Mein geheimnissvoller Neuzugang:
Steckbrief:
Name: Secreto
Spitzname: Secreto
Alter: 4 (nur geschätzt)
Farbe: Grullo
Rasse: American Quarter Horse
Geschlecht: Hengst
Reitstil: Western
Eignung: Deckhengst
Bild:
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Bericht: Secreto - Ein großes Geheimnis
Teil 1
Heute Morgen bin ich mit einer Freundin durch den Wald geritten. Es war ein wunderschöner Ausritt. Wir sind auf Wegen geritten die wir eher selten reiten. Als wir wieder auf dem Rückweg waren, hörten wir ein rascheln im Gebüsch. Ein Vogel, dachten wir. Wir nahmen die Zügel an falls unsere Pferde erschrecken sollten, doch sie blieben einfach nur mit gespitzten Ohren stehen was uns sehr verwunderte. Dann liefen unsere beiden Stuten in Richtung Gebüsch. Wir ließen sie einfach laufen, weil uns interessierte wo sie hinwollten. Nach ein paar Metern sahen wir dann, was sie angezogen hatte.
Uns bot sich ein schrecklicher Anblick. Vor uns lag ein graues Pferd. Es war wahrscheinlich bei einem Sprung über einen Baumstamm hängen geblieben und gestürzt. Nun lag es auf der Seite und konnte nicht aufstehen. Schnell stieg ich ab und drückte meiner Freundin die Zügel in die Hand. Dann lief ich langsam auf das Pferd zu.
Gott sei dank konnte es nur nicht aufstehen, weil es einen Strick um den Hals hatte und dieser sich am Baumstamm verhackt hatte und es auf dem Boden hielt. Eigentlich wunderte mich das. Warum hatte ein Pferd einen Strick um den Hals aber kein Halfter auf?
Teil 2
Langsam machte ich den Strick vom Baumstamm los. Als das Pferd keinen Druck mehr um seinen Hals spürte sprang es auf. Ich hatte das Strickende aber noch in der Hand. Ich hatte Angst das Pferd würde wegrennen, doch es blieb stehen. Meine Freundin war auch abgestiegen und hatte die Pferde an einen Baum gebunden. Ich hielt nun das Pferd und sie schaute es sich genau an. Plötzlich rief sie erstaunt: „Das ist ja ein Hengst! Ein Quarter Horse Hengst!“. Ich war auch erstaunt es mit einem Hengst zu tun zu haben. Ich dachte er wäre ein Wallach weil er so ruhig und lieb und gar nicht hengstig war. Auf jeden Fall nahmen wir ihn einmal mit und riefen als wir auf dem Hof waren den Tierarzt an. Dieser stellte zum Glück keine größeren Verletzungen fest, außer eben ein paar Schrammen. Ich fragte ihn ob er dieses Pferd kenne, doch er hatte es noch nie gesehen. Ich rief dann auch gleich der Polizei an und meldete dass ich diesen Hengst gefunden hatte. Sie sagten sie würden sich informieren, denn sie hätten keine Vermisstenanzeige von so einem Pferd vorliegen. Nun war ich aber mal gespannt. Ich rief auf sämtlichen Gestüten und Reiterhöfen an, doch niemand kannte oder vermisste dieses Pferd.
Teil 3
Ich ging sämtliche Vermisstenanzeigen im Internet durch, doch nirgendwo las ich etwas von so einem Pferd. Was mich auch wunderte war, dass er nicht irgendein ganz normales Quarter Horse war, nein er war ein Hengst. Man könnte mit ihm bestimmt gut Züchten, wenn er nur Papiere hätte. Ich rief am Abend noch einmal bei der Polizei an, ob wenigstens die etwas gefunden hatte, doch nichts. Es gab keinerlei Informationen über den Besitzer dieses Pferdes.
Danach ging ich noch einmal in den Stall um nach dem Hengst zu schauen. Als ich den Stall betrat flog sein Kopf hoch und er schaute mich neugierig an. Er war wirklich hinreisend schön. Ich würde ihn gerne behalten. In diesem Moment wünschte ich mir ganz feste, das wir seine eigentlichen Besitzer nie finden würden und er immer bei uns bleiben könnte. Langsam trat ich zu ihm in die Box. Ich streichelte seine schöne Mähne und flüsterte leise Secreto. In dem Moment wo ich Secreto (was ja auf spanisch Geheimnis heißt) sagte, fiel mir ein das ich ihn ja so nennen könnte. Ja Secreto, das gefiel mir.
Drei Tage später bekam ich dann einen Anruf von der Polizei. Sie hätten eine Vermisstenanzeige gefunden die auf Secreto passte. (F.f.)
Teil 4
Nun am nächsten Tag kamen ein Mann und eine Frau auf meinen Hof. Sie sagten sie seien wegen Secreto hier. Als ich sie dann auf die Weide zu Secreto führte, fragten sie mich nur wo das Pferd den sei. Ich schaute sie verwundert an. Sahen sie Secreto denn nicht? Er stand doch gar nicht weit weg. „Okay dann ruf ich ihn eben her“, dachte ich. Gesagte, getan. Aber als er direkt bei uns stand, sagten die Leute nur enttäuscht, dass dieses nicht ihr Pferd sei. Zum einen war ich erleichtert, zum anderen auch traurig. Ich konnte mit den Leuten fühlen, wie es ist wenn man sein Pferd sucht und einen Hoffnungsschimmer hat und dieser zerplatz wie eine Seifenblase…
„So langsam sollte Secreto aber wieder richtig bewegt werden“, dachte ich am nächsten Morgen als er mit einem kleinen Weidebauch auf dem Putzplatz stand und es genoss von mir gepflegt zu werden. Also holte ich einen Sattel und eine Trense von denen ich dachte sie passen und machte ihn zum reiten fertig. Er ließ das alles ohne mit der Wimper zu zucken geschehen.
Beim Warmreiten lief er total super. Er machte alles was ich wollte. Seinen Galopp wollte ich aber auch noch ausprobieren, doch kaum gab ich die Hilfen zum Galopp, da…
(F.f.)
Teil 5
Seinen Galopp wollte ich aber auch noch ausprobieren, doch kaum gab ich die Hilfen zum Galopp, da…
…buckelte er los und hätte mich um ein Haar abgeworfen. Hilfe was war den jetzt los? Er hatte vorher doch alles gemacht was ich wollte und nun das. Ich verstand das nicht. Ich probierte es noch einmal, doch er schlug wieder aus und machte nichts. Das ging dann noch einmal so, doch dann galoppierte er an. Hui wie der galoppieren konnte!!! Wow ein Traum!! Okay, das reicht jetzt auch wieder. Noch die andere Seite und dann reiten wir dich trocken und sind fertig für heute. Also gut, die andere Seit. Diesmal klappte es sofort. Ich war echt total erfreut und stolz.
Nachdem ich Secreto das Pad abgenommen hatte wollte ich es ausklopfen. Plötzlich fiel ein kleiner Gegenstand auf den Boden. Nanu, was war den das? Ich hob ihn auf. Es war einfach nur ein kleines, ganz flaches Metalplättchen. War es das warum er beim angaloppieren so gebuckelt hatte? Wie kam es denn dahin? Wahrscheinlich hatte es Secreto irgendwie gepiekst, und er hat dann gebuckelt. Ja so war es wahrscheinlich. Naja, jedenfalls war es jetzt weg und konnte ihm nicht mehr wehtun. Ich versorgte Secreto und brachte ihn dann auf die Weide. Am nächsten Morgen standen schon wieder eine Frau und ein Mann auf meinem Hof…
(F.f.)
Teil 6
Die beiden sagten sie seien wegen eines grauen Hengstes hier. Die Polizei habe sie zu mir geschickt. Nun nachdem ich sie genauer ausgefragt hatte war ich mir ziemlich sicher, dass sie die richtigen Besitzer von Secreto sind. Außerdem hatten sie seine Papiere und Fotos von ihm dabei. Ich führte sie zur Weide. In dem Gespräch mit ihnen fand ich heraus, dass sie ein mittelgroßes Gestüt hatten und das Secreto ein vielversprechender Junghengst sei. Er wurde ihnen einen Tag bevor ich ihn fand gestohlen.
Ich glaube sie haben bei diesem Gespräch gemerkt, dass Secreto mir ziemlich ans Herz gewachsen ist.
Als wir dann an der Weide ankamen, galoppierte Secreto gerade mit meinen beiden Wallachen um die Wette. Er war eindeutig der schnellste. Als die drei uns bemerkten, kamen sie angetrabt. Alle drei begrüßten mich in dem sie mich anstupsten. Als Secreto’s Besitzer das sahen schauten sie sich nur verwundert an. Sie sagten, dass er normalerweise nie so zutraulich war. Ein lächeln huschte über mein Gesicht.
Doch da klingelte mein Telefon. Ich entschuldigte mich und ging ein paar Meter weg. Es war nur eine Reitschülerin die sich krank meldete.
Als ich wieder zurück kam schauten sich Herr und Frau Schäfer – so heißen Secreto’s Besitzer – kurz an und nickten dann.
Teil 7
Ich fragte mich warum sie sich so angeschaut hatten. Nun ich sollte es bald erfahren...
„Ich habe eine Frage an Sie, Herr und Frau Schäfer. Vielleicht haben sie gemerkt, dass Secreto – nun ich habe ihn so genannt – mir ziemlich ans Herz gewachsen ist. Ich wollte sie fragen ob sie bereit wären ihn zu verkaufen?“. Puh endlich war es draußen. Ja ich wollte Secreto gerne kaufen, denn ich hatte mich total in ihn verliebt. „Nun eigentlich wollten wir Secreto nicht verkaufen...“, sagte Frau Schäfer und meine Hoffnungen das Secreto bei mir bleiben könnte waren futsch. „Aber als wir gesehen habe wie Grey King – so heißt er eigentlich – sie begrüßt hat, da war uns klar, dass es nur einen einzigen Menschen auf der Welt gibt dem King vertraut und den er wirklich liebt. Sie müssen wissen er ist das misstrauischste Pferd ist, das mir je begegnet ist. Ich dachte nie das er einmal zu jemandem vertrauen fassen würde. Deshalb möchten wir Ihnen King gerne verkaufen.“ Ich war fassungslos vor Freunde. Juhu Secreto konnte für immer bei mir bleiben!! Als ich fragte wie viel er kosten sollte, da blieb mir der Mund offen stehen...(F.f.)
Teil 8
So wenig Geld für so ein tolles Pferd? Nein, das konnte nicht sein. Ich musste mich verhört haben. Doch als Herr und Frau Schäfer mein verdutztes Gesicht sahen, da mussten sie lachen. „Wir verkaufen ihnen King nur so günstig weil sie die einzig richtige Besitzerin für ihn sind. Was sollen wir einen Preis verlangen, bei dem es ihnen die Sprache verschlagen würde weil er so hoch ist? Lieber ein Pferd billiger weggegeben, aber dafür zu einem Menschen der es liebt und wo das Pferd es gut hat, als es teuer verkauft zu haben und nachher ist es nicht glücklich.“ Wow eine tolle Einstellung. Nicht weil sie mir Secreto so billig verkaufen wollten, nein weil sie ihre Pferde wirklich lieben und nicht nur züchten um Geld zu verdienen. Ich war echt beeindruckt. „Ich danke Ihnen“. Mehr brachte ich in diesem Moment nicht heraus.
Dann gingen wir ins Haus um die Formalitäten zu erledigen. Als wir fertig waren bot ich den beiden netten Leuten noch einen kleinen Rundgang über mein kleines Gestüt an. Als wir fertig waren, meinte Herr Schäfer nur: „Ich glaube ein besseres Zuhause hätte King gar nicht finden können.“ Ich war stolz auf mein kleines Gestüt. Und von nun an würde ich sogar noch einen zweiten Deckhengst haben.