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Der neue Nachbar (6)
Nachdem ich den Vorschlag gemacht hatte, dass Jonas doch mal zum Reiten kommen kann, herrschte erst einmal eine unangenehme Stille. "ich habe das Reiten aufgegeben", sagte er dann zögerlich, schaute Mondrian nochmal liebevoll an, tätschelte seinen Hals und drehte sich weg. Er war ein komischer Mann. Schnell fand er seine Sicherheit wieder und forderte mich auf ihm in die Küche zu folgen. Wir betraten das alte Gutshaus und es raubte mir den Atem wie wunderschön restauriert alles war. Hier sollte also bald eine Schönheitsfarm entstehen. Draussen waren die Bauarbeiten für die Poolanlage im Gange. "Hast du dir Gedanken gemacht, ob wir dein Gestüt und die Schönheitsfarm verbinden können?"fragte er, nachdem er mir Kaffee eingeschenkt hatte. Ich schüttelte meinen Kopf. "Ich denke, es ist nicht sinnvoll so eine Kooperation einzugehen. Ich habe dabei kein gutes Gefühl und ich höre immer auf meinen Bauch," erklärte ich ihm. Jonas Gesicht wirkte versteinert. Er stand auf, meinte nur "Schade" und verließ die Küche. Ich saß da mit meinem Kaffe und fühlte mich ein bisschen verloren.
(Fortsetzung folgt)
Der neue Nachbar (7)
Auch ich verließ die Küche und ging zu dem Schuppen, in dem Mondrian stand. Ich holte den Wallach raus, schwang mich in den Sattel und ritt vom großen Gutsgelände. Ich sah mich nochmal nach Jonas um, aber er schaute gar nicht, sondern war in ein Gespräch mit den Bauarbeitern vertieft. Vielleicht wollte er auch nur den Anschein erwecken, als ob er so beschäftigt wäre, aber es war doch eh egal. Als ich vom Gelände war, gab ich dem Norweger die Hilfe zum Galopp und Mondrian folgte dieser Aufforderung willig.
Es waren ein paar Tage vergangen und ich dachte noch ab und zu an die Schönheitsfarm und auch an Jonas. Seine Augen hatten so geleuchtet, als er Mondrian gesehen hatte. Aber ich hatte auch mit der ganzen Sache abgeschlossen. Um so überraschender kam es für mich, als ich am Nachmittag Jonas auf meinem Hof sah. Er hatte sich an einen Koppelzaun gelehnt und beobachtete meine Hengste Abrileno, Sagitario, Parforce, Glen und Ikarus. Die fünf Hengste waren wirklich unglaublich schön anzusehen und wie immer machte Abrileno eine riesen Show, wenn er einen Zuschauer hatte. Der Hispano-Araber war der dominanteste Hengst...(ff)
Wow, dieses Fohlen ist unglaublich schön. Vor allem die unterbrochene Blesse, Träum, ich liebe solche Zeichnungen.
Liebe Grüße Schneeweißchen
AHhhhhhh, das ist ja zum Klauen! Ich hoffe du hast einen guten Wachhund, sonst komm ich in der Nacht angeschlichen und éhuch* weg ist das Fohlen 
Nein, wirklich wunderhuebsch!
Danke, Schneeweißchen und Nacomi. Übrigens Nacomi, du kannst gern probieren das Stütchen zu klauen. Wie ich die Kleine kenne, wird sie dir in den Hintern beißen, so frech wie sie ist.
Der neue Nachbar (8-15)
Abrileno führte also seine Show, auf der Weide, auf und machte ein kleines Machtkämpfchen mit Sagitario, der sich nicht lange bitten ließ. Glen beäugte den Fremden misstrauisch, während Ikarus in Ruhe weiter fraß. Nur Parforce kam langsam auf Jonas zu und nahm Kontakt auf. Der wunderschöne Dunkelbraune streckte seinen Kopf über den Zaun und schnupperte an Jonas Ärmel. Der stand ruhig am Zaun und sprach leise auf den Hengst ein. Nachdem ich Jonas eine Weile an der Hengstkoppel beobachtet hatte, ging ich zu ihm. \"Hi, das ist aber eine Überraschung,\" begrüßte ich ihn und er fuhr erschrocken herum. Verlegen lächelte er mich an und nickte dann zu Parforce rüber. \"Hübsches Pferd,\" sagte er nur kurz. \"Ja, ich hab ihn gesehen und musste ihn haben,\" erklärte ich grinsend. Jonas blickte nachdenklich. \"Du hattest mir angeboten, dass ich mal hier reiten kann?\" fragte er vorsichtig und strich sich die dunklen Haare nach hinten. \"Gerne, hast du Lust, jetzt?\" fragte ich ihn und dachte mir schon, dass er ja sagen würde. Ich überlegte kurz welches Pferd ich ihm geben würde und entschied mich für meinen guten Andalusierwallach Snow. Ich zeigte Jonas Snow, der von dem schneeweißen Andalusier begeistert war. Allerdings fragte er mich, ob er nicht doch lieber auf Mondrian reiten durfte. Ich lächelte und sagte ihm, dass er erst einmal ein ruhiges Pferd nehmen sollte, denn der Norweger war äußerst temperamentvoll. Wir sattelten Snow und Domino und bevor wir in den Wald ritten, ließ ich Jonas erst einmal ein paar Runden auf dem Platz reiten, um zu gucken, ob er einigermaßen sicher, für das Gelände war. Jonas saß vielleicht nicht so sicher im Sattel, aber er erinnerte sich noch an die meisten Dinge, die er vor über 10 Jahren im Reitunterricht gelernt hatte. Und die drei Grundgangarten beherrschte er. Ich konnte mit ihm guten Gewissens ins Gelände reiten und auf Snow war eigentlich immer Verlass. Domino mein Tinkerwallach war ebenfalls ein sehr friedliches Pferd und kam mit Snow gut aus. Die beiden Pferde liefen friedlich während des Ausritts nebeneinander her. Jonas schien glücklich, wieder auf einem Pferd zu sitzen, aber er war während des ganzen Ritts sehr schweigsam. Ich ritt gerne neben Jonas und ich fühlte mich wohl. Und Jonas schien glücklich, endlich wieder auf einem Pferd zu sitzen, auch wenn es nicht der Norwegerwallach Mondrian war. Ich fragte Jonas ob er traben wollte und er bejahte. Und ich trabte Domino an und Snow folgte mir sofort und fiel in einen weichen Trab. Jonas fing sofort an leicht zu traben und ich freute mich, dass es ihm so leicht fiel, sich dem Takt so schnell anzupassen. Ich musste nich leicht traben, denn mein Tinkerwallach hatte so einen angenehmen Trab, dass man ihn absolut leicht aussitzen konnte, ohne auch nur im geringsten Maße durchgeschüttelt zu werden. Nachdem wir eine Weile geritten waren, fing ich ein Gespräch an. Es fiel mir nicht leicht mit Jonas locker zu reden. Irgendwie hatte ich Hemmungen. Gut er war bestimmt auch sieben bis zehn Jahre älter, als ich, aber das war es gar nicht. Er wirkte so verschlossen und schien nur wenn es um geschäftliche Dinge ging, locker zu werden. \"Ich wollte dir erklären, warum ich keine Kooperation mit deiner Schönheitsfarm eingehen will,\" erklärte ich ihm. Er sah mich überrascht an und ließ mich weiter reden. In aller Ruhe erklärte ich Jonas mein Bauchgefühl und das ich kein gutes Gefühl hätte eine Kooperation mit ihm einzugehen. Ich erklärte, dass ich sein Verhalten, sobald man in die Nähe der Baustelle kam, komisch fand. Aber ich hoffte, dass wir trotzdem Freunde werden könnten und dass das Geschäftliche einfach aussen vor gelassen werden sollte. Jonas war ruhig geworden, sehr ruhig. Nur als ich einmal die Baustelle erwähnte zuckte er unmerklich zusammen. Schnell sammelte er sich wieder und lächelte mich auf diese Weise an, die ich bei ihm nicht mochte. Etwas kaltes, sehr berechnendes lag in diesem Lächeln und brachte uns beide sofort wieder auf eine große Distanz, die ich eigentlich schon für überwunden hielt. Ich trabte Domino an und sofort folgte Snow auf dem Fuß und bald fielen wir in einen ruhigen Galopp. Das war mir lieber, als schweigend nebenher im Schritt zu reiten. Der Wald war hier an einigen Stellen sehr dunkel und ich mochte das Rauschen des dichten Blätterdaches, wenn man hier galoppierte. Auf einer Waldlichtung machten wir eine Pause. Jonas stieg etwas steifbeinig von Snow, aber grundsätzlich schien es seinem Hintern ganz gut zu gehen, denn er setzte sich gleich auf den Waldboden nieder. Ich nahm Domino und Snow und band sie an tiefen Ästen an. Der Schimmel und der Schecke fingen sofort an, die Blätter und Äste des Laubbaumes anzuknabbern und schienen sehr zufrieden. Ich setzte mich nicht auf den Waldboden, der mir etwas feucht schien, sondern lehnte mich lieber an einen Baumstamm. \"Warum verhinderst du immer, dass ich einen Blick auf deine Baustelle werfe? Hast du etwas zu verheimlichen?\" fragte ich Jonas direkt. Er sah mich ungäubig an. Seine grauen Augen hatten einen harten, erstarrten Ausdruck angenommen. Und erstmal antwortete er mir nicht. Gut ich hatte Zeit, aber das er aufstehen und einfach fortgehen würde, dass hatte ich nicht erwartet. Ohne ein Wort zu sagen verschwand er und ich schaute ihm nur hinterher, weil ich es nicht verstand. Ich band Snow und Domino los und ritt mit den beiden zuück zum Hof. Ich ritt also zurück auf Domino und Snow führte ich als Handpferd nach Hause. Zu Hause wartete schon Arbeit auf mich, denn ich hatte völlig vergessen, dass der Hufschmied heute kommen wollte. Schon etwas grummelig stand er auf dem Hof und wartete ungeduldig. Anstelle eines \"Guten Tag\", hörte ich nur ein genuscheltes \"Bin schon seit einer halben Stunde hier,\". Ich entschuldigte mich und holte sofort Parforce, dessen Hufe unbedingt geraspelt werden mussten. Nach Parforce kamen noch drei andere Pferde an die Reihe und dann verschwand der Hufschmied auch schon wieder genauso grummelig, wie er gekommen war. Ich ging auf die Fohlenkoppel und schaute nach meinen Kleinen. Ausgelassen und zufrieden tollten sie über die Weide und während ich die Fohlen beobachtete, hätte ich beinahe Jonas aus meinem Kopf gestrichen, aber das ging gar nicht richtig. Ich wollte wissen, was es mit seinem komischen Verhalten auf sich hatte und auch mit der Baustelle. Heute Nacht wollte ich hinreiten und mir die Sache mal genauer anschauen. Als es Abendund dunkel war, ging ich in den Stall und holte Carbonita aus dem Stall. Carbonita schaute mich mit großen Augen an und schien sich zu wundern, dass sie so spät abends noch gesattelt wurde. Die kleine Fuchsstute hatte ihren quirligen Moment und tänzelte unruhig von mir weg, während ich versuchte, in der Stallgasse ihr den Sattel aufzulegen. \"Komm schon, Mäuschen.\" sagte ich ungeduldig und Carbonita legte ihren Kopf schief. Ich musste lachen. Die Paso-Fino Stute war einfach so bezaubernd. Endlich blieb sie ruhig und ich konnte sie zu ende Satteln und Trensen. Dann ging der Abendritt los und je näher ich an das alte Gut kam, desto größer wurde meine Unruhe. Carbonita schreckte mit einem mal auf, als wir nur noch 100 Meter vom Gut entfernt waren. Und ich verstand auch wieso, denn auf dem Gutsgelände liefen zwei große Dobermänner rum, die das Gelände bewachten. Ich beruhigte Carbonita, da die Hunde anfingen zu bellen und ich ärgerte mich, dass ich es nicht vorher ausgekundschaftet hatte, ob das Gelände bewacht wurde. Ich saß von meiner Stute ab und ging so nah an den Zaun, wie ich konnte. Denn die Hunde konnten mir ja nichts tun, solange ich auf der anderen Seite des Zauns stand. Soweit ich es wagen konnte, lehnte ich mich über den Zaun. Die beiden Dobermänner immer im Auge, damit sie mir nicht zu nah kamen. Ich konnte leider nichts erkennen in der Dunkelheit. Ausserdem war die Grube so tief ausgehoben, dass man direkt davor stehen musste, um sehen zu können, was drinnen war. Für heute Nacht gab ich es auf. Ich ging dir paar Schritte zu Carbonita zurück und ritt mit der kleinen Paso Fino Stute nach Hause. Am nächsten Morgen schlief ich sehr lange, denn die Nacht war einfach zu kurz gewesen. Es regnete und am liebsten hätte ich mir sofort die Decke wieder über den Kopf gezogen, aber die Arbeit wartete und als ich auf den Hof kam, erwartete mich draussen Jonas. Grimmig kam er auf mich zu und hielt etwas in der Hand, was stark nach einer Uhr aussah. Erschrocken griff ich automatisch an mein linkes Handgelenk und merkte, dass mir meine Uhr fehlte. Betreten biss ich auf meiner Unterlippe herum und ohne viel zu sagen, warf mir Jonas die Uhr zu. \"Die lag heute früh hinter meinem Zaun. Komisch, oder?\" fragte er mit einem kurzen Funkeln in den Augen und stieg sofort auf sein Motorrad und fuhr wieder fort. (Fortsetzung folgt)
Hihi, na das wollen wir doch mal sehen *lach* Aber dein neuster Schatz ist ja auch herzallerliebst: vermutlich werde ich mich nicht entscheiden koennen und dann von dir ueberrascht werden
Ja, vermutlich wird genau das passieren und dann lade ich dich zu einem Ausritt ein. Kannst dir ja mal ein Pferd aussuchen, dass du reiten willst.
Lena, die Fohlen sind großartig...
Danke Anika
Der neue Nachbar (16)
Ich hatte ein sehr ungutes Gefühl und ich wusste aber nicht genau wieso. Es gab ja auch nur zwei Möglichkeiten. Entweder hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich Jonas nachspioniert hatte oder aber ich ärgerte mich, dass ich aufgeflogen war und es raus gekommen war, dass ich ihm nachspioniert hatte. Es war wohl eher letzteres, denn als nächstes plante ich schon für den Abend einen weiteren Ritt zum alten Gutshaus. Diesesmal aber hatte ich Fleisch mit etwas Schlafmittel präpariert, so dass die Dobermänner mich nicht angreifen konnten.
Wieder ging ich abends in den Stall und holte diesesmal Sahara aus der Box. Meine weiße Araberstute freute sich seher nochmal Bewegung zu bekommen und so ritt ich diesesmal besser vorbereitet zur zukünftigen Schönheitsfarm. Sahara blieb viel gelassener als Carbonita, als sie die Hunde bellen hörte. Ich ritt sie bis zum Zaun und warf dann das Fleisch zu den Dobermännern. Die beiden Hunde stürzten sich gierig darauf und ich wartete eine halbe Stunde, bis ich sicher war, dass sie eingeschlafen waren. Ich band Sahara an den Zaun, kletterte drüber und ging zur Grube. (ff)
Hey
sag mal, wie entwickeln sich Pressure und Pollux denn? Sind sie immer noch so klein und niedlich??
Ach und: toller Bericht!!
LG
Danke Colby, die beiden Fohlen entwickeln sich prächtig. Pressure ist ein richtiges Teufelchen. Die kleine Stute tanzt mir und ihrer Mutter ständig auf der Nase rum und Pollux ist dagegen fast schon unauffällig. Er liebt es alles genau zu beobachten. Total süß!
Der neue Nachbar (17)
Eine Plane war über die Grube gezogen. Obwohl es tiefste Nacht war, konnte man alles gut sehen, denn der Hof wurde hell vom Mond beleuchtet. Ich zog die Plane von der Grube und erschreckte mich kurz, als ich das Wiehern von Sahara hörte. Erschrocken blickte ich auf und mich kurz um. Aber ich konnte nichts sehen. Anscheinend waren Sahara und ich allein hier. Unter der Plane in der Grube, waren große Holzkisten. Die Deckel waren zugenagelt. Ich kletterte wieder aus der Grube und sah mich auf dem Hof um, ob ich nicht irgendwo eine Art Stemmeisen fand. Auf einem Fenstersims lag ein Schraubenzieher. Besser als nichts. Ich sprang wieder in die Grube und hörte einen der Dobermänner in meiner Nähe schnarchen. Jetzt konnte ich mich über die Kisten hermachen. Mit ein wenig Gefummel, hatte ich die Kisten offen und als ich rein schaute traf mich der Schlag. Goldbarren! Hunderte von Goldbarren waren hier versteckt. Ich musste mich erstmal hinsetzen und als ich aus der Grube kletterte, stand Jonas vor mir. Erschrocken versuchte ich zu Sahara zu laufen, aber Jonas hatte schon fest meinen Arm gepackt. (Fortsetzung folgt)
Der neue Nachbar (18)
Ich versuchte mich loszureißen, aber Jonas packte meinen Arm, wie eine Zwinge. Wütend wurde ich zu Boden geschleudert und Jonas schleifte mich ins Haus. "Ich wusste, dass du Dreck am Stecken hast,"schrie ich ihn an. Ein böses Lachen von ihm, war die Antwort darauf. "Und, was mach ich jetzt mit dir?" fragte er nervös vor sich hin tuschelnd. Ich hatte Angst und das wohl zu Recht. Jonas griff nach dem Telefon und rief einen Kompanen an. Ich hörte, wie er nervös davon berichtete, dass er mich erwischt hätte, wie ich die Goldbarren entdeckt hatte und das er mich hier gefangen hielt. Dann wurde seine Stimme schrill und er meinte, zu dem anderen am Telefon, das er das nicht machen könne und das zu weit ginge. Ich zählte eins und eins zusammen und wusste, dass sie mich aus dem Weg schaffen wollten. Jonas hatte mich auf einen Stuhl gefesselt, aber der Strick war nicht sonderlich fest um meine Hände gebunden. Mit etwas Geduld konnte ich ihn bestimmt so lockern, dass ich meine Hände frei bekam. (Fortsetzung folgt)
Kalira ist wunderschön, Lena!!
Und ich kann mich nur wiederholen, ich liebe Tinker
Deine 3 Einsteller gefallen mir auch sehr gut und dein Bericht ist richtig spannend. Macht Spaß zu lesen.
Liebe Grüße Schneeweißchen
Danke ihr zwei!
Der neue Nachbar (19)
Jonas verließ den Raum und dann hörte ich auch, wie er die Haustür des großen Gebäudes schloss. Ich war nun also allein in dem Haus, auch wenn ich annahm, dass Jonas nicht das Gelände verlassen würde, so lange ich hier war. Ich sah einen Schatten am Fenster vorbei laufen und nahm an, dass Jonas Sahara in den Schuppen bringen würde. Damit keiner die Stute sah und darauf kam, dass ich hier war. Zumindest hatte ich nun etwas Zeit, weiter meine Fesseln zu lösen und dank meiner schmalen Hangelenke hatte ich auch bald die eine Hand so gelöst, dass sie zur Hälfte draussen war. Doch dann hörte ich wieder die Haustür. Ich ruckelte die Hand so zu recht, dass es nicht auffiel, dass sie schon draussen war und wartete darauf, was Jonas machen würde. Er kam wieder ins Zimmer, entfesselte mich vom Stuhl, ließ aber meine Hände gefesselt und sagte, dass ich aufstehen soll. Er brachte mich zu seinem Auto. Zumindest probierte er es. Da ich mich wehrte, schliff er mich mehr. Nebenbei ließ ich wieder meine Hand aus den Fesseln rutschen und wartete auf eine gute Gelegenheit, entkommen zu können. (Fortsetzung folgt)
Der neue Nachbar (20)
Jonas war nervös und ich merkte, dass ihm das gar nicht recht war, was er da tat. Ein unruhiges Wiehern kam aus dem Schuppen auf dem Hof. Sahara hatte bestimmt mitbekommen, dass ich in der Nähe war. "Sahara, es ist alles in Ordnung," rief ich in die Nacht. Natürlich merkte die Stute, dass nichts in Ordnung war. Jonas packte mich noch kräftiger, aber ich machte mich so schwer wie ich konnte und dann kam mir etwas zu Hilfe, was ich anfänglich noch als Bedrohung sah. Die Dobermänner waren wieder aufgewacht. Sie hörten zwar auf Jonas, aber als sie so plötzlich vor uns standen und knurrten, erschrak er so, dass er mich einen Moment los ließ. Ich stieß ihm meinen Ellenbogen auf die Nase und es gab ein unschönes knirschendes Geräusch. Jonas schrie auf, die Hunde waren verwirrt und ich rannte zum Schuppen zu Sahara. Ich konnte unmöglich die Stute hier lassen. Aufgeregt wieherte sie mir entgegen, als ich die Tür aufmachte. Ohne lange zu überlegen, schwang ich mich auf ihren Rücken und galoppierte los. Die Hunde kläffend neben uns, aber sie griffen nicht an. "Lena, sie werden dich finden," rief Jonas mir hinterher, als ich an einer flachen Stelle mit Sahara den Zaun übersprang. (FF)
Kalira und Paradox sind ja super
GLG,
Joana
Danke Joana!
Der neue Nachbar (21)
Wenn Jonas tatsächlich glaubte, dass ich so dumm war und nach Hause ritt, dann hatte er sich geirrt. Das letzte was ich wollte war, dass Jonas und seine Leute dort auf mich warteten. Ich ritt sofort durch den Wald, über die Landstraße in die nächste Stadt zum Polzeirevier. Sahara spürte wohl meine Panik und galoppierte wie eine Besessene. Ich kam völlig verschwitzt auf dem Revier an und es waren auch nur zwei Polizisten anwesend, die in der Nacht das Büro besetzten. Irritiert und überrascht schauten mich die beiden an, als ich ihnen alles erzählte und glücklicher Weise reagierten sie schnell, ohne lange Fragen zu stellen. Sofort fuhren wir zum großen Gutsanwesen. Und dort stand ein Kleintransporter in den gerade die ganze Goldladung verladen wurde. Die Polizei nahm die Männer sofort fest und ich bekam noch ein paar Drohungen von Jonas und seinen Kollegen an den Kopf geschmissen. Es war mir egal. Und ich war einfach froh, heil aus der Sache raus gekommen zu sein.
Ende
Sehr schick die Einsteller, vor allem Nadira.
Ich hoffe mal, dass das mit Santa und ihrer Besitzerin besser wird.
Liebe Grüße Schneeweißchen
Ja, Nadira ist toll, aber Da Vinci ist ein Traum
Ich finde alle 3 unheimlich hübsch. Wüsste jetzt nicht, welches ich am schönsten finde....
Also Santa hat es mir auch angtean (obwohl die andern Beiden natuerlich auch klasse sind)... Hoffe sehr, dass du da fleissig helfen kannst. Waere sonst schade fuer so ein schoenes Tier und natuerlich auch die Reiterin.
Oh Schreck!!
Ich habe Nadira ja noch gar nicht gesehen - tut mir leid -!!!
Was kann sie denn so für Tricks?? Würde ich mir gerne mal ansehen! Mensch, so ein tolles Tier hätte ich auch gerne auf meinem Hof
Danke euch allen. Ich freu mich, dass sie euch so gut gefallen!
Nadira läuft zum Beispiel auf den Hinterbeinen und wenn ihre Besitzerin pfeift, legt sie sich hin.
Der neue Bericht:
Feriengäste (1)
Vor ein paar Tagen kamen die ersten Feriengäste auf mein Gestüt. Ich war schon seit einer Woche aufgeregt und war gespannt, wie es werden würde. Meine Pensionszimmer waren alle hübsch hergerichtet und für jeden Pensionsgast war ein Pflegepferd vorgesehen. Nun war es Samstag geworden und die erste Familie war angereist. Es war ein Ehepaar mit drei Kindern. Der älteste Sohn war 16 Jahre, das mittelste Mädchen 14 Jahre und das Nesthäckchen die Kleinste war erst 8 Jahre. Die Elern wirkten sehr reserviert und man sah sie nur selten lächeln. Der älteste Sohn, Justin, war ein Obercooler, der angeblich schon viele Turniere geritten und gewonnen hatte. Das mittlere Mädchen, Josephine, sprach nur wenig und schien sich nicht sonderlich für Pferde zu interessieren und die kleine Jana war ein richtiger Sonnenschein, die sofort zu meinen Ponys lief und mit jedem und alles Kontakt aufnahm und manchmal Selbstgespräche führte. Eine eher merkwürdige Famile in meinen Augen, die wenig miteinander sprach. FF
Teil2
Ich teilte der merkwürdigen Familie ihre Pferde zu. Die Mutter ritt wohl regelmäßig und hatte wie ihr Sohn wohl auch Turniererfahrung und bekam von mir Leandra. Leandra ist eine 9 jährige Hannoveranerstute, die eine gute Springerin ist, die ein friedliches Temperament hat und auch sehr offen gegenüber Menschen ist.
Der Vater, der bisher äüßerst selten im Sattel saß und nicht gut reiten konnte bekam von mir Domino zugeteilt. Der 14 jährige Tinker ist die Ruhe selbst und das ideale Anfänger-und Freizeitpferd.
Der älteste Sohn Justin hatte mir gleich zu Beginn erklärt, dass er etwas temperamentvoles unterm Sattel haben wollte. Gott, war das ein Angeber, aber bitte, wenn er etwas temperamentvolles wollte, sollte er es bekommen. Ich entschied mich für Karwendel. Karwendel ist ein sehr temperamentvoller Wallach. Das Bayerische Warmblut hat es faustdick hinter den Ohren und Pfeffer im Hintern. Der Rappe ist trotzdem ein sehr gutes Turnierpferd, besonders in der Vielseitigkeit.
Josephine wollte anfänglich gar kein Pflegepferd zugeteilt bekommen, aber ich konnte sie dann doch überreden sich mal meine Haflingerstute Laureen anzuschauen. (FF)
Wunderschöne Pferde, Lena!
Ich bewundere die Menschen, die sich gleich um mehrere eigene Pferde kümmern und das alles unter einen Hut kriegen...
Habe ja schon manchmal Probleme nur mit meiner Cheyenne
Danke Colby, bin auch ganz stolz auf meine 4 Lieblinge.
Naja, es gibt ja auch Leute die vier Kinder haben und ich glaube, dass ist noch anstrengender.
Feriengäste (3)
Josephine freundete sich tatsächlich mit der hübschen Haflingerstute an. Denn diese streckte ihr gleich aufmunternd den Kopf entgegen und mit ihren freundlichen Augen und dem sanften Gemüt, hatte sie schnell die Freundschaft von Josephine gewonnen.
Und für den Sonnenschein Jana hatte ich ein besonderes Pony, ein echtes Sahnestückchen, ausgesucht. Meine New Forest Pony Stute Gwendolin.Die Dunkelbraune ist das schönste Pony im Stall und besonders auffällig durch ihre hübsche, schwungvoll gezeichnete Blesse. Ausserdem ein sanftes und liebes Pony, dass ganz weich im Maul ist und Kinder absolut liebt.
Nachdem jeder sein Pferd bzw. Pony zugeteilt bekommen hatte, ließ ich mir erstmal von jedem zeigen, wie gut sie reiten konnten. Die Mutter und Justin ritten richtig gut und wenn Justin auch kleine Machtkämpfe mit Karwendel austragen musste, schlug er sich doch recht gut. Der Vater konnte ein bisschen reiten und mit Domino passte es auch ganz gut, da der Wallach die Ruhe selbst war. Die beiden Mädchen Josephine und Jana widerum saßen noch nie zuvor auf einem Pferd und mit den beiden fing ich ganz von vorn an der Longe an.
(FF)
Da hast Du allerdings recht
Feriengäste (4)
Als ich am Abend zusammen mit meinen Feriengästen aß, merkte ich schnell, dass die Familie in einer völlig anderen Welt lebte, als ich. Mäklig wurde im Essen rum gestochert von der Mutter, der Vater erzählte, wie toll der letzte Urlaub in der Karibik gewesen sei und das sie wohl das nächste Jahr mit einer Yacht wieder dorthin fahren würden und Justin meinte nur kurz, dass hier jawohl der Hund begraben sei und er nicht in so eine miefige Kleinstadtdisko gehen würde. Josephine sagte gar nichts und war in ihren Gedanken versunken, während die kleine Jana sprach begeistert von ihrem Pflegepony Gwendolin und wollte am liebsten die Nacht bei ihr im Stall schlafen. Die Mutter quitiierte das nur mit einem Nasenrümpfen, aber ich fand die Idee eigentlich ganz schön und schlug Jana vor, dass ich die Nacht mit ihr im Stall verbringen würde.
Wir bauten uns ein gmütliches Lager aus Kissen und Decken auf, nahmen uns eine Taschenlampe mit und irgendwann gesellte sich sogar Josephine dazu und es konnte mit Gruselgeschichten los gehen. (FF)
Sahara guckt so meeega lieb. 
Sicher ein tolles Pferd!!!
Ich finde Sahara auch bildschön, traumhafte Stute. Aber auch die anderen drei sind wunderschön, kann ich gut verstehen, dass du diese als Privatpferde hast.
Liebe Grüße Schneeweißchen
Danke Shiebie und schneeweißchen, Sahara ist wirklich eine ganz liebe und vor allem ein sehr treues Pferd.
Feriengäste (5)
Die Nacht mit den beiden Mädchen im Heu zu schlafen, war wirklich lustig und hier kam auch Josephine mal endlich ein bisschen aus sich raus. Sie lachte viel und redete sogar mal mit mir. Jana war wie immer ein kleines Plappermäulchen, aber ich mochte sie sehr. Am nächsten Tag gab ich ihnen wieder Unterricht an der Longe. Dafür nahm ich meine Haflingerstute Laureen. Das war auch ganz gut für Josephine, die schon ein bisschen Vertrauen zu der Stute gefasst hatte. Furchtbar ängstlich war sie allerdings auf dem Pferd. Selbst einfache Gleichgewichtsübungen machte das 14 jährige Mädchen nur, wenn sie sich mit einer Hand am Sattel festhalten konnte. Jana war da schon anders. Das neun jährige Mädchen trabte bald ohne sich am Sattel festzuhalten im Aussitzen, wie auch beim Leichttraben und ich sah den eifersüchtigen Blick, den Josephine ihrer Schwester zu warf. Am Nachmittag ritt ich mit den Eltern der Kinder und dem ältesten Sohn aus. Karwendel liebte es ins Gelände zu gehen und mit einem leichten Schmunzeln bemerkte ich, dass Justin ganz schöne Probleme hatte, den Wallach zu halten. Geschah dem arroganten Schnösel ganz recht. (FF)
Feriengäste (6)
Die Familie redete kaum während des Ritts und ich war ein bisschen genervt, von dem zickigen Gesichtsausdruck der Mutter. Der Vater ignorierte mich sowieso und ritt meinen guten Domino mit einer sehr harten Hand. Was bei dem Wallach wirklich nicht nötig war und ich ihn schon mehrmals aufgefordert hatte, etwas sensibler mit seinem Maul zu sein. Aber den Vogel schoss mal wieder Justin ab, der meinte, dass er einfach drauf los galoppieren konte, obwohl er das Gelände gar nicht kannte. Wie auch in dem Moment, den ich leider zu spät bemerkte. Justin hatte Karwendel schon im Galopp und trieb ihn wie ein Bekloppter auf eine Hecke zu. Klar im ersten Moment sah die Hecke nicht hoch und auch nicht besonders schwierig zu überspringen aus. Aber ich wusste, dass es da hinter zwei Meter tief abfiel und das man das erst sah, wenn man viel zu nah an der Hecke war und den Sprung nicht mehr abbrechen konnte. Ich schrie ihm hinter her und galoppierte meine Carbonita an. Die Stute war sehr schnell und wendig im Gelände. Wenn Karwendel da wirklich rüber sprang, konnte ich froh sein, wenn der Wallach danach kein gebrochenes Bein hatte. (FF)
Feriengäste (7)
Carbonita holte weit aus und innerlich betete ich, dass ich Justin und Karwendel noch vor dem Sprung abfangen konnte. Das schwarze Bayerische Warmblut war ein so begeisterter Springer, dass sich schon voll auf den Sprung konzentriert hatte. Ich konnte jeden seiner Muskeln in Spannung sehen. Ich rief noch einmal nach Justin und auch seine Eltern schrien ihm irgend etwas zu, dass ich nicht verstand. Ich war mir sicher, dass Justin uns hören musste, aber es interessierte ihn nicht und ich wurde wütend. Die Wut treibte Carbonita noch mehr an. Zehn Meter vor dem Absprung, war ich endlich auf gleicher Höhe mit ihm. Kurzer Hand griff ich in Karwendels Zügel und stoppte Carbonita abruppt ab. Eine Spezialität meiner Paso Fino Stute. Auch Karwendel blieb so plötzlich stehen, dass es Justin kopfüber aus dem Sattel warf und er sehr unsanft auf dem Rücken zum Liegen kam. Karwendel tänzelte nochmal unruhig hin und her, aber ich hielt ihn fest am Zügel. \"Bist du wahnsinnig?\" schrie mich Justin wütend an. Er hatte die Hände zu Fäusten geballte und stand nun mit hochrotem Gesicht vor mir. (FF)
Feriengäste (8)
Ich machte Justin darauf aufmerksam, dass er so ebend sein und Karwendels Leben riskiert hatte und zog ihn zu der Hecke, damit er darüber schauen und sehen konnte, wie abschüssig es dahinter war. Einen Augenblick schien er zu erstarren, aber im nächsten Moment maulte er schon auf seine arrogante Art los, dass er den Sprung locker geschafft hätte. Ich war so wütend auf ihn und seine Eltern, die mich ebenfalls anflaumten, dass ich ihren Sohn hätte vorwarnen müsse und das es doch wohl klar gewesen wäre, dass er diesen Sprung nehmen wollte. Ich war so wütend, dass ich meine Feriengäste kurzer Hand vor die Tür setzte. So etwas wie diese Familie hatte ich wirklich noch nie erlebt. Es tat mir zwar etwas für die beiden Mädchen leid, die wirklich nett waren und die auch viel sensibler mit den Pferden umgingen, als der Rest der Familie, aber das alles wurde mir zu viel und ich war froh, als diese unmöglichen Feriengäste noch am selben Abend abreisten. Ende
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