Jenseits der Stille



C-Dur
Sie ist perfekt, das perfekteste Wesen der Welt, und das weiß ich wohl zu schätzen.

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einen sehr schönen hof hast du da, bella, c-dur ist wirklich sehr hübsch
Ja. C-Dur ist ein Traum.... ein wundervolles Wesen...
Bericht vom 14. Mai 2008


Der Stern, der vom Himmel fiel (15)


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Imiaks Umrisse verflüchtigten sich, als sickerten sie in den Boden. Als ich nach ihm greifen wollte, fasste ich durch ihn hindurch, meine Hand traf auf keinerlei Widerstand. "Imiak?" Ängstlich riss ich die Augen auf. "Imiak!" Unendlich langsam bewegte er den Kopf in meine Richtung. "Meinest du das? Meintest du das, als du sagtest, sie würden dich holen?" Meine Stimme war einige Oktaven zu hoch. Es schien, als hätte er Mühe, die Augen offen zu halten und nicht die Lider fallen zu lassen. Er schüttelte langsam den Kopf. Seine Stimme war leise, so leise, dass ich mich über ihn beugen musste um seine hauchenden Worte zu verstehen. "Nein, Bella. Das ist ist das "wenn nicht, dann", von dem ich sprach." Ich erstarrte. Das wenn nicht, dann...? Es war mir, als würde die Nacht auf einen Schlag noch dunkler als zuvor, selbst die Sterne erblassten, nur noch Imiak leuchtete schwach. "Bella, sie holen mich nicht." Stumme Tränen rannen mir über die Wangen und fielen durch den Jungen hindurch. Er hob die Hand und berührte meine Wange. Es fühlte sich an wie ein leise Lufthauch. "Bella, bitte, trag mein Leuchten in die Welt.

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Bericht vom 16. Mai 2008


Der Stern, der vom Himmel fiel (Ende)


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Tränenüberströmt musste ich hilflos mit ansehen, wie Imiak sich mehr und mehr auflöste. Durch seinen Körper konnte man das Gras unter ihm erkennen. Ich rollte mich zitternd im Gras zusammen und betrachtete meine Hände durch einen Schleier aus Tränen. Sie leuchteten. Ich fuhr mir durch die Haare. Auch sie leuchteten. Doch es interessierte mich nicht. Gut, dann leuchtete ich eben wie ein Glühwürmchen, was ging mich das an? Ich presste die Lippen aufeinander und rappelte mich auf. Ich vermied es über die Schulter auf den Jungen zu blicken. Potilla schien es nicht zu stören, dass ich leuchtete. Ich streckte die Hand nach der Ponystute aus, sie beschnupperte mich mit ihren samtweichen Lippen. Ich vergrub den Kopf in ihrer langen Mähne und schlang meine Arme um ihren Hals. "Jetzt ist er weg. Einfach weg" Ich verdrängte die Tränen, die mir schon wieder über die Wangen laufen wollten. "Komm, Potilla, wie gehen nach Hause" Sie schnaubte leise, als ich auf ihren blanken Rücken kletterte. Mit hängenden Schultern wischte ich mir über die Augen. Der Mond tauchte alles in ein silbernes Licht. Nur mich nicht. Denn ich trug Imiaks warmes, goldenes Leuchten in die Welt.

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Bericht vom 18. Mai 2008


Sommernachtstraum (Prolog)


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Ich starrte hinaus in den Regen. Das sollte mein Sommer werden? Verregnet? Windig? Obwohl es noch nicht sehr spät war, hatte sich die Sonne schon verkrochen. Im Licht der Straßenlaternen sah der Regen aus wie silberne Fäden, die vom Himmel fielen. Mein Gesicht spiegelte sich im Fenster, bleich starrte mein Spiegelbild zurück. Ich wandte den Blick ab und schlurfte mit hängenden Schultern durch mein Zimmer und ließ mich auf's Bett fallen. Meine dunklen Haare bildeten einen scharfen Kontrast zu meiner recht hellen Haut. Trotzig starrte ich an die Zimmerdecke. Vielleicht konnte man den ewigen, monotonen Regen mit den Gedanken in goldene Sonnenstrahlen verwandeln? An der Wand hing ein Bild von meiner zierlichen Araberstute Milky Way. Hübsch sah sie aus. Vielleicht sollte ich sie besuchen gehen. Sie würde sich bestimmt freuen. Außerdem würde mich das auf andere Gedanken bringen. Vielleicht sah ich dann für einen Moment nicht mehr das hübsche dunkle Gesicht mit den blitzenden fröhlichen Augen, die mich so gutmütig anlächelten, als seien sie wirklich hier und nicht ein paar Straßenzüge weiter. "Falscher Gedanke, ganz falscher Gedanke, Bella" murmelte ich leise.

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Bericht vom 19. Mai 2008


Sommernachtstraum (Teil 1)


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Milky Way lief prima heute, obwohl ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Vielleicht lag es daran, dass ein paar Andere am Zaun lehnte und mir zusahen? Oder lag es doch daran, dass ich ein dunkles Gesicht hatte herausblitzen sehen? Die Schimmelstute sprang freudig in ihren Galopp. Ich liebte es, wenn Milk galoppierte. Die Kleine flitzte jedem Großpferd davon. Malik winkte mir zu, ich lächelte schüchtern zurück und parierte Milk durch. "Hey Bella" Ich zucke kaum merklich zusammen. Ich hatte seine Stimme wirklich schon lange nicht mehr gehört, viel zu lange. Malik strubbelte der Schimmelstute über den Kopf, Milk schnaubte. "Was treibt dich denn hierher?" fragte ich und versuchte mir nicht anmerken zu lassen, wie nervös ich war. "Was mich hierher treibt? Vielleicht hab ich ganz zufällig mein Pferd hier stehen und da könnte es doch sein, dass ich mal vorbeischaue, oder?" Er lachte sein warmes glückliches Lachen. Mir wurden die Knie weich. Ich hätte viel dafür gegeben nicht auf Milky Way zu sitzen, sie war so sensibel, dass sie nervös auf der Stelle tänzelte. "'Tschuldigung, Malik, hab ich... vergessen" Ich grinste verlegen.

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du hast so einn tollen hof, bella, es ist unglaublihc. hab deinen beri nominiert
Ja, dein Hof ist wirklich toll.... habe dir übrigens eine PN geschrieben, ich muss die ganze Zeit so lachen *grins* weißt schon weswegen, haben ja letztens schon über so ein Mädchen geredet...*lach* so krass....
Danke, ihr zwei *grins*
Ach ja, Chocolat, danke für's nominieren, aber das nächste Mal lieber nicht, okay? Ich find's zwar prima, dass er dir gefallen hat, aber ich kann zu viel "Aufmerksamkeit" nicht leiden.
Devil's Beat
In ihm schlägt wahrhaftig das Herz des Teufels, so möchte man meinen. Doch wenn man den richtigen Zugang zu ihm gefunden hat, wird er zum Lamm.

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Bericht vom 21. Mai 2008


Sommernachtstraum (Teil 2)


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"Mir scheint's, als würdest du immer vergesslicher werden, Bella. Ich weiß noch, wie du deinen eigenen Geburtstag vergessen hast." Er schüttelte lachend den Kopf, ich rümpfte die Nase. "Sowas kann schon mal passieren" Malik grinste frech und Milky Way begann verrückt zu spielen. "Ach ja, Bella, ich wollte dich eigentlich fragen, ob du nachher mit mir Eisessen gehen willst. Vorrausgesetzt, du vergisst es nicht." Er setzte sein Unschuldslächeln auf, ich spürte, wie meine Wangen erröteten. "Ist gut, ich geh nachher mit dir Eisessen" haspelte ich und ließ Milk davongaloppieren. Erst als ich aus den Augenwinkeln sah, dass er hinter dem Stall verschwunden war, stieg ich mit wackeligen Knien aus dem Sattel. Meine Hände zitterten so sehr, dass ich es kaum schaffte den Sattelgurt zu lösen, ungeduldig scharrte die Schimmelstute mit dem Huf. Milk wälzte sich genießerisch im Staub und brachte mich zum Grinsen, als sie sich vor meiner Nase schüttelte und mich in ein Sandmännchen verwandelte. Ich nahm sie am langen Zügel und führte sie in Richtung Stall. "Bella, du siehst aus als hättest du dich in der Wüste verirrt" Ich biss mir auf die Lippe und ignorierte Malik.

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Devils Beat ist sehr hübsch, sieht gar nicht so nach einem Teufel aus....
Wer hat gesagt, dass Teufelchen nicht hübsch sein können? *grins*
Super Pferd!!! Wirklich klasse, wuerd ich auch gleich mitnehmen...

Die schlimmsten Teufel sind eh die mit den Engelsgesichtchen *frechgrins*
Da kennst du dich ja bestens aus, was, Nacomi?

Bericht vom 1. Juni 2008


Sommernachtstraum (Teil 3)


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Die Sonne prallte durch die staubigen Fenster, als wolle sie uns alle wie Wachsfiguren schmelzen. Meine Füße brannten mittlerweile, ich stolperte und versuchte hektisch wieder in den Takt zu kommen. Ich spürte die Blicke der anderen in meinem Nacken und senkte den Kopf. "Stopp, stopp, stopp!" Die Stimme der Tanzlehrerin unterbrach uns, die Trippelschrittchen hörten auf, alle seufzten. Ich starrte zu Boden. Wieso gelang es mir nicht, mich zu konzetrieren?
Nach der Stunde hetzten alle nach draußen. "Bella, kann ich nochmal kurz mit dir sprechen?" Ich drehte mich um. Die Tanzlehrerin sah mich eindringlich an und winkte mich zu ihr. Zögernd ging ich au sie zu. Sie schien nicht ganz zu wissen, was sie sagen wollte. "Bella, ich hab dir diese Rolle gegeben, weil du gut bist. Talentiert." Ich nickte, ohne den Sinn ihrer Worte erfasst zu haben. Ich starrte aus dem Fenster und lächelte. "Aber zur Zeit bist du so unkonzentriert, ständig bist du mit den Gedanken irgendwo anders. Bella, bemüh dich ein bisschen." Ich nickte noch einmal abwesend und lief mit federnden Schritten aus dem Raum, denn ich wusste, wer draußen wartete.

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großes Grinsen hm... wer weiss wer weiss... du etwa nicht?

Und Bella - ich muss es nochmal sagen: ich liebe deine Berichte!!!! Daumen hoch
Ich glaube du bist einer der eifrigsten Leser, Nacomi *grins* Danke nochmal

Classiker
Er ist der Typ Pony, der durch nichts, aber auch rein gar nichts aus der Ruhe zu bringen ist.

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Pik Koenig
Er ist ziemlich vernarrt in seine kleine Freundin Pik Dame. Pik Koenig ist ein großer Dickschädel, man braucht eine Engelsgeduld um den richtigen Zugang zu finden.

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Bericht vom 9. Juni 2008


Sommernachtstraum (Teil 4)


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Man sah das Feuer schon von weitem, es spuckte seine Flammen in den schwarzen Nachthimmel, als wolle es die Sterne erreichen, die silbrig weiß am Himmel standen. Ein leiser Lufthauch bewegte die Halme am Feld, silbrig schimmerten sie im Mondlicht, wogten wie Wellen, weiße Wellen, wie Wellen aus Licht. Ich streckte im vorbeigehen den Arm aus und strich mit der Handfläche über sie. Ein scheues Lächeln huschte über mein Gesicht. Um das Feuer herum war das Feld kurz geschnitten. Jemand winkte mir zu, ich konnte nicht erkennen, wer es war. Er war so schön hier zu sein, und doch fehlte etwas. Jemand fehlte, ich wusste, er würde nicht kommen, nicht heute. "Hi Bella" Ich erkannte einen Freund, nickte ihm zu. Ich setzte mich in den Kreis um das Feuer. Es war seltsam, von vorne wurde mir warm, ich bekam rote Wangen, meine Augen fingen an zu funkeln, doch die kühle Brise ließ mir eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Die Gesichter waren teils hell, als leuchteten sie selbst, andere lagen ganz im Schatten, nur ihre Augen glänzten. Wie Sterne. Das Feuer knackte, Funken stoben in den Nachthimmel, tanzten um uns herum wie goldene Schmetterlinge.

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Bericht vom 10. Juni 2008


Sommernachtstraum (Teil 5)


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In einem der vielen Gesichter erkannte ich meinen Bruder wieder. Merle hatte ihren Kopf auf seine Schulter gelegt. Ich lächelte ihr zu, sie lächelte glückseelig zurück. Ich schlang die Arme um meine Knie und legte mein Kinn darauf. Meine Augen fingen zu brennen an. Selbst mit geschlossenen Augen sah ich das Feuer noch, blutrot durchtränkte es meine Lider. Ich fühle mich leer. Je mehr Menschen um mich herum waren, desto mehr fühlte ich mich anders, alleine. Ich versuchte die murmelnden Stimmen auszublenden, zu ignorieren und mich in meinen Gedanken zu verfangen, doch es gelang mir nicht. Ich spitzte die Ohren. In der Ferne bellte leise ein Hund, Grillen zirpten leise ihr Lied.
Jemand berührte mich an der Seite, ich sah nicht auf. Er würde nicht kommen. Er würde nicht kommen, nicht heute. "Bella?" Das war sie. Die Stimme. Seine Stimme. Ich sah auf und zwinkerte. Er grinste mich an. Mein Puls fing an zu rasen, mein Herz hämmerte unbarmherzig gegen meine Rippen. "Guck nicht so, als wäre ich der verflixte Geist aus der Flasche, Kleine" Er setzte sich neben mich. "Was machst du denn hier?" fragte ich leise. "Wieso sollte ich nicht hier sein?"

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Bericht vom 12. Juni 2008


Sommernachtstraum (Teil 6)


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"Vielleicht habe ich jemanden vermisst und bin deshalb gekommen" Er strich mir liebevoll über's Haar. Das Feuer knackte und sprühte goldene Funken in den Himmel. Leo grinste mir zu, Merle im Arm, ich drückte meinen Kopf an die Schulter des Jungen. "Schön, dass du da bist" murmelte ich in sein T-Shirt. Ich sah sein Lächeln nicht, konnte es nur erahnen, und doch war es da und umgab ihm wie einen goldenen Schein aus Glück. Leise summte ich ein Lied vor mich hin, es klang als käme es nicht aus meiner Kehle, dünn und einsam hing meine Stimme in der Nachtluft. Grillen zirpten leise dazu, es klang wehmütig und doch leicht. Ich hätte ewig so sitzen können, den Kopf an seiner Brust, hätte ewig seine Hand halten können. Doch das Feuer wurde kleiner, langsam aber unaufhaltsam kleiner, bis es nur noch rot glühte. Eine Gänsehaut überzog meine Arme, selbst wenn ich die Kälte nicht spürte, die durch meine Kleider kroch und sich in meinem Nacken festkrallte.
Ich stolperte mehr den Feldweg entlang, als dass ich lief, seine dunkle Hand zog mich jedes Mal näher zu ihm, wenn ich hinzufallen drohte. Alles war dunkel, alles war still und leise, nur mein Herz pochte.

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Pik Dame
Die Stute hat einen göttlichen Charakter, sie geht alles sehr ruhig an, nimmt die meisten Situationen auf die leichte Schulter.

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Samaii
Samaii ist ein sehr geduldiger und freundlicher Wallach, leicht zu handhaben. Man schließt ihn schnell ins Herz und kann nicht mehr loslassen.

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Bericht vom 23. Juni 2008


Sommernachtstraum (Teil 7)


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Verdrießlich legte ich das Kinn auf meine verschränkten Arme und biss mir auf die Lippe. Das war er also gewesen, der Sommer, von dem ich so lange geträumt hatte. Der Traum hatte einen Abend lang gedauert. Und jetzt war er weg, mit dem Flugzeug nach England verschwunden war er, mein Traum. Und er hatte sogar den Sommer mitgenommen, so wie mein Herz. Ich hörte meinen kleinen Bruder anfangen wie aum Spieß zu kreischen, kurz darauf ein Platschen und ein Lachen. Leo. Ich spielte mit dem Gedanken, ihn dem kleinen Timmy hinterher in den See zu werfen, verwarf ihn jedoch sofort wieder, weil ich wusste, dass nicht er sondern ich im Wasser landen würde, also drückte ich die Nase ins Gras. Lang war es geworden, überall summte es, Bienen flogen von Blüte zu Blüte, Hummeln brummten umher. England. England. England. Das Land der Engel? Nun war selbst mein Engel dort. Dort. So weit weg. Viel zu weit weg. Da hätte er gleich hinter den Mond fliegen können, das hätte keinen Unterschied gemacht. Ich brummte leise vor mich hin. Eine Hummel brummte mit, ich verstummte, weil die Hummel so fiel schöner brummen konnte als ich. Aber seufzen, das konnte sie nicht. Ich seufzte.

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Bericht vom 28. Juni 2008


Sommernachtstraum (Teil 8)


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Seufend ließ ich den Kopf auf die Tischplatte sinken und blickte aus dem Fenster. Die Stimme des Lehrers ging in ein monotones Summen über, wurde leiser, bis ich nur noch den Regen hörte, der in silbernen Fäden vom traurig grauen Himmel fiel. Im Fenster konnte ich mein Spiegelbild ausmachen, blass, verloren. Seltsam, dass man zwei Dinge gleichzeitig sehen konnte, als hätten sich zwei Bilder übereinander geschoben, als würde man in zwei Welten gleichzeitig blicken. Warum war Malik heute morgen nicht da gewesen? War er überhaupt schon zurück? Ich wusste es nicht. Ich vermisste sein warmes Lachen, vermisste das Gefühl, ihn neben mir zu wissen. "Miss-aus-dem-Fenster-guck, wann ist also Hitler an die Macht gekommen?" Die Stimme des Lehrers riss mich brutal aus meinen Träumereien. "1769?" fragte ich eher als dass ich antwortete. Er überlegte kurz. "Meine liebe Bella, 1769 kam Napoléon zur Welt." Ich grinste. "Hitler und Napoléon waren beide nicht besonders groß, von daher kann man die schonmal verwechseln." "Aus diesem Grund trug Napoléon einen Hut, damit du ihn nicht mit Hitler in einen Topf wirfst. Schau lieber wieder aus dem Fenster" Ich sah aus dem Fenster.

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Wow, Pik dame is übrigens ein richtig hübsches Pferdchen Daumen hoch
GLG Wink
Danke großes Grinsen
soo toll der hof, bella
Bericht vom 29. Juni 2008


Sommernachtstraum (Teil 9)


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"Bella, stopp, warte auf mich!" Ich drehte mich um, Merle kam auf mich zugerannt. "Was hast du jetzt?" fragte sie, noch ganz außer Atem. "Bio" Ich zog eine Schnute. Sie hakte sich bei mir ein und begann auf mich einzuquasseln, meine Ohren stellten automatisch auf Durchzug. Es war kühl im Schulhaus, draußen prasselte immernoch der Regen gegen die Fensterscheiben, als wollte er sie durchweichen. Hoffendlich fing es nicht an zu gewittern. Von irgendwoher kam ein Krachen, ich konnte nicht zuordnen, aus welcher Richtung es kam, bis wir um die Ecke bogen. Ein paar Jungs aus der elften hatten anscheinend beschlossen sich gegenseitig das Hirn aus dem Kopf zu schlagen. Überall lagen Hefte und Bücher zerrissen am Boden, Merle nahm meinen Arm und zog mich durch den Tumult. Jemand packte mich grob, entriss mich Merle und zog mich vor sich, ich strampelte panisch. Offenbar hatte jemand die brilliante Idee gehabt mich als Schutzschild zu benützen. Ein Schlag traf mich auf die Rippen, sodass mir die Luft wegblieb, ich japste. Der Junge, der mich gepackt hatte, stieß mich von sich und mit einem ohrenbetäubenden Krachen knallte ich gegen die Glastür.

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Bericht vom 11. Juli 2008


Sommernachtstraum (Teil 10)


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Hart schlug ich mit dem Kopf auf dem Boden auf, das Gesicht schützend in der Armbeuge vergraben. Plötzlich war alles leise, als wäre die Welt in Eis getaucht. Es war wohl Merle, die sich als Erste aus der Erstarrung löste. Ich spürte unbewusst, wie sie sich neben mich kniete. "Gott, Bella" flüsterte sie entsetzt. Ich versuchte kläglich mich aufzurappeln, die Arme knickten mir ein. Überall lagen Scherben am Boden. Ich drehte den Kopf. Die ganze Glastüre lag in Einzelteilen am Boden. Einer der Jungs beugte sich über mich, packte mich an den Schultern und zog mich hoch. Mir war schwindelig, alles drehte sich. Mit dem Handrücken wischte ich mir über die Stirn und erstarrte augenblicklich in der Bewegung, als ein scharfer Schmerz meinen Arm durchzuckte. Mein weißes Shirt war blutdurchtränkt, mein Arm brannte als hätte man ihn in Flammen getaucht, ich biss die Zähne zusammen. "Scheiße" rutschte es dem Jungen heraus, er nahm meinen anderen Arm und schob mich durch den Gang, Merle lief neben mir her. "Zur Hölle mit euch! Wie könnt ihr es wagen" knurrte sie. Ich fragte mich, wie lange sie ruhig Blut bewahren würde. Hoffendlich lange genug.

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Unique
Sie ist, wie ihr Name schon sagt, einzigartig. Anfangs hat sie des öfteren Probleme bereitet, doch nach und nach lebt sie sich ganz gut ein und wird zum Teil auch schonmal richtig frech.

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Consul
Der Racker benimmt sich wie der Herr der Welt (was er streng genommen auch mehr oder weniger ist Augenzwinkern )

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Oh, was für ein süsser, plüschiger Kerl großes Grinsen
Zum klauen, der kleine. : )
Hallo Bella !!

Da hast Du aber einen super schönen Hof !!!!! Daumen hoch

Gratuliere !! Danke mit Blumen

Und der kleine Racker ist ja wirklich super süss !!!!!!!!!!!!!!!
Freut mich, dass er euch gefällt, ihr drei Wink

Bericht vom 12. Juli 2008


Sommernachtstraum (Teil 11)


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Depremiert starrte ich hinaus in den Regen. Wieso immer ich? Wieso musste so etwas immer mir passieren? Ich hauchte die Fensterscheibe an und malte ein Herz auf das Glas. Gedankenverloren ließ ich den Blick über die Felder schweifen. Leichter Nebel stand über den Wiesen, monoton prasselte der Regen auf das Dach und zeichnete Schlieren an die Scheibe. Ich schloss die Augen und lehnte die Stirn gegen das kalte Glas, eine Gänsehaut lief mir über den Rücken. Leichtfüßig sprang eine Katze zu mir auf das Fensterbrett, kletterte auf meinen Schoß und rieb ihr Köpfchen an meinem Kinn. Ich strich ihr über das getigerte Fell, bis sie anfing genießerisch zu schnurren, ein zaghaftes Lächeln huschte über mein Gesicht. Liebevoll betrachtete ich den kleinen Tiger. "Kleine Mona" Ich seufzte. Mona hob den Kopf und sah mich durchdringend an. Ich hätte viel dafür gegeben zu wissen, was sie dachte. Verstand sie, wie es mir ging? Oder sah sie einfach gerne gemeinsam mit mir auf dem Fensterbrett und sah mit mir in den Regen? Ich wusste es nicht, aber ich war dankbar dafür, dass sie da war und ihren kleinen warmen Körper an mich schmiegte.

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Bericht vom 14. Juli 2008


Sommernachtstraum (Teil 12)


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Die Sonne strahlte freudig von kristallblauem Himmel, wischte die letzten Tropfen des Regens von den Köpfchen der Blumen, nicht das zarteste Wölkchen war zu sehen. Eine leichte Brise trug den Geruch des Sommers über die Felder. Ich war auf den Zaun geklettert, breitete die Arme aus um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und balancierte leichtfüßig über den Zaun. Leise pfiff ich eine Melodie vor mich hin, unbeschwert und leicht hing sie in der warmen Luft. Fröhlich lachte ich den Himmel an, sah den Mauerseglern nach, die kreischend durch das Blau zogen. Wie frei sie wirkten, mit fast beiläufiger Eleganz und Anmut drehten sie ihre Kreise. Ich hüpfte herunter auf den sandigen Weg. Am Wegrand wuchsen Gänseblümchen, klein und zart, so unschuldig, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Ein Schmetterling kam in seinem wirren Zickzackflug angeschwirrt, flatterte eifrig um ihre Blüten. Ich lächelte ihm zu, er schien es nicht zu bemerken, doch das störte mich nicht. Ich kletterte wieder auf den Zaun um besser sehen zu können. Der Weg fiel ab, den Hügel hinab, dann wieder hoch. Der Wind wehte mir die Haare nach hinten, das weiße Röckchen flatterte. Da war er - der Sommer.

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Wenn es jemand schafft, mich in eine andere Welt zu ziehen, dann bist du das mit deinen Berichten. Du schreibst wundervoll....
Dieses Kompliment kann ich nur zurückgeben, Anika. Augenzwinkern

Sommernachtstraum (Teil 13)


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Ich kniff die Augen zusammen, der warme Wind bließ mir über das Gesicht und verfing sich spielerisch in meinen Haaren. Ich breitete die Arme aus, steckte die Nase in den Sommerwind. Fühlte sich so ein Vogel, bevor er seine Schwingen ausbreitet um dem Himmel entgegen zu fliegen? "Bella!" Ich würde seine freudige Stimme überall wieder erkennen. Grinsend sprang ich vom Zaun herunter auf den staubigen Weg und strich mir etwas verlegen die Haare aus dem Gesicht, rieb die nackten Füße aneinander. Der Wind hatte sein Haar zerzaust, er grinste sein Grinsen. Ein Grinsen, von dem einem die Knochen wegschmelzen konnten und die Knie weich wurden, bei dem seine Augen zu kleinen Strichen wurden. Er schloss mich liebevoll in seine Arme, ich drückte das Gesicht an seine Schulter. "Ich hab dich vermisst, Malik. Ich hoffe, du fandest es ganz schrecklich in England und fährst nie wieder so weit weg.", murmelte ich in sein Hemd. Er lachte leise. "Es war ganz und gar abscheulich in England" "Das ist gut so", flüsterte ich glückselig und drückte mich an ihn. Er roch gut. Verboten gut. Ich hob den Kopf und huschte mit meinen Lippen über seine Wange. Malik seufzte.

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Sommernachtstraum (Teil 14)


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Der Steg hatte sich aufgeheizt, ich ließ die Füße baumeln, sodass bei jeder kleinen Welle meine Zehen ins Wasser eintauchten. Die Luft stand still, nur das monotone Summen der Bienen war zu hören. Kein Hälmchen regte sich in der Stille, selbst die Katzen dösten im Schatten. Das Wasser war immernoch kalt, viel zu kalt, das war der erste warme Tag seit Tagen. Plötzlich zeriss ein markerschütternder Schrei die Stille. Ich zuckte zusammen und sah mich um. Dem Gekreische folgte panisches Gekicher, dass sich ganz nach Timmy anhörte. Beruhigt blickte ich wieder auf das Wasser. Libellen schwirrten. Schritte auf dem Steg. "Neeeein! Lass mich runter! Ich versprech dir, ich tus nie wieder!" Leo hatte den kleinen Timmy an den Fußgelenken gepackt, sodass er kopfüber baumelte. "Bella, Hilf mir!" giggelte Timmy. Ich grinste ihm zu, rührte aber keinen Finger. Timmy zappelte, als Leo ihn so tief vom Steg hängen ließ, dass die Haarspitzen meines kleinen Bruders das Wasser berührten. Er schielte misstrauisch nach unten. "Ich versprech's, Leo!" Timmy setzte seinen treuherzigen Blick auf, doch Leo lachte nur und ließ den Kleinen ohne viel Federlesen kopfüber in de See fallen.

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Souvenir
Er ist einer von denen, die ständig auf Trab sind, er fetzt durch die Gegend als würde er von einem Schwarm Kakteen verfolgt werden.

Photo selbst gemacht

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