Stutensee - Glück auf Erden



Hallo an alle, hier erfahrt ihr mehr über mein Gestüt "Stutensee"

Es war vorgestern, an einem sonnigen Freitag, als die Renovierungsarbeiten für den Reiterhof abgeschlossen wurden. Aus der alten Scheune neben dem Acker wurde ein kleines Gestüt erschaffen - der Reiterhof "Stutensee" war geboren. Hier ist es noch ziemlich leer, aber zwei Pferde, ein Hund und ein paar Hühner haben hier ihr neues zu Hause gefunden. Auch eine kleine schwarze Katze streunt ab und an durch das Gestüt. Ich kehre den Hof. Ein Blick auf meine Uhr verrät mir, es ist Fütterungszeit. Ich stelle den Besen beiseite um mich um meine Pferde zu kümmern. Sie machen sich schon mit einem leisen Wiehern bemerkbar. Ja, hier wird es richtig schön werden. Es steckt zwar noch viel Arbeit dahinter, aber alles zu seiner Zeit...


Momentan beinhaltet mein Hof 2 prächtige junge Pferde:

- STUTE, Stute, 3 Jahre alt, braun, sehr liebes, verschmustes Tier, brav, auf ihr gebe ich Reitunterricht. Sie mag die katzen, die auf dem Hof rumstreunen und liebt Ausritte am Meer.

- Blacky, Wallach, 4 Jahre alt, schwarz, ausgezeichnet zum Springreiten geeignet, auch ein sehr liebes Tier, temperamentvoll, verspielt, interessiert sich für alles (Putzsachen, Eimer oder Schubkarren), nascht gerne Zucker

Ja, und mittlerweile 3 Katzen, die immer wieder über meinen Hof streunen

Ich habe alles aufgegeben um mir diesen Hof leisten zu könne. Ich betreibe ihn ganz alleine, es ist sehr viel Arbeit und noch einiges zu tun, doch wenn ich eines meiner Pferde ansehe ist jede Anstrengung vergessen.
Ein weiterer Tag auf meinem eigenen und noch ganz neuen Gestüt Stutensee war angebrochen. Es gab viel zutun. Die beiden Pferde mussten geputzt und gefüttert, die Ställe ausgemistet, der Hof gekehrt, das Reiterzubehör geputzt und auch die restlichen Tiere versorgt werden. Mittlerweile streunten hier schon 3 kleine Kätzchen über den Hof. Ihnen stellte ich liebevoll eine Schüssel Milch raus, auf die sie sich gleich stürzten. Ein ganzer Hof um den ich mich alleine kümmern musste, hatte ich mich vielleicht übernommen? In Gedanken legte ich mich auf einen Heuballen um mir eine kleine Pause zu gönnen. Eine der Katzen legte sich auf meinem Bauch und schmiegte sich an mich. Erschöpft dösten wir zusammen in der Sonne. Plötzlich zuckte die Katze und ich spürte ihre Krallen auf meinem Bauch. Ich öffnete verschlafen meine Augen. Die kleine Katze blickte erschrocken hinüber zu Blacky, eins meiner Pferde. Nun hörte ich auch Caspar, meinen Hund, bellen. Ich setzte mich auf und kniff die Augen zusammen, und da erkannte ich einen jungen Kerl, vielleicht 15/16 Jahre alt. Er streichelte Blacky liebevoll über die Stirn. Ich sprang auf und wollte zu ihm hinüber gehen. Leicht kamen wir ins Gespräch. Er entschuldige sich mit hochroten Kopf für sein unangekündigtes Erscheinen, und dass er ohne zu Fragen zu den Pferden gegangen ist. Er schwärmte sofort davon, dass er Pferde einfach über alles liebe und als er von meinem neuen Gestüt erfahren hatte, wollte er sofort vorbeischauen. Er erzählte, sein Onkel habe auch ein Pferd, einen jungen Trakehner, aber er müsse ihn wohl bald verkaufen, da er sich nicht mehr um ihn kümmern könne. Wir unterhielten uns eine Weile. Der Junge, der sich mir nachher mit Benjamin vorstellte, schien ziemlich nett zu sein. Deswegen lud ich ihn ein, er könne immer wenn er wollte vorbeischauen. Benjamin strahlte über beide Ohren als er sich verabschiedete und rannte dann fröhlich nach Hause. Auch ich freute mich. Aber nun musste ich wieder ans Werk und die Pferdeställe ausmisten...
Hi,superschöne/r Beschriebung/Bericht,muss man echt sagen,herzliches Willkommen hier,ich hoffe es gefällt dir hier,vielleicht stellst du noch den Link zu deinem Hof rein? smile
Willkommen Herzlich Willkommen!!!

komm öfters unter uns netten leute!!! großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

nee, aber die beschreibung ist echt schön und ausführlich! Daumen hoch

LG Wink
Willkommen Loala Willkommen

viel spaß mit uns!!! und natürlich hier ^^
Halllo! Wink

Vielen Dank dass ihr mich so nett Willkommen heißt Daumen hoch

Danke

Link zu meinem Hof: http://www.virtueller-pferdehof.de/showfarm.php?id=22170

Es ist schon wieder viel auf meinem Hof passiert:

Heute war schlechtes Wetter, es schüttet aus Eimern und gewitterte seit Stunden. Hoffentlich geht es meinen Pferden gut? In dem Moment hörte ich Caspar laut bellen. Ich schnappte meinen Mantel und rannte in den Regen. Caspar sprang aufgeregt am Zaun umher. Es blitzte. Während ich das Tor öffnete, sah ich auch schon in der Ferne jemanden unter einem Baum sitzen. Es war Benjamin, der Junge von gestern. Er saß klatschnass und zusammengekauert am Boden. Caspar erreichte ihn vor mir. Benjamin weinte. Ich zog ihn erst mal hoch, warf meinen Mantel um den durchgeweichten Jungen und zerrte ihn ins Haus. Im Trockenen angelangt reichte ich ihm noch ein Handtuch und machte ihm Milch heiß. Langsam beruhigte Benjamin sich etwas. Auf die Frage was los sei, schluchzte er nur dass sein Onkel den Trakehner verkaufen wird. Er habe niemanden mehr, seine Eltern sind bei einem Autounfall gestorben als noch ein kleines Kind war. Sein einziger Freund war das Pferd und nun wird sein Onkel ihn verkaufen müssen....

Benjamin war kaum zu beruhigen. Dicke Tränen rannten über seine jungen Bäckchen. Ich konnte das einfach nicht mit ansehen. Ich überlegte wie ich ihm helfen könnte. Nach nur wenigen Minuten hatte ich DIE Idee und machte ich ihm einen Vorschlag: Ich kaufe das Pferd seines Onkels und stelle es bei mir im Stall unter! Unter der Bedingung, dass mir Benjamin nach der Schule im Stall helfen muss, Pferde füttern, putzen, reiten, pflegen usw. Um drei Pferde kann ich mich unmöglich alleine kümmern. Ich sagte ihm auch dass ich ihn leider nichts dafür zahlen könne. Ich hatte nicht viel Geld, wollte mir eigentlich einen Gebrauchtwagen holen. Aber das Pferd war wichtiger. Benjamin traute seinen Ohren kaum. Er wischte sich mit seinem Ärmel die Tränen weg und versprach hoch und heilig jeden Tag zu helfen. Es mache ihm ja auch Spaß! Ben fiel mir überglücklich um den Hals. Ein Mann – ein Wort. Wir gaben uns die Hand und beschlossen, gleich morgen mit seinem Onkel zu reden.
Benjamins Onkel hatte nichts dagegen, nein er war sogar froh, dass sein junger Trakehner in der Umgebung bleibt. Wir hatten die Box für das Pferd richtig gemütlich hergerichtet. Benjamin war hippelig und super gelaunt. Er konnte es kaum erwarten, dass wir sein geliebtes Pferd Vodka in meinen Stall bringen. Wie wird er sich mit meinem beiden Pferden verstehen? Wir nahmen auch gleich die Hühner und einen Hahn, ein Schwein und eine Ziege mit, die Benjamins Onkel auch hätte verkaufen müssen. Wow, jetzt war mein Gestüt schon ein richtiger kleiner Bauernhof! Nervosität machte sich breit. Würden Blacky und STUTE Vodka akzeptieren und aufnehmen? Auf meinem Hof angekommen führten wir Vodka vorsichtig in seine neue Box. Die Pferde beschnupperten sich, wieherten leiste. Alles lief super! Vodka begutachtete sein neues zu Hause vorsichtig. Er stürzte sich erst mal auf das Futter in seiner Trenke , es schien ihm zu gefallen. Wir waren alle überglücklich und fielen uns in die Arme.

Ja, Benjamin kam wirklich jeden Tag nach der Schule und packte fleißig mit an. Gemeinsam erweiterten wir die kleine Koppel, so dass unsere Lieblinge richtig viel Platz zum austoben hatten. Wir machten eine kleine Verschnaufpause und beobachteten unsere drei Pferdchen, wie sie glücklich über die neue Koppel sprangen, sich welzten und genüsslich wieherten. Benjamin und ich sahen uns an, der Schweiß rann uns über die Stirn, wir waren von oben bis unten verdreckt – und lächelten uns zufrieden an. Ich war mir von erster Sekunde an klar, dass es das Richtige war, Vodka von Benjamins Onkel gekauft zu haben. In den nächsten Tagen arbeiteten wir wirklich sehr hart. Das Geld wurde knapp, ich fing an, Reitstunden auf STUTE zu erteilen und Kutschfahrten anzubieten. Vodka eignete sich super für die Kutsche, er war die Ruhe in Person, ihn konnte nichts so schnell aus der Fassung bringen. Nebenher, wenn Zeit blieb, schrieb ich Berichte für Zeitschriften und verdiente mir noch etwas Geld dazu. Der eigene Reiterhof war wirklich ein Full-Time-Job, aber es lohnte sich!

Benjamin war heute schon etwas eher da, er hatte früher Schule aus. Ich führte gerade STUTE am Führstrick, wollte sie von der Koppel in ihre Box bringen, als ich hörte, wie sich Ben mit jemanden unterhielt. Es war ein Mann, er hatte eine sympathische Stimme. Als ich um die Ecke bog, sah ich, wie sich die beiden angeregt über Vodka unterhielten. Nun schauten sie zu mir hinüber und der Mann, Anfang 30, lächelte mir zu. Ben stellte mir gleich den Besucher mit Namen Campe vor und erzählte aufgeregt: „Campe reitet schon seit er 8 Jahre alt ist, er hatte 4 eigene Pferde, aber seit vor einem halben Jahr sein letztes Pferd gestorben ist, will er kein eigenes mehr. Er hatte sie alle selbst eingeritten!“ Ich lächelte den beiden zu und merkte, dass ich rot wurde. War ich verlegen? Bloß schnell weg bevor jemand was merkt, dachte ich, und redete mich raus, ich müsse STUTE versorgen. Wow, Campe sah einfach super aus, ich war total durcheinander. Durch das Fenster von STUTEs Box beobachtete ich Campe und wartete bis er den Hof verlassen hatte. Benjamin kam angerannt „Wo bist du auf einmal hin? Ich soll dir ‘nen Gruß von Campe ausrichten...“ Ich tat so als hätte ich nichts gehört.

Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen, dachte immerzu an Campe. Am nächsten Morgen ritt ich schon ganz früh mit Blacky aus. Ich war total in Gedanken versunken, träumte vor mich hin. Klar dass der aufgeweckte Blacky meine Unaufmerksamkeit ausnutze und plötzlich hinter einem Eichhörnchen herjagte. Er rannte los und galoppierte wild durch ein paar Büsche. Da verlor ich die Steigbügel und die Zügel glitten mir aus der Hand. Blacky machte einen großen Satz über einen quer am Waldboden liegenden Baumstamm und keine Sekunde später fand ich mich am Boden wieder. Autsch. Ich richtete mich langsam auf und klopfte mir den Dreck von der Schulter. Hey, das war mir ja noch nie passiert. Meine rechte Seite tat mir weh, aber sonst hatte ich mir nichts getan. Hammer, da wirft mich Blacky doch einfach so ab...Und nur, weil ich an Campe dachte? Wieso dachte ich überhaupt an Campe? Blacky war inzwischen zu mir zurück angeschlurft gekommen, es sah irgendwie so aus als ob er grinste. Ich war ihm natürlich nicht böse, klopfte ihm den Hals und setzte meine Ausritt fort.
Als ich von meinem Ausritt zurück kam, traute ich meinen Augen kaum. Da stand doch tatsächlich Campe. Er half Benny, das Tor zur Koppel zu reparieren. Das fand ich einen feinen Zug von ihm. Ich führte Blacky in die Box und sattelte ihn ab. Als ich mich umdrehte, stand Campe plötzlich hinter mir. Ich erschrak. Doch Campe lächelte nur wie ein kleiner Junge und entschuldigte sich vorsichtig. Er wollte mit mir reden. Ogott, um was mag es sich wohl handeln? Ich spürte wie mir das Blut in den Kopf schoss. Campe redete auf mich ein und gestikulierte dabei wild mit den Händen, doch ich konnte mich gar nicht auf das konzentrieren was er sagte. Nun sah er mich fragend an: „Wie findest du das? Ich darf doch ’du’ sagen?“ Wie gebannt starrte ich in seine wunderschönen grünen Augen. Ich hörte ihn nur noch sagen: „Naja, überlegs dir halt einfach, ich fänds schön“. Er lächelte wieder und verlies den Stall. Ich stand immer noch wie angewurzelt neben Blacky und streichelte seinen Hals. Was war los mit mir? War ich vielleicht in Campe verliebt?...

Mittlerweile hatte ich mich bei Ben informiert, was Campe mir mitteilen wollte. Er fand, dass STUTE zu schade ist, auf ihr die Reitstunden zu erteilen. Ausserdem ist sie kein ausgebildetes Schulpferd, auch wenn sie einfach zu reiten ist. Campe schlug vor, ich solle mir noch ein Pferd anschaffen, extra für den Reitunterricht. Und er würde es für mich einreiten und ausbilden. Er würde dafür auch nichts verlangen, denn er mache es ja gerne. Ja, ich fand die Idee spitze, denn STUTE tat mir schon manchmal leid, wenn Reitanfänger auf ihr rumturnten. Da ich ja ziemlich viel nebenher arbeitete, hatte ich wieder etwas mehr Geld, sodass ich auch Ben ab und an mal einen Zehner zustecken konnte. Mit dem Auto, dass ich mir zulegen wollte, musste ich sowieso noch etwas warten. Das Wohl meiner Pferde und restlichen Tiere auf dem Hof hatte natürlich vorrang! Also beschloss ich, auf Campe zu hören und mir noch ein Pferd anzuschaffen. Ben fütterte gerade die Hühner und die Ziegen während ich STUTE striegelte. Wir arbeiteten immer noch viel und hart. Ich war sehr dankbar, dass Ben mir soviel half. Alleine hätte ich es wohl kaum so gut geschafft.

Die nächsten Tage regnete es viel und von Campe war keine Spur. Ich wusste ja nicht einmal wo er wohnte, und hatte auch keine Telefonnummer von ihm. So hoffte ich jeden Tag, dass er aufkreuzen würde, mit seinen leuchtenden grünen Augen. Ich kuschelte etwas mit Blacky und strich ihm durch die Mähne. Er liebte Karotten über alles, und so steckte ich ihm ein paar zu. Ich fing an, ihm von Campe zu erzählen. Und dass ich ihn irgendwie vermisse, und gar nicht wisse wieso? Hoffentlich würde er bald wieder auf meinen Hof kommen, dann würde ich ein Pferd kaufen und er würde es ausbilden. Außerdem würde ich Campe ja dann jeden Tag sehen. Ich telefonierte viel und sah mir die unterschiedlichsten Pferde an, bis ich mich endlich für eins entschieden hatte: Liebesspieler. Ein junger, brauner, talentierter Wallach mit einem weißen Klecks auf der Stirn, in Form einer Wolke. Er welzte sich gerade auf der Weide, und als er mich sah, kam er zu mir und stubste mich vorsichtig an. Er hatte eine schöne hellbraune Mähne und einen guten Charakter. Genau richtig, um auf ihm Reitunterricht zu erteilen.
smile schöne berichte und toll das du sie immer hier rein kopierst =)
find ich auch! und die sind so schön ausführlich! weiter so!!! Daumen hoch

LG Wink
freut mich dass es euch gefällt Danke

ja, dann versteht man vllt mehr den zusammenhang wenn ich das hier reinkopiere, sonst weiß man vllt mal nciht um was es geht smile
hey du machst das ja echt toll!!!!

richtige aufsätze-echt spitze Daumen hoch
find das auch spitze!!! Daumen hoch

gibst du die ja auch als "normalen" bericht ab, oder???

LG Wink
Wir waren gerade dabei, Liebesspieler in seine neue Box zu führen, als Campe plötzlich aus dem Nichts auftauchte, wie immer. Er begutachtete Liebesspieler und hatte sich gleich mit ihm angefreundet. „Da hast du aber einen super Kauf gemacht.“ Campe war sichtlich von Liebesspieler beeindruckt. Liebesspieler war aber auch ein Prachtexemplar, mit seinem treuen Blick. Gleich morgen wolle Campe anfangen, mit ihm zu trainieren. Ich freute mich, dass alles so super geklappt hatte! Ja, jetzt hatte ich Stute gegenüber ein besseres Gewissen und machte sie gleich für einen Ausritt durch den Wald fertig. Benny begleitete mich mit Vodka. Wir galoppierten durch den Wald und über ein großes Feld. STUTEs Mähne wirbelte nur so durch die Luft. Das Wetter war wieder besser, die Sonne schien. Ein herrlicher Tag für einen Ausritt. Vodka hatte sich auf meinem Gestüt gut eingelebt und freute sich auch über seine Artgenossen. Zuvor stand er ja alleine auf einer Weide von Bens Onkel. Sein Fell glänzte in der Sonne und er hatte auch ein paar Kilos zugelegt. Als es dunkel wurde, ritten wir wieder gemütlich gen Stutensee.

Als ich am nächsten Morgen in den Stall kam, war ich ganz verblüfft. Campe war schon da, machte gerade Liebesspieler startklar für sein Training. Campe grinste über beide Ohren und warf mir ein überfreundliches „Guten Morgen!“ zu. Er klang voller Vorfreunde auf die Arbeit mit Liebesspieler. So konnte es ja nur ein guter Tag werden. Campe nahm die Longe und führte Liebesspieler auf den Platz, während ich anfangen wollte, die Boxen auszumisten. Ich führte STUTE, Vodka und Blacky aus ihren Boxen und brachte sie an den Waschplatz. Während ich sie striegelte, sah ich immer wieder zu Campe, wie er mit Liebesspieler trainierte. Er lies Liebesspieler an der Longe abwechselnd im Schritt und Trab gehen. Das sah von hier schon richtig gut aus. Als ich schließlich merkte, dass ich meine Pferde so sauber hatte, dass sie schon förmlich zu glänzen schienen, brachte ich sie auf die Koppel. Danach fing ich an, die Boxen auszumisten und besorgte mir Schubkarren und Mistgabel. Irgendwann stieß Campe dazu und fragte mich, ob er mir helfen könne. Zusammen waren wir natürlich mehr als doppelt so schnell fertig und gönnten uns dann ein lecker Mittagessen beim Chinesen im Dorf.

Mittlerweile hatte Campe viel mit Liebesspieler trainiert, sodass aus ihm ein richtig gut ausgebildetes und aufgeschlossenes Schulpferd geworden ist. Heute wollte Campe seine erste Reitstunde auf Liebesspieler geben. Wir waren gespannt, ob alles glatt geht. Und da kam auch schon Monika. Monika war ein junges Mädchen mit roten Haaren. Sie war schlank und viel größer als alle anderen Mädchen in ihrer Klasse. Sie freute sich sehr auf die heutige Reitstunde. Zusammen mit Campe machte sie Liebesspieler startklar. Er half ihr Satteln und die Trance anlegen. Ben und ich waren schon mal zum Reitplatz vorgegangen, wir wollten unbedingt dabei sein. Monika entfernte noch etwas Stroh aus dem Schweif und führte Liebesspieler stolz auf den Platz. Sie zog den Sattel fest und Campe half ihr Aufsteigen. Nun war es ihr doch etwas mulmig geworden. Doch Campe war ja bei ihr. Sie ritt auf sein Kommando an und ging vorsichtig im Schritt auf den Zirkel. Campe wollte sie noch nicht die ganze Bahn gehen lassen, falls doch etwas nicht klappen sollte. Doch alles lief glatt. Liebesspieler gehorchte brav und wechselte durch den Zirkel, durch die ganze Bahn und trabte nachher auch ordentlich unter Monikas Führung. Monika konnte aber auch schon gut reiten, vor 4 Jahren hatte sie auf einem kleinen Bauernhof damit angefangen. Wir freuten uns alle, dass die erste Reitstunde so gut verlaufen war.


Nachdem Liebesspieler nach seiner ersten Reitstunde versorgt war und in seiner Box stand, wollte ich Campe unbedingt mein Lob aussprechen. Er hatte wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Campe schien auch etwas erleichtert, dass die Stunde mit Monika so gut verlaufen war und fuhr sich gerade mit den Händen durch seine verstrubbelten Haare. „Hey Campe, toll gemacht, wirklich!“ versuchte ich locker zu trällern, doch es klang unsicher, meine Stimme wackelte. Campe drehte sich um und legte seine Hand auf meine Schulter. Ich wurde rot und nervös. „Hi BF, findest du? Danke! Du hast aber auch ein super Fang mit Liebesspieler gemacht“ erwiderte Campe und zwinkerte mir zu, bevor er den Stall verlies. Ich glaube, ich stand noch ca. 5 Minuten wie angewurzelt da, bis ich aus einer Art Trance aufwachte und verstand was Campe zu mir sagte. Campe hatte seine Hand auf meine Schulter gelegt und mich gelobt. Fand er mich vielleicht gut? Cool bleiben BF sagte ich zu mir selber und atmete tief durch. Langsam fing ich mich wieder. Ja, ich war wirklich in Campe verknallt, das war sicher. Doch was empfand er für mich? Er war 31 Jahre alt, ein erwachsener Mann und ich nur ein Stallmädchen. Wahrscheinlich hat er sowieso eine Freundin. In Gedanken versunken schmuste ich etwas mit Blacky und steckte ihm ein paar Leckerlis zu.
ja, ich schreib es immer als Bericht, und damit man nachlesen kann, oder den bericht mit Zusammenhang verstehen kann, "sammel" ich es halt hier quasi

Freut mich sehr dass es euch gefällt, danke Danke

Verbeugung
gute idee, könnte ich auch mal machen!

LG Wink

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