Aaaalso mein Hof heißt Possenhofen, nach dem Schlössl am Starnberger See, in dem Kaiserin Elisabeth die Sommer ihrer Kindheit zugebracht hat.
Pferde habe ich bisher vier. Eines davon heißt Zanzibar, so würde ich mein Pferd nennen, wenn ich denn eins hätt. Ich habe wohl damals einen Teil meines Herzens auf der Insel zurück gelassen
Und hier die Geschichte meines Hofs...
Als ich ein Kind war, gehörte der Hof einem alten Bauern, und mit meinen Eltern machte ich öfter dort in der Nähe Urlaub. Ich wuchs in der Stadt auf, doch ich träumte immer von einem Leben auf dem Land, mit vielen Tieren um mich herum. In der Stadtwohnung konnten wir leider nicht einmal einen Hund halten.
Dann in einem Sommer stand der kleine herrlich gelegene Hof plötzlich leer. Der alte Bauer war gestorben, und seine Söhne wollten vom Landleben nichts wissen. Sie sehnten sich nach der Stadt. Ich sah zu wie die Kühe, Schweine und Hühner in ein unbestimmtes Schicksal weggebracht wurden. Das war einer der traurigsten Augenblicke meines jungen Lebens.
Als ich älter wurde, hatte ich zunächst ein Pflegepferd, aber dann erfüllte ich mir mit Silent Passion, dem Hannoveraner-Wallach den Traum vom eigenen Pferd. In Stadtnähe war es so teuer ein Pferd zu halten, dass ich das nicht ohne Reitbeteiligung konnte. Ich fand Gabi, die mit meinem Schimmelchen toll zurecht kam.
Ich machte meinen Schulabschluss und arbeitete in der Computerbranche. Meinen alten Traum vom Landleben vergaß ich trotzdem nicht. Wie mein Idol, meine Lieblingssängerin, die Holländerin Lisa Vandereen sagte, "hört nie auf zu träumen." Nur durch Zufall stieß ich auf eine Verkaufsannonce, die den alten Bauernhof, den ich aus meiner Kindheit kannte, betraf. Entweder der Verkauf, oder der Abriss. Auf den Bildern sah alles so herunter gekommen aus.
Bei einem Essen mit meinen Eltern erwähnte ich das nebenbei, schließlich kannten sie den Hof auch gut. Es gab Momente, da lächelte einem das Glück zu. Und das war einer davon. Ich wusste zwar, dass sie von meiner Großmutter, die ich kaum gekannt hatte, Geld geerbt hatten, aber was ich nicht wusste, war wie viel es war. Und noch etwas war mir bisher nicht bekannt. Einen großen Teil hatte meine Großmutter mir hinterlassen, mit der Verfügung es mir erst an meinem fünfundzwanzigsten Geburtstag zugänglich zu machen. Und den würde ich heuer feiern. Allerdings viel zu spät, bis dahin war der Hof bereits verloren.
Meine Eltern halfen mir alle Hebel in Bewegung zu setzen, ein paar Monate früher an das Geld zu kommen. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, hatte ich das Geld praktisch in Händen. Ich kaufte den herunter gekommenen Hof und renovierte ihn mit viel Hilfe von meiner Familie und meinen Freunden.
Silent Passion zog mit mir auf den Hof, der nun den Namen Possenhofen erhielt. Gabi, meine Reitbeteiligung versprach, meinen Hannoveraner so oft sie konnte zu besuchen. Eine Zeit lang tat sie das auch, aber dann wurden die Besuche seltener, weil der Weg doch weit war, und sie schließlich eine neue Reitbeteiligung fand.
Da ein Hof doch immer einen Hofhund brauchte, kam bald der Berner Sennenhund Rufus nach Possenhofen. Ein Hund, der zum einen so verspielt war, aber zum anderen aber auch auf alles aufpassen würde, vor allem auf mein Pferd.
Es sollte nicht lange bei dem einen Pferd bleiben. Wenn ich einen kleinen Reiterbetrieb auf die Beine stellen wollte, brauchte es mehr. Als nächster kam Zanzibar. Ein Kauf aus Liebe. Er war noch ein sehr junger Trakehner, der leider eine Art Phobie vor Wasser hatte. Ich hoffte ihm noch beibringen zu können, dass er sich davor nicht zu fürchten brauchte.
Danach kam die Haflingerstute Nova, die sich fast sofort mit Rufus anfreundete. Weil ich Haflinger gern mochte, schaffte ich für den Schulbetrieb zwei an. Leider hatte ich selber nicht sehr viel Ahnung vom Reitunterricht geben. Max hatte sie. Der knapp Dreißigjährige fing als Reitlehrer auf Possenhofen an, und mit seiner Andalusierstute Cloud Dancing brachte er weiteres Leben in den Stall.
Es kamen auch die ersten Feriengäste. Die meisten, um die schöne Landschaft und die Wandermöglichkeiten der Umgebung zu genießen. Mit dem Reitbetrieb ging es est nach und nach.
"Weißt du was irgendwie noch fehlt?" fragte mich Max eines Abends, als wir noch unsere Pferde versorgten.
Belustigt sah ich ihn an. "Nein, was denn?"
"Na ja, Possenhofen ist noch nicht eröffnet worden. Noch nicht wirklich. So ganz offiziell, mit einer großen Party, verstehst?"
Ich musste grinsen. Aber er hatte recht. Und so war es mein nächstes Projekt, ein Fest zu organisieren, das die Umgebung nicht so schnell vergaß. Wieder halfen mir meine Freunde tatkräftig.
Der Termin stand auch bald, jedoch fehlte eine Besonderheit, die den Tag für Possenhofen unvergesslich machen sollte. Meine Pferde konnten keine Kunstücke und akrobatische Leistungen, es waren ganz normale Pferde, also musste ich mir etwas anderes überlegen. Und ich wusste auch was.
Nach langer Korrespondenz mit ihrem Management hatte ich es geschafft. Lisa Vandereen, mein Idol würde auf der Eröffnungsfeier meines Hofes, mit dem ich mir einen alten Traum erfüllt hatte, singen. Ich konnte es selbst noch gar nicht glauben.
Dann war der Tag da. Meine Eltern, meine Freunde, Max, die Feriengäste, und viele Leute aus der Umgebung waren gekommen. Nicht zu vergessen die treuesten Fans aus Lisas Fanclub. Es war einfach unvergesslich. Das Fest wurde großartig, alles funktionierte. Nun, fast alles. Lisa steckte im Stau, und kam viel zu spät. Aber sie kam, und ihr Auftritt wurde der unangefochtene Höhepunkt des Abends.
Später begann es dummerweise zu gewittern und wie aus Kübeln zu schütten. Lisa hatte eigentlich noch zurück in die Stadt fahren wollen, doch nun überlegte sie es sich kurzerhand anders. So hatten wir noch die Gelegenheit ganz zeitig in der Früh zusammen auszureiten. Die Sonne schien und es war ein herrlicher Morgen.
"Schön ist es hier", sagte Lisa, die auf Silent Passion saß. "Und der Bursche hier ist einfach wunderbar. Zu schade, dass ich nicht zum Reiten komme. Aber vielleicht, wenn..."
Ich musterte sie mit leicht schief gelegtem Kopf. "Wenn was?"
"Wenn ich ab und zu Zeit hätte, raus zu fahren, würdest du mich dann Silent reiten lassen? Ich könnte dann auch dann und wann zwei drei Songs für deine Feriengäste singen, Deal?"
Da konnte ich natürlich nicht anders als zu nicken. "Deal."
Lisa kam nicht oft, aber wenn sie kam, wuchs ihr Draht zu Silent Passion immer mehr. Ich arbeitete viel mit Zanzibar, bei dem sich langsam Fortschritte einstellen. Nur für Silent hatte ich nicht mehr so viel Zeit. Und eines Tages, als Lisa wieder einmal da war, fragte sie mich, ob sie ihn kaufen könne. Zunächst gefiel mir der Gedanke nicht, sie würde ihn dann sicher in der Nähe der Stadt unterbringen, wo sie es nicht so weit hatte. Aber ich irrte. Er sollte hier bleiben. Alles was sich ändern würde, war dass sie auf dem Papier seine Besitzerin wurde, und auch für seinen Unterhalt aufkam. Und so geschah es dann auch.
Als ich eines Abends im Sonnenuntergang auf Zanzibar ausritt, dachte ich bei mir, wie viel Glück ich doch hatte. Mein Traum war wahr geworden. Dieser Hof und die Pferde darauf gehörten mir. Endlich hatte ich das, was ich immer wollte. Viel Natur und Tiere um mich herum. Es war eine anstrengende Arbeit, aber auch eine unglaublich schöne.
Pferde habe ich bisher vier. Eines davon heißt Zanzibar, so würde ich mein Pferd nennen, wenn ich denn eins hätt. Ich habe wohl damals einen Teil meines Herzens auf der Insel zurück gelassen
Und hier die Geschichte meines Hofs...
Als ich ein Kind war, gehörte der Hof einem alten Bauern, und mit meinen Eltern machte ich öfter dort in der Nähe Urlaub. Ich wuchs in der Stadt auf, doch ich träumte immer von einem Leben auf dem Land, mit vielen Tieren um mich herum. In der Stadtwohnung konnten wir leider nicht einmal einen Hund halten.
Dann in einem Sommer stand der kleine herrlich gelegene Hof plötzlich leer. Der alte Bauer war gestorben, und seine Söhne wollten vom Landleben nichts wissen. Sie sehnten sich nach der Stadt. Ich sah zu wie die Kühe, Schweine und Hühner in ein unbestimmtes Schicksal weggebracht wurden. Das war einer der traurigsten Augenblicke meines jungen Lebens.
Als ich älter wurde, hatte ich zunächst ein Pflegepferd, aber dann erfüllte ich mir mit Silent Passion, dem Hannoveraner-Wallach den Traum vom eigenen Pferd. In Stadtnähe war es so teuer ein Pferd zu halten, dass ich das nicht ohne Reitbeteiligung konnte. Ich fand Gabi, die mit meinem Schimmelchen toll zurecht kam.
Ich machte meinen Schulabschluss und arbeitete in der Computerbranche. Meinen alten Traum vom Landleben vergaß ich trotzdem nicht. Wie mein Idol, meine Lieblingssängerin, die Holländerin Lisa Vandereen sagte, "hört nie auf zu träumen." Nur durch Zufall stieß ich auf eine Verkaufsannonce, die den alten Bauernhof, den ich aus meiner Kindheit kannte, betraf. Entweder der Verkauf, oder der Abriss. Auf den Bildern sah alles so herunter gekommen aus.
Bei einem Essen mit meinen Eltern erwähnte ich das nebenbei, schließlich kannten sie den Hof auch gut. Es gab Momente, da lächelte einem das Glück zu. Und das war einer davon. Ich wusste zwar, dass sie von meiner Großmutter, die ich kaum gekannt hatte, Geld geerbt hatten, aber was ich nicht wusste, war wie viel es war. Und noch etwas war mir bisher nicht bekannt. Einen großen Teil hatte meine Großmutter mir hinterlassen, mit der Verfügung es mir erst an meinem fünfundzwanzigsten Geburtstag zugänglich zu machen. Und den würde ich heuer feiern. Allerdings viel zu spät, bis dahin war der Hof bereits verloren.
Meine Eltern halfen mir alle Hebel in Bewegung zu setzen, ein paar Monate früher an das Geld zu kommen. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, hatte ich das Geld praktisch in Händen. Ich kaufte den herunter gekommenen Hof und renovierte ihn mit viel Hilfe von meiner Familie und meinen Freunden.
Silent Passion zog mit mir auf den Hof, der nun den Namen Possenhofen erhielt. Gabi, meine Reitbeteiligung versprach, meinen Hannoveraner so oft sie konnte zu besuchen. Eine Zeit lang tat sie das auch, aber dann wurden die Besuche seltener, weil der Weg doch weit war, und sie schließlich eine neue Reitbeteiligung fand.
Da ein Hof doch immer einen Hofhund brauchte, kam bald der Berner Sennenhund Rufus nach Possenhofen. Ein Hund, der zum einen so verspielt war, aber zum anderen aber auch auf alles aufpassen würde, vor allem auf mein Pferd.
Es sollte nicht lange bei dem einen Pferd bleiben. Wenn ich einen kleinen Reiterbetrieb auf die Beine stellen wollte, brauchte es mehr. Als nächster kam Zanzibar. Ein Kauf aus Liebe. Er war noch ein sehr junger Trakehner, der leider eine Art Phobie vor Wasser hatte. Ich hoffte ihm noch beibringen zu können, dass er sich davor nicht zu fürchten brauchte.
Danach kam die Haflingerstute Nova, die sich fast sofort mit Rufus anfreundete. Weil ich Haflinger gern mochte, schaffte ich für den Schulbetrieb zwei an. Leider hatte ich selber nicht sehr viel Ahnung vom Reitunterricht geben. Max hatte sie. Der knapp Dreißigjährige fing als Reitlehrer auf Possenhofen an, und mit seiner Andalusierstute Cloud Dancing brachte er weiteres Leben in den Stall.
Es kamen auch die ersten Feriengäste. Die meisten, um die schöne Landschaft und die Wandermöglichkeiten der Umgebung zu genießen. Mit dem Reitbetrieb ging es est nach und nach.
"Weißt du was irgendwie noch fehlt?" fragte mich Max eines Abends, als wir noch unsere Pferde versorgten.
Belustigt sah ich ihn an. "Nein, was denn?"
"Na ja, Possenhofen ist noch nicht eröffnet worden. Noch nicht wirklich. So ganz offiziell, mit einer großen Party, verstehst?"
Ich musste grinsen. Aber er hatte recht. Und so war es mein nächstes Projekt, ein Fest zu organisieren, das die Umgebung nicht so schnell vergaß. Wieder halfen mir meine Freunde tatkräftig.
Der Termin stand auch bald, jedoch fehlte eine Besonderheit, die den Tag für Possenhofen unvergesslich machen sollte. Meine Pferde konnten keine Kunstücke und akrobatische Leistungen, es waren ganz normale Pferde, also musste ich mir etwas anderes überlegen. Und ich wusste auch was.
Nach langer Korrespondenz mit ihrem Management hatte ich es geschafft. Lisa Vandereen, mein Idol würde auf der Eröffnungsfeier meines Hofes, mit dem ich mir einen alten Traum erfüllt hatte, singen. Ich konnte es selbst noch gar nicht glauben.
Dann war der Tag da. Meine Eltern, meine Freunde, Max, die Feriengäste, und viele Leute aus der Umgebung waren gekommen. Nicht zu vergessen die treuesten Fans aus Lisas Fanclub. Es war einfach unvergesslich. Das Fest wurde großartig, alles funktionierte. Nun, fast alles. Lisa steckte im Stau, und kam viel zu spät. Aber sie kam, und ihr Auftritt wurde der unangefochtene Höhepunkt des Abends.
Später begann es dummerweise zu gewittern und wie aus Kübeln zu schütten. Lisa hatte eigentlich noch zurück in die Stadt fahren wollen, doch nun überlegte sie es sich kurzerhand anders. So hatten wir noch die Gelegenheit ganz zeitig in der Früh zusammen auszureiten. Die Sonne schien und es war ein herrlicher Morgen.
"Schön ist es hier", sagte Lisa, die auf Silent Passion saß. "Und der Bursche hier ist einfach wunderbar. Zu schade, dass ich nicht zum Reiten komme. Aber vielleicht, wenn..."
Ich musterte sie mit leicht schief gelegtem Kopf. "Wenn was?"
"Wenn ich ab und zu Zeit hätte, raus zu fahren, würdest du mich dann Silent reiten lassen? Ich könnte dann auch dann und wann zwei drei Songs für deine Feriengäste singen, Deal?"
Da konnte ich natürlich nicht anders als zu nicken. "Deal."
Lisa kam nicht oft, aber wenn sie kam, wuchs ihr Draht zu Silent Passion immer mehr. Ich arbeitete viel mit Zanzibar, bei dem sich langsam Fortschritte einstellen. Nur für Silent hatte ich nicht mehr so viel Zeit. Und eines Tages, als Lisa wieder einmal da war, fragte sie mich, ob sie ihn kaufen könne. Zunächst gefiel mir der Gedanke nicht, sie würde ihn dann sicher in der Nähe der Stadt unterbringen, wo sie es nicht so weit hatte. Aber ich irrte. Er sollte hier bleiben. Alles was sich ändern würde, war dass sie auf dem Papier seine Besitzerin wurde, und auch für seinen Unterhalt aufkam. Und so geschah es dann auch.
Als ich eines Abends im Sonnenuntergang auf Zanzibar ausritt, dachte ich bei mir, wie viel Glück ich doch hatte. Mein Traum war wahr geworden. Dieser Hof und die Pferde darauf gehörten mir. Endlich hatte ich das, was ich immer wollte. Viel Natur und Tiere um mich herum. Es war eine anstrengende Arbeit, aber auch eine unglaublich schöne.

auch von mir!!!!