Sommerekzem



Hallo!
Stehe momentan vor einer -für mich- schweren Entscheidung...Und wollte mal wissen, was ihr dazu sagen würdet.

Es geht um einen wunderschönen 12jährigen (bisschen kleinen Augenzwinkern ) Haflinger, den ich entweder kaufen werde oder er zum Schlachter wandert - so schlimm es klingt :-( Haben ihn schon geritten, alles prima!
Nur leider hat er Sommerekzem. Unser Hannoveraner hat das allerdings auch, und seit wir umgezogen sind, macht es ihm keine Probleme! Die einzige Hoffnung ist, dass es beim Hafi auch so sein wird...
Leider habe ich keine Ahnung und auch nicht die Möglichkeit den Vorbesitzer zu fragen, wie stark das Ekzem im Sommer zur Geltung kommt.

Würdet ihr euch solch ein Pferd kaufen? Preis ist super günstig...Aber trotzdem unglücklich

Das Sommerekzem ist eine teils erbliche Hautkrankheit von Pferden.

Ursache
Das Sommerekzem der Pferde wird durch Insektenstiche hervorgerufen. Besonders durch den Stich von Culexmücken. Die Annahme, dass Kriebelmücken die Ursache sind ist weitestgehend falsch! Krieblmücken können zwar ebenfalls eine Symptomatik verursachen, allerdings ist diese Mückenart eher für ihr Gift bekannt, das zu Herz-Kreislaufproblemen bei Pferden und Rindern führen kann (Simuliotoxikose). Beim Sommerekzem handelt es sich jedoch nicht um eine Giftwirkunug, sondern um eine Allergie gegen den Speichel diverser Insekten (Hypersensitivität Typ 1).

Importierte Islandpferde sind aufgrund einer Überreaktion des Immunsystems nach dem Import besonders anfällig für diese Krankheit. Das Auftreten von Sommerekzem bei auf dem Kontinent gezogenen Islandpferden entspricht dem anderer Rassen.

Symptome
Die ersten Anzeichen, kleine Pusteln unmittelbar bedingt durch den Insektenstich sind noch kaum zu erkennen. In der Regel fällt zuerst der starke Drang zum Scheuern auf, zusammen mit einer Unruhe des Pferdes. Durch das ständige Scheuern fallen zunächst die Haare aus und es bilden sich offene, manchmal auch eitrige Stellen. Dies lockt noch mehr Insekten an. So entsteht ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt.

Die Schweifrübe, der Mähnenkamm und auch der Bauch und Kruppe sowie die Ohren und Kinn sind die am häufigsten betroffenen Stellen.

(Quelle: http://www.wikipedia.de)
Hi!

Tja, Sommerekzem ist schon ne heftige Sache, aber man kanns in den Griff kriegen wenns nicht alzu extrem ist. Ne gute Freundin von mir hat ne Isistute die hatte auch SE, jedoch nicht heftig. Sie hat von ihrem Tierarzt so ein Shampoo und was zum einreiben gekriegt. Nach 2 Wochen war alles weg und ist auch bisher nicht wiedergekommen. Den Namen hab ich jetzt leider nicht mehr im Kopf, aber wenn du Interesse daran hättest, kannst ja einfach nochmal bescheid geben.

Und noch zu dem Hafi, wenn du das Geld und die Zeit für ihn hättest dann kauf ihn, ansonsten hast du bestimmt immer ein schlechtes Gewissen, so wärs zumindest bei mir...Wenn ich könnte würd ich so ziemlich jedes Tier aufnehmen das irgendwie Hilfe braucht oder so, aber da sagen Mutter, Freund und Geldbeutel leider nein unglücklich unglücklich unglücklich

Liebe Grüße!
Klar, das mit dem schlechten Gewissen ist mir klar...Nur kann ich nicht jedes Pferd vor dem Schlachter retten - wir haben bereits 6 Pferde!
Weitere Probleme sind auch, dass wir direkt am Bach sind (dort tümmeln sich diese Mistfliegen) und meine Tiere im Offenstall sind, d.h. er hätte keine Möglichkeit bzw nur eine geringe, sich zurück zu ziehen.

Wie weit das Ekzem bei ihm ausgeprägt ist weiß ich leider nicht - habe auch nicht die Möglichkeit, den Vorbesitzer zu fragen. Man sieht es an seiner Mähne, da hat er sich mächtig geschubbelt... Aber ich wähle mein Pferd schließlich nicht nach dem Aussehen, sondern nach dem Charakter, von dem her ist seine fehlende Haarpracht das kleinste Problem!

Ekzeme kann man auch mit z.B. Babyöl, Melkfett, Vaseline behandeln. Oder Cortison vom TA und diesen Ekzemerdecken.

Weiß davon jmd was? Wo krieg ich die her und wie teuer sind diese Decken im Durchschnitt?

Lg und danke für deine Antwort, Motte
hey

also, soweit ich weiß kostet eine Ekzemerdecke so zwischen 80 und 100 Euro...aber es ist eben eine einmalige Investition weil so eine Decke ewig halten kann.
Ist sicher eine schwierige Entscheidung, die du da treffen musst. Mein erster Gedanke war, dir zu raten dass Pferd zu kaufen....zum Schlachter bringen kann man es immer noch wenn es wirklich schlimm ist, so herzlos sich das vielleicht jetzt auch anhört.
Aber jetzt wo du das mit Offenstallhaltung und so geschrieben hast...das ist ja nicht grad gut für die Heilung, vor allem wenns an einem Bach liegt.
Wobei, 12 Jahre, das ist ja noch kein Alter für einen Hafi! Der hat ja noch sein halbes Leben vor sich, wenn er Glück hat.
versteh ich aber gut dass du dir das ganze zweimal überlegst, schließlich ist das ja kein Gnadenhof und man kann wirklich nicht alle Pferde retten die (oft zu Unrecht) beim Schlachter landen.

Ich würde mal schaun wie viel das ganze zusammen kostet (also Pferd + Decke + TA usw) und dann entscheiden ob es das wert ist. Wenn du ihn kaufst und es dann im Sommer wirklich unaushaltbar schlimm für das Pferd wird, dann hatte er wenigstens noch einen schönen Winter bei dir...

lg kate
Das haben mir andere auch schon vorgeschlagen, dass ich ihn im Sommer -falls es tatsächlich so schlimm werden sollte, dass ich ihn nicht mehr halten kann- immer noch abgeben kann. Doch das würde ich glaube ich nie über's Herz bekommen! Da hab ich mein Tier ein halbes Jahr lang und wir haben das nötige Vertrauen aufgebaut und miteinander gearbeitet, und dann abgeben? Das würde für mich nie in Frage kommen. Wenn ich das anfange, ziehe ich es auch durch - allein schon wegen dem Tier.

Wir hatten bereits ein krankes Pferd vom Schlachter gerettet (der Gute hat ein Überbein und steht momentan nur die ganze Zeit lahm, seufz), aber es würde für mich nie in Frage kommen, in zum Schlachter. Eher noch sehr günstig versuchen zu verkaufen, und dann nur mit Schutzvertrag, sodass er auf keinen Fall zum Schlachter kommt. Bei ihm kommt allerdings noch dazu, dass er erst 8 ist!

Das Pferd kostet 400,- und die Decke gibts bei Ebay für verschiedene Preise, sagen wir mal 80,- . Er läuft barhuf, ausschneiden machen wir selber, d.h. den Großteil der Hufschmiedkosten können wir uns sparen. Das mit dem TA lässt sich momentan schlecht sagen...Monatlich unterstellen würde auf ca 80,- kommen (incl. Futter etc, misten mach ich sowieso meist selber) und das mit dem Sattel muss ich noch abklären.

Also teuer ist das Ganze nicht, zu diesem Standpunkt spielt das Finanzielle keine Rolle. Nur worüber ich mir Sorgen mache, ist tatsächlich: Wie schaut es im Sommer mit ihm aus? Ich glaube kaum, dass ich mir da dann noch zusätzlich die ganzen Salben etc leisten kann. Auch die Therapie was man gegen das Ekzem unternehmen kann, wird sicherlich nicht gerade billig sein...

Achje, wenn ich nur wüsste was ich machen soll unglücklich
ja, versteh ich schon...man kann ein Pferd nicht einfach so weggeben wenn man schon so eine Beziehung aufgebaut hat, ich meine nur wenn es wirklich soo schlimm ist dass er damit nicht vernünftig leben kann ist es eben die Notlösung.
Ja, die decken bekommt man bei Ebay sicher billiger als eine neue.
Notfalls kannst du auch, wenn es im Sommer wirklich nicht mehr geht, versuchen ihn auf einem Gandenhof unterzubringen. Ich weiß schon, das ist nicht so einfach dort einen Platz zu bekommen, aber 12 jahre ist wirklich noch sehr jung...und 400 Euro für ein ausgebildetes Pferd ist auch echt billig...
Oder du versuchst jemanden zu finden der ihn in einem "Normalen" stall, also eben nicht Offenstall halten kann. Vielleicht findest du dann jemanden der Erfahrung damit hat und bei dem die Kosten nicht so eine große Rolle spielen...die frage ist nur ob man ihn im sommer dann überhaupt reiten kann? Vermutlich eher nicht...ist natürlich schwierig das alles zu entscheiden wenn man nicht genau weiß wie stark die Kankheit im Sommer ist =(

Lg Kate
Hallo!

Also ich ich habe auch einen haffi mit SE. Seit 4 MON. Also als ich ihn im sommer bekommen habe hatte er zwar eine abgescheuerte ungleichmäßige mähne aber die habe ich sofort gleichmäßig kurz geschnitten, sah dann zwar etwas komisch aus, ein Haflinger mit Moikanerfrisur *grins* aber sah immer noch besser aus als vorher. Er bekommt 1X im jahr einer kortisonspritze und steht in einer box tagsüber kommt er auf die weide, immer zwischen mittag un abend nur stundenweise sodass er nicht zu lange draussen steht. Dann kannn er sich in der box erholen. Jetzt über den winter, da er nicht mehr auf die weide kann ersetze ich dies in dem ich ihn ein mal pro woche in der gr. halle bei uns laufen lasse da kann er sich dann austoben sich wälzen u alll das was er sonst so auf der weide macht. Auch vom reiten her ist er ganz ruhig. Am anfang war er etwas unruhig, aber das war denk ich normal. Man muss sich ja erst mal kennenlernen, aber als ich ihnzum ersten mal gesehn hab, und ich progeritten bin wusste ich ,der ist es. Auch wenn ich viel arbeit mit ihm hatte und immer noch habe, aber ich habe es nicht einen tag bereut ihn gekauft zu haben. Augenzwinkern

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