Hufreheauslöser (Fütterungsrehe)



Was denkt ihr ist der wahre Auslöser- Fruktan oder Eiweiß?
Es wären ja 2 völlig unterschiedliche Handlungsweisen, deshalb bin ich echt gespannt auf eure Meinungen!
Mein Pony hat seit über 10 Jahren Rehe- seit über 5 Jahren fast symptomfrei. Wie ich es handhabe erzähle ich später.





Falls hier falsch gepostet bitte verschieben, war mir unsicher. Danke
Ich habs jetzt mal in Rund um's Pferd verschoben, da du ja nicht wirklich ein Problem mit deinem Pferd hast bzw. Hilfe wegen der Rehe benötigst, sondern nur unsere Meinung wissen möchtest. Also so hab ichs zumindest verstanden. Wenn das nicht richtig ist, verschieb ichs natürlich gern wieder Augenzwinkern

Ich dachte ja immer Eiweiß ist der Auslöser.
Hab jetzt aber in einem anderen Forum schon mehrfach gehört, dass es Fructan (oder Fructose? Keine Ahnung....sind glaub sowieso zwei Grund verschiedene Dinge?). Die Begründug weiß ich allerdings nicht mehr - also warum es Fructan und nicht Eiweiß ist. Ich weiß überhaupt eigentlich gar nix über Fructan. Nur, dass es angeblich die Rehe auslöst/auslösen kann.

Ne andere Frage zu deinem Pony: Du sagst er hat seit 10 Jahren Rehe ist aber seit 5 Jahren symptomfrei. Was soll das bedeuten? Symptomfrei heißt für mich, er hat keine Reheschübe oder so, sondern kann ganz normal gefüttert und bewegt werden wie jedes andere Pferd? Aber ich dachte, dann hat sagt man, dass das Pferd im Moment keine Rehe hat, aber anfällig dafür ist, oder irgendwie so ähnlich... Oder ist das vollkommen das gleiche, nur anderst ausgedrück?
<< Oder ist das vollkommen das gleiche, nur anderst ausgedrück? >>


öhm- ich versuchs mal zu erklären. Filou hatte jedes Jahr mehrere Schübe, nicht immer gleich stark, aber manche waren sehr schlimm. Das ging mit Aderlass, Hufbeinsenkung, Rotation etc einher. Er HAT die Rehe immer noch, nur nicht im akuten Stadium. Und das eben seit 5 Jahren. Es kann aber jederzeit wieder auftreten. Stell dir einen Asthmatiker vor: Jahrelang kein Reizstoff und mit einem Mal aus heiterem Himmel ein Anfall. Der Mensch bleibt sein Leben lang Asthmatiker- ebenso wie ein echtes Rehepony lebenslänglich diese Krankheit hat. Die Hufbeinsenkung und Rotation ist nicht rückgängig zu machen, kann sich aber durch regelmässige Schmiedbesuche auf einem Level halten, auf dem das Tier einsatzfähig ist. Bei Filou ist das GsD der Fall.
Und Symptomfrei ist er nur unter passenden Umständen- 3 Maul von der frischen Wiese und das wäre es wieder gewesen....Aber "big Nanni is watching" auf ihn.
Was ist den Fruktan?!
Zitat Wikipedia:

Zitat:
Bei den Fruktanen (auch Fruct(os)ane, Fruktosane) handelt es sich um eine Gruppe von wasserlöslichen Oligo- und Polysacchariden, die in einigen Pflanzentaxa die Stärke als Speicherkohlenhydrat ersetzen oder ergänzen.
Genau, danke Tinkerle. Bei Fruktan spielt auch das Wetter eine Rolle bei der Speicherkonzentration. zB ist es nach einer frostigen Nacht vielfach erhöht. In kurzem Gras -wie Reheponys es oft kriegen- kann Fruktan so sehr hoch sein, das die Menge gefährlich wird weil es sich auf einer kleineren Fläche (bzw im kurzen Halm) staut. Hingegen verteilt es sich bei langem Gras mehr- weniger Gefahr. Da wären wir aber beim Eiweißgehalt, der im langen Gras wesentlich ausschlaggebender sein kann. Ich weiß, das Thema ist etwas kompliziert. Aber ich hatte die Hoffnung, dass jemand sich damit mal auseinandergesetzt hat. Hufrehe kommt ja leider häufig vor. Wer Fragen hat- her damit!
Anders ausgedrückt:

Also sollten rehegefährdete Pferde nicht an einem frostigen, sonnigen Morgen auf die Weide kommen. Da die höchsten Fructankonzentrationen bei solchem Wetter sind. Ausserdem sind satte, hohe Wiesen wesentlich unbedenklicher, als abgemähte Wiesen.

Ich habe dazu auch eine interessante Internetseite gefunden, auf der man das noch einmal nachlesen kann.
http://equivetinfo.de/html/reherr.htm

Viele liebe Grüße Schneeweißchen
Und genau darauf zielte meine Frage ab: in hohem Gras ist dafür wesentlich mehr Eiweiß enthalten. Also wie man es macht- es ist verkehrt?!
Um das mal zu einer Auflösung meiner Taktik zu bringen- immerhin und toitoitoi rehefrei!- Filou hat einen Paddock mit normalem Erdboden. Ab Mittags darf er dann raus. So hat er kurzes Gras (wenig Eiweiß) aber die Fruktanspeicherung vom Vormittag baut sich schon ab.
Ich hoffe einigen Denkanstöße zu geben- man hört immer wieder:
- Rehe, unreitbar in frühen Jahren
- nie wieder Wiese
- immer wenn er auf die Weide kommt lahmt er etc.
Ihr seht, auch Rehe ist nicht so schlimm, wenn man sie behandelt. Es bringt nur nichts einen Schub auszukurieren und das Pony dann wieder auf die Weide zu stellen. Und anhand der Fotos in anderen Threads von Filou kann man sehen wie es einem bald 30jährigen mit chronischer Rehe gehen kann, den der TA schon vor Jahren einschläfern wollte.

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