Jenseits der Stille



Ein sehr hübsches Pferd Bella. Welche Rasse ist er?
Mir gefaellt er auch sehr gut. Er hat so einen sanften Gesichtsaudruck - als koenne ihn kein Waesserchen trueben... *grins*
Das Shetlandfohlen ist toll, aber Souvenir würde ich gern mal reiten. Machen wir einen gemeinsamen Ausritt? smile
@ schneeweißchen: Hilfe, ich weiß es gar nicht... oder ich hab's vergessen, aber ich werd mich mal schlau machen...

@Luke: gern doch, aber erst wenn's aufhört zu regnen, ja? Augenzwinkern

Eisblumen {1}


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Leise klopfte der Regen mit zarten Finger an die Scheiben, unhörbar, vom Brummen des Busses übertönt. Draußen zogen die Lichter vorbei, Lichter aus einem warmen Gelb. Als würden sie versuchen damit die kalte Luft, den Regen verscheuchen und die Sonne mit einem Lächeln an den Himmel zaubern. Ich lehnte den Kopf an das Glas und ließ mich durchrütteln. Jedes Mal wenn die Türen sich öffneten, fegte kalte Luft herein. Ich verkroch mich in mir selbst, überließ mich dem Strom der Gedanken, versuchte die eisige Kälte nicht wahrzunehmen, die das Land fest im Griff hatte. Erst als der Bus aufhörte zu Röhren, wachte ich aus meiner Trance aus. Unsicher blieb ich auf dem Gehsteig stehen und sah ihm nach bis seine Lichter im Regen verschwunden waren. Wassertröpfchen rannen von meinen Wangen, liefen mir über das Kinn und verfingen sich in meinen Wimpern. Als würde der Himmel weinen. Weinen, weil er den Kampf gegen den Frost verloren hatte, weil er die Sonne, den Sommer, verloren hatte. Meine Hände fühlten sich an wie Eiszapfen, ich fragte mich ob sie je wieder auftauen würden. Vielleicht würden irgendwann Eisblumen darauf zu sehen sein.

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Eisblumen {2}


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Der eisige Wind pfiff mir ins Gesicht, ich verengte die Augen zu Schlitzen und zwinkerte heftig gegen den Regen an. Oben am Himmel zogen Krähen ihre Runden, sie krächzten, doch ich hörte es nicht, ihre Stimmen wurden vom Regen verschluckt. Totenvögel. Schwarze Totenvögel, und sie begleiteten mich auf meinem Weg, aber das störte mich nicht. Sie hatten ihr Werk bereits vollbracht, viel Schlimmeres konnten sie nicht mehr anrichten. Ich vergrub die Hände in den Taschen, zog die Schultern hoch und sah mich um. Die Sraße war klein und eng, der Putz bröckelte von den Mauern. Die Häuser waren alt und sahen leblos aus, kalt und abweisend. Es rieselte mir kalt den Rücken herunter, noch kälter als die Luft, eiskalt, so kalt wie tote bleiche Hände. Die Fenster kamen mir vor wie dunkle, leere Augen die mich anstarrten, das Schild mit der Hausnummer hing schief. Ich schüttelte den Kopf um die Gedanken aus meinem Kopf zu bekommen doch sie klebten fest wie eine Biene einem Spinnennetz. Ich nieste. Auch das noch. Der Anflug eines Lächelns kroch mir über die Lippen. Was für ein elender Warmduscher ich doch war. Ich hob die Hand und drückte auf die Klingel.

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Eisblumen {3}


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Das Treppenhaus war alt, das Holz knarrte als ich darauf trat, die Stufen ausgetreten vom vielen Herauf- und herunterlaufen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass hier einmal lachende Kinder die Treppen hochgejagt waren. Ich legte meine Hand auf das hölzerne Geländer. Wie abgegriffen es war, glatt poliert von tausenden von Händen. Ich starrte die Tür an, die vor mir lag, dunkel. Goldenes Licht sicherte unter dem Türspalt hindurch, doch kein Geräusch war zu hören. Auch hier war es so kalt, dass ich meinen eigenen Atem silbern in der Luft hängen sah. Ich hob die Hand um anzuklopfen, doch da wurde die Tür schon einen Spalt breit geöffnet. Rosalie starrte mich misstrauisch an, dann ging die Sonne in ihrem kleinen Gesicht auf, ein breites Lächeln verdrägte den vorsichtigen Blick. Sie huschte aus dem Türspalt, schob ihre schmale Hand in meine und zog mich hinter ihr her in die Wohnung. Die Wände waren kahl. Verwirrt sah ich mich um, leise Panik in den Augen. Das hier war wie eine neue Welt in die ich wahllos hineingewürfelt worden war. Und ich fand mich nicht zurecht. Nichts war vertraut, alles kalt und leer. Wie lange würde es dauern bis ich mich hier zurecht fand?

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Eisblumen {4}


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Angst durchwallte mich. Was würde mich erwarten, hinter dieser Tür? Freude? Noch mehr Unbekanntes oder ein Hoffnungsschimmern am Horizont? Mein Blick streifte Rosalie. Sie sah aus dem Fenster, starrte in den grauen Himmel. Wann würden wohl die ersten weißen Flöckchen aus den Wolken tanzen? Eine Krähe flog am Fenster vorbei, lautlos und einsam. Ich hob zögernd die Hand und legte sie auf die Klinke. Sie war kalt, ich konnte mein eigenes Spiegelbild verzerrt darin erkennen. Die Tür knarrte leise als ich sie öffnete, der alte Holzboden knarzte als ich ins das Zimmer trat. Ich fröselte. Hinter mir fiel die Tür ins Schloss, ich blieb stocksteif stehen und sah mich unsicher um. Er saß auf dem Boden, die Beine angezogen, den Kopf an die kahle Wand gelehnt, die Augen geschlossen. Allein wie er so dasaß, wärmte es mir das Herz. Ich lächelte, setzte mich auf das Fensterbrett und schlang die Arme um die Knie. Ich lehnte den Kopf an die kalte Scheibe und sah ihn an. Wie lange würde es dauern bis er anfing zu Lachen und das perfekte Pokerface verschwinden würde? Eine Fliege summte fast vorwurfsvoll, als würde sie sich über die Stille beschwehren.

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Prestige
Prestige zeigt gerne was er kann, ist fast übereifrig beim Training. Er ist sehr neugierig und man bekommt nicht selten seine freche, spitzbübische Seite zu sehen.

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Ilka
Sie ist durch und durch eine Dame, des öfteren etwas zimperlich und zickig. Sie setzt ihren Dickkopf durch wo und wann sie es kann, doch im Grunde ist sie ein wunderbar temperamentvolles Stütchen.

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Fairlyn
Fairlyn ist eine kleine zierliche Stute, die es faustdick hinter den Ohren hat, den Schalk aber gut hinter ihrem Engelsgesicht versteckt.

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Desperaux
Der kleine Märchenprinz, der auszog um das Fürchten zu verlernen Augenzwinkern (Mittlerweile glaubt er schon nicht mehr, dass Eimer pferdefressende Monster sind)

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Übermut
Der Racker fetzt über jede Wiese, kriecht unter jedem Zaun durch und macht die Gegend unsicher. Er sprüht vor Energie, ist immer rastlos und die Flausen sind nicht aus seinem Kopf zu bekommen.

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Deine Fairlyn und auch Desperaux haben es mir echt angetan.
Freut mich, dass sie dir gefallen

Tecumseh
Er ist das herzallerliebste Pferdchen was mir je begegnet ist, vor allem die Sachen die er mit seinen Ohren anstellt bringen mich zum Lachen.

Photos selbst gemacht
Der ist aber wirklich niedlich!
Desperaux ist wirklich wunderschoen, ich hoffe er verliert seine Furcht schnell. Und Tecumseh ist auch klasse, ich mag seine Schnippe...
Danke, ihr zwei Wink

Eisblumen {5+6}


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Die Straße lag verlassen da, nur die Straßenlaternen warfen ihr goldenes Licht auf das unebene Kopfsteinpflaster. Durch die Scheibe wirkten sie verschwommen, als würden sie in einer anderen Welt liegen. Jemand hörte Musik. Mondschein Sonate. Ich liebte das Stück, obwohl es schon lange her war, als ich es zuletzt gespielt hatte. Es kam mir so vertraut vor, wie ein leiser Hoffnungsschimmer am Horizont, ein Funke, der ebenso schnell erlöschen konnte, wie er kam. Ich versuchte mich zu erinnern, wie sich meine schmalen Finger ihren Weg durch das Scharz-Weiß der Tasten suchten, der leisen Melodie folgten, doch der Gedanke verschwamm und wurde zu Nebel, der sich ins Nichts verflüchtigte. Es war damals gewesen. Damals, als mir das Herz noch nicht bei jedem Schlag in Stücke sprang, als es noch nicht gefleht und geschrieen hatte. Ich wandte den Kopf ab. Seine Hand lag auf dem Fenstersims, scharf zeichneten sich die dunklen Umrisse auf dem Weiß ab. Ich spürte seinen Blick als ein leises Prickeln im Nacken, ein Knistern in der Luft. Sachte strich ich mit den Fingerspitzen über seinen Handrücken. Erst jetzt merkte ich, wie kalt meine war.

"Was denkst du, kleine Bella?" murmelte er leise an meinem Ohr, sein Atem kitzelte meine Wange und ließ einzelne Häärchen erzittern. Es dauerte ein Weilchen bis ich antwortete. "Ich weiß es nicht" murmelte ich wahrheitsgemäß und ebenso leise. Ich wandte den Kopf und sah ihm mit großen ernsten Augen ins Gesicht. Die Brauen standten in einer sorgenvollen Linie über seinen Augen, diesen wunderbar dunkeln Augen, die mich jedes Mal aufs Neue faszinierten und in ihren Bann zogen. Die Stille begann in meinen Ohren zu summen. Ich senkte den Kopf um seinem Blick nicht länger standhalten zu müssen. "Ich hab dich vermisst" flüsterte ich, die Worte blieben im Raum hängen, wie eine leise Melodie, die sich immer mehr verflüchtigte, je genauer man hinhörte. Ich hasste mich dafür, dass ich ihm immer so einen Kummer machte. Aber er konnte mir helfen, besser als jeder andere. Die Idee eines Lächelns huschte über meine Lippen, als ich den Kopf an seiner Schulter verbarg. Ich versuchte alles in diese Umarmung zu legen, was ich ihn nicht sagen konnte. Wie verloren ich ohne ihn wäre. Wie dankbar ich ihm war, für alles was er tat. Aber vor allem, dass ich ihn gern hatte.

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Krystoff
Beim dem lieben "Kryssi" bin ich mir noch nicht sicher, ob ich ihn behalten soll oder nicht, er steht bis jetzt auf Probe bei mir. Er ist zwar sehr verschmust, anhänglich und vertrauensvoll, aber schrecklich rüpelhaft. Er hat leider so gut wie gar keine Marnieren und geht auch unter dem Sattel nicht so gut wie er sollte. Aber im Grunde ist er ein ganz Lieber, dem man Grenzen setzen muss.

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Süss...Was ist er denn für eine Rasse? Dartmoor?
Danke, Loony... ja, er ist ein Dartmoor Pony
Krystoff ist wirklich ein Süßer! Hast du dich schon entschieden, ob er bei dir bleibt?
Dankeschön... ja, ich denke er wird bleiben. Er lebt sich ziemlich gut ein und versteht sich ganz prima mit den anderen...
Schön, dass du den Süßen behältst...ist ja auch ein knuffiges Pony...
Eisblumen {7}


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Draußen wurde der Himmel immer dunkler, tauchte die Straße in schwarze Dunkelheit, spannte sich wie ein samtenes Tuch über die Welt. Das goldene Licht einer einzelnen Straßenlaterne spiegelte sich auf dem Kopfsteinpflaster, einsam und still kämpfte sie gegen die Schatten an, die aus den Ecken gekrochen kamen. Leise fielen weiße Flocken wie zarte Elfen aus der Dunkelheit in das warme Licht der Laterne und verschwanden lautlos wieder in der Finsternis, blieben auf der Straße liegen. Nicht mehr lange und es würden viele sein, weitere Flocken, die sich zu ihren gefallenen Brüdern und Schwestern legten. Ich fuhr mit den Fingern über die kalte glatte Scheibe, zeichnete unsichtbare, verworrene Muster auf das Glas. Der Mond war nicht zu sehen, vielleicht versteckte er sich hinter den Wolken, überließ es anderen zu leuchten. Ich zog die Beine an, schlang die Arme darum und legte das Kinn auf die Knie. Ein sachtes Zupfen in meinen Haaren, ein warmer Atem, der mir über das Gesicht strich. Ein leises Lächeln huschte über meine Lippen. Ich wusste, wer für mich leuchtete wenn der Mond nicht da war.

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