Autoren Treff



So hier ist die Anlaufstelle für alle, die etwas auf dem Herzen haben und dieses den usern in lyrischer Form mitteilen wollen. Bitte schreibt hier nur abgeschlossene Kurzgeschichten, wer eine Fortsetzungsgeschichte schreiben möchte, sollte einen eigenen Thread aufmachen, sonst stört das den Lesefluss.
Um mit einem Guten Beispiel voran zugehen, kommt hier mal eine Story übers Schwimmen


Tausend

Tausend Meter.
Etwa drei Minuten zum Laufen, doch eine gute dreiviertel Stunde zu schwimmen. Warum? Eine Frage der Einstellung
Du willst es wieder wissen. Du willst wieder fühlen, wie es ist diese Strecke zu schwimmen, das Gefühl wenn du aus dem Wasser steigst mit dem Gefühl die Strecke wieder bezwungen zu haben, sich selbst besiegt zu haben.
Du gehst ins Freibad, es ist gerade halb sechs, die meisten Gäste gehen raus, weil die Sonne nicht mehr genug hergibt um sich sinnvoll bräunen zu können. Du verachtest sie, weil sie mit ihren Bodys prollen, obwohl sie im Wasser unbeholfen wie kleine Kinder sind. Schwimmer sind anders. Du erkennst einen Schwimmer wenn du einen siehst. Du siehst seine Entschlossenheit in den Augen glühen. Und du weisst dass diese von den Tausend Metern kommt. Dir geht es genauso.
Du ziehst dich um, die Umkleide riecht modrig, doch du bist daran gewohnt. Rein in die Badehose und die schweden Schwimmbrille um den Hals. Auf dem Weg zum Becken frägst du dich wer die Badeshort erfunden hat. Sie sind okay wenn man auf dem Strand ist, und diese über die Badehose anzieht, weil man was an der Strandbar trinken geht. Aber darin schwimmen? Niemals.
Du springst ins Wasser. Du kannst es nicht wie die Omis langsam ins Wasser zu steigen und du hast es nicht nötig wie die pseudocoolen Jugendlichen mit ihren 16 Jahren vom Startblock irgendeinen abgedrehten Sprung zu bringen. Nein. Ein kurzer kraftvoller Sprung ohne Anlauf und 10 Meter weiter tauchst du auf und schwimmst locker und kontrolliert die Bahn zu ende. Ein mal hin, einmal zurück, ohne Anstrengung. Du weisst, dass deine Kräfte heute Abend noch gebraucht werden. Du hast Glück, es ist eine 50 Meter Bahn, so sind es nur 18 Rollwenden, die so kraftraubend sind und dich im Rhythmus stören.
Du stehst im Wasser am Beckenrand. Die Leute sehen dich an, du spürst ihre Blicke und weisst, dass du Anerkennung findest. Man erkennt einen Schwimmer an seinem Kraulstil. Jemand, der denkt er kann schwimmen, sprintet die ersten Bahnen, bis er dann nicht mehr kann, und laut schnaufend am Beckenrand steht und sich umsieht, ob er bemerkt wurde. Ein Schwimmer schwimmt die ersten Bahnen langsam, mit kontrollierten Atemzügen um sich an das Wasser zu gewöhnen. Denn das Wasser ist dein bester Freund und dein erbitterster Feind. Heute hast du Glück. Das Wasser ist kalt, du fröstelst, wie du hier stehst. Du willst dich bewegen, und du weisst, dass dieser Drang dir noch helfen wird.
Genug getrödelt.
Du bist schon viele Tausend Meter geschwommen, doch es ist immer wieder eine Herausforderung. Du wirst niemals sagen können, dass du ohne Probleme Tausend Meter schwimmen kannst. Und du weisst, dass jedes Mal, wenn du die schwimmst, sie dich stärker machen.
Du startest im Wasser. Wozu noch rausgehen und sich die 15 Meter durch den Sprung sparen? Ein kraftvoller Abstoss vom Beckenrand und du gleitest durch das Wasser. Dann ein Paar langsame Delfin Beinzüge und du durchbrichst das Wasser als dein rechter Arm zum ersten Zug ansetzt. Der erste von vielen. Die ersten vierhundert Meter schwimmst du locker und zügig. Vierhundert Meter, sind die erste Schallmauer, weil vierhundert Meter eine typische Mittelstrecke sind. Du kraulst im Dreierzug. Links, Rechts, beim nächsten Linkszug atmen und wieder rechts, links, rechts atmen. Du denkst an alles mögliche. Daran, was dich beschäftigt, das hübsche Mädel, das dich heute an der Ampel angelächelt hat, und von der du hoffst, dass sie hier ist und dir zusieht.
Wie lange noch? Sechshundert Meter. Noch nicht mal die Hälfte geschafft. Du hast es dir angewöhnt in Brüchen zu denken. Noch die Hälfte schwimmen, nur noch ein Viertel, bis die letzte Bahn kommt und du alle Kraft sammelst und vorpreschst, wie ein Ertrinkender, der seine Rettung sieht. Du schweifst ab.
Die nächsten hundert Meter schwimmst du langsamer, du gönnst deiner Lunge etwas Pause, schwimmst im Zweierzug. Hin, zurück. Danach kommt die nächste Hürde. Das sind die nächsten dreihundert Meter. Diese scheinen viel länger zu sein, als die fünfhundert davor. Du schwimmst und konzentrierst dich nur auf deine Atmung. Links, rechts, links atmen. Der Dreierzug hat das optimale Verhältnis, zwischen Sauerstoffverbrauch und Belastung beim Atmen. Ausserdem gibt er einen Guten Rhythmus. Links, rechts, links. Wie beim Tanzen; der Takt ist alles. Manchmal hörst du eine Musik in deinem Kopf, und du schwimmst nach ihrem Rhythmus. Du brauchst ihn, um dich zu konzentrieren. Der Takt ist die Uhr, die dir deine Frage nach dem "Wie lange?" beantwortet. Noch vier Bahnen, zwei. Eine.
Du hast die achthundertmeter Marke erreicht. Eigentlich hast du es hinter dir. Denn es bleiben noch zweihundert Meter. Vier Bahnen. Hast du schon so oft gesprintet. Doch du fühlst die Müdigkeit. Dein Körper wird müde, doch das ist es nicht. Langsam frägst du dich warum du hier bist. Eine Stimme flüstert dir ein, du kannst jetzt aufhören. Was machen schon vier Bahnen mehr oder weniger? Doch du machst weiter. Du schwimmst die ersten zwei Bahnen ganz langsam. Du ruhst dich aus, sammelst Kräfte für den alles entscheidenden Sprint. Die Rollwende. Nun ist es soweit.
Du steckst all deine Kraft in den Abstoss nach der Wende, gleitest nur zwei Meter bewegungslos durch das Wasser, und fängst dann mit dem Beinschlag an. Der richtige Beinschlag. Du weisst, dass er aus dem ganzen Bein kommt, und nicht nur aus der Wade. Es ist wie Fahrrad fahren. Du fängst oben an, und hörst am Fuss wieder auf. Eine Welle. Das Wasser schäumt. Du schwimmst und tobst dich aus, doch du bist unendlich konzentriert und angespannt. Alles in dir, all deine Sinne fixieren sich auf den Beckenrand. Da, noch zwei Meter. Rolle, Abstoss, Gleitphase, mit sofort anschliessendem Beinschlag. Eine Sprinterwende. Du hast nichts mehr zu verlieren. Du musst keine Kraft sparen, denn da vorne, knapp fünfzig Meter entfernt ist die Erlösung. Nur noch einmal alles geben. Du bist wie im Rausch. Gleich ist es vorbei, nur noch lächerliche zehn Meter. Es sind diese zehn Meter, dererwegen du das ganze gemacht hast. Vor über einer halben Stunde bist du ins Wasser gesprungen, um das Gefühl der letzten Meter zu erleben. Dieses Glücksgefühl, es endlich geschafft zu haben, es ist wie ein Rausch.
Das Ziel. Du bist angekommen und alles dreht sich. Das Blut pocht dir in den Schläfen doch du hast das Gefühl, dass es die Anstrengung wert war. Langsam lässt du wieder den Beckenrand los. Ausschwimmen. Weniger um einen Krampf zu verhindern, sondern um dieses Sieggefühl zu geniessen. Du hast es wieder geschafft. Dich selbst besiegt. Es war es wert...
danke bishop für den text!
hat mir heut beim laufen die nötige motivation gebracht...Danke mit Blumen
dann hats ja genau das gebracht, was ich beabsichtigteAugenzwinkern Bin ein begeisterter Schwimmer und wollte mal den anderen zeigen, wie es so ist eine Langstrecke zu schwimmen
Hui, du kennst dich aber aus mit Schwimmen Augenzwinkern
Ich laufe auch ab und zu, allerdings nur wenn es wärmer als 5° ist und nicht allzustark regnet. Ich selber kenne das Gefühl der Erschöpfung nur all zu gut. Aber beim training fehlt mir die Motivation weiterzulaufen, wogegen ich beim Wettkampf einfach die paar Kilometer durchlaufe...
hii,

ich würde gerne einen neues thema hier rein bringen. es gibt ja das thema "selbstverfasste gedichte" schon. naja ich wollte dort einen text hineinstellen, aber dann hab ich mir gedacht, dass diese geschichte irgendwie nicht dort hin passt, weil es eben auch kein gedicht ist.
also in diesem thread kann jeder seine eigenen philosophische, komischen, rührenden und sonstige selbstgeschriebene texte posten. außer gedichte.

so, und das ist so eine art kurzgeschichte von mir, naja en roman is es ja nicht gerade, klingt mehr nach schulbuchcharackter ^^... aber seht selbst *g ...

lg, samy smile

Fensterscheiben

Auch an diesem sonnigen Morgen, steht die fünfzehnjährige Anuschka an einem weit offenen Fenster eines Internates vor der Küste Südfrankreichs und starrt hinaus, auf die leise rauschenden Wellen. Ganz langsam füllen sich Anuschkas trübe Augen, bis allmählich im Tageslicht klitzernde Tränen über ihre kalten Wangen kullern. Seit sechs Jahren lebt sie schon in diesem Haus, in einem immernoch fremden Land.
Damals, bevor sie hierher kam, nannte das junge Mädchen Russland seine Heimat. Ihre Eltern besaßen einen wunderschönen Gutshof. Doch dann, eines Abends kamen plötzlich viele schwere Panzer über die Berge gefahren, in jedem saßen 20 Soldaten. Die schwarzen Nächte wurden von den herrunterfallenden Bomben aus der Dunkelheit gerissen. In Anuschkas Gedanken spielen sich die grausamen Szenen von vorne ab und alte Bilder werden aufgewühlt, Erinnerungen an tausende Tote. Wie die meisten Familien, trennte man auch ihre Familie brutal. Einfach so. Aber wärend alle Verwandten des Mädchens in feindliche Hände gerieten, gelang es ihr zu fliehen. Sie lief und lief, bis ihr körper nach einigen Tagen erschöpft in sich sackte.
Als die Teenagerin ihre müden Augenlider wieder öffnete, befand sie sich in einem überfüllten Flüchtlingslager. Von dort brachten sie fremde Leute nun nach Frankreich. Es gefällt ihr hier, trotzdem vermisst sie ihre Eltern und Geschwister. Ständig quälen sie Fragen, ob ihre verwandten überhaupt noch am Leben teilhaben, vor allem wo. Anuschka überlegt ob ihre Mutter nicht vielleicht auch an einem Fenster steht und auf ihre große Tochter wartet. Immer, wenn Anuschka es nicht mehr aushält und der Kummer ihre Seele durchbohrt, stellt sie sich an ihr Zimmerfenster und sucht Trost in der unendlichen Weite, die hinter den Glasscheiben beginnt.
Dann lässt etwas neue Hoffnung in ihrem gebrochenen Herz aufkeimen und ihr bewusst werden, dass sie niemals aufgeben wird, und glaubt fest daran, doch noch irgendwann einmal, endlich wieder von ihrer Familie umarmt zu werden. Denn sie weiß, dieser Tag wird kommen, irgendwo brennt noch ein Licht. Neu gestärkt streckt Anuschka ihren Arm aus und schließt das Fenster. Dann läuft sie in Richtung Speisesaal, um mit ihren neuen französischen Freunden zu frühstücken.


zusammengefügt von babelfish - ist ja im prinzip das gleiche thema! smile
Hey,

ich mag jetzt auch mal...xD
Kurzgeschichte...

Still Standing

Dichte Nebelschwaden umhüllen meinen Körper, nehmen mich mit ins Reich des Ungewissen. Meine Augen strengen sich an, doch sie finden keinen nahegelegenen Anhaltspunkt, wo ich sein könnte. Normalerweise kenne ich diesen Wald in und auswendig. Ich war hier groß geworden und mein Opa war mit mir oft hierher gegangen um Tiere mit dem Fernglas zu beobachten. Doch nun scheint mir alles fremd zu sein. Immer schneller renne ich den aufgeweichten Waldboden entlang es scheint mir wie in einem Labyrinth ohne Ausweg zu sein. Ich weiß nicht wohin ich trete, höre nur das gleichmäßige Plätschern neben mir und fühle die durchgeweichte Kleidung an mir. Schwer fallen die Tropfen auf den Boden und machen ihn rutschiger denn je. Ich laufe weiter eigentlich hätte ich schon seit einer Stunde zu Hause sein müssen, doch ich komme nicht von der Stelle. Scheine im Kreis zu laufen. Mein Atem ist ein regelrechtes Keuchen und langsam kriecht die Dunkelheit hinauf, meine Kräfte sind am Ende, erschöpft lehne ich mich gegen einen der vielen Bäume. Ich zittere leicht aber merklich, die Kälte dringt durch die dünnen Klamotten und brennt auf meiner Haut. Wo bis vor ein paar Minuten noch die Häuserdächer des kleinen Tals heraufragten, versammelt sich nun das dichte Gewand. Orientierungslos war ich schon seit Stunden herum geirrt und hatte trotzdem keinen Weg nach Hause gefunden und an allem war nur David Schuld. Hätte er nicht mit dem ganzen Streit angefangen, dann säße ich jetzt schön gemütlich im Auto um heim zu fahren. Meine Gedanken schweifen zu meinen Eltern, die sich bestimmt schon Sorgen machen. Die anderen sind jetzt wahrscheinlich schon längst zu Hause in ihren Betten, wer hatte eigentlich diese idiotische Idee gehabt eine Party in einer Berghütte zu veranstalten? Angst kroch in mir hinauf, wie soll ich jemals den richtigen Weg nach Hause finden? Ich erkenne einen dunklen, schwarzen Umriss, kann ihn allerdings nicht zuordnen, ist es ein Mensch oder gar ein Tier? Es bewegt sich auf mich zu, mit langen ausschweifenden Bewegungen. Den Kopf nach oben gerichtet, fixiert es mich. Mein Kopf pulsierte, das Blut in den Adern gefriert und mir wird schwindelig, es gibt nur einen Ausweg um dem „Etwas“ zu entkommen ich muss laufen und zwar in die entgegengesetzte Richtung. Mit schweren aber langen Laufschritten gelingt es mir mich ein bisschen schneller fortzubewegen. Ich bin froh noch an keinen Abhang gekommen zu sein, denn es gibt viele felsige Vorsprünge die direkt in den Tod führen. Immer und immer wieder sehe ich mich um und „es“ scheint mich zu verfolgen. Ich stolpere über eine Baumwurzel, fliege der vollen Länge nach hin und liege einige Sekunden da, ehe ich mich wieder aufrichte und schnell weiter haste. Dem stechende Schmerz in meinem Oberarm schenke ich keinerlei Beachtung, das einzigst wichtige ist weg von hier zu kommen. Wie ich jenem Wesen entkommen soll weiß ich allerdings noch nicht, leicht komme ich ins wanken und taumeln. Ab und zu wird mir schwarz vor Augen und am liebsten hätte ich mich ein bisschen ausgeruht. Der Boden ist ein richtiger Schlammsumpf geworden aus dem es kein entrinnen mehr gibt. Ich falle, schlittere weiter und merke dann wie ich immer mehr Boden unter mir verliere. Äste und Steine schlitzen meine Kleidung auf. Mein Kopf wird hin und her geschleudert, meine Hände graben sich in den aufgeweichten Matsch um Halt zu finden, doch noch nicht mal eine Wurzel oder einen Vorsprung bekomme ich zu fassen. Es dröhnt alles um mich herum und irgendwann schließe ich die Augen, zum letzten Mal. Benommen falle ich noch ein kleines Stück, lande hart mit dem Rücken auf einem spitzen Gegenstand. Japse einige Sekunden ehe mir die Luft ganz wegbleibt, warme Flüssigkeit überkommt mich und durchströmt meinen Körper mit Wärme und Geborgenheit. Die letzten Regentropfen fallen auf mein Gesicht, die Augenlider flattern noch ein paar Sekunden ehe sie ganz erstarren......

Sollte eigentlich mal eine richtige Gesichte werden und das war der Prolog, aber mir ist dazu nichts mehr eingefallen, also wurde es eine kurze Kurzgeschichte. xD Freue mich über Kommentare auch per PN.

Lg Jeanny
Ich find diesen "Prolog" super gut gelungen... Daumen hoch

Allerdings, muss ich hier einmal auf etwas verweisen: in diesem Forum sind auch User die 9 oder sogar noch jünger sind, also achtet bisschen drauf wie explizit eure Beschreibungen von Gewalt/Tod/Sexualität u.ä. werden.

Nicht das ich hier etwas zensieren würde, aber behaltet es im Hinterkopf...

Edit: ja mir ist der Gedanke gerade erst gekommen und ich werde in dieser Hinsicht auch mal meine eignen Sachen durchlesen ^^...
Hey,

ui.. dankeschön. Augenzwinkern
Nunja, ich hatte den Text auch schonmal in einem Forum mit "jüngeren" Usern reingestellt und ich achte eigentlich immer recht drauf, das nicht allzu harte Sachen drinn vorkommen oder wenn dann nur angedeutet werden. Hoffe der Text geht noch so mit durch, wenn nicht ists kein Problem, kann ihn auch gerne kürzen. Augenzwinkern

Lg Jeanny
Ich denke eigentlich das es kein Problem sein sollte, habe das Thema aber mal beim Team angesprochen, mal sehen was bei rauskommt Augenzwinkern
Hey,

in Ordnung, wäre über eine Antwort erfreut. Augenzwinkern

Lg Steffy/jeanny
Hey,

würde gerne wissen was ihr über den Text denkt. Wenn er zu "arg" ist, dann bitte entfernen. Augenzwinkern

Kurzgeschichte – Sinnlos!


Leblose Augen starren mich an, Augen von dir, von ihm, von dem einzigartigen Menschen auf der Welt. Schluchzend lasse ich mich neben dich fallen, streiche über deinen Kopf. Doch ich weiß das es zu spät ist, ich kann dich nicht mehr retten. Es tut mir Leid. Tränen rollen von meinen Wangen und tropfen auf dein kaltes Gesicht. „Warum?“, flüstere ich ganz leise. Die Finger die im sanften Schnee liegen, sind blau gefroren. Ich gebe dir einen letzten Kuss, der dich auf deiner unendlich lange Reise begleiten soll. „Ich werde dich immer lieben“, flüstere ich noch einmal tonlos, ehe ich aufstehe und davon laufe. Einfach weg, weg von dem Geschehen. Meinen Lauf stoppe ich erst als ich an der Parkbank vorbei kommen, dort wo wir beide immer gesessen haben. Einsam und doch nicht alleine, vertraut uns geküsst haben. Wie gerne würde ich das alles noch einmal erleben, noch einmal die Zeit zurück spulen und starten. Wie eine Kassette in einem Recorder, doch das Leben ist keine einfache Kassette, es ist die bittere Realität. Kommen – Bleiben und Gehen, das sind die einzigen drei Worte die das Leben ausmachen. Ich setze mich vorsichtig auf die Bank, der Schnee löst sich sofort auf und durchnässt meine Jeans, doch es ist mir egal. Seit geraumer Zeit fühle ich nichts mehr, nur noch eine betäubende Leere, die man nicht beschreiben kann, nicht beschreiben will oder gar mag. Nun bin ich alleine, für immer? Ich weiß es nicht, will diese Frage auch nicht beantworten. Aber eines weiß ich, dich werde ich so schnell nicht vergessen. Ein Blick nach oben in den Himmel, lässt mich hoffen das es dir gut geht. Hätte ich noch eine Frage, so wüsste ich sofort was ich dich fragen würde und zwar: „Warum hast du das getan?“. Wir hätten zusammen so glücklich werden können, egal wie, egal wo, egal wann. Aber es gibt keine Fragen mehr, es ist vorbei. Der Film ist zu Ende ohne Happy End. Warum müssen Filme nur so beschissen sein? Mein Hass richtet sich nicht gegen dich, sondern gegen deine Familie, die es uns nicht gegönnt hat zu Leben, zusammen zu sein. Ein Leben wurde sinnlos ausgelöscht. Ich wäre für dich gegangen, glaube es mir. Denn du hattest doch noch so viel vor, so viele Träume, eine glückliche Zukunft. Ich dagegen hatte noch nicht einmal eine richtige Familie und schon gar keine Zukunft. Was soll ich jetzt noch auf dieser Welt, in diesem Leben? .....


Lg Steffy/Jeanny
das ist eine wirklich traurige geschichte. Aber echt gut geschrieben! Schreibst du oft geschichten?
Hey,

danke Samantha *knuffz* Augenzwinkern

Hoffe mal das bezieht sich jetzt auf meine Story? Kopf kratz
Wenn nicht einfach ignorieren. xD

Jah, ich schreibe öfter Geschichten, die meisten kommen aber nicht über ein paar Seiten weil mir oft die Ideen ausgehen.xD Die längsten Geschichten waren zwei FanFictions gewesen. Augenzwinkern
Hm... über weitere Kommentare freue ich mich natürlich auch. Augenzwinkern

Lg Steffy
Zitat:
Original von Jeanny
Hey,

danke Samantha *knuffz* Augenzwinkern

Hoffe mal das bezieht sich jetzt auf meine Story? Kopf kratz
Wenn nicht einfach ignorieren. xD

Jah, ich schreibe öfter Geschichten, die meisten kommen aber nicht über ein paar Seiten weil mir oft die Ideen ausgehen.xD Die längsten Geschichten waren zwei FanFictions gewesen. Augenzwinkern
Hm... über weitere Kommentare freue ich mich natürlich auch. Augenzwinkern

Lg Steffy

hi
ja das bezieht sich auf deine story*grins* Augenzwinkern ! Wenn ich irgendwas schreibe hatt es schlussendlich keinen sinnsmile ... ciao
Dann will ich auch mal eine kleine Kurzgeschichte - zum Thema "Individualität" - hier hineinstellen. Die ist schon etwas älter, hab ich vor zwei, drei Jahren mal geschrieben als mir da ein paar Dinge in meiner Umgebung nicht gefielen...
Würde mich um Feedback freuen!

Das normale Individuum

Jeden Tag achtete er darauf, dass er die richtigen Kleider anzog. Es war sehr wichtig für ihn, weil er sonst nicht in die Klassengemeinschaft aufgenommen wurde. Jeder musste normal sein. Er durfte sich nicht abheben von den anderen, sondern musste sein wie sie. Dann nahm er seinen Rucksack, einer der neueren Modelle einer gewissen Firma. Jeder hatte diesen Rucksack und jeder musste ihn auch haben, auch wenn er nicht gerade bequem auf dem Rücken saß. Er nahm also seinen Rucksack und ging in die Schule. Wie immer, und wie es alle taten, hörte er im Unterricht nicht ordentlich zu. Er wurde vom Lehrer ermahnt, aber es interessierte ihn nicht. Es durfte ihn nicht interessieren, wenn er zur Clique dazugehören wollte. Mehrere Stunden lang döste er vor sich hin. Seine Noten würden nicht gut sein, aber das durften sie auch nicht. Er wäre sonst ein Streber, ein Außenseiter. In den Pausen ärgerte er Kleinere oder sprach mit Mädchen. Es war wichtig cool zu bleiben, wenn man zur Clique dazugehören wollte. Nach der Schule wurde geraucht. Es gehörte dazu zu rauchen, denn es war ein Gruppenerlebnis. Die Hausaufgaben machte er nur teilweise. Keiner machte sie, alle benutzten den Klassenstreber dafür. Abends ging er immer auf eine Party. Er trank Alkohol, wie es alle taten. Wenn ihn jemand fragte, warum sein Leben so wäre, dann sagte er, dass er so sein musste. Er wollte ja dazugehören. Wenn die Eltern ihn nicht auf eine Party lassen wollten, so sagte er nur, dass sie seine persönliche Freiheit und Individualität einschränken würden. Das war das neue Modewort. Er wollte frei sein und selber die Entscheidung treffen können, die ihn betrafen. Er wollte individuell sein und seinen Bedürfnissen nachgehen. Er glaubte nicht, dass es richtig war die Individualität jedes Einzelnen einzuschränken. Man würde sonst etwas von jedem einzelnen nehmen. So lautete die Theorie. Jeder, wie auch er, stemmte sich deshalb gegen die Abschaffung der Individualität. Die Individualität macht einen Menschen aus, so dachte auch er.
Aber war er individuell? Wollte er sich nicht eigentlich einer Gruppe von Gleichen anschließen? Machte er eigentlich nicht dasselbe wie ein Duzend anderer Leute auch? Seine Individualität durfte nicht eingeschränkt werden, aber entfaltete er wirklich, was er hatte? Machte er wirklich das, was ihn zum Individuum machte?
Er sah sich als Individuum und wollte für seine Individualität kämpfen. Seine Individualität aber bedeutete ihm, dass er die Freiheit hatte sich eine Gruppe auszusuchen, der er sich unterwarf, und deren Idealen er sich anpasste. Die Individualität hat gesiegt, er kann sich als Individuum ansehen, weil er seine Individualität, die ihm von den anderen Mitgliedern erklärt worden war, ausleben kann.
Es ist ein Sieg der Individualität.


Gruß
MI
hallo ihr... also ich habe ein ganzes Buch geschriebn.
Es heißt Den Tod auf Eis gelegt...
Es geht um Verschwörung, Hass und Mord.
Falls es jemand interessiert könnt ihr mir geren ne PN schicken und ich könnte euch das ganze (ist aber wirklcih sehr lang 22 gedruckte Seiten) oder einige Teile zukommen lassen.
LG
A Life without Future


Es war jeden Tag das selbe, sie ging nun schon seit über drei Jahr zu ihrer Arbeitsstelle. Immer der gleiche Weg, Tag für Tag, durch die überfüllte Passarelle in der Stadt und jeden Tag saß dort ein Mann, hellhäutig mit Bart und zerlumpten Kleidern. Seine Augen waren trist und leblos, er starrte nur auf eine Stelle und murmelte, wenn es in seinem schon schmutzigen Becher klimperte ein „Danke“.
Mit gesenkten Kopf und den Mund vergruben in ihren Schal, eilte sie schnell vorbei. So auch heute, die ersten Schneeflocken bedeckten den kalten grauen Steinboden. Viele Leute kreuzten ihren Weg, sie grüßten einander und liefen dann vorbei, auch vorbei an dem alten Mann. Es schien ihm zu frösteln, denn immer enger schlang er seine Arme um seinen Körper. Morgen würde sie auch was reinwerfen, nahm sie sich jeden Tag vor, doch wenn der Tag da war, dann sah sie sich die gelben Münzen in ihrer Hand an und lief trotzdem wieder vorbei ohne sich kurz zu bücken. Mit dem Gedanken, dass es genug andere Leute tun würden, ging sie zur Arbeit und wenn sie am Nachmittag wieder zur U-Bahn ging, dann kam sie wieder an dem Mann vorbei, doch diesmal sah sie erst gar nicht in seinen leeren Becher, sondern fuhr auf dem direkten Weg nach Hause.
Am nächsten Tag, ging das gleiche Spiel wieder von vorne los, doch mit einem Tag war alles anders. Dies war der Tag der ihr Leben verändern würde. Morgens ging sie wie immer von der U-Bahn zur Arbeit, doch diesmal saß der alte Mann dort nicht. Lediglich der schmutzige, weiße Becher lag umgestoßen auf dem Asphalt. Ein paar Münzen zeichneten sich in dem weißen Kleid des Winters ab, sie konnte mit bloßem Auge den Betrag überschauen. Nicht mehr als 0,50 Euro waren in dem kleinen Becher gewesen. Seine graue, durchlöcherte Decke lag an der weißen, kalk Mauer wo er immer gesessen hatte. Ein Offizier kam auf sie zu, er stieß sie weg und wollte sie zum Gehen drängen, als sie ihren Mund aufmachten und fragte. Sie wollte wissen was mit dem Mann geschehen war. In knappen Sätzen um nicht viel zu sagen, erklärte der Offizier, das der Mann gestorben sei. Sein Leichnam wurde heute Nacht weggetragen und begraben. Anonym, irgendwo in den Bergen. Heiße Tränen rannen ihre Wangen hinunter und ein Schuldgefühl machte sich in ihr breit. Mit den Taschen voller Kleingeld ging sie zur Arbeit........

Kommentare? Auch gerne per PN. smile
Zitat:
Original von sweet_thea
hallo ihr... also ich habe ein ganzes Buch geschriebn.
Es heißt Den Tod auf Eis gelegt...
Es geht um Verschwörung, Hass und Mord.
Falls es jemand interessiert könnt ihr mir geren ne PN schicken und ich könnte euch das ganze (ist aber wirklcih sehr lang 22 gedruckte Seiten) oder einige Teile zukommen lassen.
LG


Hey, ich schreib bzw. hab so ein ganzes Buch auch geschrieben. Davon gibts aber schon 2 Fortsetungsgeschichten von (Hab mit 11 Jahren angefangen).
Das erste hat 16 selbstgeschriebene Seiten. Bin die jetzt aber alle am Umschreiben und am Computer abzutippen.
Der erste heißt "Flitzi", werds aber vielleicht noch umbennen.
Es geht um ein Mädchen und die Freundschaft zu ihrem Pferd.
Der 2. Teil "Flitzis Vergangeheit" und der 3. "Flitzi und Fire".
Dein Buch klingt interessant, Daumen hoch aber sowas kann ich irgendwie nicht schreiben. Dann ist die ganze Geschichte total schlecht. Über Pferde klappts bei mir eherAugenzwinkern
Wink

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