" Wir schauten zu Boden und erröteten. "Nein, ohne die Polizisten wären wir doch jetzt selber tot. Wir haben nur einen kleinen Teil, dazu beigetragen." Frau Gemlin schüttelte lächelnd den Kopf. "Nein das wart ihr. Ohne euch wüsste die Polizei, doch noch gar nichts von den schrecklichen Taten, die Frau Vanity angestellt hatte. Deshalb möchte ich euch als Dankeschön ein kleines Geschenk machen. Es ist nicht viel, meine Rente erlaubt es mir nicht, Unsummen für teuren Schmuck oder Reitutensilien auszugeben. Ich hoffe trotzdem es gefällt euch." Und mit diesen Worten holte sie mühevoll ein kleines Säckchen aus ihrer Schublade. "Hier Lena, dass ist für dich." Ich war total gerührt, dass Frau Gemlin uns was schenken wollte. Neugierig öffnete ich das Säckchen. Darin war eine kleine silberne Statue. "Aber,...aber, dass ist ja Playmate!" Schallend und hustend fing Frau Gemlin an zu lachen. "Nein, Liebes. Das ist Pegasus mein altes Pferd und Ur,- ur-, Uropa von Playmate. Aber es stimmt, die Ähnlichkeit ist verblüffend!" "Das kann ich nicht annehmen. Da hängen doch sicher viele Erinnerungen dran?!" Traurig nickte Frau Gemlin mit dem Kopf. "Ohja das stimmt, aber ich habe meine eigenen Erinnerungen in meinem Kopf und außerdem wird es mich auch nicht mehr lange geben. Und ich möchte nicht, dass meine Kinder diese kleine Statue dann verkaufen. Sie haben nichts fü Pferde übrig und werden sicher meine alten Sachen alle verscherbeln. Deshalb möchte ich lieber das du sie bekommst. Du bist ein aufrichtiges, nettes junges Mädchen und du hast sie dir verdient!" Lächelnd schaute ich auf Frau Gemlin und spontan umarmte ich sie als Dankbarkeit. Sie drückte mich und eine kleine Träne rann ihr aus dem Augenwinkel.
Nachdem die Sache mit den gestohlenen Pferden und Frau Gemlin noch einmal gut ausgegangen war, freute ich mich nun auf ruhigere Tage. Zwar musste der Stall noch fertiggestellt werden, aber ein paar Bekannte von Saschas Vater hatten sich bereit erklaert meinen Vater zu unterztuetzen, so wuerde es schneller vorrangehen und ich konnte mich endlich mit Ruhe um meine Pferde kuemmern.
Auch der schoenen Hundedame Gangster ging es langsam immer besser, auch wenn sie ein paar Wochen brauchte um sich vollends zu erholen. Sie erwies sich als sehr umgaenglich und folgsam. Lediglich wenn man die Stimme erhob zuckte sie zusammen und man konnte den Schrecken in ihren Augen aufblitzen sehen.

Und dann kam endlich der Tag an dem der Stall dann endlich wieder soweit fertig war,dass die Pferde einziehen konnten.
Ich war schon frueh aufgestanden und mit dem Rad zu Sascha gefahren.So konnten wir in Ruhe, er auf Nero, ich auf Playmate mit Britt als Handpferd, ueber die Wiesen reiten und mussten uns nicht hetzen. Gegen Mittag kamen wir an. Meine Mutter hatte schon die Boxen hergerichtet und erwartete uns.Froehlich sprangen wir ab. Zuerst brachte ich Britt in ihre neue Box. Gelassen wie immer schnueffelte sie ein Bisschen im Stroh herum und machte sich dann an das Heu.Waehernd meine Mutter in die Kueche eilte, um zu sehen,was das Essen machte, sattelten Sascha und ich die Pferde ab und fuehrten sie schliesslich ebenfalls in die neuen Boxen. Playmate schnaubte unruhig und schuettelte den Kopf. Sie schien sich zu erinnern, dass der Stall hier einmal anders ausgesehen und gerochen hatte. Auch Nero schien die Angelegenheit nicht ganz geheuer. Schliesslich bemerkten sie Britt die zufrieden ihr Heu mapfte und ihnen zu sagen schien. "Was stellt ihr euch so an?Hauptsache es ist sauber und trocken und es gibt jede Menge Heu!"Und so begannen auch Nero und Playmate nach ein paar Minuten zu fressen. Ich sah gluecklich zu Sascha. Er hatte den neuen Stall noch nicht gesehen und sah sich neugierig um. "Ein Gutes hatte der Brand" meinte ich gut gelaunt. Wir konnten den Stall bauen wie wir ihn haben wollten." Er laechelte und nahm meine Hand. "Er ist noch schoener als vorher."
Er hatte Recht. Der neue Stall war deutlich geraumiger und heller. Wir hatten sechs Boxen gebaut. In den leeren hatten wir die Geraete untergebracht, die wir im Alltag benoetigten. Zusaetzlich gab es jetzt auch eine Sattel - und Futterkammer, so dass auf dem Heuboden wirklich nur Heu untergebracht wurde. Dort, wo frueher einmal Traktoren und Machienen gestanden hatten, gab es nun einen Putzplatz mit Wasserschlauch und Solarium. Die Idee hatte Anke gehabt und meinem Vater auch gleich einen guenstigen Hersteller empfohlen. Nun war alles perfekt.
Hand in Hand verliessen Sascha und ich den Stall, um uns auf den Weg ins Haus zu machen. Ich hatte einen riesen Hunger. Da kam mein Vater mit Gangster um die Ecke. "Hallo ihr Beiden" rief er und Gangster kam schwnazwedelnd auf uns zu. "Habt ihr die Pferde schon im Stall?" Ich nickte und wollte etwas erwidern, als Gangster ploetzlich laut bellend auf den Stall zurannte. "Gangster" rief ich, doch schon war sie im Stall verschwunden. Wir rannten hinterher. Was hatte sie bloss?
Wir rannten alle in den Stall um zu sehen, was Gangster so aufregte. Die Sonne schien hell durch die neuen Fenster und der Staub tanzte, wie kleine Kobolde, im Licht. Aber von Gangster war keine Spur."Gaaangster, wo steckst du, du Frechdachs!?!" Wir riefen alle ihren Namen, aber es tat sich nichts. Sascha rannte raus und einmal um den Stall herum, aber er kam ohne sie zurück. Niedergeschlagen schüttelte er den Kopf."Das kann doch alles nicht war sein! Wo steckt sie denn?" Ich ging von einer Box zur anderen und schaute rein. Als ich in Playmate's Box hinein schaute, fing ich an schallend zu lachen. Ich musste meinen Bauch heben und Tränen kamen mir aus den Augen. So gelacht hatte ich schon lange nicht mehr. Sascha und mein Vater schauten sich erstaunt an und kamen zu mir. Auch sie schauten in Playmate's Box und auch sie fingen lauthals an zu lachen. Ich bekam fast keine Luft mehr und schnaufend, hebte ich mich an der Boxentür fest. Dann schaute ich wieder grinsend in die Box. Es war so ein süßes Bild. Da lag Playmate auf dem Boden, die Augen halb geschlossen, döste ein wenig vor sich hin und Gangster lag neben ihr, schleckte ihr ab und zu die Nüstern und wedelte ruhig mit der Rute. Treu blickte sie zu mir hoch und brummte glücklich. Ich lächelte und war so happy, dass Gangster hier ein schönes Zuhause gefunden hatte. Meine Eltern hatten sich bereit erklärt sie zu behalten und mein Vater hatte sie sofort ins Herz geschlossen, als sie dann endlich aus der Tierartzpraxis kam. Jetzt ging sie immer mit ihm Joggen und freute sich über jede Kleinigkeit.
Am Abend saßen wir beim Essen. Meine Mutter schaute mich ernst an und meinte:"Lena wir müssen mit dir reden. Über Gangster." Mir blieb fast das Stück Brot im Hals stecken. Laut hustend und würgend brachte ich es wieder raus. "Wieso, was ist denn los?" "Es geht darum, das Gangster vielleicht einer Familie gehörte und sie von da ausgebüxt ist und dann in dem Draht hängen geblieben ist. Hast du dir darüber mal Gedanken gemacht? Vielleicht vermisst die Familie Gangster schon sehr?" Wie erstarrt saß ich da. Ich wusste ja das meine Mutter Recht hatte, aber Gangster zu verlieren, würde mir das Herz brechen. Es Wäre furchtbar, wenn man sie mir wegnehmen würde! Langsam nickte ich mit dem Kopf. "Ja du hast Recht, ich werde gleich morgen Plakate aufhängen." Schweigend aßen wir weiter und später am Abend machte ich die Plakate und weinte mich dann leise in den Schlaf.
Mitten in der Nacht wachte ich keuchend und schweißgebadet auf. Ich hatte einen schrecklichen Alptraum. Ein Mann kam und wollte Gangster wiederhaben. Aber er war ein brutaler Tierquäler und schlug und schrie nur herum. Leise rief ich nach Gangster. Etwas raschelte und sprang auf mein Bett. Ihre Wärme beruhigte mich wieder und ihr ruhiger und gleichmäßiger Atem schläferte mich langsam in eine traumlose Nacht.
Am nächsten Morgen erfrischte ich mich kurz unter der Dusche und rief dann Sascha an. Ich erzählte ihm was meine Mum gesagt hatte und er meinte er würde mir helfen und gleich nach unserem gemeinsamen Ausritt, wollten wir loslegen. Aber zuerst wollten die Pferde versorgt werden. Ich ging also runter in den Stall und schob die Stalltüre auf. Ein einstimmiges Gewieher empfing mich. Ich musste lächlen und begrüßte jeden meiner Lieblinge mit einer Karotte. Dann fing ich an das Müsli und das duftende Heu zu verteilen. Zufrieden malmend standen sie in ihren Boxen und kauten gemütlich auf dem Heu herum. Da kam Gangster ganz aufgeregt in den Stall gesprungen, sprang an mir hoch und rannte dann zu Playmate um mit einem Satz über ihre Boxentür, bei ihr drinnen zu sein. Playmate scheute kurz, aber als sie sah wer sie da besuchte, schnupperte und stupste sie Gangster, ganz leicht und liebevoll. Ich könnte richtig eifersüchtig werden. Aber dann müsste ich wieder über das süße Bild lächeln, dass die zwei abgaben.
Nachdem die Boxen gemistet und Nero und Playmate auf die Koppel gebracht waren, machte ich Britt für einen kleinen Ausritt fertig. Kurz darauf erschien auch schon Sascha auf seinem Dark Passion und wir ritten Richtung Wald, galoppierten ausgelassen über die weiten Wiesen und schritten wieder ruhig heim.
Als die Pferde alle zusammen auf der Koppel standen, schnappten wir uns die Plakate und Gangster und fingen an, sie alle aufzuhängen. Es war eine mühselige Arbeit und wir versuchten die Plakate so versteckt wie möglich anzubringen.
Später am Abend, als alle Pferde versorgt waren, plumpste ich müde in mein Bett und schlief sofort ein.
Das nächste was mich am Morgen weckte, war mein Handy. Erstaunt schaute ich auf die Uhrzeit. Halb 7. Ja spinnt denn der? Wer auch immer mich anrufte, konnte was erleben! Genervt meldete ich mich mit einem "Ja?"
Eine männliche, mir unbekannte Stimme meldete sich. "Hallo, ich hab auf einem ihrer Plakate gesehen, dass sie eine bunte Windhündin gefunden haben. Das ist meine Lady like this!" Erschrocken riss ich die Augen auf! NEIN...
Einen Moment war ich wie gelaehmt,doch dann hatte ich mich wieder gefasst. "S-sind sie ganz sicher?"fragte ich. Er lachte ein raues, nicht ganz unsympathisches Lachen. "Natuerlich! Wie koennte ich sie verwechseln?!" Ich musste zugeben,dass er sehr ueberzeugend klang. "Gut" brachte ich trurig hervor. "Vielleicht wollen sie spaeter mal vorbei kommen und schauen ob sie es wirklich ist?" "Ist gut, um 10 komm ich vorbei." antwortete er und legte auf. Ich starrte auf das Handy. "So ein Mist!" rief ich aus. Lauter, als beabsichtigt. Gangster sah mich mit gespitzten Ohren an. Ich streichelte sie. "Schon gut, Gangster. Alles ok." Ich unterdrueckte die Traenen und zog mich an. Meine Mutter war schon wach und hatte das Fruehstueck vorbereitet. Doch mir war nicht danach.
Ich ging die Pferde fuettern. Gangster ging lieber mit meinem Vater joggen. Meine drei Lieblinge wieherten mir entgegen. Nero woelbte seinen muskuloesen Hals ueber die Boxentuer, Playmate prustete vergnuegt und Britt brummelte freundlich. Was fuer wundervolle Pferde ich doch hatte! Ich liess mir viel Zeit heute, um das Muesli zuzubereiten. Meine drei Racker wurden schon ungeduldig. Endlich war ich fertig und die Pferde mapften zufrieden. Die Boxen wollte ich nach dem Fruehstueck misten, mir war doch etwas Hunger gekommen. Auf dem Weg zum Haus rief ich Sascha an. Nach endlosem Klingeln nahm er endlich ab. "ja?" ertoente seine Stimme. "Hey! Schlaefst du noch?" rief ich. Aus dem Hoerer drang ein unverstaendliches Stoehnen. "Jetzt nicht mehr"antwortete er schliesslich. "Entschuldige" sagte ich etwas beschaemt. Ich wusste doch, dass er normalerweise nicht ganz so frueh aufstand. Ich erzaehlte ihm von dem Mann. Aufeinmal war er hellwach und versprach mir um halb 10 auf dem Hof zu sein. Erleichtert legte ich auf und setzte mich an den Fruestueckstisch. Eben kehrte auch mein Vater mit Gangster zurueck und setzte sich zu uns. Ich berichtete von dem Telefonat am Morgen.
Als ich geendet hatte herrschte betretenes Schweigen. Gangster kam an den Tisch und legte ihre schmale Schnauze auf die Knie von Papa. Er streichelte sie. Dann ergriff meine Mutter das Wort. "Wenn es wirklich ihr Besitzer ist, dann hat er das Recht sie mitzunehmen. Aber wir werden das ueberpruefen. Ohne eine Besitzurkunde lassen wir sie nicht gehen." Mein vater sagte gar nichts. Er hatte die Huendin bereits fester ins Herz geschlossen als ich.
Um halb 10 kam Sascha. Wir brachten seinen Hengst auf die Weide und stellten Nero dazu, damit er nicht allein war. Die Stuten blieben vorsichtshalber im Stall. Denn Playmate war rossig. Gemeinsam misteten Sascha und ich die Boxen aus, als wir ein Auto hoerten. Gangster, die bei Palymate gesessen hatte, wedelte mit dem Schwanz und schoss wie der Blitz nach draussen. Langsamer gingen wir hinterher und beobachteten eine ruehrende Szene. Da stand ein alter, gebeugter Mann neben einem klapprigen Fiat und Gangster sprang an ihm hoch, legte ihm ueberschwaenglich die Haende und das Gesicht. Als der Mann uns sah gab er der Huendin einen harten Befehl. Sie sass sofort. "Hallo. Ich hatte heute morgen angerufen." sagte er und sah uns an. Ich bemerkte, dass er gar nicht so alt war, im Gegenteil er mochte vielleicht 24, 25 Jahre zaehlen. Aber er war gebeugt und sein Gesicht faltig, wie das eines Alten. Sascha hatte unterdessen schneller geschaltet, war auf ihn zugegangen und reichte ihm die Hand. "Ja, sicher. Sie kommen wegen Gangster." "Ganster?" Der Mann laechelte. "Wegen Lady Like This, ja. Das ist ihr wirklicher Name. Aber Gangster klingt auch nicht schlecht." Er streichelte den Hund, dem das sichtlich gefiel. "Ich nehme sie gleich mit" sagte er weiter. "Danke, dass ihr sie gefunden habt." Ich war wuetend, ich wollte sie nicht hergeben. "Wissen sie auch wie wir sie gefunden haben?!" Sascha gab mir ein Zeichen still zu sein, doch ich achtete nicht auf ihn und erzaehlte die ganze Geschichte noch ein Bisschen grausamer, als sie es gewesen war. Das Gesicht des Mannes verhaertete sich. "Wie ich schon sagte, ich bin euch dankbar. Leider kann ich euch keine Belohnung geben, ich habe selbst kein Geld. Aber ich werde sie jetzt mit nach Hause nehmen." "Und wie koennen wir sicher gehen, dass es wirklich ihr Hund ist?" rief ich aus. Mit eiskalter Stimme sagte er. "Hier bitte" und zog eine Besitzurkunde aus der Tasche, auf der ganz deutlich Gangster beschrieben war. Ich nickte ergeben und Sascha verabschiedete sich wortreich vond em Mann.Ich hoerte nicht zu. Ich sah nur Gangster, die ohne uns anzusehen, froehlich mit dem Schwanz wedelnd ins Auto huepfte. Dann waren sie weg.
"Sie schien den Mann zu moegen" sagte ich leise. Sascha legte mir den Arm um und zog mich ganz nah zu ihm. "Ja, ganz offensichtlich. Es ist das Richtige sie zurueckzugeben, er hat sie sicher vermisst. Und hast du nicht gesehen,dass sie sich gefreut hat wie ein Schneekoenig?" Ja das hatte ich. Leider. Schliesslich kamen die Traenen doch und ich benetzte Saschas Schulter mit meinen Traenen. Er hielt mich fest und strich mir uebers Haar. "Wie soll ich das bloss Papa beibringen?" schluchzte ich. Das wuerde das Schlimmste sein...
Wir standen einfach nur draußen im Sonnenschein. Das Wetter passte überhaupt nicht zu meiner Stimmung. Am liebsten hätte ich es gehabt, wenn es donnern und regnen würde. Sascha stand ganz still und hielt mich fest im Arm. Was würde ich nur ohne ihn machen. Kleine Schmetterlinge machten sich in meinem ganzen Bauch breit, flatterte mir den Hals hoch und schwirrten mir im Kopf herum. Mir wurde ganz schwindelig vor lauter Liebe. Ohne Vorwarnung küsste ich ihn zärtlich auf den Mund. Da trat mein Vater aus der Haustür und pfiff und rief Gangster's Namen. Betreten ging ich zu ihm."Papa, Gangster ist schon weg. Der Mann hatte die Besitzerurkunde und hat sie gleich mitgenommen." Bestürtzt schaute mich mein Vater an. Ich schaute zu Boden und musste mir meine Tränen verdrücken. Als ich wieder hochschaute war mein Vater weg.
Sascha nahm mich an die Hand."Komm wir gehen mit den Pferden ausreiten. Das lenkt dich ab!" Gemeinsam gingen wir zum Stall. Er durfte meine Britt reiten und ich machte mir Playmate fertig. Sie schien irgendwie bedrückt zu sein. Suchend blickte sie sich um und stieß ein klagendes Wiehern aus. Dann ließ sie den Kopf hängen. Normalerweise zickte Playmate ein wenig beim Satteln, aber heute stand sie einfach nur da, mit hängendem Kopf, abgestumpften Augen und die Ohren nach hinten gerichtet. Ich machte mir wirklich Sorgen um sie. War sie krank? Oder vermisste sie Gangster so sehr? Vielleicht würde ein kleiner Ausritt auch sie ein bisschen ablenken. Wir schritten aus dem Hof und ritten über einen kleinen Feldweg in den Wald rein. Die Luft war frisch und klar, die Vögel zwitscherten und kleine Lichtpunkte aus Sonnenstrahlen, drangen durch die dichten Baumkronen und tanzten auf dem Boden. Ich war verzaubert durch dieses schöne Naturschauspiel und für einen kurzen Moment vergass ich meine Sorge und Trauer um Gangster. Da plötzlich zeriss ein Jaulen die magische Stille. Mir lief es eiskalt den Rücken runter. Was war das?? Plötzlich fing auch noch Playmate an zu bocken. Sie buckelte und stieg und preschte auf einmal im Renngalopp davon. Ich hatte meine Zügel verloren und klammerte mich nur noch panisch an ihrem Hals fest. Im Augenwinkel sah ich wie Sascha versuchte uns einzuholen, aber die kleinen Ponybeine von Britt waren nicht so schnell wie die schlanken, langen Pferdebeine von Playmate. Außerdem raste sie wie wenn der Tod hinter ihr her wäre. Was hatte sie nur so aufgebracht? Krampfhaft versuchte ich auf Playmate zu bleiben und an die Zügel zu kommen. Plötzlich legte Playmate eine Vollbremsung hin. Ich war darauf nicht gefasst und stürtze kopfüber in Richtung Erde. Zum Glück landete ich weich, auf einem Laubhaufen. Playmate stand immernoch stocksteif und hielt flemmend ihre Nüstern in den Wind. Ich stand auf und versuchte mit zittrigen Knien, wieder auf Playmate zu kommen. Da kamen auch schon Sascha und Britt angaloppiert. Mit schreckensgeweihteten Augen sah mich Sascha an und fragte:"Ist alles ok bei dir?" Ich nickte zaghaft und musste erst einmal durchatmen. Ich hatte mich kaum richtig ausgeruht, da zuckte Playmate wie vom Blitz getroffen und raste wieder los. Ich überleb das nicht, dachte ich mir. Die Zügel waren natürlich wieder sonst wo, aber nicht in meiner Hand und so hielt ich mich an ihrem Hals fest, sehr darauf bedacht eine sofortige Vollbremsung diesmal auszusitzen. Playmate brach durch Gebüsch durch und wir galoppierten durch eine große Lichtung. Mit einem Satz blieb sie vor einem mir nur zu bekanntem alten, klapprigen Fiat stehen. Und auf einmal zeriss wieder ein Jaulen die Stille, nur diesmal lauter und es kam direkt aus der kleinen Holzhütte vor uns...
Eine eiskalte Gaensehaut lief mir ueber den Ruecken und ich fasste automatisch nach Saschas Hand. Wir liessen die Pferde stehen und naeherten uns der Huette. Gangster jaulte immer noch. Die tuer war nicht verschlossen und so traten wir ein. Es war eine recht aermliche Huette. Spaerlich mit einem gusseisernen Ofen, einem Tisch und einem Stuhl eingerichtet. In der Ecke unter dem kleinen Fenster stand noch ein Schraenkchen - das war's. Sascha deutete auf die anglehnte Tuer auf der anderen Seite des Raumes. Ich hielt den Atem an, als er sie langsam aufstiess. Alsbald standen wir in einer winzigen Kammer, in der lediglich ein Bett stand. Zuerst sah ich nur Gangster, die neben dem Bett sass, aber dann sah ich auch ihn. Der Mann ruehrte sich nicht. "Ist er tot?" hauchte ich. Unwillig schuettelte Sascha den Kopf und trat naeher. Gangster hatte aufgehoert zu jaulen und winselte nur noch, sachte mit dem Schwanz auf den Boden klopfend. Sascha liess meine Hand los, ich streichelte Gangster. "Er ist eiskalt" sagte Sascha. "Aber er hat einen Puls." mit besorgtem Blick zog er sein Handy aus der Tasche und rief einen Krankenwagen. Dann drehte er sich zu mir um. "Hol Britt rein." Ich war verwirrt. "Was?" "Lena, wir haben keine Zeit! Tu was ich dir sage!" fuhr er mich an. Ich erschrak, er hatte noch nie so mit mir geredet. "Geh schon..." Er war richtig aufgebracht. Verletzt ging ich hinaus und kehrte dann mit Britt wieder zurueck, die sich verwundert aber stoisch darauf einliess. Vor der kleinen Kammer hielt ich sie an. Sascha hatte den Mann schon von den Bettlaken befreit, er war vollstaendig bekleidet, sogar die Schuhe hatte er noch an. "Hilf mir!" befahl Sascha grob. Und ich half. Irgendwie schafften wir es den Mann auf Britts Ruecken zu hiefen. Gluecklicherweise ist Britt ja recht klein und der Mann schien nur aus Knochen zu bestehen. Mir war gar nicht aufgefallen heute Morgen, dass er so duenn war.Vorsichtig fuehrte Sascha die Stute heraus, ohne weiter auf mich zu achten. Gangster rannte hinterher. Doch dann schien der Mann zu rutschen. Gerade noch rechtzeitig konnte Sascha ihn wieder zurueckschieben. "Mensch Lena! Steh doch nicht so herum, der Mann stirbt!" Ich eilte zu ihm, er uebergab mir Britts Zuegel und stuetzte den Mann, damit er nicht herunter fiel. Playmate stand draussen und taenzelte nervoes. Der reglose Mann gefiel ihr nicht. Doch dann sah sie Gangster und beruhigte sich sofort. So trottete sie ruhig hinter der Huendin her und ich brauchte mich nur auf Britt und den Waldweg zu konzentrieren. Auf halbem Weg kamen uns zwei Maenner mit einer Bahre entgegen. Die Notaerzte. Sie legten den Mann auf die Bahre, sagten, sie wuerden jmd zu uns schicken und rannten Richtung Waldausgnag. Etwas zittrig stiegen wir wieder auf die Pferde und ritten Heim. Den Weg ueber sprachen wir kein Wort, Gangster winselte ohne Unterlass und hatte den Schwanz eingezogen. Auf dem Hof wartete ein Streifenwagen auf uns. Ehe wir absteigen konnten kam der Beamte auf uns zu. Er wollte alles wissen, wo und warum wir ihn gefunden haetten usw. Und dann sah er ploetzlich in Saschas Gesicht. "Sie wussten die ganze Zeit wo er war richtig?" Sascha schuettelte den Kopf. Der Polizist seufzte und liess uns erstmal die Pferde versorgen. Im Stall wagte ich zu fragen. "Du kennst den Mann?" Sascha sagte nichts, was ich als Zustimmung auffasste. "Komm schon, wer ist es?" brach es aus mir hervor, ich konnte mich einfach nicht gedulden. Er drehte sich nicht einmal zu mir um als er trocken antwortete: "Mein Bruder." Ich traute meinen Ohren kaum. "Dein was???" Doch er antwortete nicht mehr...
wieso schreibt keiner weiter?
Wie erstarrt stand ich neben Playmate. Der Hufauskratzer in meiner Hand war wie eingefroren und Playmate zog kurzerhand ihren Huf weg, weil es ihr zu doof wurde, so stehen zu bleiben. Ich schluckte und senkte meinen Kopf. Ich wollte ihn nicht weiter löchern, es schien dass er gerade schon viel durchmachte. Schweigend versorgte wir unsere Pferde weiter und gingen immer noch still wie bei einer Beerdigung zu mir ins Haus. Meine Mutter hatte uns heiße Schokolade gemacht und dankbar nahmen wir sie uns und setzen uns an den Tisch. Man hörte nur noch das leise Schlürfen, das Ticken der Uhr und das Geschepper von meiner Mum in der Küche. Sascha brach als erster die erdrückende Stille." Tut mir Leid, dass ich dich grad vorhin so angefahren habe. Ich hab mir einfach nur so große Sorgen um ihn gemacht." Ich nickte verständnisvoll und ließ ihn einfach weitersprechen. Stockend fuhr er fort und erzählte mir die ganze Geschichte. "Es war letztes Jahr, Markus, so heißt mein Bruder, hatte einen wunderschönen Araberhengst bei uns auf dem Hof. Er ging oft auf Tuniere und sie waren ein Superteam. Er liebte seinen Hengst, wie noch kein anderes Tier. Als er dann eines Tages zu einem Tunier ging, passierte ein schrecklicher Unfall. Auf der Autobahn kollidierte ein eingeschlafener LKW - Fahrer mit ihm. Er war nur leicht verletzt, aber sein Hengst, der übrigens Light in the Shadow hieß, brach sich ein Bein und musste eingeschläfert werden. Mein Bruder kam nie über den Tod hinweg und als mein Vater ihm anbot ein neues Pferd zu kaufen, tickte er völlig durch, schrie rum und verfluchte alles. Kurze Zeit später war er dann einfach weg. Er hinterlies nur einen Brief in dem stand, dass er es hier nicht mehr aushalten würde und ihn alles an Shadow erinnern würde. Deshalb ist er fortgegangen. Ich hab ihn grad vorhin in der Hütte erst gar nicht erkannt. Er sah so alt, gebrechlich und abgemagert aus. Es ist so schrecklich!" Während der ganzen Erzählung hatte ich ihn nie unterbrochen und jetzt standen mir Tränen in den Augen, wegen soviel Leid. Wortlos ging ich zu ihm und umarmte ihn so fest ich konnte. Lange standen wir so, bis meine Mutter ins Zimmer kam. "Lena, Telefon. Es ist der Polizist von vorhin." Erstaunt sah ich erst meine Mutter und dann Sascha an. Ich meldet mich und kurz darauf riss ich erschrocken die Augen auf. Ich schluckte und Tränen lief mir die Wangen runter, wie kleine Perlen tropften sie auf die dunklen Dielen, sprang noch einmal hoch bis sie gänzlich, als kleine schimmernde Pfütze liegen blieben. Erschrocken schaute mich Sascha an. Ich legte auf und heulte richtig los. Erst als ich mich beruhigt hatte, konnte ich erzählen was los war." Es ging um deinen Bruder. Der Polizist meinte ich sollte es dir lieber sagen. Im Krankenhaus...Sie haben alles versuchte...aber das Gift war zu stark..." Wieder liefen mir Tränen über das Gesicht. "Er ist tot, Sascha. Es tut mir soo Leid. Er hat sich selbst vergiftet. Mit Rattengift. Es war zu spät, keiner konnte ihm mehr helfen." Die Worte sprudelten jetzt nur so aus mir heraus. Mit ausdruckslosem Gesicht stand Sascha vor mir, in seinen Augen stand der Schock. Wie erstarrt stand er da. Meine Mutter hatte sich die Hand vor den Mund gehoben." Oh mein Gott, " flüsterte sie nur, die ganze Zeit. Plötzlich ging ein Ruck durch Sascha und er rannte hinaus, wie als wenn es um sein Leben ging. Ich sprintete hinter ihm her. Doch kam zu spät. Er saß schon auf Dark Passion, haute im die Hacken in die Seite, sodass der Hengst erschrocken einen Satz zur Seite machte und preschte raus aus dem Hof. "Nein komm zurück, bitte...!" schrie ich ihm hinterher, aber er war schon auser Hörweite. Verzweifelt brach ich zusammen, sank auf den staubigen, trockenen Boden und eine Träne nach der anderen tropfte auf den Boden und verwandelte die Stelle wo sie auf kam in einen winzigen Krater. Plötzlich stupste mich etwas an und eine nasse Zunge fuhr mir übers Gesicht und schleckte mir die salzigen Tränen weg. Es war Gangster. Leicht wedelte sie mit dem Schwanz und fiepte kurz. Lächelnd streichelte ich sie."Komm mein Mädchen, ich glaub ich weiß wo Sascha ist." Ich sattelte schnell Nero und trabte Richtung Wald, mit Gangster im Anhang.
Kurze Zeit später waren wir dann an der kleinen Hütte von Markus angekommen. Gangster rannte vor, tapste mit den Pfoten gegen die Tür und bellte und fiepte laut. Ein kleiner Spalt wurde aufgemacht den sie sofort ausnutzte und sich durch zwängte. Langsam kam ich ihr nach. Sascha saß auf dem Bett im hinteren Zimmer hatte einen Briefumschlag in den Händen. Ich setzte mich neben ihn und wir schwiegen. Als die Stille drohte uns zu erdrücken, sagte ich:" Was ist das?" Und meinte damit den Briefumschlag. Sascha schaute auf. Tränen liefen ihm über die Wangen und sanft wischte ich sie ihm weg. Er lächelte kurz und meinte:" Ich weiß es nicht. Hier steht drauf "An meinen Finder" aber ich traute mich nicht ihn zu öffnen. Ich habe Angst was da drin steht!" Tränen traten ihm wieder in die Augen und er ließ sie einfach laufen, schämte sich auch nicht dafür. Wortlos gab er ihn mir. Ich nahm ihn und merkte das viele nasse Stellen darauf waren, aber auch kleine Flecken die einmal nass waren und jetzt, wie ausgetrocknete Seen auf dem Papier prankten. Vorsichtig riss ich es auf und las den Brief laut vor.
Liebe Mama, lieber Papa, lieber Finder und liebe Familie
Diesen Schritt zu tun, tut mir Leid, vor allem weil ich euch dadurch sehr viel Kummer bringen werde. Aber ich habe es nicht mehr ausgehalten. Die Trauer hat mich immer mehr aufgefressen, ich konnte nicht mehr arbeiten, nicht mehr essen, nicht mehr schlafen. So wollte ich nicht weiterleben. Bitte versteht mein Handeln. Ich habe Shadow geliebt , sowie ich euch geliebt habe. Ich hoffe das wir uns jetzt wieder sehen werden, da oben. Bitte folgt mir nicht, sondern lebt euer Leben wie es war weiter. Und bitte findet jemanden der sich um Lady like this kümmert. Dieser Hund hat mir durch viele Krisen geholfen und es tut mir auch sehr weh, sie jetzt verlassen zu müssen. Ich liebe euch und weint nicht um mich. Das Leben wollte mich nicht mehr und Shadow hat mich gerufen...
Fuer einige lange Sekunden sassen wir Beide wie versteinert da. Dann hoerte ich Saschas Schluchzen. Ich war unfaehig etwas zu sagen, ihn zu troesten. Was haette einem auch einfallen koennen? Es war alles gesagt. Und so zog ich unbeholfen seinen Kopf in meinen Schoss. Er leistete keinen Widerstand. Gangster winselte neben uns und schnueffelte an seinem Haar. "Komm!" sagte ich auf einmal entschlossen. Er schreckte hoch. Ich nahm seine Hand und zog ihn vor die Tuer. Dark Passion stand in der Naehe und graste. Als er uns sah trottete er naeher. Sascha streichelte ihn teilnahmslos. "Schau" begann ich wieder und versuchte meiner Stimme einen sicheren und positiven Klang zu geben. "Du hast ein wunderschoenes Pferd. Er braucht dich. Und dein Vater braucht dich noch viel mehr. Er hat schon einen Sohn verloren. Du musst jetzt zu ihm gehen und ihm beistehen. Jahrelang war er fuer dich da. Jetzt ist es an der Zeit, dass du ihm etwas zurueck gibst. Lass dich nicht haengen!" Lange sagte er gar nichts und blickte nur zu seinem Hengst, der aufmerksam die Ohren gespitzt hatte. Schliesslich wischte sich Sascha mit dem Aermel ueber das Gesicht und drehte sich zu mir um. Leise sagte er: "Danke." Er kuesste mich fluechtig, stieg auf seinen Hengst und verliess den Wald. Erleichtert atmete ich aus. Gangster sass neben meinen Fuessen. Auch sie war noch etwas geknickt. Ich streichelte sie. Ich pfiff nach Nero und stieg auf. Langsam machten wir uns auf den Weg nach Hause. Es wuerde sicher noch einige Zeit vergehen, bis der Schmerz um Markus verblasste. Aber ich war jetzt sicher, dass Sascha durch das Leid nur staerker werden wuerde. Und ich auch. Nero schnaubte unter mir und forderte mehr Zuegel. Ich liess ihm seinen Willen und er griff weit aus. Seine sanften Galoppspruenge und der Wind, der mir den Kopf kuehlte, machten mich froh. Ich laechelte und gab ihm die Zuegel ganz hin. Gangster folgte uns.
Es vergingen Tage und Wochen und ich hörte kaum noch etwas von meinem Freund. In den ersten Wochen rief ich fast jeden Tag an, doch er lehnte es immer ab mich zu treffen. Seitdem war ich kaum noch ich selbst. Ich wurde immer dünner, aß fast nichts mehr, wurde müde, schlapp und schaffte es kaum mich um meine Pferde zu kümmern. Mir machte nichts mehr Spaß und ich fühlte mich ausgenutzt und weggeworfen. Meine Eltern versuchten ihr Bestes um mich aufzumuntern. Heute war wieder so eine Überraschungsaktion von meinen Eltern. Sie wollten es nicht sagen wohin es ging, sondern packten mich mit Gangster ins Auto und wir fuhren los. Mindestens 2 - 3 Stunden ging die Fahrt.
Gangster gehörte mittlerweile uns, Saschas Familie konnte es nicht ertragen den Hund ihres verstorbenen Sohnes um sich zu haben. Ihre Trauer war zu groß und ich verstand es auch. Doch das Sascha mich einfach so sitzen lies, machte mich kaputter als ich gedacht hätte.
Mein Vater bog in eine Hofeinfahrt. Es war ein riesiger schmiedeeiserner Torbogen mit Rosenranken, den wir durchfuhren. Prachtvoll und anmutig blühten die blutroten Rosen und reckten stolz ihre Köpfe Richtung Himmel. Ich musste zugeben, es gefiel mir mehr als mein ausdrucksloses Gesicht es erahnen lies. Knirschend rollten die Räder des Autos über den Kies. Ein kurzes Stück noch, dann parkte mein Vater auf einem angelegten Parkplatz, mit weißen Kieseln und prächtigen Blumentöpfen. Vor uns rackte hochhinaus und altehrwürdig ein Herrenhaus hinauf. Es war noch sehr gut erhalten und der alte Sandstein strahlte Ruhe und Gelassenheit aus. Ein eifriges, kleines Männchen kam uns entgegen gewatschelt. Er sah aus wie ein Pinguin und bewegte sich auch so. Das Männchen war fast einen Kopf kleiner als mein Vater und stellte sich uns als Herr Hüffner vor. "Guten Tag, Sie sind sicher Familie Lotz. Wir haben Sie schon erwartet!" Mit einem Seitenblick auf mich sprach er weiter:" Und die bist die Glückliche, die hier beschenkt wird." Erstaunt sah ich erst Herrn Hüffner, dann meine Eltern an. Doch diese lächelten nur milde. Ich verstand nichts mehr. Was wollten sie mir hier kaufen. Ich hatte doch alles und wollte auch nichts mehr. Herr Hüffner wackelte vor uns voraus, mit großen Abstand, da er Respekt vor Gangster hatte, die wild an der Leine zog. Wir liefen um das Herrenhaus herum und ich fühlte mich als würde mich der Schlag treffen. Die Sonne brach gerade aus den Wolken heraus und strahlte auf riesige Weiden mit pechschwarzen Friesen herunter. Ich sah kleine Fohlen auf den Wiesen tollen, Stuten standen in der herauskommenden Sonne und genossen die letzten Strahlen des Sommers, Hengste galoppierten über die Weiden und dann sah ich ihn. Ich wusste sofort, dass das mein Pferd sein würde. Wenn meine Eltern mir wirklich einen Friesen schenken wollen, dann diesen. Seine lange, schwarze Mähne flog hinter ihm her, als wären es die Wellen des Meeres. Sein Galopp war groß, sanft und raumgreifend. Sein Hals edel gebogen und die Langhaare typisch gewellt. Ich blieb stehen und genoss diesen Anblick. Das erste Mal seit Wochen war ich verzaubert von einer so schönen Aussicht. Meine Eltern blieb auch stehen. "Liebling was ist den? Du guckst so komisch. Hast du etwas gesehen?" Ich ging gar nicht erst auf die Frage ein sondern fragte: "Herr Hüffner, der Friesenhengst auf der 1. Koppel, wie heißt er und wie alt ist er? Steht der auch zum Verkauf?" Herr Hüffner blickte meinem Finger nach und erschrack. "Kleines Fräulein, dass ist eine schlechte Wahl. Er heißt Falling Angel, weil er genau so rachsüchtig und böse wie ein gefallener Engel ist. Er ist jähzornig, gefährlich und geht auf jedes 2 - beinige Wesen los, das in seiner unmittelbaren Nähe ist! Wollen Sie nicht lieber unsere Jungtiere vom letzten Jahr? Es sind sogar ein paar Kinder von Falling dabei und ich muss sagen........" Doch ich hörte ihn schon gar nicht mehr. Gelangweilt trottete ich hinter meiner Familie her. Ich hatte nur noch den Hengst im Kopf. Das war mein Traumpferd, aber wortwörtlich. Denn vor ein paar Tagen träumte ich genau diese Szene, die der Hengst gezeigt hatte. Unauffällig schielte ich nach vorne. Meine Mutter unterhielt sich grad angeregt mit Herr Hüffner und mein Vater spielte mit Gangster. Vorsichtig schlich ich mich Richtung Weiden. Als ich an der 2. entlang lief, kamen neugierig 2 Fohlen angetrabt. Frech stupsten sie mich an, doch da ich nichts Leckeres dabei hatte, waren sie schnell wieder weg. Ich musste schmunzeln. Süße, kleine Dinger! An äußersten Rand der 1. Koppel blieb ich stehen und schaute diesem prächtigen Hengst zu wie er von einer Ecke der Weide in die andere galoppierte. Da bemerkte er mich und kam im schwungvollen Trab auf mich zu. Freundlich waren seine Ohren aufgerichtet und kurz vor mir blieb er neugierig und mit geblähten Nüstern stehen. Vorsichtig streckte ich meine flache Hand nach seinen Nüstern aus.
Mit schimmernden Augen blickte er mich direkt an. Ich war verzaubert, wie magisch angezogen von diesem wunderschönen Tier. Leicht streichelte ich seine Nüstern. Falling war ruhig und stand ganz still, als wollte auch er diesen Moment nicht zerstören. Plötzlich gellte ein Bellen von den Hügeln herab. Erschrocken warf Falling den Kopf hoch und galoppiert davon. Enttäuscht drehte ich mich um und wurde von meiner Hündin regelrecht zu Boden gerissen und von oben bis unten abgeschleckt. Auch meine Eltern und Herr Hüffner stiefelten langsam den Hügel hinab und traten zu mir an den Koppelzaun."Was hälst du von Falling Angel?" fragte mich meine Mutter gerade heraus. Ich wollte sagen wie unglaublich dieses Tier war, wie faszinierend und wunderschön, aber auch magisch und unheimlich. Aber ich brachte kein Wort raus. Mir fehlten die richtigen Worte. Doch meine Mutter sah mir nur in die funkelnden Augen und lächelte mich an. "So sehr hast du schon sehr lange nicht mehr gestrahlt!" Mit diesen Worten wandte sie sich an Herrn Hüffner um das Geschäftliche zu besprechen und ich blickte meinem neuem Hengst nach, wie er sonnengebadet über die Weide flog.
Wink Ich möchte einen teil 11 vorschlagen:

3 Monate lang komme ich nun jeden Tag zu Britt. Wir werden ein suergutes Team. " Du kannst sehr gut reiten, Lena. Ich möchte dir vorschlagen, an einem kleinen Tunier teilzunehmen.", sagt Anke an einem warmen Sommer-
morgen nach dem Unterricht. "Ach nein,", meine ich " wieso denn? Britt und ich brauchen keine Tuniere. Und wenn schon, in Dressur bin ich nicht übermäßig gut und springen kann ich auch nicht." "Stimmt. Aber es war ja so wieso nur eine Frage.", sagt Anke. Dann verschwindet sie in der Sattelkammer. Ich füttere noch schnell Britt und dann gehe ich nach Hause, denn ich hab noch Hausaufgaben zu machen.
Am Abend komme ich noch einmal in den Reitstall, um Britt die Abendration Futter zu geben. Als ich über die Boxentür luge, bekomme ich fast einen Herzinfakt. Britt liegt schweißnass im Stroh, atmet schwer und scheint große Schmerzen zu haben. " OH NEIN!", rufe ich. "Was ist denn?", fragt Anke. "Schau", ich deute auf die Box. Das Stroh hinter der Stute ist nass.
"Oh", meint auch Anke. Leise betritt sie die Box. "Herzlichen Glückwunsch",
sagt sie nach einer kurzen Kontrolle "Deine Stute ist gerade am abfohlen!"

Ich hoffe, du übernimmst das. Teil 12 kommt ebenfalls bald von mir. Verbeugung Kopf kratz großes Grinsen

Auf Lena und die Pferde antworten !