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Bericht vom 01. Januar 2008
Traum vom Pferd, Teil 12
Um 18:00 Uhr,als es allmählich anfing zu dämmern,beschloß ich mit Tränen in den Augen,daß die Suche nach meinem Liebling für heute beendet wird.Die Hoffnung schwand von Sekunde zu Sekunde,je näher wir dem Stall kamen.Dass ich mein Pferd am folgenden Tag - 2 Tage nach dem Feuer - noch finden werde,bezweifelte ich stark.Thomas nahm mich in den Arm & gemeinsam gingen wir nebeneinander her nach Hause.Langsam liefen wir den Hügel hinter dem Reitstall hinab & sahen schon von weitem,daß dieser hell beleuchtet war.Komisch,um diese Uhrzeit waren die Flutlichter rings um die Halle & den Parkplatz normalerweise noch nie angeschalten.Auch in der Halle,im Stall & im Reiterstübchen brannte Licht.Für gewöhnlich wurde am Strom gespart,doch heute erstrahlte der komplette Reiterhof.Durch die grelle Beleuchtung konnten wir sehen,daß wahnsinnig viele Autos geparkt hatten.Wo bzw was die ganzen Menschen nur wollten?!Ich beschleunigte mein Tempo & war innerhalb von 10 Minuten im Hauptgebäude angekommen,wo mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen wären. Da standen doch tatsächlich 5 vermisste Pferde in ihren Boxen!Bedeckt mit Abschwitzdecken,versorgt mit reichlich Wasser & frischem Heu.
Hi, Tinkerle! Ich verfolge deine Geschichten immer mit totaler Spannung und hoffe dir gehen die Ideen so schnell nicht aus. Könnten bei einem Verleger vllt gute Kurzgechichten werden! *träumundinsschwärmengeratentu*
Bericht vom 03. Januar 2008
Traum vom Pferd, Teil 13
Ich staunte nicht schlecht, ignorierte die Polizisten die ihre Aufgabe machten und Daten etc aufnahmen, suchte nach der Stallbesitzerin und fragte, wo denn die Pferde auf einmal her kamen?! Sie meinte überglücklich, dass die Pferde wieder von allein gekommen sind! Sie wurden auf der hinteren Koppel gesehen, die Mädels haben sich auf den Weg gemacht, aber die Tiere kamen von selbst zurück. Einerseits freute ich mich, dass sie wieder aufgetaucht sind, andererseits machte es mich noch mehr traurig, denn mein Fjordpferd war leider nicht unter diesen 5 Pferden gewesen. Leise stotternd fragte ich "Und Attila...?" Ihr Gesichtsausdruck verdrückte sich. Sie nahm mich in den Arm und sagte, dass alles wieder gut werde und mein Norweger bestimmt auch bald auftauche! Jaja, die hat gut reden, dachte ich. Wo steckten eigentlich meine Eltern? Mir rollte eine Träne über die Backe. Da ich nicht wollte, dass es alle sehen konnten, verdrückte ich mich in eine dunkle Ecke nach draußen zu den Koppeln. Da kam mir mein Vater freudestrahlend entgegen "Da bist du ja endlich!", sagte er. Hmm? Ich starrte ihn an und gab keine Antwort. "Mama und ich haben dich schon überall gesucht!", jubelte er.
Bericht vom 05. Januar 2008
Traum vom Pferd, Teil 14
Ich konnte mir bei aller Liebe nichts vorstellen, was meine Eltern in solch einer Situation zum Jubeln führte. Auch hatte ich momentan überhaupt keine Lust auf eine Unterhaltung, ich wollte einfach irgendwo ein paar Minuten für mich allein sein um nachzudenken. Ich machte auf dem Absatz kehrt und drehte um, doch mein Vater packte mich an der Schulter. "Nun warte doch mal, was Mama und ich für dich haben!" Ehrlich gesagt, es interessierte mich nicht - und falls es jetzt schon ein Ersatz für meinen verschwundenen Norweger sein sollte, wollte ich ihn erst recht nicht. Ich ignorierte seine Aufforderung und schlurfte langsam und traurig mit hängendem Kopf weiter. Dann hörte ich hinter mir ein Wiehern. Also doch schon einen Ersatz, dachte ich mir. Dennoch wuchs die Neugier und ich drehte mich um. Zugleich überkam mich ein Gefühl, als würde es mir den Boden unter den Füßen wegziehen. Blitzartig schossen mir Tränen in die Augen und meine Knie wurden butterweich. Da stand er vor mir: MEIN Attila! Mit einer roten Schleife um den Hals! Ich stotterte und verstand überhaupt nicht mehr. Wo haben sie ihn nur gefunden? Was war passiert?
Bericht vom 06. Januar 2008
Traum vom Pferd, Teil 15
"Das eklären wir dir später, bei einem schönen warmen Kakao. Aber nun mach schon, versorge erst einmal dein Pony! Er ist klatschnass geschwitzt und hat sicherlich Hunger und Durst! Lass dir Zeit, Papa und ich warten im Reiterstübchen." Somit übergab sie mir den Führstrick und ich führte meinen Attila in eines der Nebengebäude. Den Hauptstall können wir vorerst nicht benutzen; die ersten paar Boxen waren vom Feuer zwar nicht betroffen, doch die hinteren sind total abgebrannt. Außerdem lag überall noch dieser schreckliche Geruch in der Luft. Ich wollte gar nicht wissen, was aus den Pferden in den letzten Unterständen passiert war...Sie mussten quallos in ihrer engen, vergitterten Box verbrennen. Das war so grausam! Mein Attila hingegen freute sich auf sein neues zu Hause und stürzte sich gleich auf's frische Heu. Ich nahm mir meine Putzsachen und schrubbelte ihn erst einmal ordentlich durch, seine Mähne war vollkommen zersaust. Die Hufe waren über und über mit Schlamm, sodass mein Pony gleich etliche Zentimeter größer wirkte. Die Beine zeigten teilweise leicht blutige Kratzer, das war aber nicht weiter schlimm.
Bericht vom 07. Januar 2008
Traum vom Pferd, Teil 16
Ich brauchte eine gute Stunde, um mein Pony wieder auf Fordermann zu bringen. Außerdem kuschelte ich noch eine Zeit lang mit Attila, stopfte ihn mit Leckerlies voll und war einfach glücklich, dass er wieder da war. Es war draußen bereits stockdunkel, als ich das Reiterstübchen betrat, in welchem meine Eltern kaffeeschlürfend bei meiner Reitlehrerin saßen. Ich war brennend daran interessiert, wie und vor allem WO sie mein Pony letztendlich gefunden hatten! Ich holte mir eine Cola und setzte mich zu ihnen an den Tisch. "Und? Schaut dein Attila wieder aus wie ein Pony, oder noch immer wie ein kleines Ferkel?", witzte mein Dad. "Haha, nun lasst die Ironie und erzählt mir lieber, was vorgefallen ist!" Ich würde es kaum glauben wollen, sagte meine Mum. Sie tauschten kurze Blicke aus, dann fing mein Dad endlich an, mit der Sprache raus zu rücken. "Nun, es war gegen 17:00 Uhr -du warst noch im Wald unterwegs und auf dem Handy nicht zu erreichen- da hörten wir ein wildes Wiehern und ein lautes Poltern gegen Holz. Erschreckt rannte Petra (>meine Reitlehrerein<) und deine Mutter in Richtung Stadel, bei welchem die ganzen Zaunlatten wild durcheinander lagen."
Bericht vom 08. Januar 2008
Traum vom Pferd, Teil 17
Tja, und in mitten des Chaos stand dann dein Attila! Keiner weiß so Recht, wie und vor allem wann er dort hin gekommen ist." Überglücklich hörte ich meinen Eltern zu, und verspürte zum ersten Mal seit vielen Tagen wieder ansatzweise das Gefühl von Freude! Gleich am nächsten Tag wollte ich in aller Herrgotts Frühe wieder an den Stall fahren und evtl sogar schon wieder einen kleinen Schrittausritt wagen. Das Leben ging weiter, auch wenn auf dem Reiterhof in nächster Zeit die Hölle los sein wird. Petra möchte, dass die Bauarbeiten so schnell wie möglich am neuen Hauptstall anfingen, in welchem dann mein Pony einen Ehrenplatz bekommen wird. Ich darf mir nämlich die Farbe aussuchen, in der seine Box gestrichen wird! Ich dachte da an so helle Brauntöne - Pastellfarben, sagte ich ihr. Die würden sicherlich gut zu meinem Fjordpferd passen.
Langsam fing ich am nächsten Tag an mit meinem Dicken zu arbeiten, putzte ihn ausgiebig und longierte ihn. Auf den Ausritt wollte ich verzichten; er solle sich erst langsam an die neue Situation gewöhnen und den Schock überwinden.
Schon nach einer Woche fingen die Bauarbeiten an.
Bericht vom 09. Januar 2008
"kalter Markt"
Am Montag haben wir hier in der Nähe den "kalten Markt" besucht und sind mit unseren zwei Irish Tinkerbuben Scrabble und Smoke mitgeritten. Schon am Morgen war ich so aufgeregt, dass ich es im Haus kaum noch aushielt. Also schnappte ich mir ein paar Utensilien wie Shampoo, Mähnengummis und Glitzerspray (für den Schweif) und fuhr zum Stall. Dort angekommen stelle ich mit Schrecken fest, dass meine Pferde aussahen als wären sie frisch von einer Schlammschlacht gekommen und beschloss, sie trotz der "Kälte" geschwind abzuduschen. Ging alles recht flott, dann begann ich mit dem Schrubben. Allein fürs Verlesen der zwei Schweife brauchte fast 1,5 Stunden! Die Hufe wurden blitzblank geputzt und mit Huffett eingerieben, bis sie glänzten. Nach knapp 3 Stunden war ich mit der ganzen Arbeit fertig, und knippste erst einmal ein paar Fotos. Kurz darauf kam auch schon mein Freund mit dem Pferdeanhänger und wir verluden die zwei Buben. Man, war ich aufgeregt! Ich hoffte, dass alles gut läuft. Scrabble würde mir keine Probleme bereiten, da war ich mir sicher. Er ist das gelassenste Pferd, das ich kenne! Doch Smoke, unser Hengst war da schon etwas stolzer und eitler...
Bericht vom 10. Januar 2007
"kalter Markt", Teil 2
Das Verladen hat uns beim Hengst ein paar Probleme bereitet, er versuchte ständig seitwärts auszubrechen und rutschte ab. Dank zweier Longen und 3 Männern stand mein Smoke dann jedoch zitternd, aber fressend im Hänger. Scrabble interessierte das ganze Theater nicht, er hatte nur das leckere Heu im Kopf und steckte seine Nase tiiief ins Gras. Die Fahrt dauerte nicht lange, vllt 30 Minuten - dann stand uns das Ausladen bevor. Mein Freund ließ die Laderampe runter und mich traf fast der Schlag. Der Hengst war klatschnass geschwitzt, er tropfte vor lauter Schweiß! Er war jedoch nicht krank, nein, das kam nur von der Aufregung. Doch meine ganze Arbeit vom Morgen, das Duschen und schrubben war für umsonst gewesen. Naja, egal. In einer Stunde ging der Umzug los und wir machten unsere Pferde soweit fertig und ritten zum Treffpunkt. Boah, dort standen bestimmt schon an die 100 Pferde und sicherlich 40 Gespänne! Ich merkte, wie mein Hengst unter mir vor Aufregung bebte und des Öfteren ließ er ein schrilles Gewieher los, das mehrmals von zwei süßen Ponys beantwortet wurde. Der Kommentator kündete über die Lautsprecher den Start an.
Bericht vom 12. Januar 2008
"kalter Markt", Teil 3
Es dauerte nochmal 20 Minuten, bis die ganze Karawane endlich in Gang war. Smoke war total aufgeregt und schon wieder schweißgebadet; er tänzelte von einer Seite zur anderen, wölbte seinen Hals, brummelte und tribbelte vor sich hin. Es brauchte eine Zeit lang, bis er sich an die vielen Pferde, die unbekannte Umgebung und das ganze Ambiente gewöhnt hatte, doch nach ein paar Minuten wurde er ruhiger. Der Umzug dauerte in etwa eine gute Stunde, anschließend wurden die Pferde geweihnt. Diesmal war es der sonst so gelassene Scrabble, der Angst vor dem Wasser hatte, doch nach ein paar beruhigenden Worten, hatte schließlich auch der Wallach seinen Segen. Das Verladen der Pferde verlief dann schon wieder turbolenter; bis uns schließlich nach 20 Minuten ein Mann fragte, ob er uns helfen könne. Erleichtert bejahte ich. Nach einer weiteren viertel Stunde und mit Hilfe 2er Longen, hatten wir die beiden Tinker im Hänger und fuhren die kurze Strecke nach Hause. Dort angekommen, wusste ich bereits, was mich erwartete: ein dösender Wallach und ein vor Aufregung klatschnasser Hengst! Sie bekamen für diesen Tag zum Abschluss eine extra Portion Futter und eine riesige Möhre.
Bericht vom 14. Januar 2008
Unfall auf der Koppel
Gestern Nacht, es war so gegen 23:30 Uhr klingelte es an meiner Haustür und zwei in Uniform gekleidete Polizisten standen vor mir. Mich traf erst einmal der Schlag, ich rechnete schon mit dem Schlimmsten, bis sie mir dann erklärten, dass es im 2km entfernten Offenstall von mir einen "Unfall" gegeben hatte. Mir stockte der Atem und ich fragte flüsternd, was denn passiert sei! Der Kleinere von Beiden teilte mir mit, dass ein trunkener Autofahrer ohne zu Bremsen in den Koppelzaun gefahren sei und der Sachschaden in etwa bei 5000,- EUR liegen würde. Es dauerte eine Zeit lang, bis ich alles verstanden hatte. Er zählte noch ein paar Formalitäten auf, bla bla bla. Natürlich hielt es mich in dieser Nacht nicht zu Hause, ich zog mich an, stieg ins Auto und fuhr zu den Pferden - denen Gott sei Dank nichts passiert ist. Tja, und dann sah ich das Unglück; die ganzen Stangen lagen wild und quer über- und ineinander. Die Scheune ist durch den Aufprall zusammengekracht und der Misthaufen...Ohje, der Kerl muss wohl stockdicht da reingefahren sein! Beim Anblick bzw der Vorstellung musste ich irgendwie schmunzeln.
Bericht vom 16. Januar 2008
Unfall auf der Koppel, Teil 2
Als erstes schaute ich nach meinen Pferden, die wohl mächtig erschrocken waren, als das Auto in die Koppel fuhr. Sie hatten ein riesen Chaos hinterlassen, der ganze Boden war aufgewirbelt und im Sägemehl in den Boxen sah man tausend panische Hufabdrücke. Danach versuchte ich, das Durcheinander des Schadens, den der Autofahrer hinterließ, vorerst so gut wie möglich zu beseitigen. Eigentlich stand heute ein langer, gemütlicher Ausritt auf dem Plan, doch bei der ganzen Hektik und dem Stress wollte ich das meinem Pferd nicht auch noch zumuten. Der Tag wurde lang, es dauerte länger als gedacht, bis alles soweit in Ordnung war. Spätabends flog ich dann total übermüdet ins Bett und wachte erst um 10:00 Uhr am Morgen durch das Klingeln meines Handys auf. Es war der "Unfallverursacher", der sich zu entschuldigen versuchte. Ich merkte, wie aufgeregt er war und lud ihn deshalb zu einer Tassee Kaffee für heute Nachmittag ein, sodass er mir das Geschehniss in Ruhe erzählen konnte. Er war erleichtert, und nahm die Einladung an. Punkt 15:00 Uhr klingelte es dann an der Haustür; das musste er sein.
Ich ging zur Tür, öffnete sie und...
wow, tolle Pferde Tinkerle
Dankeschön, freut mich dass sie dir gefallen!
Bericht vom 17. Januar 2008
Unfall auf der Koppel, Teil 3
Vor mir stand ein super süßer Typ mit einem schönen Blumenstraß.Er lächelte schüchtern und sagte stotternd "Das mit der Koppel tut mir so wahnsinnig leid,ich werde natürlich versuchen das alles so gut wie möglich wieder gut machen." Er war sehr eingeschüchtert,aber irgendwie machte ihn das mega sympathisch.Ich lächelte,versuchte ihn etwas zu beruhigen und bittete ihn herein zu kommen.Er blickte erleichtert,drückte mir den Strauß Blumen in die Hand und nuschelte "Als kleine Entschädigung, auch wenn es den Schaden nicht ersetzt..." Ich grinste.Nach einem Tässchen Kaffee und einer Stunde später wusste ich die ganze Geschichte,wie es zum Unfall kam.Laut Aussage des 24jährigen Mannes namens Martin (ja all das habe ich im Gespräch mit rausgefunden 
) kam ihm ein weiterer Autofahrer mit Fernlicht entgegen,hat wild gehupt und dabei ist Martin dann von der Straße abgekommen.Er kenne sich mit Pferden zwar nicht so aus,muss aber als allererstes nach den Tieren geschaut haben,wie er sagte.Das fand ich sehr rührend...Wir unterhielten uns bis spät am Abend,und von Stunde zu Stunde fand ich ihn reizender.Zum Schluss tauschten wir noch die Nummern und versprachen,in Kontakt zu bleiben.
Die Fellzeichnung nenn ich ja mal genial. Total hübscher Paint, den du da ausgesucht hast!!!
(Wenn man sich vorstellt, das es ihn im realen Leben gibt und jemand sein Besitzer ist... *träum*)
Du hast so tolle Pferde, vor allem der letzte Friese
Sehr schöner Hof!
Danke La Guapa, das freut mich, wenn dir mein Hof gefällt!
Bericht vom 29. Januar 2008
Unfall auf der Koppel, Teil 4
Schon am nächsten Abend rufte er mich an und fragte, ob es mir besser gehe und ich mich von dem Schock mittlerweile erholt habe. Auch fragte er nach meinen Pferden, ob es auf der Koppel soweit wieder friedlich gut geht. Ich fand das sehr rührend, ein anderer hätte sich nicht so dafür eingesetzt! Martin zeigte eine Menge Interesse an den Pferden, so erzählte ich ihm, welcher Rasse sie angehören, wie alt sie waren und was ich alles mit ihnen unternehme. Natürlich, meistens gehe ich ausreiten - aber Turnierpferde habe ich schließlich auch! Er war hellauf begeistert und erzählte, dass seine Mutter früher auch zwei Trakehnerstuten hatte und er ab und zu auf ihnen reiten durfte. Sie waren jedoch reine Zuchtpferde, die kein schönes Leben führten, sagte er. Dafür freute es ihn umso mehr, dass ich meine Tiere artgerecht und in Offenstallhaltung hielt. Er gelang ins Schwärmen, und somit dachte ich, wäre es doch eine nette Gelegenheit den jungen Mann auf einen Ausritt einzuladen. Schließlich war er mir echt sympathisch...Martin schien verlegen und wusste nicht so recht, was er sagen sollte. Daraufhin meinte ich: Treffpunkt morgen, 14:00 Uhr am Stall!
Du hast da ganz nette Ideen bei deinen Berichten, nicht schlecht.
Na ja, und die Pferde sind eh ziemlich stark. Vielleicht stelle ich meinen Hof auch mal vor.
Danke, ja mach mal! Ist doch eine schöne Idee!
Soo meinen nächsten Bericht widme ich unserem neuen Pferd, grins
Bericht vom 15. Februar 2008
der Neue
Vor ein paar Wochen haben wir uns einen wunderschönen, bereits 23jährigen Fuchswallach gekauft. Er hat ein Stockmaß von ca 145cm und ist ein absolut ruhiges, verschmustes und geselliges Pferd! Die ersten Tage haben wir ihn noch getrennt von den Anderen untergestellt, doch er suchte schon da ständig die Nähe und hat uns nicht nur einen Holzpflock kaputt gemacht! Als er dann das erste Mal auf die anderen Pferde traf, war die Freude groß. Er begrüßte sie herzlich, bekam aber nur Bisse und Tritte entgegen. Das hielt ihn nicht ab, gleich die Futterraufe zu suchen, wo er auch obwohl er weiterhin getreten wurde stehen blieb! Aha, einen kleinen Dickkopf hab ich mir da wohl gekauft, dachte ich mir. Es freute mich zu sehen, dass er Durchsetzungsvermögen hat und sich nicht alles gefallen lässt. Meine Pferde beäugten ihn die ganze Zeit über sehr misstrauisch, und nach gut einer Stunde beendete ich das Theater. Für heute war's genug, mein Neuer, der übrigens Bubi Senior heißt, kam zurück in seinen Einzelstall - bis morgen! Morgen wollten wir die ganze Prozedur verlängern.
Bericht vom 24. Februar 2008
der Neue, Teil 2
Es war ein sehr schöner, sonniger Tag - perfekt um ein neues Aufeinandertreffen von Bubi Senior mit den anderen Pferden zu planen. Ich ging schon in aller Herrgotts Frühe in den Stall, um zu misten. Bei so vielen Tieren fällt jede Menge Mist an; und das, obwohl wir täglich mehrmals misten. Nach knapp 1,5 Stunden war ich fertig und holte Bubi's Halfter, um ihn erneut raus zu lassen. Er freute sich tierisch und hielt zum halftern kaum still. Und gleich hier fing unser Training an - ich ließ ihn erst laufen, als er eine Zeit lang ruhig neben mir stehen geblieben ist. Der alte Knabe hatte den Kniff schnell raus und blieb gelassen am Strick. Hin und wieder durchsuchte er mich nach Leckerlies, doch ich musste ihn enttäuschen. Die anderen Pferde guckten uns schon erwartungsvoll an, sie wussten was kam und standen positioniert in einer Reihe. Endlich löste ich den Strick vom Halfter und Bubi rannte wie ein Verrückter mitten in die Pferdereihe. Ich musste lachen; es sah echt witzig aus, wie all die Pferde verdutzt einen Schritt bei Seite machten. Natürlich, mein alter Bub stand schon wieder an der Futterraufe!
Bericht vom 26. Februar 2008
der Neue, Teil 3
Die anderen Pferde stellten sich langsam um ihn und glotzten ihn an. Bubi Senior interessierte die ganze Szene nicht, er hatte nur das Fressen im Sinn. Als er im Eck des Paddocks eine Tonne mit Apfelschnitz entdeckte, trottete er wieder weiter - im Pack (wie hätte es anders sein sollten), kamen ihm die Anderen wieder hinterher. Eine friedliche Stille herrschte für fünf Minuten, doch dann ging es los. Mein Tinker war der erste, der diese Stille durchbrochen hatte. Er gab einen Schrei (ähnlich dem eines Dinosauriers) ab und düste wie von der Tarantel gestochen auf den Neuen los. Der 25jährige Fuchswallach konnte gar nicht so schnell gucken, da hatte ihn mein Kleiner gepackt und gebissen. Doch der alte Knabe lässt sich so etwas nicht gefallen, nein. Fein hob er sein Hinterteil und schleuderte es ihm dem Kaltblut entgegen. Wumm, das hat gesessen. Verdutzt guckte ihn mein Tinker an und ging bei Seite. Der alte Bubi machte (es kam mir vor wie eine Ehrenrunde) eine Runde um den Paddock - und zum ersten Mal sah ich seinen wirklichen Trab. Man, ich war sprachlos. Einem 25jährigen unterfüttertem Pferd hätte ich eine so schön weiche Gangart nicht zugetraut!
schöne idee, dass du deine fortsetzungsgeschichte dem neuen widmest!
Bericht vom 01. März 2008
der Neue, Teil 4
Eine Nacht noch wollten wir unseren alten Fuchs in seiner Einzelbox lassen - ab morgen haben wir geplant, ihn vollends zu den anderen Pferden zu lassen. Wie jeden Tag fing das Theater an, als ich ihn zurück in seinen Stall bringen wollte. Er wusste, was passiert und stiefelte deshalb zielsicher davon, als ich mit Strick und Halfter bewaffnet auf ihn zu kam. Gut fünf Minuten dauerte das Spielchen, bis er schließlich in der Zwickmühle stand und weder vor- noch rückwärts kam. Ich legte den Strick um seinen Hals um ihn erstmal am Weglaufen zu hindern. Er prustete leise, gerade so, als hätte er sagen wollen was er von diesem ganzen Theater hielt. Treu guckte er mich mit seinen dunklen Augen nach und folgte mir schließlich. "Morgen darfst du raus, mein Alter" sagte ich ihm leise zu. Er nickte, grade so als hätte er mich verstanden und prustete mir erneut leise ins Gesicht. Bereits nach ein paar Minuten herrschte wieder friedliche Stille und die Pferde standen ruhig und gesellig um die Futterraufe. Nur mein Bubi Senior trampelte wütend in seiner Box umher, schlug gegen die Bretterwand, steckte den Kopf nach draußen, guckte was die Anderen machten und ging wieder hinein.
Schön, die Reitställe werden hier immer exklusiver!
Liebe Grüße Schneeweißchen
Wow Tinkerle ...supper Hof !
Der kleine ist echt süüüüüß
LG shiebie
ohh taccon nevada dun it ist ja süüüß! und dein hund hat sich ja auch prima entwickelt :-)))
Bericht vom 14. März 2008
Bodentraining
Bei dem Regenwetter beschloß ich, mit meinem Wallach Lancelot in die Halle zu gehen und ein bisschen zu trainieren. Als ich ihn am Putzplatz angebunden hatte und kurze Zeit später mit dem Striegel über seinen Widerrist ging, zuckte er unverkennbar zusammen. Anfangs dachte ich mir nichts dabei, doch als ich ihn dort dann sanft aber bestimmt drückte, wurde es mir klar: mein Großer hatte Satteldruck! Ich konnte mir auch schon denken, woher der kam. Vor 3 Tagen ist Julia, seine neue Reitbeteiligung auf Lancelot geritten und als ich nach knapp einer halben Stunde die Halle betritt, machte ich sie schaudernd auf den lockeren Sattelgurt aufmerksam. Sie war in der Zwischenzeit schon munter durch die Halle getrabt und galoppiert! Auweh, ich hätte es mir denken können! Also bekam mein Bayernwallach eine Schonzeit - die sich aber nur auf's Reiten bezog. Geschwind holte ich unser Showhalfter aus der Sattelkammer, schnappte mir auf dem Rückweg noch die Longe und band den Dicken an. Wir hatten es nur 20 Meter bis ins Trockene, doch Lancelot HASSTE Wasser! In jeglicher Form. Ob es nun als Pfütze auf dem Boden, oder als Regentropfen von oben war! Er zappelte und zuckelte neben mir her. FF
echt schöne vorstellung
WOW - bin echt begeistert! WUnderschoener Hof und tolle Pferdis! Kann ich mein Hotta bei die einstellen?
Dankeschön!
Nacomi: Klar kannst du dein Pferd bei uns einstellen! Wir sind momentan sogar wieder auf der Suche nach neuen Mitreitern
ein traumhafter Friese, tinkerle
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