Literarische Bildung



hi folks,

Ich habe mich mal gefragt, was man so als gebildeter Mensch alles gelesen haben muss um überall mitreden zu können. Was sind eurer Meinung nach Klassiker, die man gelesen haben muss?

Ich für meinen Teil habe eine ganze Menge durcheinander gelesen, und da waren wohl auch viele Klassiker dabei. Ich habe auch viel russische Klassik gelesen durch den Vorteil, dass ich Russisch als Muttersprache beherrsche.
Daher sind so meine "bekannteren" Bücher:

Tolstoi: Krieg und Frieden, Anna Karenina
Dostojewski: Schuld und Sühne
Margaret Mitchell: Vom Winde verweht
Alexandre Dumas: Die drei Musketiere
Mark Twain: Tom Sawyer
Huxley: Schöne neue Welt^^
Arthur C. Clarke: 2001 Odyssee im Weltraum

und natürlich noch eine ganze Ecke mehr, aber ich denke das waren die Bekanntesten. Unbedingt muss ich mir noch Sun Tzus: vom krieg zulegen, so hiess das Buch afaik.
So genug von mir, ihr seid am zuge^^
ein kleines buch, in dem so viel steckt:

le petit prince, antoine de saint-éxupery

(habs mir jetzt in französisch bei amazon bestellt... warte schon ungeduldig, dass es kommt!! smile originalsprache ist eben doch bei manchen büchern schöner...)

ansonsten find ichs schon irgendwie wichtig, dass man sich mit klassischen stücken befasst, wies im deutschunterricht der fall ist...
was von schiller, goethe, shakespeare, brecht und kästner (okay, die letzten beiden sind nicht soo "klassisch", aber trotzdem wichtig! smile ) sollte schon dabei sein...
gerade kästners kritische werke find ich gut! Daumen hoch

tja, mehr fällt mir grad nich ein... Kopf kratz
Ich glaube von den "muss man gelesen haben" Buechern gibts alleine schon so viele, dass man die alle gar nicht lesen kann.
Daher lese ich was mir geafellt und was mir meine Freunde/Eltern usw. empfehlen.

Ich finde den Thread trotzdem gut, wuerde ihn nur gern unterteilen. Halt irgendwie nach:

alter Literatur
neuer Literatur
Philosophen
science fiction
....

Unter Science Fiction und wichtig fallen mir ein:

Dune
Herr der Ringe
Per Anhalter durch die Galaxis
(hat alles mehrere Teile und ueber "Science fiction" laesst sich hier auch streiten...)

ansonsten habe ich so viel gelesen, dass mir bei weitem shcon nicht mehr alles enfaellt.

Umberto Eco
ist vielleicht noch herauszuheben, aber da habe ich auch nur das Foucaultsche Pendel geschafft, Im Namen der Rose steht noch aus ...

Schindlers Liste, Mobby Dick darf man sicher auch gelesen haben.
Ein paar Werke von Goethe, Shakespeare und Co. sollte man sicher auch gelesen haben, aber da hilft ja die Schule meist nach Augenzwinkern .

mehr faellt mir erstmal nicht ein

Gruesse
Carsten
hii,

ich glaube, man wächst, in dem man bücher liest, deren inhalt man zunächst nicht versteht. aber nach den antworten sucht, immer und immer wieder. irgendwann wird man dann mitgerissen von ihrem bann und der weißheit, die in den texten steckt. man sucht immer schwierigere bücher aus, bis man irgendwann keine schwierigeren mehr findet und an eine grenze stößt. dann nimmt die klugheit wieder ab, weil die gelegenheit da ist, sichs bequem zu machen ...

wenige bücher, die ich gelesen hab:

der kleine prinz,
die päpstin,
die möwe jonathan,
wesentlich werden,
...

lg, samy Augenzwinkern
Zitat:
Original von samy
bis man irgendwann keine schwierigeren mehr findet und an eine grenze stößt.


ich bezweifel jetzt einfach mal, dass es irgendwann keine bücher mehr gibt, die für jemanden schwierig zu verstehen sind...

@samy: wär schön, wenn du noch die autoren hinzufügen könntest! smile
ach ja, "literarische bildung"...
mein lieblings-drüber-aufreg-thema nach "politischer bildung"---

nun gut:
(die musketiere sind trivial-"literatur", aber trotzdem lesenswert)

hermann hesse: demian, der steppenwolf
bertolt brecht: das leben des galilei, aufstieg und fall der stadt mahagony
wenn du russisch kannst, unbedingt Nikolaj Gogol lesen!
(ich lern auch grad russisch - naja, ich versuchs)
dostojevski: der idiot ... nein, eigentlich alles!
goethes faust I und II
schiller: die räuber
und wenn du russisch kannst: unbedingt lermontov im original!
dann...
shakespeare: hamlet, macbeth und sommernachtstraum bzw romeo und julia
ganz wichtig:
Albert Camus: Die Pest, Der Fremde (am besten auf französich)
'n bissl novalis kann man auch mal gelesen haben... seine gedichte sind sehr schön
franz kafka: der proceß, die verwandlung
ach ja, vergiß mir die antike nicht:
sophokles - antigone,
homer - ilias und odysee...
n bisschen ovid, sallust und catull gehören in jede gut sortierte bibliothek

noch schöner als 2001 fand ich von Clarke noch 3001 (auch die fortsetzungen dazwischen sind klasse) und ausserdem die RAMA-Reihe, auch ein Tetralogie.

mein persönliches anliegen: friedrich nietzsche (Menschliches, allzu Menschliches; Also sprach Zarathustra; Jenseits von Gut und Böse; zur Genealogie der Moral).

Michael Ende: Die unendliche Geschichte.
Vielleicht noch ein wenig Charles Dickens, aber eher als Negativbeispiel, ich find ihn furchtbar.
Ach ja: Stefan Zweig. Einer meiner Lieblingsautoren: Die Schachnovelle muss man als deutsch-sprechender undbedingt gelesen haben. wie eigentlich fast alles andre von ihm auch lesenswert ist. insbesondere Clarissa und alle seine Novellen. (Verwirrung der Gefühle fand ich klasse... eine der ersten wirklich schönen Geschichten über Homosexualität)

die liste ließe sich fortsetzen... vielleicht tu ich das noch...
humm, gut, da sin echt ein Paar Beispiele dabei, die man gelesen haben muss.. .
von nietzsche halte ich persönlich nicht so viel, die ganze Psychologie Geschichte stinkt irgendwie, also sind die jungs (mit Freud) nicht ganz mein Fall. Alte griechische Epen... stimmt da hast recht, Homer und die Iliade muss ich mir auch mal geben. Sonst vllt noch shakesperare.. mcbeth, hamlet... Faust auch noch.. .
es gibt noch viel zu tun^^
Und wenn wir schon Ende am Wickel habe, sollte Momo nicht vergessen werden.

Für die neugierigen Hermann Kant: Die Aula

ansonsten mag ich abraxas Liste ganz gut leiden Augenzwinkern

Bei der Sciencefiction fehlen noch ein paar AutorenAugenzwinkern

Asimov: Besonders: Colligatarch und Das Fiasko
Ursula K- Le Guin: Die denkenden Wälder, Eissegler (1-3) und ganz Wichtig!!! Planet der Habenichtse (Das lege ich Dir Abraxas dringend ans Herz Augenzwinkern )

Jan
mir ist noch was eingefallen:

Dürrenmatt - "Die Physiker" und "Der Besuch der alten Dame"
insbesondre die physiker sind absolute spitzenklasse... dürrenmatt sowieso einfach nur genial.

@ bishop:
was hast gegen sigi und fritz?... der psychologische Ansatz ist sehr interessant, weil sich beide in der tat sehr intensiv mit den beweggründen der menschlichen handlung auseinandergesetzt haben und teilweise zu erstaunlichen aber unglaublich interessanten und einfach nur weisen schlüssen gekommen sind... um sich aber umfassend mit der thematik zu befassen sollte man auch C.G. Jung gelesen haben... (und dann bitte weitermachen mit heidegger und sloterdijk... jaja, es gibt viel zu tun ^^)

@ jan:
jaja, wir verstehn uns... danke für den tip ich werd sogleich unsre bibliothek befragen...
siehste, an den asimov hab ich noch gedacht, aber ihn vergessen... danke für die hilfestellung.

dann fallen mir noch mehr sachen ein:

George Orwell - Brave new World...
John Steinbeck - Tortilla flat (unglaublich... unglaublich... zum TOTlachen) "of mice and men", "grapes of wrath" und, sein schönstes: "east of eden" (jenseits von eden...)

dann: hemingway - mindestens "the old man and the sea" und vielleicht auch "for whom the bell tolls"

Thomas Mann und sowieso die ganzen Männer kann man auch mal gelesen haben... der vollständigkeit halber...
uuuuuuuuuuuuuuund:
mein absoluter lieblingsdichter:

PAUL CELAN...

ein jahrhundertgenie... nehmen wir noch Adorno dazu... auch ein schönes werk... von ihm stammt der satz:

"geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen kannst, ohne stärke zu provozieren"

der weiseste satz über die liebe.... mit abstand.
naja, jedenfalls die autoren sind:

der kleine prinz - saint exupéry
die möve jonathan - richard bach
wesentlich werden - ulrich schaffer
die päpstin - donna w. cross

mir sind da noch ein paar titel eingefallen, die hab ich schon gelesen und fand sie super:

der chronist der winde - henning mankell
auf der suche nach dem blau - lois lowry
der träumende delphin - sergion bambaren
die zeit der sternschnuppen - sergio bambaren

lg, samy
@Abraxas:

Ist Brave New World nicht von Aldous Huxley? George Orwell hat doch 1984 geschrieben.



Was sollte man gelesen haben.....Also spontan und ohne den Anspruch auf Vollständigkeit fallen mir ein:


Die Edda
Sophokles
Homer
Nibelungenlied
Gregorius
Shakespeare
Goehte/Schiller
Nietzsche
Camus
Tolstoi/Dostojewski/Gogol
Böll
Hemingway
Dickens
Balzac
Saint Exupery
Jostein Gaarder
Tilmann Röhrig
Donna W. Cross
U. Eco
P. Celan
M. Ende
Grass


..mehr fällt mir grad nicht ein
Oh, ich sehe noch viel Nachholbedarf bei mir! Augenzwinkern
Da ich russisch ebenfalls beherrsche, werde ich versuchen, da einige Klassiker in der Originalsprache zu lesen smile
Interessant finde ich auch, dass hier auch antike Sachen und Epen aufgelistet wurden... Daumen hoch Davon habe ich bereits Das Nibelungenlied und zum Teil die Edda gelesen.

Als literarische Bildung ließen sich eventuell noch einige Werke zum 3. Reich ergänzen.
Wenn ihr schon von Russich redet:

Die Wächter-Trilogie von Sergej Lukianenko.

Unbedingt lesenswert. Kenne selbst noch keine bessere Fantasy-Reihe die unsrer Gegenwart spielt und so beängstigend reale Bilder zu entwerfen vermag.
Da ich nur im 1. Schuljahr russisch hatte kann ichs zwar nur auf Deutsch/Englisch lesen aber ich habe mir sagen lassen, die Orginale seien nochmals besser.

Ebenfalls hinein sollten:

Die Bibel nach Biff von Christopher Moore
(stellt meiner Meinung nach sogar die Anhalterreihe in den Schatten was den Humor anbelangt ^^)

Eine Sparte die ihr bisher aussen vor gelassen habt: Naturwissenschaften (wobei hier der Inhalt mehr die Rolle spielt als die Orginalformulierung):
Philosophiae Naturalis Principia Mathematica von Isaac Newton
Allgemeine und Spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein
Eine kurze Geschichte der Zeit und Ein Universum in der Nussschale von Stephen Hawking

Und noch ein Klassiker: Die Märchensammlung der Gebrüder Grimm.
Wenn wir schon soviel nichtdeutsche Literatur hier haben, würde ich hinzufügen:

Candide, von Voltaire (oder auch François-Marie Arouet, wie man will - jeder Gymnasiast in Frankreich muss das gelesen haben und kennt die ersten paar Sätze auswendig - außerdem finde ich das Buch so herrlich zynisch).
Ein wenig Rousseau gehört wahrscheinlich auch dazu.
Für die spanisch bewanderten (ich habs auf Französisch angelesen):
La vida es un sueño (Das Leben ein Traum), von Calderon - auch ein Klassiker der Weltliteratur

zeitgenössische Literatur vielleicht auch noch:
Der Vorleser, von Bernhard Schlink

Orwell wurde ja schon mal angesprochen: Mir hat vor allen Dingen "Animal Farm" gefallen, obwohl 1984 ja das bekanntere ist.

Ebenfalls ein Klassiker: Der gute Cicero (auch wenn sehr viele Reden dabe sind - fehlt mir aber in der Liste)

Um "mitreden" zu können, muss man wahrscheinlich auch Bücher wie "Der Schwarm" (Schätzing), "Die Säulen der Erde" (Follett) und "Der Medicus" (Gordon) gelesen haben, weil sie so beliebt sind.


Und ein Werk, was man vielleicht gelesen haben sollte, was aber die wenigsten von sich behaupten können (ich auch nicht):
Ulysses, von Joyce

Gruß
MI

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